ETA SH20: Kesselpumpe Rücklaufanhebung Drehzahlsteuerung

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  • Hallo,


    im Moment habe ich eine herkömmliche Pumpe an der Rücklaufanhebung. Der SH20 (alte Version ohne Touch) regelt die Drehzahl - vermutlich über PWM. Nun ist die defekt und ich muss eine neue einbauen. Nehme ich eine Hocheffizienzpumpe, dann kann er ja die Drehzahl nicht mehr regeln. Er regelt dann alles nur noch über den Mischer. Ist das nicht mit Nachteilen behaftet? Z.B. kann er doch dann gar nicht mehr die Solltemperatur zur Pufferladung sauber regeln, oder? Oder tut er das, in dem er dann den Kessel mit einer höheren Vorlauftemperatur fährt? Damit würde dann aber der Wirkungsgrad der Anlage sinken, da er durch die höhere Rücklauftemperatur schlechtere Temperaturübergange hat.


    Hab ich einen Denkfehler oder ist das zu vernachlässigen?


    Schöne Grüße aus Gransee,
    Ewu - ETA SH20 - Kesselpumpe Rücklaufanhebung Drehzahlsteuerung

  • Hallo Ewu


    Leider geht aus den Prospekt nicht hervor wie der ETA SH 20 die Drehzahl der Kesselpumpe regelt .


    Entweder über Phasenanschnitt oder Wellenpaket ,dann geht eine normale Hocheffizienzpumpe nicht mehr.
    Über PWM ist es einfach ,da brauchst nur eine Anschließen die eine externe PWM Ansteuerung hat (siehe Beitrag 147124).


    Es gibt aber auch Zwischenwandler die ein Phasenanschnittsignal (wellenpaket) in ein PWM -Signal umwandeln können,so das du eine moderne PWM Pumpe anschließen kannst.


    Schau mal ob dein Kessel einen 2. Kabel (mit dem PWM Signal ) hat das zur Pumpe geht.


    Natürlich ist es Vorteilhaft die Kesseltemperatur über eine Drehzahlregelbare Pumpe zu regeln .


    mfg Glutgeist

    Die wichtigste Erfindung der Menschheit ist:
    Bleistift und Papier


    v.T.A.Edison

  • Hallo Glutgeist,


    danke für die Antwort. Ich habe irgendwo noch elektrische Unterlagen zu dem Teil. Ich schau mal nach, ob man zu einem 2. Anschluss etwas finden kann. Und werde berichten. Vielleicht schreibe ich eta auch noch mal direkt an.


    Schöne Grüße,
    Uwe

  • Ich habe jetzt erst mal eine normale Hocheffizienzpumpe (Wilo Sratos Pico plus) verbaut. Wrd sehen, wie die sich in der Praxis auswirkt.


    Es sieht nicht so aus, als ob es kein PWM Signal gibt. Mal sehen, ob ich mir noch was einfallen lassen muss.


    Übrigens: Die Mindestdrehzahl hab ich auf 100% gestellt und über die Konfiguration den analogen Ausgang für die Pumpe auf binär gestellt (0 oder1), damit die Steuerung nicht "versucht" die Drehzahl zu regeln.

  • Ok kurzer Bericht:


    Die Pumpe läuft und macht ihren Dienst. Obwohl sie in der Drehzahl nicht mehr gedrossel wird, verbraucht sie trotzdem weniger Energie. Ich kann sie auch stufe 1,2 laufen lassen, wo sie zwischen 8 und 13 W verbraucht.


    Es könnte aber noch besser sein, denn die sonst so praktische Adaption läuft hier dem Prozess zuwieder. Warum?


    Nehmen wir mal idealtyypisch eine konstante Kesselleistung an: 20 kW


    Nun - wenn der Rücklauf kalt ist (30°C) und durch die Rücklaufanhebung ein relativ großer Anteil vom warmen Kesselvorlauf wieder zurück geührt wird, sind die Druckverluste niedrig (kurze Strecke, wenig Strömungswiederstand im Kessel selbst). Die Pumpe "denkt", dass es im Haus viele Heizkörper offen sind und schiebt ordentlich Wasser nach (steigert ihre Leistung).


    Wir brauchen aber relativ wenig Leistung: 0.437 m³/h ergeben sich bei T1=30°C, T2=70°C (dT 40K) und 20 kW


    Werden die Puffer warm und die Rücklaufanhebung dreht langsam zu, strömt mehr Wasser in die Puffer (und auch ins Heizungssystem) und der Strömungswiderstand steigt (längere Wege, ...). Ihr ahnt es: Die Pumpe "denkt" die Heizkörper schließen langsam und man sollte besser nicht mehr so kräftig Wasser nachdrücken, dass steigert nur unnötig den Druckverlust. Sie reduziert die Leistung. Aber in dieser Phase brauchen wir leider eine höhere Leistung, weil die Temepraturdifferent zwischen Vor- und Rücklauf sinkt:


    0.7 m³/h ergeben sich bei T1=60°C, T2=85°C (dT 25K) und 20 kW (Wasser)


    Sie regelt also genau "falsch" und muss daher immer mit unnötig hoher Leistung betrieben werden oder - wie ich es aktuell mache - beim Anheizen starte ich mit niedrigster Leistung und beim 1. Nachlegen dreh ich sie hoch. Aber erzählt dass mal meinen anderen Mitbewohnern...


    Ich betreibe die Pumpe (Wilo Sratos Pico plus) mit p-v - Stellung. Eine konstante ungeregelte Stufe gibt es nicht.
    Man könnte nun ein Ventil in die Rücklaufstrecke vom Kessel bauen und das vorsichtig so weit androsseln, dass der Strömungswiderstand bei der Rücklaufanhebung höher ist, als durch die Puffer. Ein scheinbares Paradoxum: Durch Energievernichtung Energie sparen.


    Hat jemand noch bessere Lösungsvorschläge.

  • Hallo, ich hätte eine Varios Pico STG eingebaut, oder ein UPM 3 Hybrid von Grundfoss. Ich glaube nicht dass du mit dieser Pumpe glücklich wirst.


    Oder auf Delta P-C stellen und die Maximale Förderhöhe einstellen.

  • Hallo,

    Sie regelt also genau "falsch" und muss daher immer mit unnötig hoher Leistung betrieben werden oder - wie ich es aktuell mache - beim Anheizen starte ich mit niedrigster Leistung und beim 1. Nachlegen dreh ich sie hoch. Aber erzählt dass mal meinen anderen Mitbewohnern...

    ich frage mich die ganze Zeit was die Pufferladepumpe mit den Heizkörpern zu tun hat? Hast du keine Pumpe im Heizkreis? Auch sollte mittlerweile bekannt sein, dass die Pufferladepumpe mit konstanter Leistung laufen sollte, falls nicht Leistungs/Lastabhängig mittels PWM geregelt. In jedem Fall sollte man den Druckverlust und den Massenstrom im Ladekreis kennen bzw. berechnen um die richtige Pumpe auszulegen. Ist im Ladekreis ein Mischer verbaut?


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

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