Heizungsvorlauf Einspeisung in den Puffer

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  • Hallo,


    laut meinem Hydraulikplan geht der Heizungsvorlauf mittig in den Puffer, jedoch finde ich immer wieder Planungsbeispiele mit Anschluß des Vorlaufs oben im Puffer. Was ist nun besser für die Schichtung. Selbst Fröling hat Beispiele für beides.
    Bis auf den Vorlaufanschluß wird meine Anlage so aussehen wie im angehängtem Bild.


    Besten Dank schon mal :)

  • Hallo,
    Normal wird die Wärmeenergie in dem Speicher "geschichtet" beim Laden.
    Warmes Wasser oben, kaltes Wasser unten.
    Damit wird die nutzbare Wärme größer.
    Dabei erfolgt der Anschluss zur Wärmeeinspeicherung ganz oben.
    In deinem Bild scheint das eine Warmwasserbereitung zu sein.
    Ist immer suboptimal bei einer Speicheranlage.


    Bei deinem Bild ist das auch egal, durch die Rohrwendel wird sich da nicht viel tun in Sachen Schichtung.
    Die mittige Einspeicherung wird den Speicher auch oben erwärmen,
    da wärmeres Wasser immer nach oben zieht.


    mfg
    HJH

  • Wie HJH schon schreibt, bei allen Kombipötten ist nach einer Weile eh Schluss mit guter Schichtung. Eine Weile? Ja, aber damit rede ich von 1 Tag und länger. Alleine die Konstruktion aus Stahl sorgt für eine langsame Zerstörung der Schichtung, da die Heißwasserzone und die Kaltwasserzone mit dem Stahl fleißig Wärme austauschen.
    Weshalb so wenige dennoch über die Kombispeicher meckern, liegt oft -meistens- am eigentlichen Heizverhalten. So werden die Kessel nämlich täglich oder zumindest in relativ kleinen Intervallen beheizt.
    Ich halte die ganze Schichterei bei Heim-Heizanlagen etwas zu übertrieben. Aufgeheizt bekommst du das selbst ordentlich, wenn der VL ganz unten angeschlossen wäre. 1000x wichtiger ist eine absolut beruhigte Abnahme und Wiedereinspeisung der Verbraucher. Da machen zu große Volumenströme und mächtige Pumpen mehr kaputt, als man denkt, denn hier schrumpelt dein nutzbares Puffervolumen rapide.


    Schichtung wird erst spannend, wenn man über Tage speichern will....oder Wochen..... und selbst da findet an den Grenzflächen ein Austausch statt, aber das ist ein anderes Thema.



    Mach dir keine Sorgen. Das funktioniert ja so und viel mehr, was sich wirklich bemerkbar macht, wirst du nicht rausholen können.

  • Hallo,
    oben einspeisen. Der lädt dann schön von oben nach unten durch und schichtet dann auch für deine Bedürfnisse sauber (bei mir tut er das).
    Wichtiger ist aber die Entnahme. Wenn dein Kessel aus ist kannst Du den oberen Speicherbereich nicht für die Heizung nützen. Du hast dann oben zwr eine WarmWasserreserve aber da brauchst Du keine 80°. Ich kann da mit oben 35° immer noch duschen und dann musst Du sowieso nachheizen. So kannst Du nur den halben Speicher nützen.

  • Hallo,
    oben einspeisen. Der lädt dann schön von oben nach unten durch und schichtet dann auch für deine Bedürfnisse sauber (bei mir tut er das).
    Wichtiger ist aber die Entnahme. Wenn dein Kessel aus ist kannst Du den oberen Speicherbereich nicht für die Heizung nützen. Du hast dann oben zwr eine WarmWasserreserve aber da brauchst Du keine 80°. Ich kann da mit oben 35° immer noch duschen und dann musst Du sowieso nachheizen. So kannst Du nur den halben Speicher nützen.

