Nur Mal so ein Gedankenspiel: der Kessel steht im Erdgeschoss. Die Heizkörper sind hier und eine Etage drüber. Höhenunterschied von der niedrigsten zur höchsten Stelle ca. 3m. Darüber kommt das Dach. Der Dachstuhl ist 9m hoch und oben hab ich noch einen Einbau. Ich käme von ganz unten (Pumpen) bis dort hoch auf locker 10Meter Höhenunterschied. Mein Anlagendruck ist derzeit 1bar. Das funktioniert damit alles super. Könnte ich nicht ein offenes Mag dort oben installieren? Also einen Tank, mit Belüftung der von mir aus einen Warnkontakt hat, wenn er leer sein sollte? Geht sowas? Wär doch schön Low Budget und meiner Meinung nach auch absolut zuverlässig, oder? Jetzt mal abgesehen vom Frostschutz, sondern nur theoretisch.
offenes MAG auf dem Dachboden???
- PINOCHAT
- Thread is Unresolved
There are 20 replies in this Thread which was already clicked 11,032 times. The last Post () by Hannes/ESBG.
-
-
Nur Mal so ein Gedankenspiel: der Kessel steht im Erdgeschoss. Die Heizkörper sind hier und eine Etage drüber. Höhenunterschied von der niedrigsten zur höchsten Stelle ca. 3m. Darüber kommt das Dach. Der Dachstuhl ist 9m hoch und oben hab ich noch einen Einbau. Ich käme von ganz unten (Pumpen) bis dort hoch auf locker 10Meter Höhenunterschied. Mein Anlagendruck ist derzeit 1bar. Das funktioniert damit alles super. Könnte ich nicht ein offenes Mag dort oben installieren? Also einen Tank, mit Belüftung der von mir aus einen Warnkontakt hat, wenn er leer sein sollte? Geht sowas? Wär doch schön Low Budget und meiner Meinung nach auch absolut zuverlässig, oder? Jetzt mal abgesehen vom Frostschutz, sondern nur theoretisch.
Hi uralte Technik, kann man nachlesen.
Nachteil u.a. permanente Sauerstoff- Anreicherung des Heizwassers.
Ich wollte das auch immer machen, meine HBs sind alle dagegen. Ggf auch wegen der Wassermenge unterm Dach...
HtH ShrimpsGesendet von meinem ONEPLUS A3003 mit Tapatalk
-
Also ich denke dass das schon geht...
Wir haben ein offenes System mit 180 l Expansionsgefäss im 1. OG.
das passt bei 1800l Speicher 160l Kessel und dem Wasser im System recht gut...
Bei kaltem System +Speicher ist das Exp.gefäss knapp zur Hälfte gefüllt und wenn Kessel und Speicher auf 85 Grad sind...so ist es bis oben hin voll!
Wir haben nur 9m Höhenunterschied...Das heisst...wenn der Kessel in der Anheizphase mit fast 40 KW brennt und schon heiss ist.... kann es wegen dem geringen Systemdruck zu siedegeräuschen im Kessel kommen!
Brennt er nur mit 15 bis 30 KW... hört man nur selten etwas...
Also... frag deinen Heizi....
Vorteil.... kein grosser "Luftkübel" im Heizungskeller also mehr Platz für Holz und
ein grosses Expansionsgefäss im Treppenhaus ist auch von Vorteil... die 180l heizen wie ein Kachelofen noch stundenlang nach!
Gruess Ruedi -
Hallo,
Das wäre dann ein offenes A-Gefäß wie bei einer Altanlage.
Wie so oft hat BOSY ein paar Informationen dazu:
http://www.bosy-online.de/Ausd…%A4%C3%9Fe%20(VG%20-%20ZG)Die Nachteile dieser Anlagen war ja ein Grund ein geschlossenes System zu bauen.
Nachteil u.A.:
Ständige Sauerstoffeinbindung in das Wasser.
Hohe Wämeverluste durch Ausdampfung.Der Pumpe machen die 10mnnichts aus.
Aber evtl. dein niedriger Druck von 1 bar (10m Wassersäule --> 10 bar)Niedriger Druck mit höherer Temperatur bringt Kavitationsprobleme an der Pumpe
Auch hier wieder Bosy :
http://www.bosy-online.de/Kavitation.htmAlso Fülldruck vom ADG auf mindestens 1,4 bar stellen + 0,2bar = Anfangsdruck.
mfg
HJH -
wegen permanentem O2 Eintrag...
Mein Heizi sieht das nicht so tragisch... bei einer flachen Oberfläche wo nichts quirrlt geht nicht sehr viel O2 ins Wasser über.
