Warmwasser im Sommer mit Wood & Pellet

There are 42 replies in this Thread which was already clicked 21,552 times. The last Post () by joe.

  • Hallo,


    dieses Jahr muss ich endlich die Anlage von Öl umstellen.
    Nach vielen Überlegungen bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass nur ein Wood & Pellet installiert wird ohne Solar.
    Solar wird zwar sehr gut gefördert, ich muß aber mein halbes Dach abdecken und zusätzlich ist die Ausrichtung schlecht.


    Selbst wenn die Solaranlage gefördert wird, sind es bestimmt € 2000 für das Abdecken usw.
    Mir ist es wichtig, dass die Anlage simpel aufgebaut ist, damit ich diese auch verstehe. Möchte viel selbst machen.


    Ich möchte 3 Puffer in Reihe installieren:


    1 Hygiene Kombi Speicher wg. Deckenhöhe Ø 85 1000 Liter mit 1 Wärmetauscher als Reserve falls es doch mal Solar geben würde:
    https://www.shk-direkt24.de/hy…-HKS-EWT-V.1000-85&c=2412


    In Kessel 1 soll noch ein Heizstab:
    https://www.shk-direkt24.de/tw…r=EH.2-12-V.12%2C0&c=2434


    2 Speicher Ø 85 1000 Liter bin mir nicht sicher ob es ein Schichtspeicher oder Pufferspeicher werden soll?


    z.B. als Schichtspeicher:
    https://www.shk-direkt24.de/pu…-PSS-OWT-V.1000-85&c=2409


    z.B. als Pufferspeicher:
    https://www.ofenseite.com/6100…ferspeicher-1000-dm-85-cm


    Der Preis ist fast gleich, nehme den Puffer der besser ist. Auch da wäre ich für Infos dankbar.


    Hab jetzt oft gelesen, dass man im Sommer über Pellet heizen soll, ist auf jeden Fall bequem.
    Aber was spricht dagegen, z.B. einen Abbrand mit Holz laufen zu lassen?


    Im Haushalt sind 6 Personen, wie oft muß dann ca. der HV laufen?
    Wenn es z.B. jeden 5 Tag wäre, dann sehe ich das als wenig Arbeit und es wäre günstiger wie Pellets.
    Wenn man keine Zeit oder Lust hat, dann kann man immer noch über Pellets laufen lassen.


    Habe mal eine Rechnung gesehen, da wurde für Warmwasser bei 6 Personen über den Sommer etwas unter € 200 gerechnet.
    Wenn ich mit Holz heize, liege ich wahrscheinlich bei € 100,- (habe selbst Wald, bzw. kaufe auch günstig Käferholz)


    Wenn ich so an die Kalkulation gehe, wären in 20 Jahren die Solaranlage erst bezahlt.
    Gibt es einen Fehler in der Rechnung, oder gibt es Gründe für das Heizen im Sommer mit der Pelletanlage?

  • Kann man dich wirklich nicht umstimmen zwecks Solar?
    7qm Röhrenkollektoren als Aufdachmontage ist doch simpel zu realisieren.
    Bedenke das der Kessel immer auf Temperatur gebracht werden will.
    Das fährt dir im Sommer ordentliche Verluste ein.
    Glaube mir ,das bereust du auf keinen Fall wenn du die Kollektoren drauf hast.

  • Da gebe ich Randy recht. Ich habe Flachkollektoren mit Heizungsunterstützung auf dem Dach. Von Anfang April bis Oktober bleibt die Heizung aus. Und selbst dazwischen spart es einiges an Holz da ja oft die Sonne scheint.

  • Hallo, ich muss meinen Vorrednern beipflichten!


    Ich habe auch eine Thermische Solaranlage auf dem Dach...
    2000€ fürs Dach umdecken.... na ja.... ist eigentlich ein Pappenstiel dafür,
    dass dein Dach nachher sicher wieder dicht ist und du im Sommer eifach sooooo warmes Wasser hast!


    Ich hatte jahrelang auch die Gedanken, die du hast... und ich kann sie dir mit gutem Gewissen ausreden...


    Ich habe Holz im Überfluss, von daher kann ich im Sommer heizen soviel ich will, stört mich nicht!


