Fehler/Störung meiner Heizungsanlage - Ferro Turbo FHRV29S brennt nicht mehr korrekt - f..m..j

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  • Hallo liebe Mitglieder,


    in meiner Heizungsanlage hat sich ein Fehler eingeschlichen. Hier die Fehlerbeschreibung und die Eckdaten der Anlage:


    Kesseltyp (Hersteller, Tpyenbezeichnung, Brennstoff)?


    Ferro Turbo FHRV29S Buchenscheite


    Baujahr der Anlage und Datum der letzten Veränderungen an der Anlage?


    1996


    Fehler trat erst nach längerer, störungsfreier Veränderung der Anlage auf.


    Welcher Brennstoff wird verwendet?


    Buche 50cm länge


    Welchen Schornstein verwendest Du?


    Runder Schornstein, geschätzt 9-10m 160mm durchmesser


    Befindet ein Zugbegrenzer im Schornsteinzug (Hersteller)?


    nein


    Lufteinstellungen: Wie sind Primärluft, Sekundärluft, Feuerzugregler, Luftstangen usw eingestellt?


    Manuell über einstellschraube nach vorliegenden Herstellerunterlagen
    Primärluft 1/2 umdrehung Sekundärluft 3 1/2 eingeschraubt


    Wie hoch ist die Kessel- und Abgastemperatur, wie lange benötigt der Kessel diese zu erreichen, wie hoch ist diese nach 1 Stunde Betrieb?


    Kesseltemperatur nur nach mehrfachem nachrücken des Brandgutes max. 75Grad
    Geht oft aus ohne das Brandgut verbrannt ist


    Bei Kesseln mit Gebläse (Saugzug oder ähnliches), wann läuft es an, wann schaltet es ab?


    Abschaltung bei unterschreiten der Kesseltemperatur 60Grad, Einschaltung nach unterschreiten der gewünschten Soll-Temperatur um 5 Grad


    Beschreibung der Hydraulik (Pumpen mit Einstellungen, Ventile, Rücklaufanhebung, Leitungsquerschnitte, Angaben zum Pufferspeicher usw)?


    Pumpen: Wilo (genaue Typenbezeichnung kann ich später ergänzen)
    Rücklaufanhebung vorhanden
    Pufferspeicher 1000L


    Fehlerbeschreibung und weitere Angaben



    Guten Abend Gemeinde.
    Nach ewigen herumprobieren und drei Heizungsbauern (welche leider nur Ahnung der Gasheizung haben) die Erfolglos von dannen gezogen sind, wende ich mich hoffnungsvoll an euch.
    Vor 2 Jahren hab ich ein Haus mit besagter Heizung erworben, welche zu beginn aus der Not mit alten Fachwerkhausbalken befeuert worden ist. Nach verarbeitung von 20rm Buchenholz und einer erfolgreichen Heizperiode ist folgendes passiert:
    An einem gemütlichen Sonntag Nachmittag habe ich mit meiner Frau und den Kindern auf dem Hof den reichlich gefallenen Schnee aus der Einfahrt und dem Hof beseitigt. Der zufällig auf den Schornstein fallende Blick ließ mich blitzschnell in den Heizungskeller schnellen, da dieser rußte wie ein uralter Diesel der bei minus 20Grad ohne funktionierende Vorglühung doch startete. Im Keller angekommen vernhm ich ein seltsames rhytmisches Geräusch, welches aus der Esse gen Rauchrohr puffte. Es waren Flammen die durch den Anschluss pufften. Meine Frau schickte ich zum Nachbarn de bei der freiwilligen Feuerwehr tätig war, ich selbst schaltete den HV aus und suchte den Feuerlöscher. Das Rauchrohr leuchtete glutrot. Nach Ankunft des Nachbarn und ausräumen der Brandgutes beruhigte sich die Lage erstmals. Nach einer Weile der Abkühlung entschloss ich mich mit Hilfe meines Nachbarn das Rauchrohr zu demontieren da dieses recht "voll" klang. Siehe da, Asche und Kohlebröckchen bis oben hin. Zur Sicherheit stiegen wir gemeinsam aufs Dach um die Fegerbürste durch die Esse zu lassen. Kaum Asche. Bei der Montage des Rauchrohres fiel uns auf, daß das Rauchrohr zur Hälfte im Schlot steckt und kürzten dies darauf hin, weil wir vermuteten das dies der Grund der Ascheansammlung sein. Nach getaner Arbeit befüllte ich den HV wie gehabt und kümmerte mich um die Familie. Nach etwas Zeit schaute ich nochmal nach dem Ofen und mir fiel auf, das der Kessel nicht auf Temperatur kommt. Okay, Hohlbrand, dachte ich doch musste ich mich wundern das die darauf folgenden Versuche das Haus zu heizen scheiterte. Der HV bringt den Puffer einfach nicht mehr auf Temperatur. Die gewohnte Flamme durch das Schauglas schwindet nach kurzer Zeit und der Brennraum ist nach einem Arbeitstag noch nahezu gleich voll wie morgens beim Anheizen ohne Anstieg der Temperatur im Pufferspeicher.
    Jegliche Reinigungsversuche und Lufteinstellungsversuche sind leider ohne Erfolg geblieben. Mein Wissen zur Holzvergasung steigt stetig, jedoch der Kessel bleibt kalt. Durch die alternative Gasheizung müssen wir zwar nicht frieren, dennnoch würde ich die Anlage gern wieder zum laufen bringen.
    Bisherige Beobachtungen:

