Planung einer neuen Heizungsanlage - Altbausanierung: Umbau Nachtspeicher zu HV/Pellet Kombi per Selbstinstallation - quasten84

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  • Hallo liebe Mitglieder,


    ich plane eine neue Heizungsanlage. Hier die Eckdaten für die neue Anlage:


    Wie wird Dein Haus im Moment beheizt?


    Nachtspeicherheizung (teilweise ohne Funktion)


    Wie groß ist die zu beheizende Wohnfläche m² (Bitte nur Ziffern eingeben)?


    280


    Steht das Haus in kalter hochgelegenen Gegend,oder Flachland?


    ca. 300 m üNN, östlich von Stuttgart


    Einschätzung der Wärmedämmung des Hauses (sehr gut/gut/mittel/schlecht/ oder wird demnächst)(Fenster/Türen/Keller/Boden)?


    Mittel bis schlecht
    Fenster ausgetauscht, Doppelverglasung


    Wie hoch war dein bisherige Energieverbrauch lt/m³/KWh (Öl,Gas,Strom) im Jahr?


    keine Ahnung, Haus wird mit defekter Nachtspeicherheizung übernommen


    Stückholz? (Je nach Außentemp und Puffer Volumen 1 max 2 x am Tage heizen und wenn Kessel nach x Stunden leer ist nachfüllen) Holz muß gekauft werden > ins Grundstück transportieren > auf entsprechende Länge gesägt > gespalten > gestapelt > jenach Holzart mind. 2 - 3 Jahre trocknen jedes Jahr für sich
    Pellet? (Die Beschickung des Kessel funktioniert automatisch über Förderschnecke. Man muß trotzdem täglich kontrollieren) Ein Vorratsbunker der trocken sein muß in der Nähe des Kessels - Alternativ gibt es gr. BigBags
    Solar geplant?


    Angedacht ist ein Kombikessel, vorzugsweise heizen mit Stückholz (max 1 x Anheizen pro Tag)
    Für den Komfort mit Pellets (keine automatische Zuführung)


    Hast Du schon eigene Vorstellungen über welchen Kessel Typ (Stückholz/Holzbrikett, Pellet etc.) und wie viel KW Heizleitung der neue Kessel haben soll?


    Kombikessel (Stückholz+Pellets) >34 KW


    Wie soll Die WarmWasser Bereitstellung er folgen, Wärmetauscher im Puffer; Externen WW Puffer;Externer Wärmetauscher oder anders?


    Pufferspeicher mit FriWa Wärmetauscher


    Man rechnet für das Puffer Volumen ab 55 lt/Kw. Die BAFA verlangt für die Kessel 55 lt/Kw. Der ideale Wert liegt bei 100 lt/Kw. Gedanken gemacht über das Fassungsvermögen (lt.) der dazu benötigten Puffer?


    Auf jeden Fall >3000 Ltr.


    Ist die nötige Stellfläche dafür vorhanden einschließlich der Puffer/Ausdehnungsgefäß/Pumpen etc.?


    Stellfläche ausreichend vorhanden


    Hast Du schon mit Deinem zuständigen Schornsteinfegermeister darüber gesprochen?


    Nein, Haus wird erst final Anfang Oktober übernommen


    Hast Du schon bei einem Heizungsbauer ein Angebot machen lassen?


    Anfragen sind an diverse Heizungsbauer versendet worden, bisher kaum Rückmeldung (könnte an dem Wunsch des großen Anteils Eigenleistung liegen :))


    Hast Du schon "genügend" (abhängig von der Kessel Kw) Holz getrocknet
    auf dem Grundstück zu liegen? Hast Du genügend Fläche im Grundstück zur Lagerung des Holzes?
    Bedenke Holz muß zwischen 2 und 3 Jahre an der Luft (oben abgedeckt) trocknen können. Jede Holzlieferung getrennt lagern (Verwechslungsgefahr)


    Genügend Fläche ist vorhanden, für die erste Heizperiode werde ich vorgetrocknetes Holz bestellen müssen


    Weitere Informationen:


    Hallo zusammen,


    ich erwerbe gerade einen Altbau (massiv) aus dem Jahr 1971. Dieser hat 215 qm Wohnfläche + ca. 180 qm Nutzfläche (Keller und Garagen). Das Haus steht ca. 30 km östlich von Stuttgart.
    Aktuell ist ein nicht mehr korrekt funktionierendes dezentrales Nachtspeicherheizsystem installiert. Das Brauchwasser wird durch einen (geschätzt) 700 Ltr. Puffer mit elektrischer Patrone erwärmt. Alle Rohre sind in Stahlrohr ausgeführt.