    Aaaber....
    Wenn du dann vor deinem Kessel stehst... und mal nachrechnest auf welchen Gesamtwirkungsgrad du dabei kommst! Du kannst dir das warme Wasser auch gleich per Express liefern lassen!


    Das liegt daran:
    Je nach Warmwasserverbrauch, musst du alle paar Tage einheizen!
    Kessel kalt, Rohre auch , Speicher/ Boiler grad noch so 30...40Grad C.
    Mein 300l Boiler, damals, mit mässiger Isolierung...
    Du heizt beim aufheizen erst mal deine ca 500kg Kessel plus das darin enthaltene Wasser auf.... merkst du etwas???
    Diese Masse ist grösser als es dein Speicher/ Boiler sein wird!
    Die Rohrleitungsverluste, der sich über Tage abkühlende Kessel... alles Wärme, die du nicht im Brauchwasser hast, sondern dir im Sommer zusätzlich die Buude erwärmt... willst du das?


    Also ganz einfach zusammengefasst:
    Gesamtwirkungsgrad vom Holz bis zum Heisswasser im Speicher : unter 50%....
    Ganz abgesehen hat dein Kessel auch noch zusätzliche Betriebsstunden... und die sind auch nicht ganz gratis!
    Alles zusammengerechnet ist eine Solaranlage, oder auch via Elektrixher Solar und Wärmepumpenboiler für dich sicher empfehlenswert! Du sparst dir damit auch den El. Heizstab! Denn die Wp läuft je nach verschaltung auch als Notheizung!
    Meine Ausrichtung ist auch nicht ideal, aber das ist eigentlich nur eine faule Ausrede
    , um nichts bauen zu müssen!


    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Was wir überhaupt noch nicht erwähnt haben ist der Komfort monatelang nicht anheizen zu müssen. Wenn man die Zeit mitrechnen würde, wären die paar Euro schnell wieder raus. Dazu die Zeit fürs Holz machen und reinholen.

  • Mal Frage warum Dach umdecken?
    Es kommen doch nur ein Paar Dachziegel für die Halter raus.
    Zum draufrumklettern werden die Ziegel doch nur hochgeschoben.
    Bei uns läuft die Solaranlage jetzt auch ordentlich ich spare jetzt wenn die Sonne einigermaßen mitspielt 10 bis 25 kg Holz am Tag.

  • Hallo,


    konnte leider nicht früher Antworten...


    Natürlich ist meine Entscheidung nicht zu 100 % fest, wenn ich den Vorteil sehe, dann lasse ich mich gerne umstimmen ;)


    Versuche mal alle Punkte zu beantworten.


    Habe ein Flachdach mit ca.15° Neigung und die Rückseite ist ziemlich steil. Die Ausrichtung hatte mal der Heizungsbauer mit ca. 275° WNW angegeben?
    Wenn ich mir das das Dach online ansehe, liegt die Regenrinne wo die Solaranlage montiert wird auf der Linie von ca. 5°, stimmt dann 275° WNW?
    Wenn man sehr wenig von der Solarleitung sehen soll, muß das Flachdach sowie die steile Dachseite abgedeckt werden um die Leitung zu verlegen.
    Dafür müsste auch ein Gerüst gestellt werden.


    Einfacher wäre es, die Leitung auf der Flachdachseite in den Keller zu bringen.
    Dann ist die Leitung aber bis in den Keller im freien, denke man könnte es auch wahrscheinlich isolieren und z.B. in ein Fallrohr legen?
    Wie gesagt, diese Seite wäre mit weniger Aufwand möglich.


    Da ich die Förderung 2019 beantragt habe, bekomme ich noch € 3000, das ist schon ein guter Preis und wird es so auch nicht mehr geben.


    Was mich sehr wundert, ist das jeder vom Wasser erwärmen mit Holz oder Pellet abrät.
    Hatte schon überlegt, anstatt Solar eine Wärmepumpe zu verwenden. In diesem Beitrag wurde mir davon abgeraten, da die Pelletheizung günstiger wäre wie eine Wärmepumpe?
    Brauchwasser Wärmepumpe Alternative zu Solar


    Wäre nur Holz so eine Verschwendung oder auch die Pelletheizung?


