Hohlbrand vermeiden

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  • Hey Zusammen!


    Habe schon gesucht und nichts wirklich gefunden.


    Ich habe einen Bekannten mit einem älteren Fröling Kessel(Bj2006). Nach einem super blöden Start in seine Heizsaison mit mehrenen extremen Hohlbränden und Verpuffungen, Qualm im ganzen Haus, Ärger mit der Frau und Kindern, bat er mich um Hilfe.


    Da es zum Phänomen "Hohlbrand" ja unterschiedliche Theorien gibt, würde es mich hier mal freuen, wenn wir mal eure Tipps und Kniffe zur Vermeidung des selbigen sammeln würden.


    Er rennt jetzt alle Stunde in den Heizraum und legt nur 2-4 Scheite auf, da er immernoch eine Gänsehaut bekommt, wenn er an das Erlebnis zurückdenkt.


    Helft mir mal mit, damit er seinen Kessel wieder guten Gewissens vollpacken kann.


    Grüße
    Christoph

  • Lambdasonde hat er.


    Seiner Meinung nach hat er nichts geändert. Weder am Anheizen, noch beim Einschichten. Ich hab ihm schon gesagt, man sollte möglichst ohne große Lücken einstapeln. Er hat einen Wartungsvertrag mit seinem Heizungsbauer über Reinigung usw. Damit kann aber kein Zusammenhang gesehen werden, da der für dieses Jahr schon im Frühjahrda war.
    Legt er wenig Holz auf (gerade eine Lage), läuft der einwandfrei hoch, brennt die Menge durch und fertig. Packt ,an zwei Lagen rein oder mehr, neigt er absolut zum durchdrehen....
    Anheizen und einlegen vom Holz sind ja die einen Dinge..... was kann aber noch zu Hohlbränden führen?
    An der Steuerung ist nichts geändert worden. Ggf Falschluft irgendwo. Wenn ja WO?


    Meines Wissens nach gibt es folgende Punkte für Hohlbrände:

    • Zu lockeres, wahloses einwerfen vom Holz
    • Zu lange Anheizphase
    • Zu viel Startluft

    Was fällt euch denn noch ein, was ich absolut nicht auf dem Schirm hab

  • Falschluft an den drei vorderen Türen, dem Reinigungsdeckel an der Seite unten und dem Wärmetauscher Reinigungsdeckel oben..
    Ist evtl sein Holz zu lang?
    Fröling hat vorne diesen dreieckstein, bei dem sich zu lange Scheite festsetzen können.
    Sind die Stellmotoren einmal im Handbetrieb überprüft worden ob diese auch machen was sie sollen?



    Mfg Fabian

  • Undichte Türen können wir eigentlich ausschließen. Die Stellmotoren checken wir :thumbup:

  • Anheiztür ist auch dicht.


    Ich denke der Kessel hat kein "technisches" Problem sondern es liegt eher am Benutzer. Aber was kann man noch falsch machen beim Einstapeln vom Holz?


    Ich hatte gestern Abend noch die Idee das Holz könnte zu feucht sein, so dass der Kessel länger als sonst mit mehr Primärluft zum Erreichen der AGT will, wobei dann in Folge direkt über der Düse zuviel Holz wegbrennt und es daraufhin hackt.....

  • Hallo


    Hohlbrand hatte ich oft. Bei mir lag es an "altem" Holz. Waren unbehandelte Balken aus einem alten Heustadl.
    Das Zeug hat nicht mehr vernünftig gegast, ist im Schacht nicht nachgerutscht. Jeder zweite Abbrand war so.
    Bis ich das Zeug mit "frischem" trockenem Holz gemischt hatte.


    ciao Peter

  • Er hat eigentlich auch nur Buche und Eiche im Mix 60/40.
    Er will heute Abend noch mal etwas "mehr" reinpacken und hofft auf einen ruhigen Abbrand. Wenn der wieder zu Hohlbrand neigt, muss was am Kessel faul sein. Er wird dann sicher seinen Monteur holen.

  • Hohlbrand kommt oft, wenn der Lüfter zu stark gefahren wird. Es bleibt nicht die Zeit, bis der rest auch vergast, stattdessen wird dir die Glut unten aus der Düse gesaugt. Lüfterdrehzahl verringern?

  • Lüfter pauschal veringern kann man allerdings auch nicht sagen.
    Entscheident ist hierbei wieviel Holzkohle beim Start zur Verfügung steht.


    Startet man ohne Holzkohle , kann das verringern des Lüfters ein Problem werden.

  • Ich hab den Kessel nur einmal bisher gesehen. Der läuft ja seit 9 Jahren bei ihm ohne größere Probleme.
    Holzkohle gibts mal mehr mal weniger, hat er nicht wirklich bisher drauf geachtet. Der Heizungsbauer will Montag kommen und ne "große Reinigung" machen.
    Komisch bleibt es trotzdem....vorhin schon wieder passiert, obwohl er nur 3 Lagen Holz reingelegt hatte. Nichts wurde geändert und es ist ja nicht seit dem ersten Anheizen nach der Sommerpause so akut, sondern erst später.....

  • Also wenn er NUR mit Eiche / Buche heizt....hoher Heizwert, dann würde ich definitiv die Parameter des Kessels mal an das Holz anpassen. Wenn es auch noch richtig trockenes Holz ist brennt er möglicherweise zu schnell.


    Ich habe bei mir die Primärluft von 100 auf 70 und die Sekundärluft von 100 auf 85 gedrosselt. Aber hauptsächlich wg. dem trockenen Holz. Möglicherweise ist diese Saison sein Holz auch sehr trocken. Abgastemperatur wurde bei mir von Fröling auf 220 Grad eingestellt...jetzt läuft er bei mir mit 190... Im Betrieb nach ca. 1 h Anheizen und aufwärmen heißt das dann Primärluft und Gebläse bei ca 50 %, Restsauerstoff kann locker auf 7,5 % gehalten werden, Sekundärluft pendelt zwischen 20 und 40 und geht nur mal für ein paar Minuten auf 0 runter bis es nachrutscht, Hohlbrand entsteht in der kurzen Zeit nicht.


    Also lange Rede.....die Reduzierung der Abbrandgeschwindigkeit hat bei mir sehr sehr geholfen....mit nem Raspberry Pi kann man das schön anschaulich machen. Evtl. ist das ja ein Ansatz, vielleicht passt das Holz diese Saison wirklich nicht mehr zu den Standardparametern des Kessels.

  • Danke @Tralien


    Denke ich auch. Es war zwar im Frühjahr sehr nass, aber der Sommer war sehr trocken und windig.... werden mal die Restfeuchte messen.
    Gestern lief er mal wieder anständig, wenn auch nicht ganz voll.

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