Das andere Problem ist das durchrosten des Gefässes.. da geht nämlich der Sauerstoff zum grössten Teil hin.
und da sind 180 l schon eine Menge...
Mir war das Edelstahlteil zu teuer aber wenns dann mal ein neues Expansionsgefäss gibt... dann wird ein ROSTFREIES montiert.... ev schon vor dem WasserschadenIst also ev. auch noch eine Überlegung wert!
Gruess Ruedi
-
Hallo HJH...
Ich kann deine Bedenken verstehen...
Aber bei meiner Anlage.... mit den Pumpenleistungen ( 2bis5 Watt die Heizkreispumpe und 45W die Kesselpumpe die das Wasser in den Kessel drückt) habe ich noch nie Kavitationsprobleme gehabt... und die Pumpen sind nach 17 J noch immer io.
Ausdampfen tut über die 1Zoll Leitung aufs Dach hinaus auch nicht die grosse Menge an Wasser...
Musste noch nie Wasser nachfüllen... ausser nach umbauten an der Anlage.
Gruess Ruedi -
Aber evtl. dein niedriger Druck von 1 bar (10m Wassersäule --> 10 bar)
10 Meter Wassersäule sind etwa 1 Bar. Also, genau genommen sogar ziemlich genau 1 Bar. Probleme mit Geräuschen hatte ich bisher nur, wenn der Systemdruck noch deutlich niedriger lag. (Weil irgendjemand neue Heizkörper angebaut hat, befüllt/entlüftet.... die Puffer gleich mit entlüftet usw...)
40KW bringt mein Kessel nie und nimmer. Der ist auf maximale Brenndauer und minimale Abgasverluste getrimmt. Nur, mein MAG ist eh zu klein, bei einer Erweiterung könnte ich mir entweder ein größeres einbauen, oder eben einen Tank auf den Boden stellen. Wo ich mit dem Ding dann an die Anlage gehe, ist dann die nächste Frage, am liebsten vom oberen Heizkreis, nur dummerweise fällt mir grad auf, das der ja absperrbar ist. Vermutlich keine gute Idee.
Wenn ich den Vorlauf nähme, und den Krempel da oben ein wenig isolierte, sollte sich das mit dem Frostschutz ja auch erledigt haben, oder? Ich werd mal noch ein Bier drüber trinken und ein wenig hin und her überlegen. Das MAG nimmt bisher einen Haufen Platz weg und steht irgendwie immer im Weg. Wenn ich an das Theater mit kaputter Membran und Rost und dem ganzen Schnickenfittich denke, hab ich immer weniger Lust auf das Teil. Das Wasser wird in einem prinzipiell geschlossenen Tank ja nun auch nicht so furchtbar verdunsten und den Sauerstoffeintrag, da müsste man wirklich mal schauen, wie das mit dem Diffusionsverhalten ist. Fehlt mit grad das Fachwissen dazu. Man bewegt im Prinzip 10% des Prozesswassers ganz langsam von a: ohne Sauerstoff nach b: mit Sauerstoff. Welchen Enfluss das dann hat, zumal die 10% ja das absolute Maximum sind, in real sind es warscheinlich eher 3-5%, vermag ich nicht einzuschätzen. Doof wärs schon, wenn das nicht funktioniert und der Kessel und die Puffer dadurch anfangen zu rosten wie blöde. -
Hallo,
Wie wäre es denn, wenn man den Behälter einfach neben einen weiteren Behälter stellt? Von dem mit Wasser gefüllten Behälter geht ein dünnes Röhrchen nach unten in den zweiten Behälter, welcher mit Argon gefüllt ist. Argon ist schwerer als Luft und verhindert so effektiv den Sauerstoffeintrag ins Wasser. Argon wird unter anderem als Schutzgas beim Schweißen genommen. Ist auch relativ preiswert.
Jan -
Witzig, sowas hab ich mir auch gedacht. Nur praxisnah ist das nicht, das ich einmal im Jahr die Flasche vom WIG Automaten abstöpsle und auf den Boden schleppe.
-
Moin Moin!
Meiner Meinung nach handelt es sich bei den offenen Systemen hauptsächlich um theoretische Probleme.
Praktisch kommen diese Probleme seltenst zur Geltung.Mein Kollege beheizt sein Einfamilienhaus seit den 1970er Jahren mit ein und dem selben Forster Etagenkessel.
Offenes System, mit Zirkulationspumpe, ohne Pufferspeicher.
