Fröling: Frage nach Kesselgröße

  • Hallo zusammen,


    mein erster Post, vielleicht erst mal meine Daten:

    • Haus BJ 1967
    • Ca 180 m2 beheizt
    • Senertec BHKW BJ 2006
    • 2.000 Betriebsstunden pro Jahr
    • 3.600l Öl
    • 20.000 kWh Wärmebedarf (BHKW hat 10 kW thermische Leistung)
    • Optionaler 5 kW el. Heizstab im Puffer


    Meine Idee war, die aktuelle Förderung in Anspruch zu nehmen und einen Fröling Pe1c einzubauen. Aktuell reichen mir 10 kW thermische Leistung. Klar läuft mein BHKW bei -15/-20 Grad 16-18h pro Tag und am Limit, aber Ok. Wie ist es bei Pellets? Sollen die gedrosselt laufen oder wären 2000 Bh zu 100% ein Problem? Einen 20kW Brenner einzubauen, der dann taktet ist ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei.


    Eure Meinungen?


    Danke.


    VogelnarrFröling: Frage nach Kesselgröße

  • Ein Pelletkessel sollte nicht zum Takten kommen, wenn er mit einem ausreichend dimensionierten Pufferspeicher kombiniert wird und für das aktuelle Förderprogramm BEG wird für Pelletkessel ein Mindestpuffervolumen von 30 Litern pro kW Kesselleistung verlangt. Solange der Puffer nicht komplett geladen ist, läuft ein Pelletkessel auf Nennlast. Ist der Puffer voll geladen, wird abgeschaltet. Du mußt Dir also keine Sorgen wegen Teillastbetrieb machen.


    Wenn Du wissen willst, wie die korrekte Leistungsgröße des neuen Kessels sein soll, dann solltest Du eine Heizlastberechnung ausführen (lassen). Diese ist sowieso nötig für den vorgeschriebenen hydraulischen Abgleich. Bei der Berechnung wird für jeden Raum die benötigte Menge Energie ermittelt, um diesen bei Normaußentemperatur auf eine gewünschte Raumtemperatur zu heizen. Dann wählst Du den passenden Kessel aus. Ist dieser zu klein dimensioniert, wird es vielleicht nicht richtig warm, obwohl der Kessel im Dauereinsatz ist. Die Normaußentemperatur erreichen wir allerdings selten, daher muß man das nicht so eng sehen. Die Warmwasserbereitung sollte man aber nicht vergessen.


    Wenn Dir bisher die 10kW Leistung gereicht haben und niemand frieren mußte, sollten sie auch weiterhin reichen. Irgenwann muß ein Pelletkessel allerdings Pause machen, um seinen Tagesspeicher aufzufüllen. Bei starkem Frost kann das auch mehrmals am Tag sein. In der Zeit produziert er natürlich keine Wärme.


    Ein etwas größerer Kessel (z.B. 15kW) kann den Vorteil eines größeren Tagesspeichers mitbringen. Außerdem heizt er natürlich den Puffer schneller auf und kann Leistungsspitzen abfangen, z.B. morgens.


    Ein Pelletkessel hat eine Startphase, wo er vorwärmt und ein Glutnest mit Pellets erzeugt. So etwas gibt es bei einem Gas-/Ölkessel nicht. In dieser Zeit gibt der Pelletkessel keine Wärme ab. Auch das muß man berücksichtigen, spätestens bei der Konfiguration der Heizzeiten.

  • Hallo und willkommen im Forum!


    wie ich sehe, hast du schon 750l Puffer im Einsatz - wenn dein bhkw im Winter Überstunden macht, ist 10kw in meinen Augen deutlich Zuwenig.


    Eher ist es üblich, mit vollast den Puffer zu befüllen und dann aus dem Puffer das Haus zu heizen, zumindest fahre ich diese Strategie.
    Mein Kessel läuft dann an kalten Wintertagen 2-3mal am Tag je 3 Stunden, eingestellt ist er auf ca 21 kW.


    Ich persönlich würde, wenn möglich, den Pufferspeicher erweitern und den Kessel mit 20 kW fahren, so bist du immer auf der sicheren Seite...

