Einbau HV Lambda 40 kw Solarbayer

There are 11 replies in this Thread which was already clicked 7,206 times. The last Post () by Gröj eknah.

  • Hallo,
    musste meinen alten Schuster durch einen neuen Kessel ersetzen. Solarbayer 40 kw Lambdareglung. Wird eigentlich nur an die vorhandenen Anschlüsse angesetzt von eine Firma.
    Und hier kommt mein Problem die Rohre Vor und Rücklauf sin alle in 28 Kupfer ausgeführt. Damit hatte der Schuster 34 kw angegeben auch kein Problem. Nun steht in der Beschreibung das 32 wenn nicht sogar 38 Rohr notwendig ist. Ein bekannter meinte das wäre auch sinnvoll die Heizungsfirma gab mir zu verstehen das wird schon reichen.
    Was ist eure Meinung. Hat jemand einen Tipp .


    Noch ein paar Eckdaten speicher 2400 liter einleitung über Capito Ölheizung und Steuerung mit der UV 1116 Universalreglung.


    Die besten Grüße Jörg Hanke

  • Der gute alte Schuster.
    Meiner hat hinten 1 1/4 " und da wurde mit Cu28 weiter im Kesselkreis mit Rücklaufanhebung und dann zum Puffer gefahren. Ich nutze im Moment die sommerlichen Temperaturen zum um- und aufrüsten und habe bei der Gelegenheit auch gleich die Rohrdimension vergrößert. Die Anlage lief "nicht ganz optimal", ist aber auch nicht ursprünglich auf meinem Mist gewachsen.


    Bei 40 kW würde ich min. 1 1/2 " verrohren, mindestens im Kesselkreis mit Rücklaufanhebung, der Rest zum Puffer könnte etwas kleiner sein, aber es ist auch da nicht verkehrt in der selben Rohrdimension zu verbleiben. Cu28 halte ich für viel zu gering, wenn das an dem Puffer angeschlossen wird, dann schießt dir u.U. ein Strahl aus dem Röhrchen in den Puffer und erzeugt ein paar nette Wirbel im Wasser, die sich negativ auf die Schichtung auswirken können. Je langsamer und beruhigter die heiße Brühe in den Puffer fließen kann, um so besser.
    Vielleicht hat der Fachmann auch den Neuverrohrungsaufwand im Gedanken und stellt sich die Frage, ob sich das Ganze lohnt. Wieviel Meter Rohr und welche Armaturen/Gerätschaften (Mischer, Pumpen, Kugelhähne, usw.) müssten angepasst werden?


    Ist alles aber auch ein wenig davon abhängig, mit welcher Spreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf du den Kessel betreiben willst (z.B. 15 K mit einem Volumenstrom von ca. 2,3 m³/h oder 6 K mit einem Volumenstrom von ca. 5,8 m³/h). Je geringer die Spreizung, um so höher ist der Volumenstrom, mit um so größeren Rohrdurchmesser sollte die Sache angeschlossen werden. Mit (gewaltig) stärkerer Förderleistung der Pumpe und damit auch mehr Stromverbrauch, kannst auch wieder kleinere Rohrdurchmesser nehmen - rauscht dann auch ein wenig mehr im Rohrsystem. Für 6 K brauchst allerdings schon ein dickes Pümpchen.


    Die "Hauptsache-Kessel-verkauft"- Heizungsfirma wird dir die Spreizung schön groß einstellen, bei einer brachial hohen Vorlauftemperatur und sollte das nicht reichen, dann wird dir eine ordentlich dicke Pumpe für über 500 € (mit Einbau 700- 800 € [mein Nachbar bekam vom Fachmann eine Wilo Stratos Pico 25/1-6 180mm Pumpe für rund 500 € mit Einbau für seinen alten Normalabbrand- Holzvernichter, da hätte auch was Dümmeres und Billigeres locker gereicht]) verkauft. Die Verrohrung neumachen heißt auch denken, planen und vorallem kein schnelles Geschäft, das ist heutzutage alles nicht mehr zeitgemäß.


    Mach mal eine grobe Zeichnung deiner Anlage, so was gibt eine gute Grundlage für Diskussionen und dann u.U. auch ein ordentliches Ergebnis.


    Gruß
    Oli

    Heizkessel: Kombikessel Schuster DuoluxTurbo D-St 27-32
    -- Brenner 1: Holzvergaser ungeregelt (an/aus)
    -- Brenner 2: Öl- Gebläseblaubrenner Intercal BNR 20
    Puffer: Kombispeicher Schuster GPS-B 1000/200
    -- 800 Liter Pufferwasser, 200 Liter Warmwasser
    Solar: Vakuumröhrenkollektor Mazdon 20/30 insg. 70 Röhren
    sonstiges: 2 x UVR 16x2S, TA C.M.I., TA CAN-Touch, TA O2-DL

  • zur sachgerechten Verrohrung hat HJH eine brauchbare Tabelle in seiner hv-bibel (siehe Profil HJH)


    immer wieder wird viel zu schwach verrohrt, aus "kosteneinspargründen".



    piss Tann

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • "...Evtl. meint pk das hier ..."



    jep, genau das.
    mit 2 zoll wäre die Sache perfekt und man ist auf alle fälle aus dem schneider.


    piss Tann

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • Da bedanke ich mich für eure Antworten. Werde morgen mal mein Hydraulickschema einstellen.
    Mit 2 Zoll wird das nichts speise nach ca 5m in einen Capito Ölkessel ein mit Eingang und Ausgang 1 Zoll. Die gesamte Reglung und die nachfolgenden Tanks sind auch mit 28 Kupfer verrohrt. Um das ganze auf 2 Zoll zu bekommen müßte ich den Capito rausnehmen und der hat den Wärmetauscher für das warme Wasser.
    Werde alles bis zum Ölkessel auf 35 Kupfer erweitern und mal schaun ob das ganze funktioniert. Holzvergaser kann man wohl kaum Leistungsmäßig drosseln.


