Holzvergaserkessel in feuchten Keller stellen?

There are 15 replies in this Thread which was already clicked 7,865 times. The last Post () by geloescht002.

  • Guten Abend liebe Mitglieder,


    ich bin völlig neu hier und habe natürlich gleich eine Frage an euch.


    Wir kaufen uns gerade ein Bauernhaus, das zukünftig mit einem Festbrennstoffvergaser-System geheizt werden soll.
    Der Grundriss des Hauses ist diesbezüglich eine kleine Herausforderung. Der absolut beste Standort wäre der Keller, der aber ursprünglich zur Lagerung landwirtschaftlicher Erzeugnisse gedacht war und daher nur gestampften Boden und eine gewisse natürliche Grundfeuchte hat.
    Wir fragen uns jetzt ob das für den Vergaserkessel und Pufferspeicher ein Problem werden könnte (Stichwort Korrosion).
    Vielleicht hat jemand von euch bereits Erfahrung aus einer ähnlichen Situation sammeln können und kann uns behilflich sein.


    Herzlichen Dank und viele Grüße aus Mitteldeutschland,


    Lotte

  • Hallo,
    also unser Keller ist auch nicht gerade der trockenste.... aber eben Beton....
    Meine Meinung -> nutze den Keller weiterhin als Lagerraum, komm bitte nicht auf die bescheuerte Idee und gieße einen Betonboden in diesen Keller!!!!!! Damit machst du das komplette Klima hin....


    Also kurz gesagt, ich würde so einen Keller sicher nicht mit einer Heizungsanlage verschandeln ;) .... machbar ist natürlich alles....

  • Hallo Lotte
    Das mindeste ist wohl eine ordentliche Betonplatte im Aufstellraum
    bzgl Feuchtigkeit : das beste wirds wohl nicht sein für den Vergaser
    bei mir steht der Kessel auch im Gewölbekeller . Im Sommer zieht das sehr trockene Heizmaterial bei längerer Lagerung im Keller schon mal Feuchtigkeit an


    weiters muss ich in obigen Thread Helmi rechtgeben wäre schade um den Keller


    Wennst irgendeine Möglichkeit hast den Kessel anderweitig aufzustellen würde ich das bevorzugen , schon alleine wegen dem Heizmaterial.
    Es muss jedes Scheit in den Keller geräumt werden . Ich kenn das bei mir
    Am besten Ebenerdig mit großer Tür oder Tor wo du das Futter für den Vergaser Pallettenweise oder wie auch immer reinstellen kannst


    Gruß
    Franz

  • Besten Dank für Eure Ratschläge, das geht ja Express hier.


    Der Keller wäre einfach der Punkt, der am zentralsten unter den zu beheizenden Räumen liegt.
    Alternativ haben wir einen Stall im Anschluss an den Wohnbereich. Hier müssten wir allerdings einen neuen Schornstein anbauen lassen, da die Entfernung zum nächsten bestehenden knapp 3,50m betragen würde und mindestens einen Wanddurchbruch enthielte und der Schornsteinfeger da sicher (zurecht) mit den Ohren schlackern würde.
    Hier mal zur Veranschaulichung (nicht wirklich maßstabsgerecht):
    [Blocked Image: https://1.bp.blogspot.com/-Wr4G8z2rYs0/VgMbp6ol54I/AAAAAAAAAdA/h-EOCTMjT1g/s1600/Vergaserposition.jpg]


    Zudem liegt leider alles zu beheizende (auch im OG) recht weit vom Stall entfernt, aber vermutlich wird das tatsächlich die beste Lösung sein.
    Nochmal danke.


    Viele Grüße!

  • Guten Morgen, mache es so,dass du den Kessel auf jeden Fall nicht in den feuchten Keller stellst. Deine Alternative ist viel besser, auch, wenn ein neuer Schornstein her muss. Und du lernst die Vorzüge kennen, mit der Karre bis vor den Vergaser zu fahren....... . Bei mir steht er ebenerdig im Nebengebäude, welches ca. 15 m entfernt ist, muss mit den Rohren zuerst bis ganz nach unten an die alte Verteilung, dann gehts erst ins Haus. Keine Probleme mit Entfernung oder Obergeschoss.


