Atmos: Düse Defekt

There are 8 replies in this Thread which was already clicked 7,119 times. The last Post () by porme996.

  • Ich hatte letzten Monat Besuch vom Schornsteinfeger zwecks Abgasmessung.
    Diese habe ich auch bestanden aber die Werte waren am oberen Ende.
    Der Schornsteinfeger musste beide Schieber bis zum Anschlag öffnen.


    Letztes Wochenende habe ich den Ofen wieder sauber gemacht und
    festgestellt dass die Düse 2x gebrochen war siehe Bilder.
    Der Ofen war bis jetzt 2 Jahre im Gebrauch. Ist das normal?


    Als ich die Düse jetzt ausgebaut habe musste ich feststellen dass unten
    keinerlei Dichtungskitt vorhanden war. Meiner Ansicht nach ist der Dichtungskitt auch zum Ausgleich von Unebenheiten an der Düse da. Wenn die Düse unten ballig ist und Gewicht darauf kommt ist es klar dass bei Druck und Wärmeausdehnung Risse entstehen.


    Oder sehe ich das falsch.

  • Der Kessel ist wohl mit zu viel Sekundärluft mit zu viel Leistung gefahren worden, das problem hatte ich vor 10 Jahren mit dem selben Kessel auch, mein Heizungsmonteur stellte "auf Vollgas " und die Düse sah nach 2 Jahren ähnlich aus!
    Das einstellen des Kessels erfordert etwas Erfahrung, man kann schon viel mit Abgastemperatur und gehör machen, messen des Restsauerstoffs und CO wert ist natürlich besser aber nicht zwingend um die geforderten Abgaswerte zu erhalten. Meine Messung hat der Schorni grad vor zwei Wochen gemacht und die werte waren sehr gut!
    Natürlich sollte die Düse eine richtige Auflagefläche haben beim nutzen von Kesselkitt sollte man aber auch immer im blick haben das die Wärmeausdehnung von Kessel(Stahl) und Düse(Beton) unterschiedlich ist un es da keine Starre Verbindung geben sollte.

  • Wenn die düse nach 2 Jahren so aussieht , dann hat the welder recht, der Kessel ist mit zuviel sec Luft gfeheizt worden. Zur Düse hier mal mein link: http://www.holzheizer-forum.de…postID=14184#post14184%7C


    Ich habe alles raus was Schamotte heißt raus und neu eingesetzt. Diesen ganzen Werdegang habe ich dokumentiert. Die Düsenplatte liegt unten auf der mitgelieferten Knetmasse. Bitte beachten was vorne und hinten ist mit diesen kl Dreieck in der Düse. Bitte beachten das die Dichtschnüre richtig eingelegt werden. Sie sind der einzige Trennungs Punkt zwischen sec und prim luft. Wenn diese Schnür nicht richtig dicht eingelgt werden dann mischen sich nämlich die beiden Lüfte.
    Zum einstellen der sec. Luft die ganz wichtig ist, ist hier auch irgendwo etwas geschrieben. Müßte ich auch erst suchen. Jedenfalls sec Schieber fast reingeschoben nur ca Daumenstärke verschieben und man muß ein z_ischen hören wie beim Gas Schweißen wenn es am lautesten ist so belassen.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Sorry aber die Aussage "Kessel wurde mit zuviel Sekundärluft geheizt" halte ich für falsch.
    Bei zuviel Sekundärluft geht die Brennraumtemperatur mächtig in den Keller, wenn aber der Restsauerstoffgehalt sehr gering gefahren wird {sehr wenig Sekundärluft} , steigt die BRT je nach Holzsorte auf über 1000Grad. Dann franzt natürlich die Düse schneller aus als bei "normalen" Temperaturen. Die Einstellung nach Gehör oder Brennraumthermometer ist gut, jedoch ob der Restsauerstoff passt {was ja bei fortschreitender Verbrennung immer wieder angepasst werden müsste} ist dabei fraglich.
    Auch das Reinigen des Füllraums sollte angesprochen werden, besser eine gut Daumendicke Schicht Asche auf dem Boden belassen und/oder nach Einbau der neuen Düse einen Düsenschutz einlegen wäre ratsam.
    Gruss Ingo

    Atmos DC25 GSE mit "Gust-Luftwaage" und Flammtronik. Lüfter regelbar.

  • Ich habe von Anfang an die untere Brennraum Temperatur gemessen.
    Ich bin immer eine Temperatur im unteren Brennraum von 660 bis 720 °C gefahren.
    Die Abgastemeratur war bei 180 bis 195°C
    Vor dem Schaden hatte ich primär auf 13mm und sekundär auf 2-3 mm.
    da ich auch das Brauchwasser erwärme läuft der Ofen 12 Monate im Jahr.
    Im Sommer etwas weniger 3x pro Woche.

  • Und warum war Sekundär auf den besagten Wert eingestellt? Ich nehme an, da bei diesem Wert die BRT oberhalb von 650 Grad lag, als Fausformel ist dass ein super Wert, nur bezüglich des Restsauerstoffwertes eben nicht genau.
    Daher mein Tipp, direkt nach Einbau der neuen Düse einen Düsenschutz auflegen und bei der nächsten Messung durch den Schornie die Einstellung anhand der ermittelten Parameter vornehmen. (wobei klar sein muss, daß die besagte Einstellung nur für den Moment der Verbrennungsphase korrekt ist und nicht für den gesamten Abbrand passen wird)
    Gruss Ingo

    Atmos DC25 GSE mit "Gust-Luftwaage" und Flammtronik. Lüfter regelbar.

  • Habe jetzt eine neue Düse eingebaut.
    Die seitliche Brennraumkeramik habe ich gelassen.
    es waren zwar leichte Risse vorhanden die habe ich mit Dichtungskitt verschmiert.
    Ich hoffe dass das so funktioniert.
    Dann gabs neue Dichtungen für Türe und Wartungsklappen von Künzel,
    sowie Orginaldichtungen für den Brennraum.
    Habe auf Flammtronic umgerüstet.
    Fahre jetzt mit 175C° Abgastemperatur
    und 5% Restsauerstoff liege jetzt bei ca. 8,2 % Verlust.
    Der Belimo fehlt jetzt noch aber es sieht im Moment recht gut aus.
    Die Düse sieht auf dem Bild schlechter aus als sie war.
    Bis auf die 2 Risse. Wenn das nach 5 Jahren passiert wäre
    Hätte ich damit leben können aber nach 2 Jahren das ist
    nicht das was ich von fast einem neuen Ofen erwarte.


    Mit dem Düsenschutz bin ich unschlüssig was die beste Variation ist.

  • Ich halte den Düsenschutz aus Schamottstein für völlig ausreichend. Schnell gemacht und kostengünstig.
    Einfach mal die SuFu bemühen, da gibt es einige Infos.
    Gruss Ingo

    Atmos DC25 GSE mit "Gust-Luftwaage" und Flammtronik. Lüfter regelbar.

  • Ich habe die besten Erfahrungen mit einem Rahmen aus Winkeleisen gemacht.
    Etwas kleiner zusammenschweißen und in die Düse legen.
    Wenn der Ofen geputzt wird mache ich Bilder.
    Der Rahmen wird langsam aber sicher durchgefressen, aber dann macht man halt einen Neuen.
    Die Düse sieht nach 7 Heizperioden aus wie neu.
    Bei der Schamottsteinlösung hat mich gestört, dass die beim putzen immer raus mussten.
    Geht aber auch.


    Gruß Gerd

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