Hallo liebe Mitglieder,
in meiner Heizungsanlage hat sich ein Fehler eingeschlichen. Hier die Fehlerbeschreibung und die Eckdaten der Anlage:
Kesseltyp (Hersteller, Tpyenbezeichnung, Brennstoff)?
Ferro Turbo FHRV29S Buchenscheite
Baujahr der Anlage und Datum der letzten Veränderungen an der Anlage?
1996
Fehler trat erst nach längerer, störungsfreier Veränderung der Anlage auf.
Welcher Brennstoff wird verwendet?
Buche 50cm länge
Welchen Schornstein verwendest Du?
Runder Schornstein, geschätzt 9-10m 160mm durchmesser
Befindet ein Zugbegrenzer im Schornsteinzug (Hersteller)?
nein
Lufteinstellungen: Wie sind Primärluft, Sekundärluft, Feuerzugregler, Luftstangen usw eingestellt?
Manuell über einstellschraube nach vorliegenden Herstellerunterlagen
Primärluft 1/2 umdrehung Sekundärluft 3 1/2 eingeschraubt
Wie hoch ist die Kessel- und Abgastemperatur, wie lange benötigt der Kessel diese zu erreichen, wie hoch ist diese nach 1 Stunde Betrieb?
Kesseltemperatur nur nach mehrfachem nachrücken des Brandgutes max. 75Grad
Geht oft aus ohne das Brandgut verbrannt ist
Bei Kesseln mit Gebläse (Saugzug oder ähnliches), wann läuft es an, wann schaltet es ab?
Abschaltung bei unterschreiten der Kesseltemperatur 60Grad, Einschaltung nach unterschreiten der gewünschten Soll-Temperatur um 5 Grad
Beschreibung der Hydraulik (Pumpen mit Einstellungen, Ventile, Rücklaufanhebung, Leitungsquerschnitte, Angaben zum Pufferspeicher usw)?
Pumpen: Wilo (genaue Typenbezeichnung kann ich später ergänzen)
Rücklaufanhebung vorhanden
Pufferspeicher 1000L
Fehlerbeschreibung und weitere Angaben
Guten Abend Gemeinde.
Nach ewigen herumprobieren und drei Heizungsbauern (welche leider nur Ahnung der Gasheizung haben) die Erfolglos von dannen gezogen sind, wende ich mich hoffnungsvoll an euch.
Vor 2 Jahren hab ich ein Haus mit besagter Heizung erworben, welche zu beginn aus der Not mit alten Fachwerkhausbalken befeuert worden ist. Nach verarbeitung von 20rm Buchenholz und einer erfolgreichen Heizperiode ist folgendes passiert:
An einem gemütlichen Sonntag Nachmittag habe ich mit meiner Frau und den Kindern auf dem Hof den reichlich gefallenen Schnee aus der Einfahrt und dem Hof beseitigt. Der zufällig auf den Schornstein fallende Blick ließ mich blitzschnell in den Heizungskeller schnellen, da dieser rußte wie ein uralter Diesel der bei minus 20Grad ohne funktionierende Vorglühung doch startete. Im Keller angekommen vernhm ich ein seltsames rhytmisches Geräusch, welches aus der Esse gen Rauchrohr puffte. Es waren Flammen die durch den Anschluss pufften. Meine Frau schickte ich zum Nachbarn de bei der freiwilligen Feuerwehr tätig war, ich selbst schaltete den HV aus und suchte den Feuerlöscher. Das Rauchrohr leuchtete glutrot. Nach Ankunft des Nachbarn und ausräumen der Brandgutes beruhigte sich die Lage erstmals. Nach einer Weile der Abkühlung entschloss ich mich mit Hilfe meines Nachbarn das Rauchrohr zu demontieren da dieses recht "voll" klang. Siehe da, Asche und Kohlebröckchen bis oben hin. Zur Sicherheit stiegen wir gemeinsam aufs Dach um die Fegerbürste durch die Esse zu lassen. Kaum Asche. Bei der Montage des Rauchrohres fiel uns auf, daß das Rauchrohr zur Hälfte im Schlot steckt und kürzten dies darauf hin, weil wir vermuteten das dies der Grund der Ascheansammlung sein. Nach getaner Arbeit befüllte ich den HV wie gehabt und kümmerte mich um die Familie. Nach etwas Zeit schaute ich nochmal nach dem Ofen und mir fiel auf, das der Kessel nicht auf Temperatur kommt. Okay, Hohlbrand, dachte ich doch musste ich mich wundern das die darauf folgenden Versuche das Haus zu heizen scheiterte. Der HV bringt den Puffer einfach nicht mehr auf Temperatur. Die gewohnte Flamme durch das Schauglas schwindet nach kurzer Zeit und der Brennraum ist nach einem Arbeitstag noch nahezu gleich voll wie morgens beim Anheizen ohne Anstieg der Temperatur im Pufferspeicher.
Jegliche Reinigungsversuche und Lufteinstellungsversuche sind leider ohne Erfolg geblieben. Mein Wissen zur Holzvergasung steigt stetig, jedoch der Kessel bleibt kalt. Durch die alternative Gasheizung müssen wir zwar nicht frieren, dennnoch würde ich die Anlage gern wieder zum laufen bringen.
Bisherige Beobachtungen:
- schließe ich die Brennraumtür nicht ganz, ist eine Flamme zu sehen. Verriegel ich die Tür, erlischt die Flamme nach 1-2minschließe ich die Brennraumtür nicht ganz, ist eine Flamme zu sehen. Verriegele ich die Tür, erlischt die Flamme nach 1-2min
- halte ich bei sichtbarer "Miniflamme" die Hand vor den Lufteinlass ohne diese komplett zu verschließen, ist ein eindeutiger Anstieg der Flammbildung zu erkennen. Stelle ich den Anschlag des Belimo etwas kleiner, kann dieser Effekt nur kurzzeitig bewirkt werden.
Als Kfz-Meister ist mir die Regelung umd Verbrennung eines Motors geläufig, beim Holzvergaser muss ich aber leider passen.
Mfg f..m..j
Vielen Dank