Liebe Holzheizergemeinde, Ihr kennt das ja. Man füttert den Ofen den Winter durch, hegt und pflegt ihn, lässt flüssigen Teer auf die zarten Hände tropfen und dann DAS:
Mein Super 40 hat mich beinahe wie vorhergesehen im fünften Jahr im Stich gelassen. Er meint wohl er hätte etwas Besseres verdient, das undankbare M....stück. Aber was soll das denn bitte schön sein? Mehr geht doch gar nicht. Ich habe alles gegeben, er hat nur mein Holz genommen. Ohne Dank, ohne Anerkennung. Das schmerzt. Jetzt verwandelt er Eiche zu Säure, Teer und Russ. Der schreit förmlich nach der Presse und dem Hochofen. Aber da schleppe ich ihn noch lange nicht hin. Der soll dafür zahlen....
Gut ich war nicht mehr jung, dennoch naiv, vom Turbolator verblendet. Dachte Tür auf, Holz rein, Feuer an, Wärme raus. Zuviel der Erwartung, vielleicht ist er unter dieser Last gebrochen?
Wenn hier einer genauso fühlt und denkt, dann prüfe ob er nach fünf Jahren durch die Fülltüre mit einem Abbruchhammer passt, den Schamott entfernt, den Ofen neu schalt, eine neue Halterung für den Düsenstein setzen will und mal eben so im Keller den Hochtemperaturbeton findet.
Sprich beim meinem Orlan Super 40, der sonst tadellos ist, ist der Schamott an der Feuerdüse gebrochen, diese sitzt nur im Schamott, genau wie die Sekundärluftversorgung der Feuerdüse. Zersetzt sich der sowieso kaum vorhande Schamott an der Feuerdüse, was zwangsläufig passiert, dann tritt die Sekundärluft vor der Düse aus. Und dann ist es aus.
Total aus, also sowas von aus. Auser geht gar nicht. Ich habe lange überlegt ob ich ihn wegschmeiße, aber fünf Winter mit mir sind doch die reine Freude, da sollten noch vier folgen müssen. Wer das aber nicht möchte dem würde ich zur Vorsicht raten.
Drum prüfe wer sich ewig bindet, ob er nicht was bessres findet.
Vielleicht einen Roten oder gelben Ofen, blau ist aber auch schick....
Grüße MatthiasOrlan Super 40 der Ofen für den Hochofen?