Hallo liebe Mitglieder,
ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:
Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?
Gastherme
Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?
140
Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?
Flachland
Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?
Meines Erachtens sehr gut
Mauerwerk:
Zweischaliges Ziegelmauerwerk aussen
Luftschicht (ca 7 cm) mitte
Einschalige Lehmmauerwerk innen
Fenster: alle neu dreifach verglast
Dach:
Eindeckung neu
18cm Isover 032 Zwischensparrendämmung
1,8cm Holzweichfaserplatte Gutex Innenverkleidung
ca. 1cm Lehmputz
Doppelhaushälfte wobei ca 30qm Anbau (ca 26m Aussenwand) nur 30er Vollziegelwand (Dacheindeckung siehe Haus)
Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?
unbekannt
Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
Solar geplant?
Gastherme mit Stückholzheizung gekoppelt
Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?
Wassergeführter Küchenherd mit Nachheizfläche im Wohnzimmer
Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?
Bevorzugt durch wassergeführten Küchenherd, alternativ mit Gastherme
Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?
Nein, noch keine Gedanken diesbezüglich gemacht.
Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?
4m x 4m Keller in welchem die Gastherme installiert ist.
Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?
Ja, keine Probleme.
Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?
Noch kein Angebot aber bereits viel besprochen.
Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)
Das sollte kein Problem sein.
Weitere Informationen:
Hallo Forenmitglieder,
ich bin leiser Mitleser und plane für die Sanierung eines alten Hauses die Installation einer Holzheizung. Hier schweben mir viele Varianten vor und irgendwie komme ich nicht so richtig weiter.
Ich denke, dass hier im Forum eine Menge von Erfahrung und Kompetenz vorhanden ist und hoffe, dass ihr mir bei meiner Entscheidungshilfe helfen könnt.
Zuerst mal die Fakten:
Doppelhaushälfte (BJ 1890) mit ca 110qm (EG 70/OG 40) + Anbau mit ca 30 qm Wohnraum. Kleiner Keller mit ca. 16 qm.
Durchschnittliche Wohnraumhöhe ca. 2,70m.
Massiv gemauerte Doppelschale Aussen, dann ca. 7 cm Luftschicht und Innen einschalige Lehmwand.
neue 3-fach verglaste Fenster, Dach neu mit 18er Dämmung Isover 032.
Eine Gasleitung liegt in der Straße vor der Tür und eine Leitung wurde bereits in den Keller verlegt.
Es wird also auf jeden Fall eine Gastherme als Heizanlage installiert.
Ich bin Sohn eines Försters und komme recht günstig an Holz. Ich kenne seit meiner Kindheit das Heizen mit Holz und möchte darauf nicht verzichten. Weiterhin würde ich gerne versuchen so viel wie möglich mit Holz zu heizen, sodass ich die Gastherme nur für den harten Winter oder für die Zeit in der wir nicht da sind benutzen muss. Aber nur, wenn das mit meinen Vorstellungen möglich ist.
Zusätzlich haben wir uns an die mollige Wärme eines Kachelofens gewöhnt und würden diesen Luxus gerne weiter genießen. Auch haben wir immer einen Küchenofen gehabt, auf welchem wir auch viel gekocht haben.
Ich habe bereits mit dem Schornsteinfeger gesprochen. Der ist recht entspannt und sagt, dass der Schornstein noch sehr gut erhalten ist. Auch einen Ofensetzer hatte ich schon da, der die Installation eines Metallrohres im Zug empfohlen hat. Aber darum soll es ja hier nicht gehen.
Unsere Wunschvorstellung:
Ein wassergeführter gemauerter Küchenofen, mit einer Nachheizfläche im Nachbarraum (genau die andere Seite der Wand) in Form eines Kachelofens.
-gemauert, weil ich mir dadurch einen großen Brennraum erhoffe (sonst muss man fast stündlich nachlegen)
-wassergeführt, weil ich mir dadurch erhoffe, das komplette Haus zu beheizen (Abstrahlwärme und Abgabe an Pufferspeicher) und zusätzlich meinen Bedarf an Warmwasser zu decken
-Nachheizfläche, weil ich dadurch nur einen Brennraum im Haus habe, also nur eine „dreckige Stelle“ habe, was mir bei diesem Projekt sehr wichtig ist
Die Küche ist sehr groß und über eine offene Treppe mit dem Flur im OG verbunden (alles zusammen ca. 150 Kubikmeter). Den oder die Pufferspeicher würde ich genau unter dem Küchenofen im Keller platzieren.
So hätte man eine Zentrale Holzheizstelle im Haus, welche die Abstrahlwärme in den größten Wohnbereich abgibt, zusätzlich über das Wasser die weiteren Zimmer erwärmt, zusätzlich Warmwassre produziert und als weiteren Pluspunkt den Kachelofen im benachbarten Wohnzimmer erwärmt.
Leider gibt es laut dem Ofensetzer kaum bzw. keine geeigneten Einsätze. Das Maximale wäre ein Einsatz von Brunner mit 13 KW und einer maximalen Scheitholzlänge von 33 cm. Das ist meines Erachtens eventuell zu wenig Leistung und der Brennraum ist mir deutlich zu klein. Da müsste ich glaube ich fast stündlich nachlegen um genügend Energie für Warmwasser und Heizkörper zu erzeugen. Dieser Einsatz wäre aber auch der einzige bei dem es möglich ist über eine Klappe zu entscheiden, ob die Wärme an das Wasser oder an die Nachheizfläche abgegeben wird.