    MfG
    Micha

  • die Entfernung zum nächsten bestehenden knapp 3,50m betragen würde und mindestens einen Wanddurchbruch enthielte und der Schornsteinfeger da sicher (zurecht) mit den Ohren schlackern würde

    Hallo Lotte,


    das war die Vorgabe meines Schornsteinfegers. Ich muss von einem Raum zum anderen und die Rauchrohrlänge beträgt ca. 5m. Laut unserer Feuerstättenverordnung / Saarland ist dies innerhalb einer Geschoßdecke erlaubt.


    Gruß Uwe

  • Hallo Lotte,
    stell ihn ins Nebengebäude auch wenn du einen extra Kamin benötigst. Alles schön ebenerdig (vermute ich mal....) und der Vorteil des neuen Kamins (in dem Fall würde ich zu einem Edelstahlkamin tendieren), du kannst niedrigere Abgastemperaturen fahren....
    Nehme mal an, die Kamine im Haus sind noch alte gemauerte Kamine. Die solltest du generell irgendwie nutzen z.B. einen Kachelofen im Wohnzimmer für gemütliche Stunden.... Vom rumstehen, werden die nicht besser. Auch wenn der Feger dann kein Geld will weil er nicht fegen muss. Wir haben hier auch drei Kamine gehabt. Einen habe ich als Versorgungsschacht für Solar etc... verwendet und bis unters Dach abgebaut.
    Man kann ihn aber auch als Lüftungschacht verwenden wenn einer nötig wäre im Haus....

  • Mensch, ihr seid wirklich ein tolles Forum.


    Die anderen Schornsteine werden bestückt. Wir haben einen Küchenofen und im Wohnzimmer gibt es dann für die Gemütlichkeit und Strahlungswärme auch einen Kamin. Momentan sind noch zwei kleine Ölöfen mit Kannenbefüllung angeschlossen, die während der Bauphase herhalten müssen.
    Einfrieren kann uns zum Glück eh nichts :)


    Also nochmals vielen Dank! Ich werde zukünftig sicher öfter hier sein.

  • Hallo,
    ich habe den HV und auch die Puffer weit weg im Schuppen stehen. Leider sind bei mir die Verhältnisse weitaus schlechter bezüglich Entfernung. Außerdem laufen bei mit die Rohre über einen nicht gedämmten Dachboden. Dafür kann ich besser mit dem Holz hantieren und es kann auch keinerlei Rauch und Schmutz in den Wohnbereich. Die Gegebenheiten bei dir sehe ich bei deiner Konstelation im Stall als ideal an.



    Ralf

    Attack SLX 35 Profi. 3000-Liter Puffer. Buderus Ölkessel 40 KW. [lexicon]Laddomat[/lexicon] 78° Patrone. 310m² beheizte Fläche, freistehendes verwinkeltes Gebäude nach EneV 2009 gedämmt. WW mit Boiler und Zirkulationspumpe.

  • I


    Wenn Du stampfboden hast musst du natürlcih vorher die Tragfähigkeit prüfen

    Hallo Peter,
    auf einen Lehmstampfboden kann man keine HV Anlage stellen..... dafür benötigt man schon ein richtiges Fundament......

  • Hallo


    Ich würde den Kessel in den Stall stellen.Ich hab jetzt mit dem neuen Kessel alles ebenerdig und das ist schon ein enormer Komforgewinn.Mit meinem alten GK musste ich das Holz durch die Haustüre ins Waschhaus.Wenn du das ganze noch in den Keller schaffen musst.....Zumal du eh den Kessel nicht an die vorhandenen Schornsteine anschließen kannst wenn du die mit Ofen weiterbetreiben willst-das wurde ja auch schon in einem anderen Beitrag geschrieben.


