Zentralheizungsherd+Solar+Gaskessel, Planung, Ausführung und Fragen...

There are 5 replies in this Thread which was already clicked 4,781 times. The last Post () by HJH.

  • Moin!


    Nachdem die erste Heizsaison mit alter Heizung fast überstanden ist, geht es jetzt an die Planung und Verwirklichung meiner Wunschheizung mit den Wärmeträgern Holz, Gas und bei entsprechender Kassenlage auch Solarthermie.


    Bis jetzt ist alles noch wie in meiner Vorstellung (siehe Signatur, Link) plus neue Pumpe im Heizkreis. Dort gibt es auch Angaben zur berechneten Heizlast und der Hausgrösse. Hochgerechnet waren wir diesen Winter aufgrund des milden Wetters 38% unter dem vorberechneten Verbrauch...



    Seit gestern steht das erste Teil der neuen Heizung fest:


    Gekauft wurde ein WAMSLER ZENTRALHEIZUNGSHERD K148 in Schwarz. Kostenpunkt waren mit neuer TAS, dazugehörigem Sicherheitswärmetauscher, ein paar Metern Kupferrohr, Ventilen und Kosten der Abholung runde 1000€ im Vergleich zu runden 4000€ die er mit dem Zubehör aktuell neu kostet...

    Der Ofen ist Baujahr 2007, der Zustand ist TipTop und gepflegt und er erfüllt als aktuelles Modell die Anforderungen der 2. Stufe der 1. BImSchV mit Holz und Braunkohle als Brennstoff zum "Notfalls über Nacht heizen"


    Pruefzertifikate_K148.pdf
    K148-CPR-07.2013-DE_GBv1.pdf

    In Absprache mit meinem Bezirkskaminkehrer bedeutet das wohl, dass ich bei den Unterhaltskosten drastisch spare, da nur eine Pflichtkehrung als Einzelraumfeuerung und Wegfall der teuren 2-Jährigen Feststoffmessung mit ungewissem Ausgang.


    Dies wiegt den schlechteren Wirkungsgrad des Küchenofens finanziell soweit wieder auf und noch dazu wollen wir einen KÜCHENOFEN zum Kochen und Backen als Mittelpunkt unserer WG-Küche...


    Jetzt geht es ans Eingemachte, Geld ist knapp, ich habe als Grobrahmen zwei Puffer a 1000L im Kopf, Rücklaufanhebung muss auch noch her, dazu ein witterungsgeführter Heizkreismischer, Umstellung auf eine geeignete FRIWA mit Zirkulation, Einbindung der Gasheizung als Backup und später bis zu 10.5m² Solarthermie mit Röhrenkollektoren...


    Verrohrung mache ich bis an den bestehenden Heizkreis bevorzugt in Kupfer und löte weich, das habe ich im Griff, es kann kein Gummi kaputt gehen, ich brauche keine Presse und Fittinge gibts billig ersteigert bei Ebay...


    Also der Reihe nach folgende Fragen, die es nacheinander zu klären gibt:


    1. Welche Pufferspeicher, "Leere Dosen", "Schichtdingers" und mit welcher sinnvollen Ausstattung an Solarwärmetauschern??? (Isolierung mitkaufen, oder besser einhausen und mit Dämmung ausblasen?)
    Wie verschalte ich diese am sinnvollsten? (momentan bin ich auf parallel geeicht, wg. Wärmetauscher solar und ausgleich zwischen den Speichern?)


    2. Welche Rücklaufanhebung passt zu meinem Ofen im Hinblick auf Durchflussmenge, Anhebetemperatur und Preis-Leistung.


    3. Ich würde gerne Low_Tech bleiben, also als Mischer für den Heizkreis sowas nutzen:
    http://sikoma-heizungsshop.de/…ischer-set.html?vids=1263


    4. Frischwasserstation:
    Ein weites Feld, ich habe keine Ahnung, aber die Preise schocken mich erstmal...
    Wir sind vier bis fünf Leute, gebadet wird seltenst, Duschen verteilt sich über den Tag. Zirkulation hätte ich gerne...


