Endlich komme ich zwischen Tür und Angel mal dazu hier den ersten Teil meiner kleinen Parameterbeschreibung der bekannten Sigmatek-Steuerungen zu beschreiben. Ein paar Bedeutungen sind leider nicht ganz klar bei einigen, daher diese Auflistung mit den wichtigsten Daten.
Hinweis vorweg:
Es sollen lediglich die einzelnen Parameter und deren steuerungstechnische Zusammenhänge bei der Sigmatek-Steuerung erläutert werden, welche nicht wirklich bekannt sind. Einen Anreiz zur Änderung der Einstellungen soll das Ganze nicht darstellen.
Auf gehts:
Kesseltemperatur
Solltemperatur im Wassermantel des Kessels, ab wann der Kessel die Leistung drosselt oder in den Gluterhalt schaltet. Je nach Art der ausgewählten Regelungsart, kann man grundsätzlich nach Abgastemperatur oder Kesseltemperatur steuern.
Abhängigkeiten zu anderen Parametern:
Keine
Abgasmaximal Temperatur / Abgas-Soll Temperatur
Höchste Temperatur, welche die Abgase im Vollastbetrieb haben dürfen. Ab dieser Temperatur wird die Primärluft/Leistung reduziert, bis der Wert annähernd gehalten wird.
Abhängigkeiten zu anderen Parametern:
Restsauerstoffgehalt gemessen < RestO2-Soll verzögert die Rücknahme der Primärluft. Die Feuerstelle befindet sich im "Reduzierbetrieb", ein Überschwingen der AGT ist möglich und wird steuerungstechnisch nicht berücksichtigt.
Restsauerstoff >O2 Soll, <O2 Min, beschleunigt die Rücknahme der Primärluft.
Abgasminimaltemperatur
Mindeste Regeltemperatur bei der die RestO2 Überwachung greift und ggf die Sekundärluft angesteuert wird.
Abhängigkeiten zu anderen Parametern:
Unter dieser Temperatur findet keine Sekundärluftsteuerung mehr statt.
Rest O2 <Abschaltschwelle: Abregeln von Primärluft und Sekundärluft.
Rest O2 >Abschaltschwelle: Kessel AUS Signal.
Restsauerstoff Maximal
Arbeitswert Restsauerstoff im Vollastbetrieb. O2 kleiner als Max, Zugabe von Sekundärluft, O2 größer als O2 Max, Verkleinerung der Sekundärluft bis min-Wert.
Abhängigkeiten zu anderen Parametern:
Rest O2 <O2Max, Verlängerung der Primärluft Steuerintervalle.
Rest O2 >O2 Max, Verkürzung der Primärluft Steuerintervalle.
Restsauerstoff Minimal
Sauerstoffwert, welcher minimal eingehalten werden soll. Hierbei gelten folgende Zusammenhänge:
Liegt der Wert zu niedrig (nahe am O2 Soll) kann die tatsächlich intern vorhandene Hohlbranderkennung NICHT arbeiten. Steigt der O2 vom O2 Soll langsam Richtung O2 Minimal, steuert die Primärluft agiler nach, um ggf einen beginnenden Hohlbrand entgegenzuwirken. Ebenso kann man eine weit erhöhte CO Belastung riskieren, da hier die Primärluft sehr langsam angesteuert wird, bevor das Holz gut ausgebrannt ist. Hier versteckt sich bei der Steuerung ein Holzkohlemodus, welcher im Ausbrand die Primärluft sehr langsam nachsteuert und die AGT nur zweitrangig Einfluss hat.
Abhängigkeiten zu anderen Parametern:
Setzt die AGT Regelung im Holzkohleverbrennungsbetrieb außer Funktion. Primärluft Ansteuerung verzögert.
Rest O2 zwischen Max und Min, bewirkt eine agile Primärluft-Steuerung, um den Vollastbetrieb zu erhalten, ggf einen Holhbrand schnell aufzulösen.
Rest O2 Regulieren Stopp /// Brennstoff verbraucht
Rest O2 Wert, wo der Arbeitsmodus endet und in den Gluterhalt übergegangen wird. Klappen schließen, Lüfter läuft weiter, ggf reduziert.
Abhängigkeiten zu anderen Parametern:
Abgastemperatur Minimal muss erfüllt sein, damit in den Gluterhalt umgeschaltet werden kann.
Rest O2 Ausgebrannt /Signal Kessel aus
Beim Überschreiten dieses Wertes, schaltet der Kessel aus.
Abhängigkeiten zu anderen Parametern:
Abgastemperatur Minimal muss erfüllt sein.
Soweit war es das erstmal.
Weitere Punkte folgen später, wenn ihr wollt oder Fragen dazu habt