Attack: Attack25 DPXP, Kamin feucht

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  • Moin zusammen,


    habe seit 3 Jahren einen Attack25 DPXP, im ersten Winter hatte ich kaum Probleme, im letzten sowie jetzt wird der Kamin leider recht feucht. So feucht das ich um die Reinigungsklappe unten am Kamin ein Handtuch legen muss, das ganze trocknet über den Sommer zwar wieder gut aus, aber ein Zustand ist das ja nicht.


    Heute war der Schornsteinfeger da, unangemeldet, und hat den Vergaser das erste mal in Aktion gesehen (mit Ausnahme von der Abnahme damals, welche im Sommer war). Er hat gemeint das an der Reinigungsklappe oben, welche in ca 7m höhe ist, die Abgase grade mal Handwarm wären. Korrekt wären sie wenn er seine Hand nur kurz rein halten könne.


    Die Frage ist jetzt: Kann ich den Kessel irgendwie einstellen um das Problem in den Griff zu bekommen?

    Die Werte sind größtenteils noch Standard vom Einbau, die Bedienungsanleitung mit ihren durch Google-Translate übersetzte Texte ins Deutsche sind für mich leider auch wenig aufschlussreich.


    Danke schonmal im vorraus!Attack25 DPXP, Kamin feucht

  • Hallo,


    zum ersten wäre da mal die Fragen, welche Abgastemperatur hast du und um welche Art Kamin handelt es sich? Ist ein Kaminzugregler verbaut? Welchen Durchmesser bzw.
    wie groß ist der Querschnitt in Quadratzentimeter hat der Kamin?


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Die Frage nach dem "Wie heizt du denn", stellt sich auch.
    Oftmals werden die HV nicht so genutzt für was sie gebaut sind: Vollladen und Volldampf durch bis Ende.
    Bei kleineren Mengen die immer wieder aufgelegt werden, kommt man prozentual nicht so lange/häufig in die quasi Wasserfreie Ausbrandphase.


    Zugbegrenzer halte ich bei einen HV der AbgasMax unter 200 hat für ein absolutes Muss.

  • Ich habe kein Wort gefunden über ein Abgasthermometer welches im Rohr zwischen Kessel und Schornstein eingebaut ist und wie hoch diese Temp ist.


    Bei jedem Heizer sollte es installiert sein! An diesem Thermometer kann der heizer ablesen wie hoch die Abgastemp ist.
    Es ist damit noch nicht gesagt wie hoch die Temp oben am Essenkopf ist. Diese kann unter Umständen unter dem Taupunkt liegen und dann auch einen nassen Schornstein bescheren. Schornstein Querschnitt und Höhe spielen eine Rolle und der Zug.
    Wir hatten mal einen User dessen Haus stand in einer verwinkelten Ecke im Ort. In der Nachbarschaft hatten sie ein hohes Haus hingesetzt seit dieser Zeit hatte er Prbleme. Sein Schorni hat dann irgend etwas gemacht weiß es nicht mehr genau eine Haube und noch Schornstein verlängert er mußte dann aber noch seine AGT ändern.......... bis es klappte.
    Ich wollte auch bei meinem GSE die AGT senken und dann beim nächsten kehren zeigte mir der Schorni die Brocken. Also AGT hoch auf 170 ° und jetzt habe ich Ruhe.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Hallo,


    zum ersten wäre da mal die Fragen, welche Abgastemperatur hast du und um welche Art Kamin handelt es sich? Ist ein Kaminzugregler verbaut? Welchen Durchmesser bzw.
    wie groß ist der Querschnitt in Quadratzentimeter hat der Kamin?


