Planung einer neuen Heizungsanlage - Pellet Ofen in Kombination mit einem wassergeführten Kamin und Solarthermie im Altbau - heizer26

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  • Hallo liebe Mitglieder,


    ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:


    Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?


    Nachspeicheröfen aus den 70ern


    Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?


    220


    Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?


    Raum Niedersachsen Flachland, nicht am Meer.


    Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?


    Eher schlecht, das Haus ist Baujahr 1900 (Fachwerkhaus), welches in den nächsten Jahren durch Ausbauten der Stallungen erweitert wurde. Die Untere Etage ist komplett ausgemauert worden, sodass sich unten nur noch Fachwerk in den Innenwänden befinden kann. Zusätzlich sind Erdgeschossdecke und Obergeschossdecke durch Lehm/ Stroh "gedämmt". Das komplette Haus wurde zusätzlich verklinkert. Türen sind relativ modern und auch dicht, Fenster sind alle 2-fach verglast, teilweise Kunstoff oder aus Holz. Keller gibt es nicht, Platz für eine große Heizungsanlage ist aber vorhanden.


    Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?


    Leider nicht bekannt.


    Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
    Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
    Solar geplant?


    Mein Plan wäre folgender:


    Grundversorgung durch einen Palletofen mit Speicher. Zusätzlich soll im Sommer die Warmwasserbereitung durch eine Solarthermieanlage gewährleistet werden. Außerdem würde ich gern einen kleinen Kamin (<15kW) im Wohnzimmer aufbauen, welcher zusätzlich wassergeführt ist, um den Palletofen im Winter zu entlasten. Natürlich möchte ich hierbei soviel BAFA-Förderung mitnehmen, wie es nur geht.


    Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?


    Durch den wassergeführten Kaminholzofen könnte ich mir vorstellen mit einem 15kW Palletofen auszukommen.


    Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?


    Hier bin ich noch unentschlossen. Allerdings möchte ich die komplette Anlage durch alle Energieerzeuger versorgen können. Ob dies nun durch einen Speicher mit integrierter WW-Station geschieht oder anderweitig, dafür bin ich offen.


    Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?


    Platz wäre für alle Größen gegeben!


    Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?


    Ja!


    Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?


    Bisher nicht, da mir das Haus noch nicht gehört und ich somit keine Begehung mit einem Schornsteinfeger machen konnte .


    Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?


    Jein, ich habe ein Angebot mit einer Gastherme bekommen, allerdings habe ich mich eher für Pallets entschieden, da bisher kein Gasanschluss vorhanden ist.


    Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
    auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
    Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


    Flächen sind da, allerdings noch kein Holz, ich rechne damit die ersten Jahre Holz kaufen zu müssen.


    Weitere Informationen:


    Hallo Holzheizer-Gemeinde!


    Ich hoffe ihr könnt aus den Facts oben schon mein vorhaben erkennen. Ansonsten hier nochmal in Kürze:


    Ales Haus ohne wirkliche Dämmung.
    Grundlast möchte ich mit einer Palletheizung decken, da kein Gasanschluss vorhanden ist. Pallets daher, das ich sicherstellen wir, dass das Haus im Winter in der Urlaubszeit nicht auskühlt (Vergleich Holzvergaser -> nachlegen von Holz)
    Zusätzlich möchte ich eine Solarthermieanlage auf der Dachfläche montieren, hier denke ich an eine Größe um den vollen BAFA-Förderbetrag zu bekommen (7qm). Zusätzlich möchte ich bei Bedarf und Stimmung einen wasserführenden Kamin benutzen, auch um den Rest des Hauses ein wenig beheizen zu können.


    Ich bin allerdings nicht sicher, welchen Anlagentyp der Palletheizung wählen soll. Mir wäre schon ein wenig Komfort wichtig. Atmos wäre meine erste Wahl gewesen, allerdings fehlt mit der Heizungsbauer mit passendem Know-How sowie ist die Technik schon sehr simpel und beugt hinsichtlich des Reinigungsaufwands einige zeitliche Probleme. Was haltet ihr von einer Fröling P4 Anlage?


    Vielen Dank für eure Hilfe!


    Vielen Dank

  • Zum Thema Wassergeführter Ofen...
    Hast du schon mal mit dem Gedanken gespielt einen Solchen als Küchenherd zu installieren?
    Guck mal im Netz und hole dir Ideen von günstig bis luxuriös ist alles dabei!
    ZB:
    Greithwald, Lohberger, Pertinger, Wamsler oder auch la Nordica, um nur einige zu nennen, aber lass die Finger vor Ostblockschrott, meine Eltern haben ein solches dünnwandiges Blchgeschwür!
    ( Kostet nicht viel und taugt ebensoviel)!
    Guck dazu auch in Youtube, da gibt s mehrere Filmli dazu!
    Und bedenke,
    Küchenherde sind komplette Wärmeerzeuger für ganze Häuser, mit dementsprechend Leistung, nicht zu vergleichen mit irgend einem Wohnzimmerofen mit Wärmetauscherli
    Ausgenommen davon sind allenfalls der
    Walltherm und seine Nachahmerprodukte!
    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Danke für deine Antwort, allerdings ist dies aus unserer jetzigen Lebenssicht unnötig. Kochen tun wir kaum (lässt die Zeit nicht zu). Deshalb eher den "automatisierten" Heizbetrieb mit der Chance eine nschönen Kaminofen zu nutzen.

