Mit Lüftung Heizen ?!

There are 15 replies in this Thread which was already clicked 5,476 times. The last Post () by nitroxatmer.

  • Hallo liebes Forum,
    Ich bin ein großer Freund von geringen Vorlauftemperaturen <35°C.
    im EG erreiche ich das allein durch Wasserfussbodenheizung.
    Im OG will ich das nicht, da eine Fussbodenheizung immer eine trägheit mit sich bringt, diese
    wiederum ist ungünstig bei wenig genutzten Räumen.
    Also muss für das OG etwas her was schnell warm macht und mit geringen Vorlauf auskommt.
    Idee ist in die bereits vorgesehene Lüftung mit Wärmetauschern zu versehen um die Räume zu heizen.
    Was haltet ihr von dieser Idee, hat schonmal jemand soetwas gemacht ?
    Wo lauern gefahren ?
    Ich weiss das Große Kaufhäuser etc nur über Lüftung Heizen.
    Ideen und Anreize sehr willkommen.

  • Hallo,


    wie sieht es denn mit einer Fußbodenheizung im Dünnschichtverfahren aus? 2cm sind ratz fatz durchgewärmt und strahlen die Wärme ab. ebensoschnell auch wieder kalt...

  • Bitte denke daran das jeder Lüfter eine Staubschleuder ist. Ich habe schon bei Leúten beobachtet das oberhalb der Heizkörper an der Decke eine leichte Färbung zu sehen ist! Es gibt user die hatten unter ihrem HK eine Reihe von PC Lüftern instaliert. Es hat geholfen die Luft schneller zu erwärmen. Habe auch schon gehört das sie wieder entfernt wurden weil der HK durch die angesaugte Luft sehr verstaubt war.
    Auf der anderen Seite habe ich geelsen von Heizern die ihre Abwärme auf dem Dachboden durch einen Wärmetauscher balsen und die angewärmte Außenluft wieder zurückblasen aber da sind einige Filter dazwiischen damit die Luft wirklich sauber wieder in die Zimmer kommt.
    Ich habe mal einmal Theater hinter den Kulissen besichtigen dürfen. Dort waren sehr große Rohre zu sehen die in eine Reihe von gr. Behältern mündeten an denen weitere Rohre angeschlossen waren. Da wurde uns gesagt das sind Wärmetauscher aber was ganz wichtig ist dort sind einige Filter drin. Diese Luft wird in den Zuschauerraum durch viele Düsen verteilt geblasen und wird noch mit einem elektrisch beheiztem Sieb angewärmt.
    Also eine aufwendige Sache.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Hallo,


    zu dem was der Jürgen bereits angemerkt hat, habe ich nachstehendes im "WWW" gefunden.


    "Luftbewegung in Räumen wird um so stärker wahrgenommen, je kälter die Luft ist und je konstanter sie aus einer Richtung kommt. Damit ist sie besonders kritisch bei Klimaanlagen im Sommer. Im Winter können große Fensterflächen und Wohnungslüftungsanlagen ohne Luftvorwärmung Ursachen für Zugerscheinungen sein.


    Die Luftgeschwindigkeit in Räumen darf zur Vermeidung von Zugerscheinungen 0,2 m/s bis 0,3 m/s nicht überschreiten. Damit werden diese Räume praktisch als zugfrei empfunden. Bei Raumtemperaturen oberhalb von 22°C dürfen diese Werte leicht überschritten werden.


    Vor großen Fensterflächen ohne angrenzend installierte Heizkörper werden diese niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten erst eingehalten, wenn der U-Wert der Fenster kleiner oder gleich 0,8 W/m²K ist."


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Man sollte überhaupt bei Heizungen sehr viel beachten. Der eine schwört auf Wandheizung wegen der niedrigeren Vorlauftemp.. Er hat testweise am Anfang der Heizperiode 2014 in einem Zimmer den Putz runter gehackt . Diese Fußboden Verlegeart an der Wand befestigt Rohre verlegt und dann alles wieder in Ordnung gebracht und getestet. Er sagte mir er hat dann Zimmer für Zimmer im Winter über geändert und ist zufrieden. Ein anderer hat alle Heizkörper raus und längere eingebaut, weil er mit einer niederen Vorlauf Temp heizen wollte. Beide sind der Meinung sie hätten weniger Holzverbrauch durch diese Art.
    Unser User Kay44 der einige Häuser von mir entfernt wohnt, könnte zu dieser ganzen Problematik einiges sagen. Er belüftet und heizt einige Räume in seinem Haus und entfeuchtet seinen Keller indem er warme Luft dort einbläst. Diese Luft saugt er von seiner inneren Dachspitze und bläst sie in den Keller der neben unserem Dorfbach fließt.



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    Mit freundlichem Gruß Jürgen


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  • Ich weiss das Große Kaufhäuser etc nur über Lüftung Heizen.

    ja, mit VL-Temp. ab 60°C aufwärts.


