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Dampfmaschine

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  • Keines Falls erzeugt diese den „Unterdruck“ auf der Auslassseite der Dampfturbine.

    Aber natürlich muss sie das. Ohne sie würde das System einfach Wasser als dem Kessel rückwärts saugen. Das fließt ja einfacher als über den Rotor. Dein Vater kann das sicher gut erklären.

  • Ja, sorry die Väter verwechselt :sleeping: Vielleicht für ihn ein interessantes Gedankenspiel. Ob das in der Mini Ausführung klappen könnte? Der Roots verträgt ja nur 0,25Bar Druckdifferenz, das sollte auch die Leistung der Speisepumpe Mini halten. Dummerweise hab ich nirgends ein Diagramm (Drehzahl, Drehmoment, Gasmenge, Leistung) eines Roots gefunden ;(

  • Es ist richtig, die Speisewasserpumpe fällt nicht ins Gewicht. Leider gilt das nur für Maschinen mit größerer Leistung. Je kleiner die Leistung je mehr fällt es ins Gewicht. An sich hätte ich eine Pumpe von einer Espressomaschine die ich verwenden könnte. Aber ich habe mich entschlossen ohne auszukommen. Dafür nehme ich den nicht unterbrechungsfreien Betrieb in Kauf. Was sind schon eine Minute oder sollen es fünf Minuten sein in 24 Stunden. Wie gesagt habe ich einen Hahn zwischen Vorratsbehälter vom Verdampfer und Sammelbehälter vom Kondensator. Der ist selbstverständlich geschlossen wenn es eine Druckdifferenz zwischen Verdampfer und Kondensator gibt. Da läuft also nix zurück.

    Die Unterbrechung gestaltet sich auch einfach, da mein Verdampfer wie eine Sauna arbeitet. Wird aufgegossen gibt es Dampf. Ist der Zulauf geschlossen hört die Dampfbildung auf und der Roots bleibt stehen. Nun wird ein Bypass zum Roots geöffnet – der kontrolliert auch den maximalen Druck im Verdampferkreis als Sicherheitsbaugruppe. Nun kann der Hahn zwischen Vorratsbehälter und Sammelbehälter geöffnet werden und aufgrund der Schwerkraft fließt das Wasser – Gasaustausch geht über den Roots-Bypass. Danach wird beides geschlossen und der Aufguss beginnt wieder und der Roots fängt sich wieder an zu drehen.

    Was der Roots an Druckdifferenz verträgt hängt nicht von seinem möglichen Verdichtungsfaktor ab sondern von dem Material und den Materialstärken seines Aufbaus.

    Ich bin sicher der verträgt die vollen 8 bar die mein Luftkompressor bringt – da wird der abgehen wie eine Rakete – brauche also eine Last damit er nicht durch geht.

    Das Anlaufdrehmoment und die Spaltverluste im Stillstand hängen von der Druckdifferenz ab. Beides sind interessante Kenngrößen. Auch die Drehzahl-Drehmoment Kennlinien werden die Druckdifferenz als Parameter haben.

    Der Roots ist als Motor eine reine Volldruckmaschine - oder wie ich es nenne eine Volumenmaschine - er nützt keinerlei Expansion – die wird „verschwendet“ was aber bei geringer Druckdifferenz weniger eine Rolle spielt. Meine Modelrechnung zeigt auch, dass der Maschinenwirkungsgrad deswegen bei steigendem Differenzdruck abfällt. Die Leistung des Roots steigt natürlich mit steigender Druckdifferenz.

  • da mein Verdampfer wie eine Sauna arbeitet

    Bei 75° passiert da gar nichts (ohne Vakuumpumpe). Selbst bei einer Sauna wird das Literchen kaum spürbare Leistung abgeben bevor die kalt ist. Ging es nicht um kontinuierliche Leistung ? Nicht um ein paar Milliwatt am Tag? Der Verdampfer ist nicht der Kessel sondern was externes? z.B. in seinem Vorlauf?

    Ein Hydraulikplan wäre da nützlich damit wir nicht aneinander vorbei sprechen.

  • Hier mal was im Wiki über ORC Dampfmaschine steht. Da ist auch ein Hydraulikplan. Die Abänderungen die ich mir vorstelle hab ich schon beschrieben. Der wesentliche Unterschied jedoch ist: Ich verwende keine Expansionsmaschine sondern eine Volumen-/Volldruckmaschine. Der Verzicht auf die Speisewasserpumpe und der „Saunaverdampfer“ ist ein Peanut. Für die Anwendung als Addon einer bestehenden Heizung kann man auch andere leicht beschaffbare und leicht handhabbare Medien ins Auge fassen – z.B. Spiritus=Ethanol – hat lediglich Auswirkung auf die Materialwahl und erhöht die Leistungsfähigkeit. Ich bin der Meinung für die angestrebten 100 bis 300W reicht auch Wasser als Medium. Im Mediumkreislauf mit Wasser muss gegenüber Luftdruck gemäß Dampfdruckkurve bei Temperaturen unter 100°C ein Unterdruck sein. Der wird einmalig zu Betriebsbeginn hergestellt und bleibt erhalten wenn alles dicht ist.

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