  • Moin und willkommen im Forum,


    ganz ähnliche Konzepte wurden vor kurzem erst durchgesprochen, schau mal hier und hier.
    Ich werde genau das Grundkonzept was von dir angedacht ist umsetzen. Aber in einem sehr gut gedämmten Haus und mit entsprechenden "Schwierigkeiten" (überhitzung im Ofenbetrieb), siehe mein Thread.


    Zum Pelletkessel: Wird dir hier meistens zu einem namhaften Kesselhersteller im höherpreisigem Segment geraten, was bei genauer Betrachtung auch nachvollziehbar ist.
    Wenn du ein wenig googlest, wirst du schon über die großen Namen stolpern.
    In meiner engeren Auswahl steht der Guntamatik Therm(in deinem Fall eher der Biostar) und der Viessmann Vitoligno 300-C.
    Letzterer mit sehr sehr gutem Wirkungsgrad und sehr guten Schadstoffwerten. Dafür hat Guntamatik deutlich länger/mehr Erfahrung im Biomassebereich und die Haltbarkeit und Ersatzteilversorgung "könnte" besser als bei Viessmann sein.
    Mit einem Markenkessel im Budgetbreich zwischen 7-12 Taused € machst du bei keinem Hersteller was falsch.



    Beste Grüße,
    Asmus

  • Vielen Dank auch für deine Ausführung. Das eine Thema hatte ich schon mitverfolgt. Eigentlich bin ich an einem Fröling P4 hängen geblieben, vielleicht sogar mit Brennwert, da ich diese Heizung eh mit einem komplett neuen Schronstein versorgen muss. Der andere wird zukünftig von dem Kamin benutzt. Ich muss noch eine Berechnung der Heizlast durchführen bzw. durchführen lassen, ich bin mir nicht sicher, wieviel ich im Haus wirklich brauchen werde. Gibt es noch Alternativen die gerade mit hinsicht auf den wasserführenden Kamin und die Solarthermie Sinn machen? Auch zwecks Steuerung des gesamten Systems.


    Mit freundlichen Früßen


    heizer26

  • Wenn du bei einem namhaften Hersteller kaufst, hast du alle Regelungen inklisive, das heisst die Regelung des Kessels macht alles!
    Da brauchst du auch nix basteln, keine Siemenslogos oder UVR s zu installieren etc.
    Lass mal mehrere HB s anmarschieren und dir Offerten ausarbeiten, einige machen dir auch eine Heizlastberechnung, oder sie verweisen auf jemanden der das machen würde.
    Sobald du die Heizlast deines Hauses kennst, können die HB s dir dann genaue Offerten berechnen und die Kesselleistung genau kalkulieren.
    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Aich hierfür vielen Dank!


    Ich hoffe ich kann bereits Anganf März das Thema ausgiebig IM Haus betrachten. Mit den Vorschlägen der HBs würde ich dann hier meine Fragen platzieren.


    Schönes Wochenende!

  • Also Brennwert ist bei deinen voraussichtlichen Rücklauftemperaturen nicht wirklich sinnvoll. Da müssten die Heizkörper ja schon mächtig groß sein. Um die Förderung abzugreifen reicht bei einem Pelletkessel auch der Partikelabscheider. Wäre deutlich günstiger. Wie Ruedi schon anmerkte sind bei den großen Herstellern meist alle Regelungen inkl.. Meist auch die Solarsteuerung.
    Ob der Kamin nun Wassergeführt sein soll würde ich auch davon abhängig machen wie die Räume gschnitten sind bzw. wie viel Fläche mit einem normalen Kamin beheizen kann.
    Ohne den Wassergeführten kannst du den Pufferspeicher recht klein wählen (so groß, dass es zur Solaranlage passt).
    Ansonsten könnte es passieren, das du den Kamin anfeuern willst, der Pelletkessel den Puffer aber schon gefüllt hat.

  • Ich werde vermutlich nur im Badezimmer Fußbodenheizung verbauen können, hier denke ich an eine Versorgung durch den Handtuchhalter durch den Rücklauf. Der Rest des Hauses bekommt bauartbedingt normale Heizkörper.


    Der Raum in dem der Kamin stehen soll, ist ca. 35-45 qm groß. Da das Haus aber schon recht verwinkelt ist, habe ich gehofft, mit dem Kamin auch die weiteren, entfernteren Räume heizen zu können. Ich denke durch geschickte Programmierung könnte die Steuerung des Palletkessels die bevorzugten Anfeuerungszeiten des Kamins zu berücksichtigen.

  • Die Überlegung ist grundsätzlich richtig, dass der Ofen mit Regelung usw. eingebunden werden kann. Du hattes aber geschrieben, dass du Holz zukaufen müsstest. Ich seher daher keinen wirklichen Vorteil darin die anderen Räume ab und an mit Holz mitzubeheizen.
    Wenn du natürlich gerne das Fichtenmoppet benutzen möchtest und du deine sportliche Betätigung im Holzhacken siehst, wäre dies ein Argument. Wobei dies auch mit einem Luftgeführten Kamin geht.

  • Ich sehe den Kamin nicht als preisgünstige Variante zum Heizen, eher für das Wohlbefinden. In Zukunft möchte ich natürlich selbst Holz machen. Um nicht die gesamte Abgas Energie des Kamin zu verschwenden und um zusätzlich den Speicher zu laden um Pallets zu sparen finde ich die wassergeführte sehr gut.

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