    Ups....da sieht man mal wieder, dass es sich lohnt genauer hinzusehen.... ganz klar verschenkt er damit "Heizleistung".... ist schon spät :)

  • Bis auf den Vorlaufanschluß wird meine Anlage so aussehen wie im angehängtem Bild.

    Das ist doch der Punkt und Du ärgerst dich wenn Du da mittig anschließt.

    Schichtung wird erst spannend, wenn man über Tage speichern will.

    Wenn _hier_ im Sommer keine Heizung läuft, bleibt die Schichtung ein paar Tage und wird auch durch die WWentnahme nicht zerstört. Selbst wenn Du den auf 55° durchmischt entsteht bei der WWentnahme wieder eine saubere Schichtung.

    Mach dir keine Sorgen. Das funktioniert ja so und viel mehr, was sich wirklich bemerkbar macht, wirst du nicht rausholen können.

    Wäre schon ärgerlich, wenn er in der Übergangszeit bei 70°-30°-30° Schichtung mal kurz die Heizung aufdreht und bekommt dann nichts. Das sollte er schon nutzen.

  • Ich habs auch schon in einem anderen Thread heute geschrieben. Am besten Du schliesst den Vergaser oben an und lädst von oben nach unten durch.
    Die Verbraucher (Heizkreise) würde ich über den Puffer entkoppeln und am besten schaltbar machen. Dann kannst Du nach Bedarf mit umlegen eines Abstellers die ggf. nicht mehr benötigte Warmwasserreserve dem HK zur Verfügung stellen, ohne sofort anheizen zu müssen.


    So läufts bei mir und ich bin sehr zufrieden damit!

  • Vielen Dank für die Antworten!
    Also wird oben Angeschlossen.


    @ice77 kannst du mal eine Zeichnung machen, bin mir nicht so ganz sicher was du meinst.

  • Ich speise nicht ganz oben ein, bei etwa 2/3....Hat folgenden Hintergrund. Das obere Drittel ist für Friwa reserviert und die Heizkreispumpe zieht etwa die unteren 2/3 raus. Genau da wo die Heizkreispumpe raus zieht, da speise ich vom Kessel ein. Warum? Wenn die Puffer leer sind, geht die Heizkreispumpe aus. Wenn ich den Kessel an mache geht die Pumpe auch erst dann wieder an, wenn der entsprechende Fühler über 30 Grad misst und die Heizuing auch über 30 Grad bekommen würde. Würde ich ganz oben einspeisen, würde das obere Drittel erst komplett erwärmt werden müssen bevor die Heizung anspringt. Damit die Heizung rel. zeitnah nach anheizen des Kessels nutzbar ist...ähnlich wie bei Gas....wird nicht ganz oben eingespeist.


    Hat auch in meinem Fall keine Nachteile, denn mein Puffervolumen fasst eh nur ca. 1,25 Brennräume. Wenn ich den Kessel an mache, dann immer mindestens nen 3/4 Brennraum voll....somit wird der Puffer immer bis ziemlich weit unten durch geladen und ist auch wunderbar geschichtet...die Fröling Puffer haben extra Konstruktionen zum einschichten, das klappt gut.


    Also kurzum, wenn du ganz oben einspeist musst du, je nachdem wo die Heizung anzapft, warten bis die Heizung wieder läuft. Der elektrische Heizstab für Notfälle steckt übrigens auch auf der gleichen Höhe...da wo die Heizung abzapft....deshalb geht der Kessel auch auf dieser Höhe in den Puffer.