    5. Gasheizung:
    Als Backup steht recht weit hinten an, für den Anfang auch gern zum Pufferladen geregelt über ne Schaltuhr und die Abschaltung bei Erreichen der gewünschten Puffertemperatur. (Wegen Kaminvernässung soll der Gaser wenn überhaupt nur einmal am Tag möglichst lange laufen, also per Zeitschaltuhr morgens zwei Stunden Strom, Heizung lädt zwei Stunden oder schaltet vorher bei Erreichen der Wunschtemperatur ab. LowTech ist die Devise)


    6. Solarthermie:
    Das Garagen-Betondach ist Flach und hat 5.8m X 3.8m, sprich ich kann bis zu 5.8 laufende Meter Röhrenkollektoren mit 172° gen Süden steil für die flachstehende Sonne aufständern, so dass ich maximale Heizerträge habe. Solar kommt später, aber bei der Pufferauswahl ist es ja wichtig...


    So, dass war jetzt in Grundzügen mein Projekt mit Fertigstellung spätestens zur nächsten Heizperiode, ich fange mal im folgenden Post mit meinem Stand zu Punkt 1 an und sage schonmal Danke für alle Beiträge...


    Liebe Grüsse aus dem Eulenhaus


    Frank

  • So, jetzt also zu Frage Eins:


    1. Welche Pufferspeicher, "Leere Dosen", "Schichtdingers" und mit welcher sinnvollen Ausstattung an Solarwärmetauschern??? (Isolierung mitkaufen, oder besser einhausen und mit Dämmung ausblasen?)
    Wie verschalte ich diese am sinnvollsten? (momentan bin ich auf parallel geeicht, wg. Wärmetauscher solar und ausgleich zwischen den Speichern?)



    - so wie ich es hier rauslese, sind "Leere Blechdosen" völlig ausreichend?


    ich möchte später die Möglichkeit, meine Solaranlage einzuspeisen, was brauche ich dafür an Wärmetauschern?


    Oben und unten, nur unten?


    müssen beide Speicher die jeweiligen Tauscher haben, oder reicht es, wenn ein Speicher den/die Wärmetauscher hat und der zweite Speicher schichtet bei der von mir aus dem Bauch bevorzugten Parallelschaltung brav mit?


    Einen ersten Hydraulikplan liefere ich bis Montag nach, also keine Eile bei den Antworten ;)


    Liebe Grüsse


    Frank

  • Moin,


    hier der angekündigte Vorschlag meinerseits für unsere zukünftige Heizung, es ist zwar nicht mehr Montag, aber meine reale Arbeit war halt wichtiger...


    Kann ich das in Ausbaustufe 1, ohne Solaranlage grundsätzlich so bauen?

    Ich bitte um kritische Meinungsäusserung und Verbesserungsvorschläge, sowie um Aufklärung hinsichtlich vorzusehender Bauteile für die spätere Einbindung von Solarthermie.


    Komponenten die fest stehen:


    - WAMSLER K148 ZENTRALHEIZUNGSHERD für Holz und Kohle mit 16.5 KW wasserseitig und 6.8 KW raumseitig


    - Gasheizkessel VAILLANT VKS 28 mit 27 KW aus Erdgas


    Komponenten die ich mit meinem aktuellen Wissensstand für sinnvoll halte und gern günstig ordern würde:


    - 2x Pufferspeicher Juratherm JPSM 1000L, habe ein Angebot für beide Speicher zusammen von rund 850€ (im Lager verstaubende Neuware, ich meine der Preis ist ziemlich gut, soll ich kaufen, sofern das mit späterer Solareinbindung passt?)
    jpsm.pdf



    - Rücklaufanhebung von ESBE, Modell LTC 261 mit WILO Hocheffizienz Pumpe und 60° Thermostat in 1" passend zum Ofen für runde 280€
    Da mache hoffentlich nix falsch und der Installations- und Dämmaufwand hält sich in Grenzen?
    LTC261_DE_C_LR.pdf


    Ich danke schonmal allen die mir helfen und freu mich, dass es jetzt losgeht. Mit dem hübschen Ofen in der Küche ist die Motivation auch gleich viel höher...


