ETA: Schornsteinfeger Messung – Unklarheiten bei der „Messprozedur“

There are 24 replies in this Thread which was already clicked 16,229 times. The last Post () by bindpe.

  • Hallo
    letztens war der Schornsteinfeger da zwecks Abnahme meines ETA SH20, da kam er auch zum Thema Emission-Messung




    Er meine ich soll den HV ca 1 Stunde vorher Anzünden allerdings soll ich ihn max, halb beladen denn wenn er da ist wird nochmal aufgemacht und er „verdichtet“ dann dass Brenngut und dann wird nochmal nachgelegt?!


    Das kommt mir irgendwie komisch vor, meiner Meinung bringt er mit dieser Methode doch die komplette Holzvergasung außer tritt, kann mir jetzt nicht vorstellen dass dadurch das Ergebniss irgendwie positiv beeinflusst wird. Eher schon durch reinigungsprozedur und Auswahl des Brennmaterials


    Was soll ich da machen? Meiner Meinung nach Zünde ich den Holzvergaser einfach 1 bis 2 Stunden vorher an an bevor er die Messung mit seinem Gerät startet, drücke ich dann die „Messung“ Taste?!


    Wie läuft bei Euch die Schorni Messung ab?! Soll ich ihn einfach machen lassen?!



    DANKESchornsteinfeger Messung – Unklarheiten bei der „Messprozedur“

  • Hallo @bindpe,


    dein Schornie scheint noch nie einen modernen HV gemessen zu haben? Beim ETA braucht man nicht zu "stochern" oder das Glutbett zu "verdichten". Zumindest habe ich das bei meinem noch nie gemacht. Das beste ist, man lässt den Kessel nach dem Anheizen in Ruhe, die Steuerung wird's schon richten. 8)


    Andererseits bringt das Öffnen der Füllraumtür den ETA nur kurzzeitig "aus dem Tritt": Nach ein paar Minuten hat sich der Kessel wieder auf "Normalwerte" eingeregelt. Wenn sich der Schorni also absolut nicht von seinem Vorhaben abbringen lässt, dann lass ihn halt machen... :whistling:


    Oder du zeigst ihm einfach die aktuellen Abbrandparameter am Display (Restsauerstoff, Luftzufuhr und Abgastemperatur), vielleicht ist er dann schon beruhigt. Immerhin scheint es ihm wichtig zu sein, dass dein Kessel durch die Messung kommt - hat doch auch was Gutes. ;)


    So lief meine erste Messung letztes Jahr ab: Link zum Beitrag


    Viele Grüsse von Karlheinz

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Selbst als Atmos - Heizer sage: Was für ein Blödsinn!!!


    Beim Schorni selbst sollte wohl was verdichtet werden...... na ja ohne Worte....


    Meine letzte Messung:
    Am Tag vorher den Kessel geputzt wie noch nie, ebenso das Ofenrohr.


    Dann ganz normal geheizt.


    Am nächsten Morgen kam der Schorni zur Messung glaub um 8uhr.


    Geheizt habe ich um ca. 06.45 Uhr.


    • ich habe grundsätzlich nichts anders gemacht als sonst, außer das ich mir für das Einschichten bedeutend mehr Zeit gelassen habe um Hohlräume auch auszunutzen.
    • Messung dann von 8uhr bis 08.15Uhr (ohne Unterbrechung, ohne Manipulation an irgendwelchen Türen)
    • ich konnte/durfte aber die Messung nutzen, um eine Nachjustierung beim RestO2 vor zu nehmen.

    Messergebnis war perfekt!!!

  • Hallo zusammen,


    also vom Messung´s Ablauf her kann ich nicht viel sagen, zu mal bei uns der Schorni
    in diesem Punkt HV Messung recht großzügig ist und Woody "noch" nicht gemessen hat
    dafür den Öli einer AG Messung unterzieht. :thumbup:


    Ansonsten kann ich dem nur zustimmen was Etaminator schreibt, bis auf einen Punkt den so genannten
    FEINSTAUB !