    Wie gesagt, noch ist alles möglich, hatte nur bedenken, dass wenn die Ausrichtung nicht passt, Geld investiert wird wo nicht mehr rein kommt.


    Hatte eben mal in Ebay nachgesehen, diese Anlage wäre ok, oder?
    https://www.ebay.de/itm/Sonnen…18b6a1:g:Np8AAOSwsMZdOvLZ


    Hatte eine andere Anlage im Antrag, diese kostet aber schon fast € 3000,-


    Vielen Dank für eure Hilfe

  • Hast du mal ausgerechnet was Pellets kosten gegenüber Öl oder Gas.
    Bei uns ist es nicht so der Bringer wobei alles ein Rechenexempel ist.
    Ich bekomme mein Brennholz weitestgehend umsonst und
    Pappel wird hinterhergeworfen.
    Von April bis in den Oktober bleibt der Ofen bei uns aus.

  • Ich habe es nicht ganz verstanden , aber ein Fallrohr klingt als Kaschierung doch recht passabel.
    Bei einem Flachdach muss man entscheiden.
    Optisch finde ich quer verbaute, aufgeständerte Kollektoren am besten.
    Aufgeständerte Röhren wirken oft zu wuchtig.

  • Der Verbrauch von Pellets zum im Sommer Warmwasser erzeugen ist auch ordentlich. Da unsere Solaranlage erst im Herbst/Winter fertig gestellt wurde mussten wir den Sommer über mit Pellets das Warmwasser machen.


    Die Verluste durch das Aufheizen des auf 22-25 Grad abgekühlten Kessel darf man nicht unterschätzen. Die Anlage braucht da schon um die 20 bis 30min bis sie wirklich Wärme abgibt.


    Für mein Gefühl sind solche Kaltstarts für den Kessel auf Dauer auch nicht gut.


    Gruß Alex

  • Heizen mit Pellets für Warmwasser...
    Ich hab ja im groben Rahmen erwähnt, dass du mit allen Wärmeverlusten die der Kessel und die Rohre und de Speicher abstrahlen, immer unter 50% Wirkungsgrad kommen wirst... egal wie gut dein Kessel auch heizt!


    Liegt also an dir... ob du gerne im Sommer deinen Keller heizt... und dabei noch etwas Warmwasser machst...
    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

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    Hatte schon überlegt, anstatt Solar eine Wärmepumpe zu verwenden. In diesem Beitrag wurde mir davon abgeraten, da die Pelletheizung günstiger wäre wie eine Wärmepumpe?
    Brauchwasser Wärmepumpe Alternative zu Solar
    ...

    Moin Holzmacher,


    ich bin hier im Forum mit meiner kleinen 270l BW WP eindeutig in der Minderzahl gegenüber vielen Solarbetreibern, aber trotzdem zufrieden mit dieser Lösung für Brauchwassererwärmung im Sommerhalbjahr, und würde es wieder so machen.


    Ist eine total einfache Lösung, völlig automatisch und fast wartungsfrei. Das Teil ist gut isoliert, wird im Winter vom HV beheizt, und im Sommer via PV Strom bedient. Aber auch ohne PV halte ich das für eine sehr wirtschaftliche Lösung, Strombedarf bei uns, 3 Personen ca. 1-1,5 kw am Tag, das wären vielleicht 30ct. Da mag dann jeder selbst entscheiden, ob man trotzdem lieber mit Holzscheiten oder Pellets Kessel und Keller zum Glühen bringt...


    gruss
    hasso

  • Völlig richtig Hasso.


    Ich hätte nichts geschrieben da Fragestellern hier sofort eine BWWP ausgeredet wird.


    Das ist aber eine, meiner Erfahrung nach, super Lösung in Verbindung mit einer Holzheizung. Wenn Solar nicht geht oder gewollt ist, sogar ideal. Günstiger, absolut zuverlässig und in Vergleich zu anderer Haustechnik wartungsfrei.