    • schließe ich die Brennraumtür nicht ganz, ist eine Flamme zu sehen. Verriegel ich die Tür, erlischt die Flamme nach 1-2minschließe ich die Brennraumtür nicht ganz, ist eine Flamme zu sehen. Verriegele ich die Tür, erlischt die Flamme nach 1-2min


    • halte ich bei sichtbarer "Miniflamme" die Hand vor den Lufteinlass ohne diese komplett zu verschließen, ist ein eindeutiger Anstieg der Flammbildung zu erkennen. Stelle ich den Anschlag des Belimo etwas kleiner, kann dieser Effekt nur kurzzeitig bewirkt werden.

    Als Kfz-Meister ist mir die Regelung umd Verbrennung eines Motors geläufig, beim Holzvergaser muss ich aber leider passen.
    Mfg f..m..j


    Vielen Dank

  • Hallo Stefan,
    erst einmal willkommen bei uns im Forum.
    Du hast Deine "Hilfe" Daten mit Erklärungen eingestellt. Das ist sehr gut damit hast Du wahrscheinlich auch schon fast das Übel erkannt.

    schließe ich die Brennraumtür nicht ganz, ist eine Flamme zu sehen. Verriegel ich die Tür, erlischt die Flamme nach 1-2minschließe ich die Brennraumtür nicht ganz, ist eine Flamme zu sehen. Verriegele ich die Tür, erlischt die Flamme nach 1-2min

    An Hand dieser Feststellung bekommt Dein Brennraum so gut wie keine Zuluft. Also ist Dein Kessel irgendwo zu. Das besagt Dein Kessel überall wo Du rein kommen kannst sauber machen. Wenn möglich mit einem Aschesauger und dünnen Schlauch überall rein und saugen. Es kann auch durch die Hitze sich irgendwo dicker fester Ruß angesetzt hat den man mit der Hand beseitigen muß. Kessel einschalten Brennraumtür zu aber die anderen Öffnungen Stück für Stück aufmachen und fühlen wo Luft saugt oder fast nicht mehr.
    Ich habe eben die Bedienanleitung gelesen:


    Auf Seite 3 ist ein Bild und dort steht auch wo man überall Asche finden kann.....


    15. Wartung und Reinigung:
    15.1 Bereits nach kurzer Betriebszeit bildet sich im Kesselfüllraum
    eine Teerverkrustung, die nicht entfernt werden
    soll (Isolier- und Korrosionsschutz).
    Im Kesselfüllraum ist nur die übermäßige Teerbildung
    im Breich der Luftöffnung und an den Rändern des
    keramischen Bodens zu verhindern.
    15.2 Der keramische Boden im Brennstoff-Füllraum muß
    vor jeder Neu-Inbetriebnahme gereinigt werden, wobei
    Ascherückstände durch den mittigen Rost gekehrt
    werden können. Die Rückstände werden leicht
    unten mit der Ascheschaufel entfernt.
    15.3 Die Ascheschicht auf dem unteren Brennkammerboden
    soll ca. 3-5 cm nicht übersteigen. (Erhöhung
    der Abgastemperatur

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Hallo Stefan!


