Hallo Festbrennstoffheizer!
Moderne HV haben schon alle eine eingebaute Sicherheitskühlschleife welche mit Thermischen Ablaufsicherung meist das Schlimmste verhindert, aber viele ältere Mitstreiter haben irgendwann zum alten Kokskessel einen Öli oder Gaskessel (auch Brennwertkessel) hinzugebaut und den alten Kessel als "eiserne Reserve" stehengelassen bzw mit eigener Pumpe und RS-Ventil ins System eingebunden.
Wenn nun der alte Herr wieder einmal angefeuert wird und die Pumpe festgeklebt ist, oder zufällig ein Stromausfall passiert dann wirds schon mal eng im Heizkeller!
Auf Grund mehrer solcher Vorfälle im Bekanntenkreis hab ich eine einfache und sehr betriebssichere Lösung entwickelt, diese besteht aus einem großen (Schwerkraftgeeigneten) HK-Ventil mit mindestens 3/4" besser noch 1" welches mit einem einfachen elektrothermischen Stellantrieb gekoppelt ist.
Dieser thermische Stellantrieb muß aber unbedingt eine "NO (normally open)" Ausführung sein, also Ohne Spannung ist damit das Ventil offen.
Dieses Ventil wird paralell zur bestehenden Kesselpumpe und RS-Ventil eingebaut und hängt spannungsmäßig am Heizungshauptschalter und einem Sicherheitsthermostat im Kesselvorlauf, wenn nun ein Spannungsausfall ist oder der Sicherheitsthermostat auslöst (weil Pumpe steckt) dann wird der Antrieb spannungslos und öffnet das Ventil innerhalb von etwa 2 bis 3 min vollständig.
Somit kann bei einer Radiatorenheizung die Schwerkraftzirkulation in Gang kommen und der Kessel wird seine Wärme los.
Das ganze kostet (ohne Einbaukosten) etwa 40 bis 50,-€ und ist absolut Deppensicher, der einzige Nachteil ist ein (sehr geringer) ständiger Stromverbrauch von etwa 2 Watt was übers Jahr etwa 15 € sind!