    Gruß, Michael

    Abgassensor gibt es keinen, ist aber Optional möglich so weit ich das sehe. Es gibt ein Menüpunkt welcher sich zwischen "Abgas/Raum-Temperatur" wechseln lässt. Kamin ist gemauert und in den Kamin wurde dann irgendwann ein Beton(?) Rohr eingezogen der Durchmesser beträgt 18cm. Es ist KEIN Kaminzugregler verbaut.
    Eben mal geschaut was so ein Kaminzugregler ist, und wie die verbaut werden. Mal eine Frage dazu, bedarf es, wenn so ein Regler verbaut ist ein ständiges nachjustieren während des Heizens? Weil der Grund warum damals ein HV eingebaut wurde war, das man es sich sparen kann alle Nase lang an den Ofen rennen zu müssen.

    Die Frage nach dem "Wie heizt du denn", stellt sich auch.
    Oftmals werden die HV nicht so genutzt für was sie gebaut sind: Vollladen und Volldampf durch bis Ende.
    Bei kleineren Mengen die immer wieder aufgelegt werden, kommt man prozentual nicht so lange/häufig in die quasi Wasserfreie Ausbrandphase.


    Zugbegrenzer halte ich bei einen HV der AbgasMax unter 200 hat für ein absolutes Muss.

    Geheizt wird bei Außentemperaturen zwischen 0-15C so, das der Brennraum 1x/Tag komplett vollgestopft wird und nichts mehr nachgelegt wird. Bei Temperaturen von unter 0C wird er beim nachladen aber auch stets voll gemacht.

    Ich habe kein Wort gefunden über ein Abgasthermometer welches im Rohr zwischen Kessel und Schornstein eingebaut ist und wie hoch diese Temp ist.


    Bei jedem Heizer sollte es installiert sein! An diesem Thermometer kann der heizer ablesen wie hoch die Abgastemp ist.
    Es ist damit noch nicht gesagt wie hoch die Temp oben am Essenkopf ist. Diese kann unter Umständen unter dem Taupunkt liegen und dann auch einen nassen Schornstein bescheren. Schornstein Querschnitt und Höhe spielen eine Rolle und der Zug.

    Ich werd wohl mal schauen müssen ob der Hersteller sowas passend zu dem Kessel noch anbietet. Ich vermute mal diese nicht universell einsetzbar sind?



    -----------------------Edit----------------------------


    Anbei wollte ich noch erwähnen das daß ganze nicht von mir eingebaut wurde, sondern von einer Firma die zwar die Lizenz zum Bau und Abnahme hat, aber recht wenig Fachliches Wissen. ;) Was ich leider auch schmerzlich an meiner Solarthermie Anlage feststellen durfte die erst jetzt nach 3 Jahren so wirklich läuft...

  • Ja das mit dem Durchdrücken stimmt ja soweit, aber der Zugbegrenzer/-Regler ist ja fürndas Gegenteil der Fall, wenn der Zug zu hoch ist.
    Aber wenn es vorher ging, kann es ja daran nicht liegen.
    Eventuell doch das Holz? Der Unterschied von 15% zu 20% ist beachtlich.

  • Das Holz hat im Schnitt eine Feuchtigkeit von 18,5%. Selten unter 17, über 20% aber definitiv nicht. Ich muss aber auch dazu sagen das ich im ersten Jahr noch anderes Holz verbrannt habe wie jetzt, was vermutlich trockener war. Aber auch damals zeigten sich schon leichte Erscheinungen. An ehemaligen Kaminanschlüssen siffte es leicht aus (siehe Bilder). Letztes, sowie dieses Jahr ist es jedoch so das unten an der Reinigungstür sich eine signifikante Pfütze bildet, lege ich kein Handtuch davor.


    Vlt. sollte ich einfach mal Holzbriketts kaufen, den Ofen ein paar Tage damit füttern und schauen was passiert?