    Ich denke bei Deinem Holzvergaser ist folgendes passiert:
    Über einen längeren Zeitraum ist im Kessel eine größere Menge an Teer entstanden (durch schlechte Verbrennung).
    Dieser Teer hat sich im Wärmetauscher sowie im Abgasrohr niedergeschlagen.
    An dem besagten Tag kam es Entzündung und Verbrennung des Teeres, einer Art Schornsteinbrand.
    Dabei herrschten sehr hohe Temperaturen im Bereich Wärmetauscher/Saugzuggebläse/Abgasrohr, wodurch Beschädigungen am Lüfterrad oder ggf. vorhandenen Abgasfühlern entstanden sein können.
    Der Teer schäumt bei seiner Verbrennung auf, wodurch eine leichte, voluminöse, schwarze Schlacke entsteht, die sämtliche Raugaswege verstopfen kann.


    Ich würde Dir folgendes empfehlen, was sich im Wesentlichen mit Jürgens Beitrag deckt:

    • Reinigung des kompletten Kessels.
      Dazu konsequent die Wege der Verbrennungsluft folgen/reinigen (mit Taschenlampe und kleinem Spiegel alle Durchgänge prüfen).
      Die Wege sind folgende:

      • Heizraum - Lufteinlass Primärluft (ggf. mit Stellantrieb Belimo) - Füllkammer - Schlitz im Düsenstein - Sekundärbrennkammer
      • Heizraum - Lufteinlass Sekundärluft (ggf. mit Stellantrieb Belimo) - Löcher im Düsenstein - Sekundärbrennkammer
      • Sekundärbrennkammer - Abgaswärmetauscher (mit Wirbulatoren) - Saugzuggebläse - Abgasrohr - Eingang Schornstein - Ausgang Schornstein
    • Saugzuggebläse demontieren und dessen Lüfterrad auf Beschädigung prüfen.
    • Nachsehen, ob Abgastemperatursensor und/oder Lambdasonde verbaut ist.
      Wenn ja, können diese durch die hohe Temp. beschädigt sein und falsches Signal an die Steuerung geben.
    • Nachsehen, ob sich irgendwelche Blechteile im Abgasweg durch die große Hitze verzogen haben und nun den Durchlass begrenzen.
    • Während der Kessel läuft, beobachten ob die Stellantriebe funktionieren.
      Testweise Stellantriebe demontieren und von Hand voll Luft geben.
      Sollte das das Problem lösen, liegt der Fehler irgendwo in der Regelstrecke (Sensor - Steuerung - Stellantrieb).
    • Prüfen ob das Saugzuggebläse seine Drehzahl erreicht (müsste man heraushören, wenn man den Kessel kennt).
    • Unter Punkt 1 auch den Düsenstein mal mit herausnehmen.
    • Anheizklappe/Bypassklappe auf Funkion und dichtes Schließen prüfen.
    • Manche Kessel haben einen Sicherheitstemperaturbegrenzer, der nach einer Überhitzung manuell zurückgesetzt werden muss, dass der Lüfter wieder Strom bekommt.
      Dazu befindet sich auf dem Kesselschaltfeld eine abschraubbare Kunststoffkappe, die einen kleinen Rückstellknopf verdeckt.
      Der Rückstellknopf muss mit einem spitzen Gegenstand hinein gedrückt werden bis es "klick" macht :)

    Wenn der Fehler gefunden wurde, muss sichergestellt werden, dass sich die Sache nicht wiederholt.
    Reden wir am besten später darüber (Ursachen schlechter Verbrennung / Hohlbrand / Holzfeuchte / Art des Anzündens).


