Vorlauftemperatur/Rücklauftemperatur bei Heizkörper - Wie stellt man die optimale Differenz ein?

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  • Hallo,


    welche Differenz zwischen Vorlauftemperatur/Rücklauftemperatur bei Heizkörper ist optimal?
    Wie stellt man die optimale Differenz ein?


    Aktuelle Daten:
    Außentemperatur -1 °C
    Vorlauf-Solltemperatur 51 °C
    Vorlauf-Isttemperatur 50-51 °C
    Rücklauf-Isttemperatur 40-42 °C (gemessen je Heizkreis)
    Heizkurve:
    Bei AT +10 °C Vorlauf 40 °C
    Bei AT -10 °C Vorlauf 60 °C


    Passt der Rücklauf?
    Ist der Rücklauf zu hoch?
    Wenn ja, wie optimieren?


    Vorhanden ist ein Pelletskessel Fröling PE1 25 kW mit 850l Solar-Hygienepuffer.
    3 Etagen mit Heizkörper und je einem Heizkreis.
    Eine Heizkreispumpe versorgt alle Heizkreise.
    Es ist eine Einrohrheizung.
    Verbaut wurden 3 IMI Heimeier TA-COMPACT-P (1x je Heizkreis).
    (Druckunabhängiges Regel- und Regulierventil)


    Gruß
    meute

    Fröling Pelletskessel PE1 25 kW, Fröling Hygiene-Solarschichtspeicher H3 850, 4x Buderus Flachkollektor SKN4.0-w


    fraenk for friends Code: MATF103

  • Hallo,

    Es ist eine Einrohrheizung.
    Verbaut wurden 3 IMI Heimeier TA-COMPACT-P (1x je Heizkreis).

    ich erinnere mich schwach dazu schon mal was geschrieben zu haben. Du hattest das in deinem anderen Thread erwähnt und Fragen gestellt.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo Matt


    Man versucht halt mit so niedrigen Vorlauftemperaturen wie Möglich zu heizen um den Pufferspeicher optimal
    auszunutzen .
    ie Rücklauftemperaturen sollten auch ganz niedrig zu sein um die Energiespanne des entnommen Heizungswasser
    voll auszunützen.


    Zu diesen Zweck eignen sich halt Fußboden oder Wandheizungen besonders gut (für Wärmepumpen ein muß).


    Für normale Heizkörper sind halt technische Grenzen gesetzt ,weil diese oft nicht beliebig vergrößert
    werden können und somit die Heizleistung begrenzt ist.


    Ein thermischer Abgleich der Heizkörper ist mal eine Grundvoraussetzung für Heizsystem.


    In meinen Haus verwende ich in allen Räumen Wandsensoren ,welche per Funk die Stellventile an den Heizkörpern
    regulieren (genauigkeit unter 0.5°C) unabhängig der Vorlauftemperatur.
    Die Vorlaufsolltemperatur wird über den Heizungsregler über meinen Referenzraum (Wohnbereich) errechnet
    (90% Raumeinfluss).
    Mit der Vorlaufsolltemperatur gehe ich auf 2 PID Reglern welcher mir die Ist Vorlauftemperatur einerseits
    über den Mischer einregeln.
    Reicht der Mischerregler nicht aus die Sollwerttemperatur zu erreichen wird die Heizungspumpe über den
    Summenregler hochgefahren so das ein höherer Durchfluss stattfindet und so die eine höhere Energiemenge an die
    Heizkörper bringt.
    Ist der Mischerregler 90% offen so wird die Sollwertrücklauftemperatur um 1°C niedriger ausgegeben.
    Die Sollwertrücklauftemperatur kann im Verhältnis zur Vorlauftemperatur eingestellt werden und wird durch
    den PiD Regler der Rücklauftemperatur durch die PWM Heizungs - Pumpe gehalten.


    Diese Aufwendige Heizungsregelung wurde notwendig ,weil durch Aufstockung(2. Stock) des Hauses ein erhöhter
    Wärmebedarf des Heizsystems gegeben war.


    Man hat mit dieser Regelung die Möglichkeit sowohl Vorlauf und Rücklauftemperatur zu regeln.


    mfg Glutgeist

  • ich erinnere mich schwach dazu schon mal was geschrieben zu haben. Du hattest das in deinem anderen Thread erwähnt und Fragen gestellt.

    Ja, das war der Thread. War aber eine andere Fragestellung.


    Mich interessiert, ob die Differenz von 10K i.O. ist.
    Oder ob man z.B. den Durchfluss reduzieren sollte, damit das Wasser länger in der Leitung bleibt und besser abkühlt.
    Oder ob man Vorlauf-Soll reduzieren sollte (Heizukurve etwas nach unten).
    Die Wohnungen sollten dadurch natürlich nicht kälter werden.


    Andererseits ist es doch so, dass ein zu warmer Rücklauf gleich wieder in den Vorlauf geht.
    Zumindest habe ich das so verstanden.



    Zu diesen Zweck eignen sich halt Fußboden oder Wandheizungen besonders gut (für Wärmepumpen ein muß).
    Für normale Heizkörper sind halt technische Grenzen gesetzt ,weil diese oft nicht beliebig vergrößert
    werden können und somit die Heizleistung begrenzt ist.

    Leider kann ich mir keine Fußboden- oder Wandheizung wünschen.
    Das Haus exisitiert schon ein paar Jahrzehnte.



    Gruiß
    meute

    Fröling Pelletskessel PE1 25 kW, Fröling Hygiene-Solarschichtspeicher H3 850, 4x Buderus Flachkollektor SKN4.0-w


    fraenk for friends Code: MATF103

  • Hallo,

    Andererseits ist es doch so, dass ein zu warmer Rücklauf gleich wieder in den Vorlauf geht.
    Zumindest habe ich das so verstanden.

    nein, das hast du definitiv falsch verstanden. Es war zwar eine andere Fragestellung, aber ich habe dir da erklärt welche Besonderheiten bzw. Unterschiede zwischen einem Zweirohr und einem Einrohrsystem bestehen. Auch hatte ich dir eine Berechnung mit einem Strangschema dazugestellt wo du den Temperaturverlauf innerhalb eines Einrohrsystem nachvollziehen kannst.


    Da ein Einrohrsystem ein volumenstromkonstantes System ist, weil jeder Verbraucher sich aus einem Rohr bedient, kann man Temperaturen und Massenstrom nur in einem ganz engen Rahmen beeinflussen. Da stellt sich die Frage "Was ist die optimale RL-Temperatur" erst gar nicht. Du musst die VL-Temperatur eben so hoch wählen, dass alle Verbraucher am Strang ausreichend mit Wärme versorgt werden. Hast du hohen Bedarf ist die RL - Temperatur niedriger als bei niedrigem Bedarf , weil die VL- Temperatur stets so hoch sein muss, dass der letzte Verbraucher noch ausreichend Energie bekommt.


    Wichtig für dich wäre: Passender Volumenstrom und nötige VL-Temperatur, die RL-Temperatur ergibt sich dann von selbst.


    Gruß, Michael


    PS: Im Nachgang noch eine Korrektur: Was die Mischersteuerung angeht hast du natürlich recht. Je nach Mischerstellung strömt ein Teil des Rücklaufs (bei geschlossenem Mischer dann alles) wieder in den Vorlauf. Das ist aber nur für die Abmischung der erforderlichen Vorlauftemperatur. Am Ringmassenstrom ändert sich aber nichts und auch nicht an der RL-Temperatur die wieder in den Puffer fließt.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

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