  • Hallo,


    du schreibst, du hättest ein (Beton)Rohr in deinem gemauerten Kamin. Wenn das ordentlich gemacht wurde, dann kann keine Feuchtigkeit ins Mauerwerk gelangen.
    Befindet sich am untersten Ende eine Kondensatschale?
    Ein Kaminzugregler ist insofern wichtig, damit ein Kaminzug über den gefordeten Werten des Kessel wirkungsvoll verhindert wird. Er wird einmal auf den Wert eingestellt und
    regelt ab dann selbsttätig. Den aber im Nachhinein in ein Rohr einzusetzen ist sehr aufwändig wenn nicht gar unmöglich. Es gibt aber auch Regler die man ans Abgasrohr
    anbauen kann.
    Die Abgastemperatur sollte man kennen. Das kann mittels einer Bohrung ins Rauchrohr gemacht werden. Dort wird dann ein Abgasthermometer eingeschraubt.
    Könnte es nicht evtl. sein, dass vom Kaminkopf zwischen Rohr und Kaminwand Wasser eindringt? Überprüf mal deinen Kaminkopf diesbezüglich.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • An dem Betonrohr-Kamin hingen früher mehrere Öl-Einzelöfen, durch diese 2 ehemaligen Anschlüsse siffte es nun etwas durch. Das Wasser tritt ganz unten aus, durch die Reinigungsklappe. Leider ist keine Kondensatschale verbaut, wenn ich mich so umgucke würde auch nur so eine Lösung in betracht kommen welche ich von unten durch die Reinigungsklappe stecken würde. Mit dem Nachteil das es jedesmal wenn der Schornsteinfeger kommt das ausgebaut werden müsste. Obendrauf ändert das nichts an dem Problem das der Schornsteinfeger den Kamin trocken sehen möchte bei der nächsten Reinigung im Frühjahr. ;(


    Kaminzugregler hätte ich jetzt mal den hier rausgesucht und würde ihn direkt hier am Rauchrohr anbringen (siehe Bild), währe das korrekt? Eine Montage am Kamin selbst erachte ich auch als SEHR aufwendig. Wenn ich mir diese "Teil" jetzt aber so angucke ist das mehr eine klappe die einmalig aufgemacht wird, da ist ja jetzt keine Technik drin die irgendwas dynamisch Regelt?! Weil du schriebst: regelt ab dann selbsttätig


    Abgassonde wird beschafft, dazu hab ich ne Anfrage an den Hersteller geschickt, was ich da am besten nehme.

  • Hallo,


    der Reihe nach.


    Ich würde zuerst einmal die beiden ehemaligen Rauchrohranschlüsse freilegen und rauch- und wasserdicht machen. Wenn das gemacht ist, nicht gleich wieder zuputzen sondern 1-2 Wochen zur Kontrolle auflassen.


    Die Kondensatschale gibt es auch mit abgewinkeltem Rohr. Ich habe mir auch im vorigen Jahr eine Schale nachträglich eingebaut. Auch mit Schlauch unter der neuen
    Revisionsöffnung heraus. Es muss nichts ausgebaut werden. Vor der Reinigung des Rohres einfach mit einem Pappdeckel oder ähnlichem den Topf abdecken. Dann den Ruß
    vorsichtig absaugen.


    Da kannst du den Kaminzugregler einbauen. Die Klappe im Regler wird nicht aufgemacht, sondern die regelt selbsttätig, vorausgesetzt er ist richtig eingestellt.


    Was du wissen musst ist der Zugbedarf deines Heizkessels. Dieser Wert in pa wird nun mittels der Gewichte am Regler gemäß Bedienungsanleitung einmal eingestellt.
    Ist der Zug unter dem eingestellten Wert dann halten die Gewichte die Klappe geschlossen, ist er höher öffnet sich die Klappe entsprechend weit den Erfordernissen.
    Der Zugregler hat die Aufgabe, den Wärmerzeuger vor übermäßigen Zug zu schützen, weil sonst die Verbrennung nicht mehr optimal abläuft.


    Abgassonde? Ich dachte da eher an ein Rauchgasthermometer, verbaut im Rauchgasrohr.


    Gruß, Michael

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    Edited once, last by Holzpille ().