    Bei jedem "Eingriff" im Abbrand Verhalten des Kessels ( auf ETA bezogen ) z.B. Türe öffnen entsteht eine
    Verwirblung der Luftzufuhr im Füllraum, ein verdichten des Glutbettes führt unweigerlich dazu den Feinstaub auf zuwirbeln
    was bei einem Ruhigem Abbrand ( ohne Eingriff ) nicht der Fall ist.
    Aus "meiner Sicht" kann ein korrektes Messergebnis so nicht zustande kommen schon in Bezug auf die Feinstaubwerte.

    Grüßle v.d. Schwäbischen Alb
    Rolf


    VON NICHTS KOMMT NICHTS, UND WER ES WARM HABEN MÖCHTE MUSS WAS TUN!


    Kessel & Anlage kann besichtigt / vorgeführt werden, kein Problem! Einfach melden!

  • Hallo
    danke für die Antorten,
    ich werde es dann wohl auch so handhaben dass ich alles nach besten wissen und gewissen vorbereite und er dann die Messung machen lasse villeicht kann ja der Schorni auch noch was lernen ;)
    Wenn es dann wirklich nicht klappt, kann er ja sein Verdichten usw, nachen....


    Noch eine Frage: Kommt dann da viel Rauch raus wenn er während des Abbrandes einfach mal sein Messgerät drannmacht in die Öffnung vom Rauchrohr???


    Danke

  • Hallo @bindpe,


    falls du die Reinigungsöffnung meinst, diese bleibt geschlossen: Der Schornie bohrt zum Messen ein 15 mm Loch in das Rohr, falls das der Heizungsbauer noch nicht gemacht hat. Da hinein steckt er dann sein Messgerät. Rauch gibt es durch das kleine Loch keinen. Wenn du gewissenhaft bist, kannst du das Loch anschliessend wieder provisorisch verschliessen, z.B. indem du eine kurze Sechskantschraube hineinsteckst.


    Viele Grüsse von Karlheinz

    Seit Juni 2011:

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  • Hallo bindpe,


    es wäre schlecht, wenn aus der Messöffnung Rauch austritt. Der Zug des Schornstein sollte während des Brandes ausreichend sein damit Umgebungsluft angesaugt wird durch die Öffnung. Allgemein wäre Rauch nicht gut während der Messung.


    Btw.
    Bei meinem gebrauchten Lopper wurde vor 2 Wochen die Erstmessung durchgeführt. Der Ablauf war ähnlich.
    Der Schornie sagte zu mir, dass zum angegeben Termin schon Glut vorhanden sein soll. Als er dort war, habe ich Holz eingeschichtet. Er hat seine Ausrüstung aufgebaut und wir haben ein paar Minuten gewartet bis der Brand wieder ordentlich in Gang war und dann hat er angefangen zu messen. Messöffnung im Abgasrohr für sein Messgerät musste mindestens 14mm im Durchmesser sein.


    MbG Daniel

    15600l Puffer mit integrierten 300l VA WW-Boiler, gebrauchter Lopper Drummer 50

  • Auch wenn ich jetzt eins auf die Mütze bekomme.Was soll denn dagen sprechen wenn man der Methode des Schornsteinfegers nachkommt?


    Das Wort verdichten klingt recht hart und ist sicher eher gemeint als etwas setzen.


    Für mich ist das mit die sicherste Methode um nicht ungewollt einen Hohlbrand im Kessel während der Messung zu bekommen.


    Erst Glutbett herstellen, dann auflegen.


    Das es im normalen betrieb auch so geht ist klar, aber nicht so sicher als wenn alles schön vorbereitet und auf Temperatur ist.

  • Hallo
    morgen ist es soweit der schwarze Mann kommt zum Messen
    Noch eine Frage; Wo wurde bei Euch das Messgerät angeschlossen?
    An dem werksseitigen Verschluss der beim Übergang zum Edelstahlrohr ist?