    Gruß Lars

  • Man kann ja 3-4 qm Estrich verlegen - das könnte man im Zweifel (Buget) allein.
    Vielleicht unter den Puffern dann auch...

    Wie? Estrich auf den Stampflehm drauf? also ich weiß ja nicht..... So würde ich das nicht machen.... und selbst wenn man den Stampflehm herausschaft, ein untergrund für Estrich ist dort sicherlich nicht zu erwarten..... Also heißts budeln und Kies schaufeln dass man ein anständiges Fundament für die HV Anlage hat... Oder man füllt eine gewaltige Menge Beton mit Armierung in den Keller.....so dass es eine Fläche ergibt....
    Da würde ich doch leichter den Keller als Lagerraum erhalten und der HV Anlage einen anderen Platz geben.


    Naja, muss jeder selber wissen.....
    Mir tränen immer die Augen wenn ich in alten Häusern in den Keller gehe und die zubetonierten Böden sehe...... Dann heißt es immer, in diesem Keller kann man nichts lagern weil die Wände total Nass sind..... Tja, irgendwo hin muss die Feuchtigkeit eben wenn man den Boden mit Baufolie Dicht macht und Beton drauf kippt......


    Meine Meinung....

  • Hallo
    Wir hatten das selbe Problem Keller 80 % Luftfeuchte
    Ich musste ca 20 cm Lehm auskoffern und habe dann um die Wände und mitten durch den Keller Drainage gelegt zum ableiten des ankommenden Wassers von Wand und Boden
    10 cm Drainageestrich und oben eine glattspachtelung mit Epoxidharz
    Im Letzten Winter ist die Luftfeuchte bis auf 35 % runter gegangen.....

  • muss dem helmi mal ausnahmsweise recht geben.


    ein naturkeller ist mit Geld nicht zu bezahlen.


    habe auch einen in meiner hütte.


    Bruchsteine + Salpeter und alles was dazugehört.


    äpfel, kartoffel, Sauerkraut,Gemüse, alles aus eigenem anbau bleibt da drin frisch bis Ostern.


    das gekaufte zeugs bleibt natürlich auch im schuhkarton-legohäuschen des neubaugebiets frisch, wurde ja vorher auch ordentlich bestrahlt etc. :P


    piss Tann

    Hanibal


    2-Personenhaiushalt mit Hund, Katzen, Heidschnucken, Hühner und Forellen, ca 80 m² genutzte Wohnfläche, 40 Kw KÖB, 8m² thermische Solarfläche, 3000 Liter Puffer, 500 Liter Brauchwasser. Notfallversorgung: Brennwert-Öler, Kachelofen, Küchenherd (Gas) und Schwedenofen.

  • Hallo ihr Lieben,


    wir haben uns nun definitiv für den Stall entschieden.
    Wir mögen unseren Keller und ich bin auch lieber vorsichtig, mit Dingen die in den Feuchtigkeitshaushalt des alten Hauses eingreifen.


    Da wir zum Glück auch keine direkten Nachbarn haben müssen wir uns nur mit Bauamt und Schornsteinfeger, wegen des neuen Kaminzugs absprechen.
    Außerdem hätten wir ja ohnehin einen der alten Züge mit einem 160er Rohr aufmotzen müssen um den Holzvergaser anzuschließen, Aufwand und Kosten bleiben also wohl auch etwa gleich.


    Also nochmals: Danke für Eure Hilfe bei der Entscheidungsfindung!

  • muss dem helmi mal ausnahmsweise recht geben.

    Na das sehe ich doch mal als Ehre an ;) Wir hatten auch schon so eine Keller und haben selbstgezogene Karotten in einer Sandkiste darin gelagert...... Nach 8 Monaten schmeckten die immernoch frisch... Ohne Gen.... Aber heutzutage kauft man eigentlich Tomaten aus dem Supermarkt, die sind selbst bei schlechter lagerung nach 4 Wochen immer wie neu.... geschmack ist ne andere Sache...

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