    MfG Hans

  • Guten Abend allerseits und besonder sf..m..j,


    ich durchstöbere dieses Forum seit einigen Wochen und da ich viele mich interessierende Beiträge gefunden habe, habe ich mich hier angemeldet. Es fällt mir allerdings nicht leicht, mich hier in den einzelnen Themen zurechtzufinden. Dieser Beitrag von f..m..jbetrifft mich auch im gewissen Maße.
    Deshalb melde ich mich mal zu Worte.
    Da ich hier neu bin, möchte ich mich erst mal kurz vorstellen: Ich heiße Norbert und bin südlich von Berlin zuhause. Mein Holzvergaser von FERRO (Typ FH-40 T) Baujahr 1995, macht jetzt auch
    wieder verstärkt Probleme und ich trage mich mit dem Gedanken, mir demnächst einen neuen Holzvergaser anzuschaffen, wenn möglich, mit BAFA-Förderung.


    Doch nun zu Deinem Problem, f..m..j,
    Haben Dir die zwei bisher erschienen Beiträge schon etwas geholfen?
    Wenn ja, dann teile bitte Deine Erfahrungen mit.Ich kämpfe seit einiger Zeit mit ähnlichen Problemen und habe auch schon einige Versuche unternommen und Efahrungen gesammelt.
    Bei meinem Kessel verschleißen die gusseisernen Roste jeweils nach etwa 3 bis 4 Jahren in der Art, dass sie sich so stark erhitzen , nach unten verbiegen und langsam anfangen, zu zerbröselnun Teile davon ausbrechen. Die Schlitze werden auch immer breiter und die eingearbeiteten Sekundärluftführungen werden demnach auch verformt, so dass eine geregelte Sekundärluftführung nicht möglich ist. Das macht sich auch ähnlich wie von Dir beschrieben bemerkbar (keine ordentliche Verbrennung). Das kann so weit gehen, dass mit der Zeit auch noch das Schamottebett zerbröselt, in dem die Gussroste drin liegen. Bei meinem Kessel ist es jetzt wieder so weit.
    Ein anderer Fehler könnte bei Deinem Kessel aber auch sein, dass die Sekundärluftkanäle zugestzt sind und dass dadurch keine richtige Sekundärluftführung möglich ist. Da komm ich aber bei meinem Kessel nur ran, wenn ich die Gussroste nach oben rausnehme. Die müssen nach der Reinigung dann wieder so reingestzt werden, wie sie vorher drin waren, also nicht verweechselt oder verdreht, weil sie sich durch Eigenverformung so verformt haben, dass sie sonst nicht mehr passen würden. Aber vorsichtig sein beim rausnehmen. Wenn die schon älter sind sind sie sehr porös und sie könnten zerbrechen.


    So, das wärs dann erst mal für heute,
    Ich freue m ich über weiter Erfahrungen und Erfolgsmeldungen.


    Norbert

  • Vielen Dank erst einmal für die Hinweise und Tipps. Wenn alles gut geht werde ich heute abend nochmals eine Grundreinigung des Ofens ausführen und die Luftzüge checken. Ggf. werde ich das ganze mit Fotos dokumentieren. Sobald es Neuigkeiten gibt werde ich es kundtun.

  • Hallo f..m..j,


    ein kleiner Tip ist mir noch heute eingefallen:
    Schau Dir mal die Roste und das Schamottebett von unten an, also duch die Aschöffnung gesehen.
    Ist da noch alles in Ordnung, also kein Schamotte abgeplatzt oder die Gussroste verformt, so dass die Sekundärluftführungen schon frei liegen?
    Daran könnte es eventuell auch liegen.
    Noch ein Tip: Man kommt an die Sekundärluftführungen auch ran , ohne die Gussroste ruszunehmen.
    Dazu das Frontteil der Brennkammer(Teil Nr. 6a, 03997198 Deckel Luftverteilerraum FHRV) zwischen Aschetür und Fülltür ausbauen. (ist schwer, weil von innen mit Schamotte verkleidet.
    Für den Einbau braucht man dann sicher eine neue Dichtschnur (Teil Nr. 5. 03991020 Dichtungsschnur f. Deckel, Luftverteilerraum Ø 25).


    Viel Erfolg bei der Fehlersuche.



    Gruß


    Norbert

  • Grüße Holzheizergemeinde


    Nach Reinigung aller erdenklichen Luft und Abgasführungen sowie Überprüfung der Luftwege bin ich wohl endlich auf die Ursache gestoßen, warum mein Ofen nicht gescheit brennt.