    Grüsse


    Volker


    -altes Bauernhaus 280m² etwas gedämmt, DC40GS
    -2x2750l ex Gastanks als Puffer, mit Stroh gedämmt im Holzverschlag, Anlage in 5/4" Schwarzrohr geschweißt
    - Centramischer als RLA, WMZ, gemauerter 25x25cm Schornstein, ca.6,5m hoch, alles in der Garage, 20m Fernwärmeleitung
    -Solar seit Sep.2013, Direktwasseranlage, 20m² "Wuxi-Wankang" Heatpiperöhren, 60°, fast Süden, Resolregler "Deltasol BX", WMZ über "Grundfoss Dirkt Sensors"
    -Brauchwasserwärmepumpe seit Sep.2014, Dimplex BWP30HS

  • Dazu muss ich noch erwähnen das mann eine für Solar geeignete BWWP braucht. Da ist der Wärmetauscher grösser und liegt unten.
    Dadurch und durch eine schwachen Ladepumpe mit evtl. noch gedrosselten Durchfluss kann man die Rücklauftemperaturen beim laden mit Holz unter 30 C° halten. Es gibt NULL Probleme mit der Schichtung in den Pufferspeichern.
    Wenn die Voraussetzungen stimmen geht das ganze auch völlig ohne Ladepumpe.

    Grüsse


    Volker


    -altes Bauernhaus 280m² etwas gedämmt, DC40GS
    -2x2750l ex Gastanks als Puffer, mit Stroh gedämmt im Holzverschlag, Anlage in 5/4" Schwarzrohr geschweißt
    - Centramischer als RLA, WMZ, gemauerter 25x25cm Schornstein, ca.6,5m hoch, alles in der Garage, 20m Fernwärmeleitung
    -Solar seit Sep.2013, Direktwasseranlage, 20m² "Wuxi-Wankang" Heatpiperöhren, 60°, fast Süden, Resolregler "Deltasol BX", WMZ über "Grundfoss Dirkt Sensors"
    -Brauchwasserwärmepumpe seit Sep.2014, Dimplex BWP30HS

  • Hallo Holzheizer,


    zum Thema WW-Bereitung über eine BrauchWasser-WärmePumpe:


    Mein Schwager hat seit 2011 auch eine solche Lösung:

    • Pelletkessel von Hargassner (ohne Puffer)
    • BWWP, die das ganze Jahr über für die WW-Bereitung zuständig ist.
      Stromkosten unter 300 Euro im Jahr, bei 5 Personen-Haushalt (keine PV)

    Diese Kombination empfahl sein Heizungsbauer, weil das Steildach von allen Seiten durch hohe umstehende Häuser beschattet ist. Ich war anfangs auch skeptisch, aber es funktioniert und mein Schwager ist zufrieden.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Was ihr bei der Diskussion um die BWWP vergesst. Bei einer Solaranlage mit Heizungsunterstützung kann er die Heizung viel länger auslassen. Auch an guten Tagen zwischen Oktober und April muss er nicht anheizen.
    Und die Strompreise steigen weiterhin stark.
    Die Sonne gibt es noch umsonst.

  • Richtig!!
    Und im Winter, wird die Heizung auch noch unterstützt wenn die Sonne scheint.
    Ich habe deshalb auch im letzen Puffer unten einen Wärmetäuscher, da ich wenn die Holzheizung läuft
    die Erträge am kältesten Punkt einspeise.


    Gruß Gerd

  • @hasso
    Um 270 l Wasser von 10 auf 40 Grad zu erwärmen braucht man (270l x 30Grad x 1,16kwh) 9,40kwh.
    Bei einem COP von 3 BWWP benötigt man (9,40/3) 3,13 kwh.
    3,13 x 0,30€ =0,94€

    Klar, Stefan...


    Aber zum Glück braucht unser Haushalt keine 270l Warmwasser am Tag.
    Die genannten 1 bis 1,5 kw ist unser durchschnittlicher Verbrauch beim täglichen NACHLADEN des Speichers der WP. Also der echte tägliche Verbrauch. Der Speicher wird niemals ganz leer (sonst wäre er ja total unterdimensioniert). Bei uns, wir fahren das WW mit 48 Grad, erst recht nicht.


    Es bleibt bei täglich ca. 30 Cent.

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