  • Wenn du Holzbriketts kaufen gehst, nimm dein Feuchtemessgerät mit.
    Die Dinger werden oft miserabel gelagert und sind alles andere als trocken.....
    Hatte wegen den Drecks-Dingern binnen 3 Monaten den sauberen Kamin bis zum Schornstein Brand gefeuert (allerdings nen alter Gusskessel und kein Holzvergaser)

  • So, mittlerweile ist das Rauchgasthermometer angekommen und verbaut. Ich habe es im Rauchgasrohr, 35cm hinter dem Kesselanschluss verbaut (um noch platz zu haben für einen evtl. zu verbauenden Zugregler). Die Abgastemperatur pendelt sich so 45min nach anmachen des Vergasers bei 160-170°C ein. Ist das nun gut oder schlecht ?(
    Öffne ich die Tür zum Brennraum, bekommt das ganze mehr Sauerstoff und die Temperatur lässt sich steigern. Dazu sei vlt. noch zu erwähnt das die Primär/Sekundär Luft Einstellungen noch die vom Hersteller sind.


    Als weiter Abhilfe Maßnahme bin ich dazu übergegangen das Holz, vor derm verfeuern nochmal ca 5Tage im Heizungsraum zwischen zu lagern und nicht direkt von draußen in den Ofen zu werfen, das scheint nochmal 3-7% der Holz feuchte rauszuholen, wenn auch natürlich nicht in der mitte des Holzes. Seit dem ist es schon mal deutlich besser geworden, wenn auch noch nicht komplett.


    An die 2 ehem. Kaminanschlüsse habe ich mich noch nicht dran getraut. Zeit Mangel, und bei den aktuellen Temperaturen will ich halt nicht, wenn nicht hinhaut ohne Heizung da sitzen. ;)

  • Hallo MisterX,


    die 160-170 Grad sind jetzt schon mal nicht so schlecht, es kommt aber auch darauf an ob dein Kamin und Rauchrohr gedämmt sind. Bitte den Zugbegrenzer hinter dein Abgasthermometer verbauen und wie schon meine Vorredner erwähnt haben alles rauch-und waserdicht machen.
    Die entscheidende Temperatur ist die am Kaminkopf, 70 Grad sollte die schon haben. Das Holz vorher im Heizungsraum lagern ist auf jeden Fall nicht das schlechteste.


    Gruß Daniel

    NMT HVG 20
    Lambda gesteuert + große Brennkammer
    2000 l Pufferspeicher

  • Die entscheidende Temperatur ist die am Kaminkopf, 70 Grad sollte die schon haben. Das Holz vorher im Heizungsraum lagern ist auf jeden Fall nicht das schlechteste.


    Gruß Daniel

    Ich hab da nur 35...trotzdem trocken ;)

  • Ich hab da nur 35...trotzdem trocken ;)

    Ja es kann natürlich sein, ich korrigiere mich: Vielmehr kommt es auf die Gegebenheiten und jedes einzelnen Kamin an. Es kommen hier die unterschiedlichsten Möglichkeiten und Varianten zusammen ob ein Kamin feucht wird und versottet .


    Gruß Daniel

    NMT HVG 20
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    2000 l Pufferspeicher

  • Daniel, war nicht böse gemeint ;)


    Ein etwas geändertes Heizverhalten kann viel ausmachen. Erstmal mit kleineren Holzmengen den Kessel und Kamin auf Temperatur bringen.
    Zugbegrenzer einbauen und einstellen, weiter heizen und sehen, dass er trocken wird ;)

  • Daniel, war nicht böse gemeint ;)


    Ein etwas geändertes Heizverhalten kann viel ausmachen. Erstmal mit kleineren Holzmengen den Kessel und Kamin auf Temperatur bringen.
    Zugbegrenzer einbauen und einstellen, weiter heizen und sehen, dass er trocken wird ;)

    Weiß ich doch ;)
    Ich geb dir natürlich recht das Anheizverhalten kann auch eine Rolle spielen, ist aber auch wieder individuell. Ich zum Beispiel schiebe die Restkohle über die Düse, mach den Kessel voll und das wars.
    @MisterX: Setzte erst einmal die o.g. Maßnahmen um und berichte weiter.


    Gruß Daniel

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