Es ist normales Leitungswasser aufgefüllt worden und es gibt bis dato keine Durchrostungen, obwohl die Hydraulik nur in Stahlrohr 15x1 mit Schneidringverbindungen verlegt worden ist.
Das war damals so ein Selbstbausatz (mit verschiedenen erprobten Schaltungsvorschlägen) für Heimwerker.Wegen dem Sauerstoffeintrag haben manche Betreiber einen Schluck Öl in das offene Ausdehnungsgefäß (ADG) geschüttet.
Das schwimmt dann immer oben und soll den direkten Kontakt zwischen Luft und Heizungswasser verhindern.
Ob es wirklich was bringt, weiß ich nicht.
Es geht jedenfalls auch ohne Öl über viele Jahrzehnte.Um ein Einfrieren zu verhindern, war es auch üblich, eine Bypassleitung (vom Heizungsvorlauf) mit Handventil auf das ADG zu führen.
Mit dem Ventil reguliert man die Warmwassermenge auf ein Minimum ein.
Besteht wetterbedingt keine Frostgefahr, wird das Ventil komplett geschlossen.Erstaunlicherweise gibt es diese Etagenkessel noch heute für kleines Geld zu kaufen.
Made in Germoney, erfüllt die BImSchV Stufe 2, ist befreit von der Pufferspeicherpflicht, geeignet für geschlossenes und offenes System....
Außerdem kann man nach wie vor die Hydraulik über die 15x1er Rohre und Schneidringverschraubungen billigst selber machen.
Wirtschaftlicher wird es kaum gehen.
Aber warum machen es nur so wenige?
Vielleicht weil es viele nicht wissen und weil es ein Braunkohlekessel ist.MfG Hans
-
Mahlzeit,
haben diese Gefäße nicht auch nur so ein gebogenes Rohr zur Außenluft? Damit dürfte die Verdunstung doch äußerst gering sein.
Aber wie groß muss es dann sein, um die Schwankungen bei einer HV-Heizung auszugleichen?
Ich hörte mal 10% Menge sei die Differenzmenge, oder?
Aber das kann ja nur über den Daumen gepeilt sein, denn es hängt doch auch von Gesamtwassermenge und maximaler Temperaturdifferenz ab.
ABER an so ein offenes Gefäß unterm Dach dachte ich auch schon, dann hätte ich Platz um einen größeren Puffer einzubauen und mehr Holz im Keller zu lagern.
Man könnte in das Gefäß einen Schwimmer hängen, der einen vor einem leeren Gefäß warnt oder gleich einen Schwimmer aus der Toilettenspülung einbauen, der am Pegel des geringsten Wasserstandes hängt.
Nur als Ideengerüst.Gruß
Jörg -
Du brauchst keinen Schwimmer zu montieren...
- hast du im Heizraum eine Druckanzeige in Metern Wassersäule oder halt in Bar, daran kannst du bei einem Druckabfall sofort merken,dass das Expansionsgefäss leer ist.... meines ist mehr als 1,2m hoch und das ergibt nun schonmal eine Wassersäule wenn alles voll von 1,2 m mehr... irgendwann kennst du deine Anlage und weisst welchen Druck du bei welchem Ladezustand der Speicher hast!
- Da verdunstet nicht die Bohne was... oder eifach gesagt, das kannst du vernachlässigen,.... liegt vielleicht im Rahmen von 1-2 l pro Jahr, wenn das Gefäss meisst kalt bleibt, dann wirds noch weniger sein!
- Wir mussten auch bei meinen Eltern nie auffüllen wegen Verdunstung, immer nur, wenn etwas an der Anlage gebaut wurde! Bei ihnen werkelt eine Schmid Pess Pelletsanlage auch am offenen System.... das ganze Heizungssystwm ist nunmehr 75 jährig, ohne Probleme, nur eben, das Expansionsgefäss, wenn nicht in Edelstahl, wirst du so alle 20 Jahre wechseln müssen, wegen Durchrostung!
Zur Grösse, die so ein Gefäss haben muss, können dir die Profis hier sicher Antwort geben, mit 10% der Wassermenge liegst du sicher gut...
Bei mir sind es % der Speichergrösse... also ohne den Kessel und Systeminhalt... und das funzt ganz gut so... eben zwischen alles kalt und alles auf 85 Grad ergibt sich so eine Schwankung von dem halben Gefäss, das wären dann ja 90 l.... was man sicher nachrechnen kann!
Vielleicht rechnet es uns HJH mal vor, ich muss leider Arbeiten und hab auf die Schnelle keine passende Formel zur Hand!