    Sonst wird das nix.
    Der WT muß die Luft um ca 20K überhöht ausstoßen um die Raum-Sollt. zu erreichen -was auch bei Dir für eine schnelle Raumerwärmung nötig wäre.


    Um mit geringer VL-T. auszukommen bräuchtest Du einen gigantischen -vor allem enorm langen- Wärmetauscher. Oder mehrere kaskadiert.


    BG
    Holger

    Jeder Kommentar ist (nur) eine persönliche Meinung -gebildet aus dem Wissen, der Erfahrung und den Schlußfolgerungen daraus.
    DIE Wahrheit gibt es nicht, liegt sie doch immer im Auge des Betrachters- und auch ich stelle KEINEN Anspruch darauf, sie zu besitzen !
    +++ Also ziehe bitte Deine eigenen Schlüsse aus den Informationen :!: +++
    Und auch wenn es nur ein Wort ist: ein DANKE kommt immer gut an.

  • Neben den oben angesprochen Problem beträgt die Wärmekapazität von Luft nur ein Viertel von der Wärmekapazität von Wasser. Du benötigst also um 1kW Leistung in den Raum zu bringen 95 m3/h. Bei einer Zulufttemperatur von 50°C. Höher würde ich aus Komfortgründen und um Staubverschwelung zu vermeiden nicht gehen.
    Das Kanalnetz wird schon beachtlich, falls es du kein Passivhaus hast.


    Gruß
    Michael

  • Eine Wärmerückgewinnungslüftungsanlage mit Wasserplattentauschern unterstützt? Interessante Idee! Als "richige" und dann auch noch schnelle Heizung, vorallem mit niedrigen VL-Temperaturen, kann ich mir das physikalisch nur schwer vorstellen und gebe meinen Vorrednern da vollkommen recht. Eher als Unterstützung.

  • Hmm das klingt alles nicht so berasuchend.
    Und wie sieht es mit niedertemperatur Heizkörper aus ?
    Kann man die mit einer Vorlauftemperatur von max 35° Betreiben ?
    sowas hier.
    Andere Idee Wäre noch einen Luft/Wasser Wärmetauscher.
    In ein Gehäuse Packen mit Lüfter und an die Wand schrauben.
    Dann das Warme Wassr durchlaufen lassen.
    Unten ansaugen, Filter dazwischen
    oben ausstossen.
    Ähnlich diesen Geräten
    Das Problem mit der zugluft hätte man damit nicht gelöst aber man
    könnte den Wärmeeintrag schnell und wirtschaftlich realisieren.


    Vielen Dank für die Beiträge
    in meinen Gedanken hat sich das alles etwas einfacher dargestellt

  • Hallo,


    hinsichtlich der Auslegung (WT und VLT) kann ich Holger nur beipflichten. Hinsichtlich der Tipps von Jürgen hätte ich ich noch zwei Links:


    Für den zweiten Link braucht man zwar viel Zeit zum Lesen und etwas Mut zum Querdenken, aber aus meiner Sicht lohnt es sich, sich zu informieren und auch mal selbst zu probieren.


    Beste Grüße

  • Hüllflächentemperierung ist auch ein klasse Ansatz, jedoch benötigt die einen recht hohen Vorlauf. Sonst würde ich die in meine Planung auch einbeziehen. Aber ich will keinen hohen Vorlauf.


    Die Seiten des Ingenieurs aus Ralfs Link sind tatsächlich sehr lesenswert, wenn auch etwas eigen strukturiert. Und an vielen Stellen ziemlich kritisch gegenüber der aktuellen Lehrbuchmeinung, mir gefällt er sehr gut, kann es nur empfehlen zu lesen! Man muss sich da aber auf jeden fall eine eigene Meinung bilden, er polarisiert gut und gerne.

  • Hallo,


    Ihr wollt doch wohl nicht auf die Theorien eines Konrad Fischers eingehen?


    Hat man ein Haus/Gebäude mit hohem Wärmebedarf pro m2 Wohnfläche dann muss man dämmen.
    Das heißt nicht mehr oder weniger das man, wie auch immer, den Wärmedurchgang einer Wand reduzieren muss.


    Mit was man dämmt und wie man den Wärmedurchgang reduziert ist erst einmal ein anderes Thema.


    Den Wärmebedarf kann man herstellen bzw. wird bestimmt durch die Höhe der Temperatur,
    kombiniert mit den Heizflächen welche Wärme abgeben.


    Damit stellt sich einem erst einmal eine Frage, wie viel Wärmeenergie man benötigt,
    um einen Raum/Gebäude auf eine gewünschte Raumtemperatur zu bringen.
    Diese Energie bestimmt die Größe und Art der Heizkörpers.
    Also ist man wieder bei der 1. Frage, wie kann man den Energiebedarf verringern um evtl. möglichst kleine Heizkörper zu installieren.


    Ein Gebäude zu dämmen ist IMMER ein Spiel mit der Temperatur, des Luftdruckes und dem Feuchtegehalt der Luft.
    Die Luft kann, bei einer bestimmten Temperatur und Luftdruck nur eine bestimmte Wassermenge aufnehmen.
    Wird dieser Bereich irgendwo im Gebäude Richtung Kondensatpunkt verlassen, gibt es Feuchteniederschlag und es bildet sich in der Regel Schimmel.


