Planung einer neuen Heizungsanlage - Viadrus Kessel - Goldei

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  • Hallo liebe Mitglieder,


    ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:


    Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?


    Noch in Planung Neubau


    Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?


    155


    Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?


    Flachland


    Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?


    Sehr gut


    Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?


    Neubau


    Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
    Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
    Solar geplant?


    Grundversorgung mit Luftwärmepumpe
    Ab 3 Grad Feststoffkessel


    Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?


    Viadrus U32 oder U68


    Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?


    Externer Wärmetauscher


    Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?


    1000 ltr.Puffer


    Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?


    ja


    Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?


    ja


    Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?


    Ich baue selbst


    Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
    auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
    Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


    Wird geliefert


    Weitere Informationen:


    Der Viadrus Kessel U32 erfüllt mit Kohle die BlmSch V2.
    Der Viadrus Kessel U68 soll mit Holz die Abgaswerte einhalten.
    Ist erst in 2019 lieferbar.
    Hat jemand schon Erfahrung mit dem Viadrus U32 ?


    Vielen Dank

  • Hallo Günther,
    willkomen in unserem Forum.
    Du willst > Du möchtest > Du hast
    uns Daten eingestellt d.h. es soll ein Haus gebaut werden. Du hast punkto Heizung ganz konkrete Planungen angedacht. Wir raten ja jedem der mit solchen Vorstellungen kommt, immer eine "Notheizung" für alle Fälle.. Du bist mit 3 Wärmequellen wohl auf der sicheren Seite.
    Ich habe mir eben mal grob die Daten vom U 32 angesehen. Wie sie schreiben nur mit BB zu heizen.
    Mal sehen ob einer hier sich dazu meldet.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Moin Moin!


    Hier ist das Thema Viadrus bzw. IBC schon einmal diskutiert worden:
    Besuchsbericht: Vorführung IBC-Heizkessel


    IBC vertreibt die Viadrus-Kessel unter eigenen Namen/Bezeichnungen.
    Der U32 heißt dort GK-21B öko.
    https://www.ibc-heiztechnik.de/produkte/kohleheizung-gk-21b


    Der Kessel ist ein Festbrennstoffkessel aus Gussgliedern mit keramischer Sekundärbrennkammer und seitlichem Abbrand.
    Er ist zwar für den Betrieb mit Scheitholz zugelassen, jedoch konstruiert als Kohlekessel (Stein- u. Braunkohle).
    Für den Holzbetrieb ist der Füllraum viel zu klein - man muss ständig nachlegen.


    Das Dingens hat einige Vor- u. Nachteile:


    Vorteile:

    • Extrem robuster und langlebiger Kesselkörper
    • Schwerkraftgeeinget
    • Geeignet für offene/drucklose Systeme
    • Keinerlei Elektronik
    • Rücklaufanhebung nicht unbedingt erforderlich (aber empfohlen)
    • Günstiger Preis
    • Gliederbauweise (erleichterter Transport, Kessel kann verlängert werden)

    Nachteile:

    • Betrieb mit Scheitholz nicht wirtschaftlich/komfortabel
    • Wirkungsgrad auf Grund der fehlenden Elektronik (Lambdasonde, Klappen, Ventilatoren...) schlechter als bei anderen Kesseln
    • Sekundärbrennkammer ist ein Verschleißteil (wie bei fast allen modernen Kesseln)
      Wobei der Kessel auch ohne die Brennkammer funktioniert und keinen Schaden nimmt - nur die Abgaswerte passen dann nicht mehr.
    • Ggf. Geruchsbelästigung der Nachbarschaft, wenn mit Braunkohle geheizt wird (typischer Schwefelgeruch)

    Wenn Du also wirklich mit Kohle heizen möchtest und was einfaches suchst, wäre dieser Kessel meiner Meinung nach die richtige Wahl.
    Um Kohle mit hohem Wirkungsgrad zu verbrennen, gibt es lambdageregelte Kohlevergaser von den gleichen Herstellern.
    Soll Holz als Brennstoff genutzt werden, dann ist dieser Kessel ungeeignet und es sollte ein Holzvergaser gewählt werden.


    Da Du ja neu baust, wird das Haus einen sehr niedrigen Energiebedarf haben.
    Von daher werden die "nur" 1000L Puffer ausreichen.


    Zu beachten ist noch die Berechnung des Primärenergiebedarfs im Neubau (Referenzhausverfahren).
    Hierbei kann sich der Einsatz eines Kohlekessels negativ auswirken,
    weil dann ein hoher Primärenergiefaktor angesetzt wird und Du die Gebäudehülle noch mehr dämmen musst (zusätzliche Kosten).
    Bei einem Scheitholz- oder Pelletkessel hättest Du diesen Effekt nicht, weil für diese Kessel geringe Primärenergiefaktoren angesetzt werden.
    Möglicherweise kann man diese ganze Problematik auch umgehen, indem man das Haus erstmal nur mit Wärmepumpenheizung projektiert und den Kohlekessel erst nach Fertigstellung des Gebäudes "nachrüstet".


    MfG Hans

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