    Don't blink!

    _______________

    D20P mit A25 und RLA durch Regumat, Hygienespeicher 800l

    Alles gesteuert per ACD01

    + 10m² Röhrenkollektor mit Regusol, gesteuert durch Deltasol BS Plus v2 für Schichtladung

    P.S.: Kranplätze müssen verdichtet sein!

  • Danke für das Feedback .
    Mein Problem ist die Raumgröße.
    Den 750 l Puffer bekomme ich gerade so rein, Frischwassermodul ist draufgesetzt.
    Ich liebäugel mit der Pe1c mit 16 KW.
    Somit sollten Reserven da sein.
    Wenn ich es richtig gesehen hab, gibts für den Kessel auch den Innovationsbonus von zusätzlichen 5%.


    Heizungsmonteur ist angefragt und Termin steht.
    …. ich werde berichten

  • Ich verstehe das Problem nicht so ganz ?

    Wenn dein BHKW 10kw Wärme liefert und du keinen Anbau planst und evtl in der Zukunft noch Dammmaßnahmen durchführst würde ich auch einen 10kw Kessel nehmen weil dieser am optimalsten laufen wird.

    Wird das BHKW denn abgebaut oder bleibt es als Backup und Notstromversorgung eh noch im Betrieb?

    Gruß Dennis

  • Hallo Dennis,

    Eigentlich würdest du mit dem Bhkw umsonst heizen.

    5 Kw Strom pro Stunde a 0,30 Euro =1,5 Euro. 1,8 l Ölverbrauch = kostet fast 1,50

    Tja eigentlich….

    Ich kann aber mit meinem Einfamilienhaus nur ca 2000 kWh selbst nutzen, Rest verschenke ich quasi für 3 Cents.

    Vorgestern Platine getauscht. 600 Euro.

    Ich will jetzt noch die Förderung nutzen, so lange ich sie bekomme.

    Aber ja, das war auch mein Gedanke.

    10 kw reichen, um fast 200 m2 zu heizen. Am Limit zwar aber ok.

    Die Frage die sich mir stellt. Hätte eine pelletheizung ein Problem 2000 h im Jahr bei Vollgas zu laufen oder nicht.

    ETA sagte mir mal, dass „Halbgas“ besser sei. Dann komme ich aber ins Takten .


    Noch ne spannende Frage zum Puffer.

    Warum ist zb bei Fröling das Kippmaß kleiner als Mindestmaß? Ich bin Buchhalter und kein Techniker.

  • Takten könnte er nur bei zu viel Leistung und zu wenig Speicher und zu geringer Spreizung.

    Oder definierst du "Takten" anders als ich?


    Wie oben schon gesagt - ich fülle den Puffer binnen 2-3 Stunden und hab ca 25K aus/einschaltdifferenz. Je nach Wärmeabnahme läuft der Kessel dann halt 1 - 3mal am Tag


    Grundsätzlich würde ich behaupten, das der Kessel das schon mitmacht, aber wie alles, das ständig Vollast läuft, dürfte das aufs Material gehen - auch dein bhkw dürfte schneller durch sein als ein baugleiches, das nicht ständig am Limit laufen muss.

    Don't blink!

    _______________

    D20P mit A25 und RLA durch Regumat, Hygienespeicher 800l

    Alles gesteuert per ACD01

    + 10m² Röhrenkollektor mit Regusol, gesteuert durch Deltasol BS Plus v2 für Schichtladung

    P.S.: Kranplätze müssen verdichtet sein!

  • Noch ne spannende Frage zum Puffer.

    Warum ist zb bei Fröling das Kippmaß kleiner als Mindestmaß? Ich bin Buchhalter und kein Techniker.

    Zu Deinem letzten Satz: Nimm mal eine Streichholzschachtel hochkant und kipp sie mal Breitseite an bis das Ende oben ist. Diese Höhe nach unten ist Kipp an.bei einem Puffer muss man zu dem Datenblatt Kippmaß noch dazu rechnen wenn der Puffer genau oben eine Gewinde Öffnung hat. Da muss man den Winkel den man einschrauben möchte die ganze Gewinde Länge noch dazu rechnen die in den Puffer reingedreht wird. Man kann auch reinschreiben dann aber die weitergehenden Armaturen auch......Puffer hochstellen und man stellt fest die Richtung stimmt doch nicht ....ganzen Puffer drehen......