Gruess Ruedi -
Ach, naja, so ungefähr reicht ja auch. Es geht hier nicht um einen halben Millimeter.
-
Ich denke, ich werde mal mit unserem Klempner reden und wenn der nichts dagegen hat, werd ich das so bauen. Scheint mir mehr Vor als Nachteile zu haben.
-
Hallo,
Hast du 1000 Liter Wasser von 10 Grad auf 90 Grad erhitzt, dehnt es sich um etwa ~ 36 Liter aus. Ein geschlossenes MAG braucht ja immer die doppelte Größe, da ja auch noch die Luft Platz braucht. Das offene Behältnis braucht also nur ca. 40 Liter pro 1000 Liter.
Jan
-
Die tatsächlich benötigte Größe wird keine Rolle spielen.
Ich werde einen ausrangierten 1000Liter Öltank unserer Nachbarn nehmen. Wenn die Anlage komplett befüllt wird, dann halt soweit, das dort oben etwas drin ist. Dann hab ich auf jeden Fall sehr viel Reserve. Vorher werden wir uns mal das Tragwerk dort oben anschauen, da kommt ja im schlimmsten Fall doch ein bissl Last zusammen, und wenn das alles soweit geklärt ist und der Umbau ist Ende des JAhres fertig, werde ich berichten. Vielen Dank schonmal -
Hallo
nimm den Öltank schneid in auf (halbieren) und bau draus 'ne Auffangwanne mit "Wassereinbruchmelder".
In den hängst Du ein druckloses AG. Wenn es wirklich mal durchrostet passiert nix.Edelstahlgefäß hat den Nachteil, dann rostet was anderes durch. Und das kann dann erheblich unangenehmer sein.
Also lieber ein gesichertes Opferteil als unkalkulierbare Rostschäden.
just my 2 Centciao Peter
-
Mein Kollege beheizt sein Einfamilienhaus seit den 1970er Jahren mit ein und dem selben Forster Etagenkessel.
Offenes System, mit Zirkulationspumpe, ohne Pufferspeicher.
Es ist normales Leitungswasser aufgefüllt worden und es gibt bis dato keine Durchrostungen,Genau dies habe ich auch bis nach der Wende in unserem Haus gehabt. Einen Forster und danach weil er durch die vielen Schweißnähte nicht mehr wollte hatte ich einen GK 21. Oben unter dem Dach ein Ausdehnungsgefäß mit Überlauf bis in den Keller. Es war ein Wasserboiler Zulauf unten und ganz oben war Rohranschluß Überlauf. Dadurch war die Gefahr Rost etc. nicht gegeben. Das ganze hatte den Vorlauf wir hatten im Winter oft Stromausfall. Meine Heizung lief weiter ohne Pumpe nur Naturumlauf.
-
Offener Ausgleichsbehälter?
Bei alten, mächtig überdimensionierten kein Problem...
Wenn die Wassermengen vor allem in Verbindung mit Fußbodenheizung allerdings eh schon auf Kante genäht sind, wünsch ich mal viel Spaß bei der Komplettsanierung des Objektes- so in 10-15 Jahren...Aber vielleicht täusch ich mich ja und die zugewachsenen Leitungen im Estrich, oder die praktisch nicht mehr vorhandenen FBH-Verteiler (weil weggegammelt) sind nicht wegen der offenen Anlage entstanden...
Konkret 2 Anlagen, die in Eigenregie umgebaut wurden, die zuvor genannte Mängel aufwiesen, weil das alte offene Gefäß am Dachboden geblieben ist...
Die neu gebauten FBH's (Rest ist geblieben, weil "geht ja noch, die Professionisten, die davon abgeraten haben wollen ja alle nur abzocken") waren binnen 10 Jahren Schrott...Wenn ichs noch finde, stell ich beizeiten mal Fotos der Anlagen rein...
Gesendet von meinem SM-A510F mit Tapatalk
-
Quote from juergen
Oben unter dem Dach ein Ausdehnungsgefäß mit Überlauf bis in den Keller. Es war ein Wasserboiler Zulauf unten und ganz oben war Rohranschluß Überlauf. Dadurch war die Gefahr Rost etc. nicht gegeben. Das ganze hatte den Vorlauf wir hatten im Winter oft Stromausfall. Meine Heizung lief weiter ohne Pumpe nur Naturumlauf.
Klingt interessant.
Aber ich verstehe nicht ganz, wie Du Ausdehnungsgefäß, Boiler und Kessel hydraulisch verschaltet hast, sodass auch ein Schwerkraftumlauf stattfinden kann.
Eine Skizze dazu wäre sehr schön
Participate now!
Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!