    DANKE

  • Hallo bindpe,


    das hat Etaminator oben schon beschrieben.
    Der Schorni bohrt ein kleines Loch ins Abgasrohr, das er dann mit einem kleinen Plättchen mit zwei Bügeln wieder verschließt.


    Dache auch, dass der von dir angesprochene Verschluss dafür vorgesehen ist. Dem ist aber nicht so. Zumindest hat das mein Schornsteinfegermeister gesagt und dann den Spezialbohrer ausgepackt.

    ----------------------------------------------------------------
    ETA SH-P mit TWIN 20/20 kW
    1x 1000l Pufferspeicher inkl. Warmwasser + Solar
    1x 1000l Pufferspeicher
    20 qm Solarfläche (Heizungsunterstützung)
    Pelletsraum (10t), Austragung mit Komfort-Pelletsmaulwurf

  • Warum sollte er noch einmal bohren, wenn schon eine geeignete Bohrung vorhanden ist?!


    Wird er sicher nicht tun.


    An meinem Abgasrohr war ja auch ursprünglich kein Loch drin. (installation 2006)


    Dann glaub 2009 habe ich Loch 1 rein gebohrt für das Abgasthermometer (frage mich wie 2006 eingemessen wurde)


    Und dann halt 2014 oder so Loch 2 für die Messung

  • (frage mich wie 2006 eingemessen wurde)

    Hallo,


    2006 wurde noch nicht gemessen.


    ich habe ein 12 mm Loch im Abgasrohr, da steckt noch ein zus. Abgasfühler drin. Wenn der Schorni (alle 2 Jahre) zum messen kommt nutzt er dieses Loch.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo,


    ich denke mal, im Jahr 2006 wurde auf solche "Kleinigkeiten" noch keinen gesteigerten Wert gelegt. Bei den Kesseln der Atmos-Klasse gleich garnicht. Da gingen ja erstmal im Forum "Nebenan"
    die ersten Optimierungen los.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • @Manfred


    ok, dann bist du wohl die Ausnahme von der Regel. Ich muss mal meine Unterlagen durchsehen, glaube (ich weis, glauben heist nix wissen) aber, dass damals noch keine Messpflicht dahingehend bestand, weil es keine haltbaren Ergebnisse gab. Damals standen nämlich noch keine geeigneten Messgeräte zur Verfügung.
    Dein Schornsteinfeger hat halt messen wollen, egal mit welcher Technik.


    Gruß, Michael

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  • An dem werksseitigen Verschluss der beim Übergang zum Edelstahlrohr ist

    Hallo @bindpe,


    jetzt weiß ich, was du meinst. Nein, der Schorni will "weiter hinten" messen. Vermutlich ist eine gewisse Entfernung vom HV-Ausgang vorgeschrieben?


    Aber inzwischen ist der Schorni ja schon bei dir gewesen. Jetzt sind wir auf deinen Bericht und die Messergebnisse gespannt. :) (zum Vergleich, der Link zu meinen Mesergebnissen vom letzten Jahr).


    Viele Grüsse von Karlheinz

    Seit Juni 2011:

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  • Hallo aus dem Norden,


    die 1. BImSchV sagt zur Position der Messöffnung folgendes:



    Anlage 1 (zu § 12)
    Messöffnung


    (Fundstelle: BGBl. I 2010, 50)
    1.Die Messöffnung ist grundsätzlich im Verbindungsstück zwischen Wärmeerzeuger und Schornstein hinter dem letzten Wärmetauscher anzubringen. Wird die Feuerungsanlage in Verbindung mit einer Abgasreinigungseinrichtung betrieben, ist die Messöffnung hinter der Abgasreinigungseinrichtung anzubringen. Die Messöffnung soll in einem Abstand, der etwa dem zweifachen Durchmesser des Verbindungsstücks entspricht, hinter dem Abgasstutzen des Wärmetauschers oder der Abgasreinigungseinrichtung angebracht sein.

    Daran habe ich mich mich bei der Errichtung meiner Anlage gehalten.


    MbG


    Daniel

    15600l Puffer mit integrierten 300l VA WW-Boiler, gebrauchter Lopper Drummer 50

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