    Wenn die Friwa Reserve noch heiß ist wiederum spielts fast keine Rolle, denn die schiebts ja dann nach unten und ruck zuck ist wieder warm für die Heizung ;) Also nur für die Übergangszeit interessant

  • Bin ich froh das ich dafür einen zweiten Kessel habe. Wird es bis zu einem bestimmten Sensor kalt, geht der Pelletkessel an und heizt bis zur Hälfte durch. Ähnlich dem Heizstab. Und auch wenn ich Mal abwesend bin.
    Jan

  • Bin ich froh das ich dafür einen zweiten Kessel habe. Wird es bis zu einem bestimmten Sensor kalt, geht der Pelletkessel an und heizt bis zur Hälfte durch. Ähnlich dem Heizstab. Und auch wenn ich Mal abwesend bin.
    Jan

    So hab ich das jetzt auch. Endlich.... War höchste Zeit. Ohne das Nachheizen vom "Pelle" musste ich bis Mittag oder bei Wind auch länger die Verluste aufholen durch leere Puffer am morgen. Heizlast lag dann über 24kW.
    Jetzt mit kontinuierlichem Durchheizen hab ich knapp 16kW.
    Und die 6-8kg die der Pelletkessel morgens verputzt sind ja Peanuts....


    Wird Zeit, dass oben gedämmt wird, dann sieht es wieder anders aus. Aber so muss es eben erstmal gehen.


    PS: Und was richtig Klasse ist sind die 55kW Gesamtheizpower. Wenn wir wirklich mal weg sind und die Bude auskühlt, Heizkreismischer auf Anschlag und mit beiden Kessel 75 Grad VL fahren.... da wird es zügig wieder warm :evil:8)

  • Jungs ich hab einen Fröing SP Dual, genau das übernimmt der Pelletteil für mich :thumbup:


    Aber nochmal zur Entkoppelung der Heizkreise, kann mir mal jemand auf Basis meiner Hydraulik aus Beitrag 1 eine Erklärung / Zeichnung machen?!
    Wird damit gemeint HV Vorlauf in Puffermitte rein und Heizkreismischer Vorlauf aus Pufferoben raus? Wie realisiere ich dan den Rücklauf? Wie in der Hydraulik aus Beitrag 1 über den Rücklauf des Holzvergasers?

  • Ja, alle verfügbaren Anschlüße sind eingezeichnet.
    Rechte Seite EIn- und Ausgang für Warmwasser Erzeugung und mittig die Heizpatrone.
    Links 4 Anschlüsse für Heizung ect.

  • sollte ich nicht viel zu spät sein, dann anbei die von Dir geforderte Zeichnung:



    Die Ladeleitung des HV kannst Du am Pufferkopf anschliessen, falls die Anschlussdimension ausreichend ist.
    Wenn Du es so realisierst wie in der Zeichnung, dann hast Du keine Frischwasser reserve mehr, entlädst den Puffer aber von unten nach oben und erhältst Dir das heisse Temperaturniveau so lange wie möglich.


    Wenn Du die Frischwasserreserve schaltbar haben willst, dann mach einen Absteller an die Zapfleitung 3 und realisiere einen Kurzschluss auf Zapfleitung 2. Dann kannst Du die Frischwasserreserve aktiv lassen im Standardbetrieb und solltest Du die Wärme wirklich mal sofort im Heizkreis brauche, dann stellst Du 2 Absteller um und hast es warm.


    Viel Spass beim Planen...

  • Alles gut bin noch in der Planungsphase, bzw. befestige langsam Systemteile, die Verrohrung ist noch nicht in Arbeit.


    Dein Vorschlag gefällt mir, besten Dank für die Zeichnung!


    Ich muss nur sehen ob es bei mir mit der Deckenhöhe und dem Kopfanschluß passt.

  • Du hast gesehen, dass die Verbraucher über das 5MG angeschlossen werden? Lies Dir mal die Beiträge vom HartlBe durch... da kannst Du die Hintergründe rauslesen.
    Ist Solarthermie geplant?
    Ist der Speicher im Bestand? Wieso hat er nur so wenige Anschlüsse? Ggf. würde ich mir eine Möglichkeit offen lassen, über Absteller einen zusätzlichen Speicher nachrüsten zu können, ohne das ganze Wasser ablassen zu müssen...


    Nur so als Gedankenansatz.

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