    Zukünftig stelle ich mir folgendes vor:

    • wassergeführtes Zentralheizsystem --> alle Leitungen müssen dimensioniert und gelegt werden
    • hauptsächlich Heizkörper (große Flächen, um niedrige VL und RL Temperatur zu bekommen), in den Bädern FBH --> Heizkörper müssen dimensioniert und verbaut werden
    • Scheitholz/Pellet Kombikessel
    • Pufferspeicher (2000-4000 Ltr.) mit FriWa Station zur Brauchwassererwärmung
    • Heizungsrohre aus Verbundrohr oder Kupfer, Brauchwasserrohre auch Edelstahl
    • Photovoltaikanlage auf dem Dach (reine Südausrichtung, 30° Neigung, ca. 100 qm Dachfläche Richtung Süd)
    • Eventuell Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung


    Aufgrund des nahenden Winters und der nicht funktionierenden Heizung muss es entweder schnell gehen, oder ein Übergangsnotheizsystem (z.B. Infrarotheizung) installiert werden.


    Da die Resonanz der Heizungsbauer bisher extrem dürftig ist, wird das System wahrscheinlich in der Selbstinstallation erfolgen.
    Hierfür wäre ich auf die Hilfe (bezüglich der Planung) auf dieses Forum angewiesen (habe hier schon einiges gelesen).


    Meine erste Frage zielt auf die Berechnung der Heizlast ab (diese sollte ja zu Beginn erfolgen).
    Ich kann leider nicht auf die verbrauchte Energiemenge zurückgreifen, da das Haus jetzt erst übernommen wird (und die Nachtspeicher teilweise nicht laufen).
    Deshalb habe ich nun die Berechnung mit dem Honeywell Datenschieber bzw. der dazugehörigen App vorgenommen.
    Bei ein paar Angaben in der App bin ich mir nicht ganz sicher (U-Werte), daher bekomme ich eher einen Bereich (32,3 - 35,9 KW) als eine Zahl heraus.
    Ich denke aber das wenn ich nach der Rechnung von 34 KW ausgehe dies nicht ganz falsch sein dürfte (bezogen auf den Bereich).


    Hat jemand Erfahrung bezüglich der Werte aus den Datenschiebern von Honeywell?
    Was haltet Ihr von dem Wert? Könnte er hinkommen?


    Mir kommt er schon etwas hoch vor, zumal wenn ich mir vorstelle das dort zuvor ältere Leute gewohnt haben und das 50 Jahre alte Gebäude mit Strom beheizt haben (da wird man doch arm bei).


    Bei Bedarf kann ich auch eine Übersicht der Räume bzw. der Raumheizlasten einstellen.


    Die gewünschte Raumtemperatur ist jeweils pro Raum unterschiedlich aber so im Mittel 20°C.


    Würde für 34 KW Heizlast ein 34 KW Kombikessel genügen? Dies würde ja bedeuten, dass bei Auslegungstemperatur der Kessel durchlaufen muss.
    Bei den Herstellern wäre ich grundsätzlich offen, aber ich denke ein Fröhling oder ETA sollte am wenigsten Probleme machen.


    Vielen Dank im Voraus schon mal für eure Hilfe und Beiträge.


    Gruß Christian


    Vielen Dank

  • Hallo Christian willkommen bei uns im Forum.
    Du stehst vor einem totalen Neu Anfang > Heizung installieren.
    Für die Heizlast Berechnung haben wir Spezies die sich bestimmt hier einklinken werden.
    Aus unseren Erfahrungen für 280 m² haben hier User mind 40 manche sogar 50 Kw Kessel zu laufen. Ich habe für meine 160 m² 2000 lt Puffer und könnte nochmal einen Tausender dazu stellen um für eine längere Zeit Heizungswasser zu speichern.
    Man soll für mind 24 std im Winter heißes Wasser speichern können. Dazu kommt ja noch das daraus WW über einen Wärmetauscher vorrätig sein soll.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Hallo,


    Du schreibst schon fleißig Werte in deine Anfrage, woher hast du die?


    Da das Haus nach deinen Worten eine Nachtspeicherheizung hat, sollte es doch möglich sein
    den Jahresbedarf an Heizenergie festzustellen.


    Aus diesem, möglichst aus ein paar Jahren gemitteltem Bedarf, kann man deine Heizlast ermitteln.
    Die wiederum ist eine Aussage mit wie viel kW du deine Heizung bzw. den Heizkessel ausrüsten musst.
    Auch bestimmt die Heizlast mit der Kesselgröße die Speichergröße.