    Meine Frage wäre noch welchen Einfluß hat die Spreizung zwischen Eingang und Ausgang in den Holzofen. Danke der Universalreglung kann ich hier die Rücklaufanhebung auf den Grad genau einstellen. Eingang Holzofen ist auf 68 grad und der Ausgang auf 85 Grad programmiert. Ich denke hier kann man einiges ausprobieren.
    Das schlimmste wäre wenn ich die Wärme nicht schnell genug in die Tanks bekomme und der Ofen dadurch überheizt und der STB und die thermische Ablaufsicherung kommt. Muss gestehen das beides bei meinem Schuster nicht in Funktion bzw vorhanden war.


    Zum anderen diskutiere ich noch mit meinem Heizungsbauer über den Einbau eines Zugluftbegrenzers. Ich denke der ist sinnvoll und erforderlich. Ofenausgang ist 200 Kamin 180 und eigentlich nur 50cm entfernt mit einem 90 grad Bogen. Schlot ist 8m hoch und zieht wie Hechtsuppe.


    Danke für weitere Infos Jörg

  • Hallo,



    Quote

    Meine Frage wäre noch welchen Einfluß hat die Spreizung zwischen Eingang und Ausgang in den Holzofen.


    Dein HV hat eine feste Leistung.
    Diese Leistung musst du über das umgepumpte Wasser weg transportieren.
    Der Anschluss am HV wo das erhitzte Wasser raus kommt nennt man "Vorlauf".
    Da wo das Wasser vom Speicher über die Rücklaufanhebung in den Kessel geht ist der Rücklauf.


    Die Temperaturdifferenz vom Rücklauf zum Vorlauf bestimmt die Wassermenge welche du mit der Pumpe fördern musst.
    Damit du möglichst weit weg vom Taupunkt der Rauchgase bleibst sollte der Rücklauf immer mindestens > 65°C betragen.
    Der Vorlauf wird aus verschiedenen Gründen so um die 80°C liegen.
    Damit wird die Mindesttemperaturdifferenz am HV welche du fahren musst 80-65=15°K sein.
    (Temperaturdifferenzen werden in °K = Kelvin angegeben)
    Aber Vorsicht , zu hohe Spreizungen bringen deine Kesselvorlauftemperatur bei vollem Speicher sehr schnell auf über 90°C!
    Also wird die Spreizung zwischen 6...12°K liegen. Je kleiner die Spreizung je höher muss die Pumpen-Fördermenge sein.
    Jetzt kommt auch der Rohrdurchmesser ins Spiel.
    Je kleiner der Durchmesser je höher wird der Strömungswiderstand. Je höher der Strömungswiderstand je größer muss die Pumpe werden.
    Damit kommt Geld ins Spiel. Einmal beim Kauf der Pumpe und während der gesamten Betriebszeit.


    Leistung Umwälzpumpen:
    Doppelter Durchfluss bei gleichem Durchmesser bedeutet 4-fachen Widerstand und 16-fache Stromaufnahme der Pumpe!
    Wenn du also kleinen Rohrdurchmesser nimmst dann geht das auch schon irgend wie, aber es kostet dich halt auf Dauer mehr Geld.



    Quote

    Zum anderen diskutiere ich noch mit meinem Heizungsbauer über den Einbau eines Zugluftbegrenzers.


    Ein Zugbegrenzer ist eigentlich fast immer angesagt.
    Du kannst natürlich damit den Kaminzug nur verringern. Nicht vergrößern.


    mfg
    HJH


  • Hier der angekündigte Hydraulikplan. Werde die verrohrung bis zum Caoito Vorlauf und ab 2. Tank Rückfluss auf 35 vergrößern.

  • Hallo,


    Ich habe mir mal die Hydraulik angeschaut.


    Da bin ich der Meinung das du die verschiedene Pumpenströme entkoppeln solltest.


    Damit ist einmal der Kreislauf des HV und zum Anderen der Kreislauf der Verbraucher gemeint.


    Für was ist die Pumpe vom 2. Kessel zum Capito Kessel.


    mfg
    HJH

  • Der ist da um warmes Wasser vom 2. und 3. Tank zum Capito zu pumpen um das warme Wasser bei den Wärmetauschern im Capito zu haben.
    Wie könnte ich die Kreisläufe entkoppeln.


    Danke und Grüße Jörg

  • Ich würde die Solarwärme über einen Plattentauscher paralell zum Holzvergaser zuführen und über 2 3Wege Mischer per Hand schalten. Zum Beispiel mit dem Wippex 3 Wege Mischer 1 1/4 Zoll.
    Ich denke das die Handsteuerung kein Problem ist, weil ich im Sommer eh kein Holz verheize für Warmwasser, das geschieht zur Zeit über den Ölbrenner im Capito. So würde ich den gleichen Weg für die Solare Wärme wie für den HV benutzen.
    Deshalb auch meine Frage mit dem Plattenwärmetauscher.


    @ HJH danke für deinen Hydraulikplan das würde einiges vereinfachen und an Reglung könnte auch einiges wegfallen. Muss ich noch mal schauen wie groß der Auwand wird den Rückfluss für die Heizung am 2. Tank anzuschließen sind halt mit 40 cm isoliert und mit Platten verschalt.
    Vielen Dank für die Arbeit die du dir gemacht hast.


    Macht es Sinn die Heizungsanlage incl. Tanks mit gereinigtem Osmose Wasser zu füllen. Habe eh eine Kartusche mit Harz für ca 5000l die ich zum Reinigen der Photovoltaikanlage verwende.

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