Hallo allerseits,
mein Name ist Johannes, ich bin kurz vor der 40 und, wie die Überschrift schon verrät, im schönen Saarland zuhause.
Irgendwie bin ich auf den dummen Gedanken gekommen, unser 111 Jahre altes, ungedämmtes Bruchsandsteinhaus zukünftig ausschließlich mit einem Scheitholzvergaser zu beheizen.
Wie sagte Otto Anfang der 80er so schön: da waren sie wieder, meine drei Probleme.
Letztes Jahr wurden alle Fenster durch 3fach verglaste Alufenster ersetzt (unbewohnte Kellerräume Doppelverglasung) sowie alle Außentüren erneuert. Desweiterten ist keinerlei Dämmung vorhanden, die Dämmung der obersten Geschoßdecke steht jedoch noch im Raum. Eine Dämmung der Außenwände wird nicht stattfinden, da unser Sandsteinhaus und ich etwas gemeinsam haben: wir wollen atmen.
Wir (2 Personenhaushalt) haben ca 180-200m2 Wohnfläche, wovon aber die Hälfte als Abstellraum dient und kaum geheizt wird.
in den letzten zwölf Jahren haben wir mit einem 70er Jahre Kokskessel geheizt, der wohl Mitte der 80er durch einen Ölbrenner aufgerüstet wurde. Da der integrierte Boiler wohl defekt war, ließ der Vorbesitzer sämtliche Zapfstellen mit Elektroboilern nachrüsten.
Da dieser Dino natürlich so durstig wie eine Oberliga Fußballmannschaft ist, haben wir unsere Wohnräume zusätzlich mit einem Kamin beheizt, so daß die Heizungsanlage nur zwischen Mitternacht und neun Uhr morgens aushelfen mußte, was zwar zu moderatem Heizölverbrauch führte, jedoch durch enorme Stromkosten wieder wett gemacht wurde (Elektroboiler, Badheizung).
Nachdem der Schornsteinfeger als auch wir der Meinung waren, daß der Dino weg muß, kam mir der Gedanke an einen SV, der gleichzeitig auch Brauchwasser zur Verfügung stellen soll. Seit diesem Tag hab ich keine Nacht mehr durchgeschlafen :dry:
Mittlerweile hatten wir drei Heizungsbauer hier (ETA, Fröhling, Hargassner) und jeder erzählt mir eine andere Geschichte, von den Schornsteinsanierern mal ganz zu schweigen.
Von 15 kw und 2000 Litern über 20 kw und 2000 Literrn bis hin zu 40 kw und 5000 Litern ist alles vertreten, ganz zu schweigen von den Handwerkern, die mich mit Gewalt zu einem neuen Ölkessel überreden wollen.
Zur Zeit bin ich noch bei den Basics, sprich wieviel kw/Liter brauche ich.
Desweiteren sei erwähnt, daß ich viel selbst machen möchte und durch einen Kumpel, der mal Heizungsbauer gelernt hat, unterstütz werde.
Der alte Dino samt Öltanks ist bereits abgebaut und entsorgt, der alte Estrich im Heizungskeller ebenfalls.
Ende des Monats sollte der neue Estrich fertig sein, dann könnte es mit der Sanierung des Schornsteines weitergehen. Da das Brauchwasser noch elektrisch erzeugt wird, und ich auch den kleinen Kamin habe, reicht es, wenn der SV Ende Oktober läuft.
So, jetzt seid ihr an der Reihe, legt los.
Vielen lieben Dank für eure Hilfe
Johannes