    Das hat aber erst einmal mit Dämmung/Zusatzdämmung nichts zu tun, sondern mit "falsch durchgeführter Dämmung".


    Auch hat sich gezeigt das die sehr oft verwendete Glas/Steinwolle da sehr oft an die Grenzen stößt da der gute kapillare Wassertransport
    der Glaswolle sehr negative Erscheinungen hat.
    hier ein Link:
    http://www.aibau.de/pdf_docume…%20von%20Mineralwolle.pdf


    Auch wurde bei Polystyrol (Styropor) oft minderwertiges Material angeboten mit einer hohen Wasseraufnahmefähigkeit.
    Normal hat Styropor eine Aufnahmefähigkeit von Wasser so um die 3%.


    Dazu kam eine fast nie vorhandene oder sehr schlecht durchgeführte Dampfsperre.


    Das mit der atmungsfähigen Wand wird schon oft dadurch unterbrochen das irgend welche aufgetragenen Farben auf Wänden
    dem Atmen der Wand Einhalt gebieten.


    mfg
    HJH

  • Kann man die mit einer Vorlauftemperatur von max 35° Betreiben ?
    sowa

    ja, solche Konvektor Heizkörper sind Ventilatorunterstützt -der/die Ventilatoren erhöhen quasi den Luftdurchsatz auf den Wert (und darüber) den die Luft im normalen HK durch die hohe VL-Temp. hätte. Gibt es auch von Kampmann usw.
    Grundsätzlich könntest Du ja auch einen Mords HK an die Wand hängen -so wie ich das im KiZi gemacht habe. Ist halt nicht unauffällig.
    Aber ich bin mit dem Effekt mehr als zufrieden.
    Mit einem Lüfter kann der HK eben deutlich kompakter ausfallen.
    [xattach=13554]Bauhöhe 600 Baulänge 2400 Typ 22[/xattach]

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  • Dazu kam eine fast nie vorhandene oder sehr schlecht durchgeführte Dampfsperre.

    Richtig, nix für ungut. Ich will keine Fischersche Theologie hier betreiben. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass eine Papierschicht z.B. in einem Holz(Fachwerk)haus, welches bekanntlich arbeitet, für 30 Jahre oder länger dicht hält. Und selbst wenn das klappen sollte - die geklebten Stöße und Anschlüsse werden es wohl nicht. Und selbst wenn doch, irgendwer haut mal einen Dübel, eine Leitung oder eine Installation da durch und dann hat man den Salat. Mit neuen Gebäuden kenne ich mich nicht aus. Aber meine neue Hütte steht seit 1907, mein altes Haus seit etwa 1880. Ich verwende ausschließlich diffusionsoffene Werkstoffe, vor allem Putze und Farben aus Kalk und Lehm (bin kein Öko) und vermeide sperrende Schichten. Dazu eine Wanddämmung und die Sicherheit, etwas höhere Heizkosten zu haben. Klar feuchtet eine Wand immer mal etwas auf, wir kochen, duschen und transpirieren, ganz abgesehen vom Taupunkt. Sie sollte dann aber auch wieder trocknen können, deshalb ergänze ich deine ansonsten korrekten Aussagen mal noch um eine "falsch/nicht durchgeführte Lüftung bei Gebäudedichtheit".
    Die Theorie stimmt ja schon, aber funktioniert nur, solange nicht irgendwo zu 100% gearbeitet wurde oder am Material gespart wurde. Und jetzt betrachten wir mal alle unseren Bestand und prüfen das kritisch. Ich kann für die Vorbesitzer keine Hand ins Feuer legen und bin mir sicher, dass es Kältebrücken und Taupunktproblemstellen in meinem Haus gibt. Deswegen gehe ich lieber den anderen Weg, nämlich dass die Feuchtigkeit, die ich im Altbau nicht absolut sicher vermeiden kann, gut wieder rauskommt. Man kann hundert Jahre alte Altbauten mit ansich korrekter Neubautechnik auch schnell zerstören/verunstalten, gerade wenn Holz verbaut ist. Sind eben mindestens 2 Welten, da muss man hier und da querdenken.


    Tschuldigung, bin vom Thema abgekommen. :whistling: Um doch noch mal was beizutragen:
    Nitroxatmer war schneller. Wollte gerade noch auf die Dimensionen wegen der niedrigen VL-Temperatur kommen, aber seine Lösung ist ja ansehnlich gestaltet. Ist ja nahezu eine Flächenheizung ^^

  • "Klimatruhe"

    ja, das ist noch eine Nummer "schärfer", da auch zum kühlen geeignet - die hat dann eine andere Steuerung und einen Kondensatablauf.
    (braucht in der Grundauslegung aber auch 50-60° VL - ist aber sicherlich Herstellerabhängig, ich kenne nur die Italienischen)

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