Planung einer neuen Heizungsanlage - Heizungssystem für 2 Familienhaus, rund 250 qm Wohnfläche, Holz+Öl+Solarthermie - Xeno

There are 3 replies in this Thread which was already clicked 2,808 times. The last Post () by mike.

  • Hallo liebe Mitglieder,


    ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:


    Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?


    Buderusheizung aus den 80er: Öl + Holz (alter Kokskessel)


    Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?


    250


    Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?


    BaWü, 300m ü. NN


    Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?


    Dämmung schlecht, Modernisierung laufend.
    EG neue Fenster verbaut.
    1. OG neue Fenster in 2017
    DG: Speicherdeckendämmung in 2017
    Dach in Speicherbereich selbst nicht gedämmt, Dachschrägen in OG Zwischensparrendämmung mit Glaswolle aus den 80ern


    Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?


    1500 - 2000 Liter Öl + ~ 10 Ster Hartholz


    Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
    Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
    Solar geplant?


    Ich möchte keine Diskussion los treten, ob wirtschaftlich lohnend oder nicht. Mein Plan wäre:
    Hauptheizlast ausschließlich mit Holz abdecken. Nötigen Gerätschaften, Platz usw. alles vorhanden
    Für Warmwasser Solarthermie. Dach besitzt Südwestausrichting.
    Für Urlaubs- und Krankheitszeit: Öl. Ölinfrastruktur mit 7000 Liter Erdtank vorhanden.


    Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?


    bislang keine konkretre Vorstellen. Ich habe mir mal die üblichen Verdächtigen wie Frölihng, ETA, Hargassner, HDG angeschaut. Anpeilen würde ich etwas zwischen 25-30 kW.


    Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?


    Wenn möglich weitestgehend über Solar. Ansonsten keine Ahnung welche Möglichkeiten es in Anbetracht des angestrebten Heizsystems gibt.


    Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?


    Puffervolumen primär von Stellfläche abhängig. Verweis auf Antwort der nächsten Frage.


    Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?


    Stellfläche für Heizung vorhanden.
    Stellfläche für Puffer in bedingtem Maß:
    Im Heizraum selbst (Deckenhöhe 254 cm) circa 100 x 100 cm freie Fläche. Im angrenzten Kellerraum (Deckenhöhe 245 cm) 140 cm x 140 cm freie Fläche.


    Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?


    ja, Schornstein mit 2 Zügen vorhanden.


    Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?


    negativ


    Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
    auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
    Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


    Holz in ausreichender Menge verfügbar


    Weitere Informationen:


    Hallo zusammen,


    wie ihr meinem ersten Beitrag entnehmen könnt, beschäftige ich mich gerade mit einem neuen Heizungssystem für das elterliche Haus. Gebaut in den 50er, in den 80er nochmals angebaut. Im Moment bewohnt von 4 Erwachsenen, rund 250 qm Wohnfläche.
    Die aktuelle Heizung (Holz + Öl) MUSS ersetzt werden und so stellt sich jetzt natürlich die Frage wohin die Reise geht und was ist realisierbar. Da die Ölinfrastruktur mit 7000 Liter Erdtank schon vorhanden ist,l möchte ich gerne als Backupheizung eine Ölheizung mit integrieren. Auch bin ich von Solarthermie (wenn es sich auch wirtschaftlich nicht rechnet) angetan. Habe aber keine Ahnung wie man diese 3 System am besten kombiniert, auch in Hinsicht Puffer (hier gibt es ja diverse verschiedene Puffersysteme) und wie man alle Einzelkomponenten auslegen soll.
    Ich habe versucht die gelisteten Fragen bestmöglich zu beantworten, sollte noch etwas unklar oder offen sein, reiche ich das natürlich nach.
    Vielen Dank,
    Gruß Michael :thumbup:


    Vielen Dank

  • Hallo und willkommen hier im Forum.


    wie von der selbst beschrieben werde ich mal die Wirtschaftlichkeit deines Vorhabens außen vor lassen.


    Wenn es denn ein Holzvergaser sein soll, dann hast du dir ja schon die meisten Fragen selbst beantwortet.


    Stellfläche 1x1m im Heizraum wird für Puffer zu knapp, im Nebenraum sieht es schon besser aus. Grob geschätzt würde ich sagen dass da mind. 1x 2500 Liter hin passt. Zusammen mit nem Vernünftigen Kessel (S4 34kw>nur ein Beispiel<) bist du doch schon bei erfolgreicher Dämmung auf nem guten Weg.


    Die kleine Standfläche könnte man auch für den WW-Speicher (wenn gewünscht) nutzen.



    Ein Denkanstoß für die Kombinierung:
    meine Holzvergaserheizung bedient im Normalfall zu 100% das Heizbedürfnis.
    Meine Brennwerttherme bedient im Normalfall zu100% das Warmwasserbedürfnis (6 Personen, 21€ Monat)


    Am Puffer ist ein TEmpfühler. Fällt die Puffertemp unter X°C übernimmt automatisch die Therme. Alles mit Umschaltventil und Schwerkraftbremse hydraulisch getrennt.


    mit 2 einfachen Handgriffen kann Holz auch WW übernehmen. In Absprache mit Heizungsbauer bleibt es aber für die Therme beim WW....>wer rastet der rostet!
    Bin mit der Funktion überaus zufrieden.

  • Hi Mike,


    vielen Dank für die Antwort.
    Genau bei dem Punkt: wie erzeuge ich mein Ww und welche Puffer verwende ich dafür ist, hänge ich auch.
    auf den 100 x 100 cm Platz sollte ja aber schon ein 1000l Puffer hinpassen + dann noch ein >2000 Liter Puffer im Nebenraum, das sollte ja gut passen bei 30kW.
    Nur eben die Frage welche Art von Puffer und wie/wo die Solarthermie und Öl einbinden?!

  • Da wirst du so viele Antworten bekommen....und jeder hat eine andere Meinung weil jeder andere Voraussetzungen und Erfahrungen hat.


    Ist deine Hütte gedämmt und du hast z.B. nen modulierenden Premiumkessel, dann fährst du mit 2500 Liter Puffer sehr gut.
    Wenn du eh mit Öl in der Reserve leben möchtest, dann nutze doch die Ölheizung für das WW.
    Die Mehrkosten für ne komplette Solarergänzung bis hin zur letzten Schraube, lassen sicher viele viele Jahre vergehen, bis du irgendwann der Kostenausgleich eingetreten ist.


    Wenn im Heizraum etwas Platz ist, dann richte dir dort ein "kleines Holzlager" ein, so dass du nicht bei jedem Wetter raus musst/oder Stellplatz WW-Speicher/oder Sitzecke für den ungestörten Genuss von "Hopfentee".


    Bei den Kesseln bist du schon auf einem guten Weg. Eta, KWB, Fröling, Guntamtic...wären meine Auswahl. Einige hier schwören auf Atmos - ich definitiv nicht!
    .......... auf Attack---kann ich gar nichts zu sagen
    ........Windhager - da sagt mein Bauchgefühl nein...


    und so wirst du hier unendliche Meinungen hören, die sich z.T. erheblich widersprechen.
    Aber wie gesagt, alles beruht auf die unterschiedlichsten Lebenserfahrungen.

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