Verständnisfrage zu Kesselleistung bei Pellet/Scheitholz

There are 4 replies in this Thread which was already clicked 3,287 times. The last Post () by robertozittau.

  • Nehmen wir mal an, dass man einen 30 KW Pelletbrenner hat, der "normal" gelaufen ist und nun die Wahl hat, diesen mit einem 26er bzw. 35er zu ersetzen.


    Was passiert in der Realität?
    Läuft der 26er nun öfters auf mehr "Dampf" oder läuft er länger? Schadet das dem Kessel?
    Läuft der 35er nun so dahin, wird nicht "gefordert" und "verkümmert"? Schadet das dem Kessel?


    Ich weiß nicht, ob ich mich richtig ausgedrückt habe - im Endeffekt geht es darum, was für einen Pellet-Kessel besser ist: öfter mal Volllast oder öfter mal "unterfordert" zu sein.


    Wenn ich richtig liege, ist es bei Scheitholz ja so, dass hier ganz klar wegen der besseren Verbrennung Volllast das richtigere ist, oder?
    Hier wird sich also dann eine zu große Kesselwahl eher bemerkbar machen, der Kessel springt in den Teillastbetrieb und dümpelt dann vor sich hin, keine gute Verbrennung, Russ etc. etc.


    Korrekt oder Denkfehler?

  • Hallo,


    Die ausgewählte Kesselleistung sollte bei einem Pelletsbrenner in der Nähe der Heizlast liegen, auf alle Fälle natürlich drüber.


    Fährst du in einen Zwischenspeicher dann füllst du jedes mal den Speicher mit der, wenn von der Regelung so vorgesehen, optimalen Leistung ohne ständig rauf und runter zu regeln.
    Das ständige Anpassen der Brennerleistung an den Wärmebedarf reduziert den Wirkungsgrad.
    Kommen dazu noch Ein.-und Ausschaltungen können dazu noch Spülverluste kommen.


    Hast du keinen Zwischenspeicher bist du ständig am Regeln und auch, wenn der Wärmebedarf kleiner wird am Ein.-und Ausschalten.
    Je weiter der Brenner über der Heizlast liegt je öfter wird das geschehen.
    Ein Fahren ohne Zwischenspeicher oder höherer Leistung wie die Heizlast wird immer vom Wirkungsgrad her schlechter sein.



    Läuft der 26er nun öfters auf mehr "Dampf" oder läuft er länger? Schadet das dem Kessel?
    Läuft der 35er nun so dahin, wird nicht "gefordert" und "verkümmert"? Schadet das dem Kessel?

    Geht eigentlich aus obeiger Beschreibung hervor.
    Die Leistung des Brenners sollte über, aber in der Nähe der Heizlast liegen.



    Wenn ich richtig liege, ist es bei Scheitholz ja so, dass hier ganz klar wegen der besseren Verbrennung Volllast das richtigere ist, oder?

    Beim Holzvergaser nenne ich das mal die optimale Leistung, diese wird nicht die volle Leistung sein.
    Es gilt mit niedriger RG-Temperatur aber mit Brenntemperaturen >700...800°C bei niedrigstem CO zu fahren.
    Das ist in der Regel nicht Volllast!


    Hier wird sich also dann eine zu große Kesselwahl eher bemerkbar machen, der Kessel springt in den Teillastbetrieb und dümpelt dann vor sich hin, keine gute Verbrennung, Russ etc. etc.

    Nein, nicht die große Kesselwahl, sondern die richtige Anpassung des Speichers an die Kesselleistung ist wichtig.
    Bei einem relativ großen Speicher wirst du auch schon mal mehr wie 24h aus dem Speicher deine Wärme beziehen können ohne das du den HV anwerfen musst.
    Du solltest dann aber den Speicher wesentlich besser dämmen.
    In 24h wirst du mehr als 3...4°K verlieren! Deine Standverluste werden größer!


    Der Speicher sollte immer so groß sein das dieses dahindümpeln, wie du schreibst, vermieden wird.
    In Kleinlast fährt ein HV mit der Leistung auch die Brenntemperatur runter, dabei kannst du in den Bereich kommen wo "Unverbranntes" über den Schornstein weg geht.


    mfg
    HJH

  • Hallo


    Aber hier sollte man von einem manuellen und einen automatischen heizkessel unterscheiden.


    Holzkessel produziert mit einem Schlag unkontrollierte Wärme,die dann wieder vom Heizsystem und dem Pufferspeicher aufgenommen werden muss.


    Der Pellet Brenner kann das kontrollierter und das nach Bedarf.


    Kaum ein Eigenheim benötigt 30kw mit einem Schlag,der Pellet Brenner sollte das in gewissen Bereich per Modulation ausgleichen können.


    Mein 25kw ekogroszek Brenner läuft zurzeit bei ca 9kw.(600l hydraulische Weiche)
    Was er aber auch immer wieder und ständig anpasst. (1,2kw-45kw)
    Das bei über 250m2 absolut ungedämmten Bruchstein Mauerwerk + beheizten Keller.


    Das hat auch nichts mit rumdümpeln oder takten zutun,denn das macht er nicht.


    Die maximal Leistung ist doch immer für den Ernstfall,was aber nur ein paar Wochen im Jahr der Fall ist (danke "Klimawandel").
    Den Rest liegt die Leistungsanforderung viel niedriger.


    Den nächsten Kessel würde ich noch kleiner wählen,dann ist der Kessel-Einkauf und die Installation günstiger.


    Lg

  • da wäre ich vorsichtig.
    Denk mal an die Winter 2008/2009 und 2009/2010.

    • Da hatten wir hier (mittig zwischen Frankfurt O und Cottbus) etliche Tage um -12/-16 am Tage u bis - 28 Nachts. War traumhaftes Saunawetter, aber für eine zu schwach dimensionierte Heizung unglücklich. Schließe mich HJH an.
  • Hallo


    Dann musst du auch nur 1oder 2mal mehr nachlegen gehen oder der automatische Kessel fördert dann halt mehr.


    Wir hatten hier auch schon um die -28 + Wind. (Oberlausitz,Diesel im Tank geflockt)


    Die großen kW zahlen bei den Holzvergaser kommen doch nur aus den Komfor gründen zustande.
    Großer füllraum,um am liebsten nur einmal anheizen zu müssen.
    Damit wird der Kessel größer und auch das Puffervolumen + Installationskosten.


    Die Nachbarn mit Kachelofen haben bei den -28 Grad auch nicht gefroren aber dafür mehr heizen müssen.



    Lg





    da wäre ich vorsichtig.

    Denk mal an die Winter 2008/2009 und 2009/2010.

    • Da hatten wir hier (mittig zwischen Frankfurt O und Cottbus) etliche Tage um -12/-16 am Tage u bis - 28 Nachts. War traumhaftes Saunawetter, aber für eine zu schwach dimensionierte Heizung unglücklich. Schließe mich HJH an.

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