    Das Schamottbett ist im Randbereich so dermaßen zerbröselt das zu viel Sekundärluft zur Verfügung steht. Der Spalt zwischen Schamottbett und Gussrost ist zu groß. (Bild 1).


    WP_20170209_18_51_47_Pro.jpg


    Zu Testzwecken habe ich die Sekundärluftzüge mit 2 Unterlegscheiben im Durchmesser begrenzt (Bild 2), siehe da:

    • eine Flamme
    • Temperaturanstieg des Kessels
    • Ladung des Puffers bis auf die eingestellte gewünschte Temperatur von 85-90°C in kurzer Zeit.


    WP_20170210_20_11_37_Pro.jpg


    Vor Freude und mit Begeisterung den Fehler gefunden zu haben, rief ich beim Hersteller an um nach dem Ersatzteil und dessen Kosten zu fragen. Mit erstaunen über die Verfügbarkeit und Kosten von 120€ + Märchensteuer war ich anfangs erfreut. Nach Rücksprache mit einem Techniker über eventuelle Nachrüstung von Regelung oder Filtern zur Einhaltung der bestehenden Abgasuntersuchung und der Änderung der Werte, legte mir dieser ans Herz, nichts mehr in die Heizungsanlage zu investieren.


    Nun sitze ich in der Zwickmühle. Der Schornsteinfeger sagte bereits bei der Kontrolle der Abgaswege das meine Anlage 2019 wohl sowieso abgeschaltet werden muss und bot mir an die Kosten der Abgasuntersuchung zu sparen wenn ich dieses Jahr einen neuen HV aufstelle. Ganz nach dem Sinn: Nimm die Kosten der Abgasuntersuchung und investiere sie in einen neuen HV. Was haltet ihr davon?


    Da ich bis zum 30.4.17 die Anlage laufen lassen kann bis die Abgasuntersuchung fällig ist und der man in black diese sperrt überlege ich wie ich den HV weiter betreibe. Das Schamottbett hat eine Lieferzeit von 4-6Wochen. Diese Zeit möchte ich aber nicht auf das heizen mit Holz verzichten. Also muss eine Übergangslösung her.
    2 Ideen schweben mir vor Augen.

    • Schamottbett mit Feuerzement "reparieren"
    • Rohr mit Bohrungen in den Sekundärluftkanal stecken um die zerbröselte Schamottbettkanten zu simulieren

    Nur wie groß ist der Luftspalt zwischen Schamottbett und Gussrost im Originalzustand?


    Viele viele Fragen, ich hoffe auf viele viele Antworten sowie Hilfreiche Tipps...
    Hochachtungsvoll allen helfern gegenüber
    f..m..j



    @Stammhof
    Das mit den zerbröselnden Gussrosten kenne ich zum Teil auch. Bei Übernahme des Kessels waren diese stark korrodiert und sahen aus wie Neptuns Dreizack. Die Spalte waren eher Daumenbreit und verformten sich beim befeuern dermaßen das sie im Schmottbett keinen Platz hatten und aufgrund der Ausdehnung des Eisens im Ofen nach oben drückten und das Brandgut anhoben. Folge: Flamme erreichte nie den Tichelmanneinsatz. 2 neue Gusseinsätze lösten das Problem schnell, waren aber mit ca. 300€ recht kostenintensiv. Wie lang diese halten kann ich bis dato nicht sagen, da ich den Ofen erst 2 Jahre damit betreibe.

  • Moin Moin!


    Warum soll denn der Schlotfeger den Kessel sperren können?
    Du musst nur die 1. Stufe der BImSchV schaffen.
    Das sollte für den Kessel nicht das große Problem sein - ganz andere "Gurken" schaffen das.
    Korrekte Lufteinstellung vorausgesetzt.
    Schau mal hier:
    Wie schafft mein alter Holzvergaser oder Festbrennstoffkessel die BImSchV Stufe 1 und 2?


    Ich an Deiner Stelle würde die Ersatzteile sofort bestellen und übergangsweise irgendwas aus Norm-Schamottesteinen und/oder Feuerbeton reinbasteln.