    Was ist die Heizlast?
    Die Heizlast in kW ist die Leistung welche du benötigst um dein Haus bei angenommener niedrigster
    Außentemperatur auf die gewünschte Raumtemperatur zu kommen.


    Mit deiner Vorstellung von 1x Anheizen pro Tag wird schon gehen, aber wie oft willst du nachlegen?


    Wenn du rechnen willst, hier findest du ein paar Informationen, auch ein Excel Blatt.
    Planung einer neuen Heizungsanlage - Holzvergaser für Alt - und Neubau - Tscharlson


    mfg
    HJH

  • @juergen
    Ich befürchte aktuell auch das ich bei einem 40 KW Kessel enden werde.


    @HJH
    Die Werte habe ich durch die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ermittelt (alle Wände/Decken/Böden mit Materialien/U-Werten erfasst).
    Ich bin mir sicher, dass eine Ermittlung mit Verbrauch (welche sonst sehr sinnvoll ist) hier nicht zielführend sein kann.
    Ich weiß leider nicht seit wann die Nachtspeicherheizung nicht mehr läuft (einige Heizkörper defekt), daher wird das Haus nicht vollständig so beheizt worden sein, dass der Verbrauch den wirklich nötigen Heizbedarf widerspiegelt. Eventuell schaffe ich es alte Daten (von vor einigen Jahren) von dem Vorbesitzer zu bekommen (könnte aber schwierig werden, da der Hausherr verstorben ist).


    Meine Vorstellung ist, bei Auslegungstemperatur maximal morgens (ca. 7 Uhr, vor dem Weg zur Arbeit) und abends (ca. 18 Uhr) anzuheizen. Ein Nachlegen zwischendurch kann nicht gewährleistet werden.


    Die Berechnung werde ich einmal angehen. Ich habe aktuell mehr Bedenken vor der Erstellung des Hydraulikplans, insbesondere bei der Dimensionierung der Rohre.
    Werde versuchen, mal einen Plan zu erstellen und diesen hier einzustellen.


    mfG Christian

  • Zwei mal am Tag den Ofen voll machen sind je nach Ofen und Holz 300 bis höchstens etwa 400 Kwh. Dann muss bei 35 Kw x 24 Std die andere Hälfte/zwei Drittel von den Pellets kommen. Aber es ist ja nicht das ganze Jahr kältester Winter ;)



    Ein interessanter Link von HJH der mir gut gefallen hat und den ich mir darum selber gespeichert hatte. Da steht auch was zu den Rohren drin.
    https://www.holzheizer-forum.d…olzvergaserkauf-27-3-pdf/


    Und ein Link zu einem Druckverlust-Online-Rechner. Mit dem hab ich mich damals ein wenig gespielt aber auch nur mal als Anhaltspunkt
    http://www.druckverlust.de/Online-Rechner/


    und was allgemeines zum nachlesen
    http://www.bosy-online.de/Baut…griffe_in_SHK-Anlagen.htm

  • Hallo,


    Das mit den 34kWHeizlast scheint mir zu groß zu sein.
    Da stimmt dein Rechnen nicht.


    Man kann immer sehr schlecht ein Haus mit einem anderen vergleichen.
    Trotzdem, ich habe bei 245m² Wohnfläche + Keller + Speicher etwa 9kW Heizlast.
    Die bewältige ich mit einem 14,9kW Holzvergaser und 2000L Speicher.
    Der Holzvergaser muss natürlich mehrmals am Tage aufgefüllt werden.
    1 Abbrand liegt, je nach Holz, bei 3,5...5h
    34kW wären das fast 4-fache.


    Wenn das wirklich so schlecht wäre, dann solltest du erst einmal dämmen.


    Mit dem Argument das du unter den geschilderten Umständen die Heizlast nicht kennst ist OK.
    Trotzdem solltest du mit einen realistischen Wert arbeiten.


    Wenn du 34 kW Heizlast annimmst, dann müsste ein 34kW Kessel 24h an einem Stück laufen.
    Das geht nicht.


    Bei der Auslegung des Planes und der Rohre kann man die hier helfen.
    Lege deinen Schwerpunkt erst einmal auf deine Heizlast.
    Danach melde dich noch einmal.


    mfg
    HJH

  • warum eigentlich nicht? Er will doch einen Kombikessel einbauen. Und die niedrigste regionale Auslegungsemperatur ist ja nicht die ganze Heizsaison durch...

  • Gemeint war natürlich ein HV mit Handbeschickung.
    Irgend wann muss man ja seine 8h Schlaf abarbeiten.


    mfg
    HJH

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