    Liebe Grüsse


    Frank

  • Hallo,


    Wurde das nicht alles schon einmal beantwortet?


    Ist der Gaskessel ein Brennwert oder ein Heizwertkessel?


    In deine Zeichnung sollte ALLES eingetragen sein!


    Zu der Rücklaufanhebung kann man wenig sagen da ESBE sich mit den Daten etwas zurück hält.


    Hier noch einmal der Link zu der Hydraulik wie ich so etwas bauen würde, aber kennst du ja, z.B. S.6,
    Hydraulik eigene SO_HW_HV_12SP_BI4_RF_13.151.pdf:
    http://www.holzvergaser-forum.…d/&postID=98944#post98944


    Den gemeinsamen Anschluss im Vorlauf am Speicher würde ich auch ändern.


    Zeichne mal die Versorgung der Heizung mit Mischer etwas anders, sonst könnten sich bei Montage da Fehler einschleichen.


    Zur gleichmäßigen Beladung der Speicher sollte auch noch etwas unternommen werden.


    Jeder Wärmeerzeuger benötigt sein eigenes ADG! Ein Speicher ist auch ein Wärmeerzeuger!


    mfg
    HJH


  • Hallo HJH,
    erstmal Danke, ich werde nachbessern, kann aber ein bisschen dauern. Das mit dem Schichtladerohr finde ich spannend. Kann ich das eigentlich auch zwischen den beiden Pufferspeichern in 6/4" Kupfer realisieren und zum Beladen der Speicher nutzen? Also sinngemäss Brücke am Deckel der Speicher mit nem Kreuz in der Mitte und dann mit 6/4" zwischen den Speichern runter und jeweils bei den Speicheranschlüssen ein Kreuz mit Querverbindung?

    Wie schliesse ich dann Beladung von Kessel und Ofen sowie Entladung durch FriWa und Ofen an?
    Liebe Grüsse & Danke für Deine Mühe
    Frank

  • Hallo,


    Viele deiner Fragen beantworten sich eigentlich durch den Link mit dem Hydraulikschema.
    Es sind da verschiedene "Macharten" angegeben.
    Einfach ausdrucken und das was man nicht will mit Tipp Ex entfernen.


    Niedertemperatur ist gleich oder ähnlich Heizwertkessel.
    Der Hersteller gib dabei die Mindest-Rücklauftemperatur an mit welcher der Kessel betrieben werden darf.


    Da du auf eine Anlage mit Speicher umbauen willst hast du zwangsläufig Temperaturen unter diesem Grenzwert.
    Damit sollte die Therme eine Rücklaufanhebung haben.


    Aber ich hatte dir auch schon einmal geschrieben das Ding zu verschrotten.
    Ich bin nach wie vor dieser Meinung.


    Mache doch die Rücklaufanhebung mit Einzelkomponenten. Gibt es auch von ESBE.
    Es gibt auch Sparpumpen ohne diese autom. Pumpenregelung.
    Du solltest da schon eine konstante Menge fahren.


    Das mit dem Einzeichnen des Mischers von der Heizung ist so noch nicht falsch bei deiner Zeichnung.
    Es schleicht sich aber gerade da leicht ein Fehler ein, besonders bei "sparsamen" Menschen welche hier und da noch ein Stück Rohr sparen wollen!


    Du solltest so ein Hydraulikplan aus der Sicht des "geringsten Widerstandes" sehen. Der Weg des Wassers ist nicht immer derjenige den du denkst das es dahin gehen sollte.


    Die Dimensionierung der Rohre richtet sich nach der Leistung deiner Anlage und den Förderströmen.
    Hier eine Excel Datei zum selbst ausrechnen: (zuerst entpacken)
    http://www.holzvergaser-forum.…d/&postID=98967#post98967


    Bei all deiner Begeisterung, warum du gerade mit einem Herd, auf dem man eigentlich kocht, auch gleichzeitig heizen willst, kann ich zwar nicht verstehen, muss ich aber auch nicht.


    mfg
    HJH

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!