    MfG Hans

  • Hallo f..m..,
    Der Hans der war schneller als ich, der hat Dir schon geantwortet, während ich noch meinen Text ausgearbeitet habe. Dem schließe ich mich voll an, wenngleich ich auch Bedenken habe wegen der Stilllegung. Ich möchte Dir trotzdem meine tipps präsentieren, wo ich mir schon mal die Mühe gemacht habe:



    "Ich freu mich mit Dir,dass du jetzt den Fehler gefunden hast. Das mit den Drosselscheibenist eine gute Idee.
    Genau das gleich wieDir habe die von FERRO mir auch gesagt. „Der Kessel ist totalveraltet, bloß nichts mehr investieren (meine Teile sollten 629,- €kosten), wird sowieso bald stillgelegt, am besten sofort einen neuenkaufen, natürlich den neuen von FERRO. Der ist das beste, was esderzeit auf dem Markt gibt für den Preis, und auch nochBAFA-gefördert.“ Leider sagt er nicht dazu, dass dieVerschleißteile immer teurer werden. Die selben Teile, die jetzt629,- € kosten sollten, haben sie mir damals am 18.12.2002 fürnur 259,21€ einschließlich Versandkosten angeboten.
    Aus welchem Grunde will der Schwarze denn Deine Anlage 2019 sperren? Hat das etwa wasmit der neuen Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagenzu tun? Das würde mich ja auch eventuell betreffen.
    Was hast Du denn jetztvor?
    a) Dieses Jahr einenneuen Kessel
    b) oder jetzt einneues Schamottbett und 2019 einen neuen Kessel? Die neuen Gusseinsätze werden sicher bis dahin halten.
    Bei a) würde ich,wenn er so funktioniert, garnichts weiter bauen oder kaufen und ander Sekundärlufteinstellung probieren,wie er am besten läuft. ZurNot, wenn er gar nicht brennen will, mach die für Dich einfachsteVariante. Den Feuerzement würde ich wenigstens 2 Tage aushärtenlassen, zwischendurch mal anfeuchten und bemi ersten mal nicht sodoll anheizen. Der Luftspalt zwischen Schamottbett und Gussrostmüsste so breit sein, dass noch ein feuerfester Filzstreifenzwischenpasst, als Dehnungsfuge sozusagen. Ich denke mal, etwa 4mmauf jeder Seite passt. Ich hatte immer Mühe, die Gussrosteeinzupassen, ohne die Filzstreifen zusammen zu drücken, so enge wardas immer
    Du kannst aber auchein Rohr als Sekundärluftlanze sozusagen, reinstecken. Es wird wohldie paar Wochen aushalten.
    Bei b) würde ichsofort ein neues Schamottebett bestellen, denn wenn Du den Kesselmit dem huddrigen Schamottbett betreibst, besteht die Gefahr, dassdie Gussroste in Mitleidenschaft gezogen werden und dann nicht mehrin das neue Schamottebett passen."


    Ich hoffe, ich habe Dich nicht zu sehr verwirrt, ich auf alle Fälle frage morgen gleich meinen Schlotfeger, ob es da wirklich Bestimmungen gibt, die eine Stillegung zu 2019 rechtfertigen. Ich will meinen kessel nämlich auch noch so lange wie möglich nutzen, habe mir damals bei der Inbetriebnahme 30 Jahre Nutzungsdauer vorgenommen. Vielleicht schaff ich das doch noch. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf.


    Gruß
    Norbert

  • Hallo @f..m..j,


    wie @Hans schon geschrieben hat, musst du ab 2019 "nur" die Stufe-1 der 1.BImSchV schaffen. Wenn der Kessel das schafft, dann kann der Schorni den Kessel nicht stillegen. Um das besser beurteilen zu können, könntest du mal ein (oder mehrere) Messprotokolle veröffentlichen. :)


    Zum Beispiel in diesem Thread: Tabelle mit euren Messwerten


    Im selben Thread, im ersten Beitrag habe ich übrigens auch versucht zusammenzufassen, zu welchen Terminen, welche Grenzwerte gefordert werden. Dort bitte weit nach unten Blättern bis zum Abschnitt: Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV)


    Viele Grüsse von Karlheinz

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

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