Nun habe ich über Alternativen nachgedacht:
Erste Alternative
Es gibt viele wassergeführte Küchenherde, hier kommen für uns wenn dann nur folgende Produkte in Frage:
1.Kitchen Kamin KE 90 H – eher die Preisgünstige Alternative mit großem Brennraum und viel Leistung
2.Pertinger HH100 Plus – Markenprodukt mit Leistung und maximal 38cm Scheitholzlänge
3.Rizzoli STP – ebenfalls Markenprodukt mit Leistung und 44 cm Scheitholzlänge
4.Greithwald FZHa 100 – ebenfalls Markenprodukt mit Leistung und 37 cm Scheitholzlänge
5.Lohberger WHZ 130 – siehe vorherige
6.Pertinger Sturzbrandherd (Holzvergaser)
Nr. 1-5 unterscheiden sich größtenteils im Preis. Manche haben noch eine sehr durchdachte Sekundärluftfunktion welche Sie effektiver macht. Nr. 6 ist natürlich noch effektiver aber ob das bei den kleinen Brennräumen so viel ausmacht, wage ich mal zu bezweifeln. Laut Aussage des Ofensetzers ist bei allen Öfen keine Nachheizfläche in Form eines Kachelofens mehr möglich, da die Abgastemperaturen zu niedrig sind. So müsste ich dann den Kachelofen mit Brennraum bauen lassen, was dann automatisch auch Dreck im Wohnzimmer bedeutet.
Zweite Alternative
Als weitere Alternative wäre nun einfach einen normalen Küchenofen (ohne Wassertasche) setzen zu lassen und den Kachelofen als Nachheizfläche zu nutzen. Der Küchenofen bzw. der Brennraum könnte dabei groß dimensioniert sein, da der direkt beheizte Raum auch sehr groß ist. Dann müsste ich aber mein Warmwasser komplett über Gas erzeugen und die Effektivität ist durch die fehlende wassergeführte Option natürlich deutlich niedriger. Dazu muss ich sagen, dass ich gar nicht weiß, wie die Effektivität bei gemauerten nicht wassergeführten Öfen ist.
Ich komme zwar recht günstig an Holz, muss es aber trotzdem noch selbst schneiden und spalten und einfach nur durch den Schornstein blasen möchte ich es auch irgendwie nicht.
Dritte Alternative
Die nächste Alternative wäre einen guten Holzvergaser im Keller zu platzieren. Da weiß ich aber nicht, ob das erlaubt ist, da dort ja auch die Gastherme etc. verbaut sind und ich hätte für das Holzlager nicht viel Platz. Dazu wäre dann der Wohlfühleffekt des Küchenofens und auch der des Kachelofens im Wohnzimmer nicht mehr gegeben. Klar würde ich dadurch eine Menge Geld sparen aber das ist nicht mein Hauptanliegen an diesem Projekt.
Was uns wichtig ist (in der Reihenfolge):
1.Wohlfühleffekt in der Küche durch angenehme Wärme und sichtbarem Feuer
2.Wohlfühleffekt im Wohnzimmer durch angenehme Wäre und fehlender Feuerstelle
3.Effektive Nutzung der Energie (harte Arbeit soll nicht durch den Schornstein verpuffen)
4.Benutzerfreundliche Bedienung (Zeitabstände, Befeuerung, Scheitholzlänge bei Herstellung)
5.Geld sparen
Nun meine Fragen an euch:
1.Was würdet ihr machen?
2.Kennt ihr einen guten großen wassergeführten Heizeinsatz der für einen Küchenofen (also Kochplatte) geeignet ist bei dem eine Nachheizfläche angeschlossen werden kann? Backofenfunktion benötigen wir nicht.
3.Kennt ihr einen guten großen wassergeführten Heizeinsatz der für einen Küchenofen (also Kochplatte) geeignet ist? Mal ohne den Gedanken der Nachheizfläche.
4.Was haltet ihr von den oben aufgeführten Küchenöfen bzw. welchen würdet ihr nehmen?
5.Kennt ihr einen guten Rechner, mit welchem ich mal den ungefähren KW Bedarf meines Hauses berechnen kann?
Ich überzeuge mich oft selbst mit Zahlen, also mit objektiven Maßstäben. Leider bin ich fachlich nicht so bewandert, dass ich mir ausrechnen kann, ob sich der Aufwand finanziell irgendwann lohnt.
Es muss sich auch gar nicht zu 100% rechnen, da wie oben beschrieben der Wohlfühlfaktor sehr entscheidend ist.
Ich will damit sagen, dass wenn ich mit dem Aufwand (wassergeführt) irgendwann auf einen grünen Zweig komme, wäre das für mich ok.
Wenn ich aber mit dem Aufwand (wassergeführt) so gut wie nichts einspare und dadurch auch noch mehr Stress habe (umso mehr verbaut ist, umso mehr kann kaputt gehen), dann würde ich die ganzen Überlegungen sein lassen und die gute alte „analoge“ Variante ohne viel Schnick Schnack wählen.
Über eure Meinungen würde ich mich freuen, da ich langsam in die Feinplanung gehen möchte und absolut nicht weiß, welchen Weg ich nun einschlagen möchte.
Schöne Grüße
Vielen Dank