    So mancher hat Betonfußboden rund um den Puffer aufgelockert und tiefer gelegt, damit alles passt!

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

    WW Boiler 300 lt

    UVR 1611

  • Danke für die Antwort.

    An ein Schraubgewinde von oben hab ich noch gar nicht gedacht, macht aber Sinn.

    Werde morgen mal meinen Heizraum ausmessen und die Datenblätter studieren.

    Bin gespannt, vielleicht hat mein Installateur ja auch noch ne goldene Idee. Sonst bleibt es eben bei 750l Puffer.

  • Mir ist es so ergangen. Ein runden Kreis markiert, mit der Flex 10 cm tiefer außen rum glatt reingeschnitten. Mit Boschhammer -Beton raus gepickert, glatte Ebene dünne Betonschicht. Eine dicke Schicht Isolierung unten reingelegt und die beiden Puffer eingesetzt, und ich konnte dannn oben ohne Probleme meinen Bogen eingehanft einschrauben.

    Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama

    https://zitatezumnachdenken.com/dalai-lama


    Mit freundlichem Gruß Jürgen


    Ekomet mini Plus

    2 x 1000 lt Puffer

    Propangas GK De Dietrich

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    UVR 1611

  • Quote

    Ich kann aber mit meinem Einfamilienhaus nur ca 2000 kWh selbst nutzen, Rest verschenke ich quasi für 3 Cents.

    Ein BHKW ist doch der optimale Parter für E-PKW?

    In Kombi mit PV für den Sommer die totale Unabhängigkeit. Das hätten viele gern. Hätte ich lieber als einen Peletter.


    Ist nur so ein Bauchgefühl, ist nicht gerechnet und ich hab keine Erfahrung damit.

    Grüsse


    Volker


    -altes Bauernhaus 280m² etwas gedämmt, DC40GS
    -2x2750l ex Gastanks als Puffer, mit Stroh gedämmt im Holzverschlag, Anlage in 5/4" Schwarzrohr geschweißt
    - Centramischer als RLA, WMZ, gemauerter 25x25cm Schornstein, ca.6,5m hoch, alles in der Garage, 20m Fernwärmeleitung
    -Solar seit Sep.2013, Direktwasseranlage, 20m² "Wuxi-Wankang" Heatpiperöhren, 60°, fast Süden, Resolregler "Deltasol BX", WMZ über "Grundfoss Dirkt Sensors"
    -Brauchwasserwärmepumpe seit Sep.2014, Dimplex BWP30HS

  • Hallo zusammen,

    So, gestern kam mein Installateur.

    PE1c wird er mir anbieten.

    Meine 3x 2000 l Öltanks raus und die Wand Heizraum / Öltankraum etwas versetzen um mehr Luft für den Heizraum zu bekommen.

    1000 l Puffer ist das maximale, größere bekommen ich nicht durch die Tür.

    Seine Empfehlung war der 22 KW, um für die Zukunft ( Ausbau oder Brauchwasserbedarf wenn Kinder größer werden) Reserven zu haben.

    Im Sommer wäre der Puffer dann in 1,8 h voll geladen. ( 40 Grad Einschaltdifferenz, 22 Kw Leistung). Im Winter wäre die Laufzeit entsprechend der Abnahme fürs Haus länger.


    Habt ihr Erfahrungen?

    Könnte mir auch 2 Puffer nebeneinander vorstellen, wobei sich der Wärmeverlust natürlich verdoppelt.


    Grüße

    Vogelnarr

  • Ach ja, fällt mir gerade ein.

    Wann genau „weiß „

    Der Kessel, wann er mit der Leistung runterfahren muss?

    Puffer wird ja im System hinterlegt.

    So stelle ich es mir vor.

    Fühler unten gibt den Einschaltzeitpunkt vor.

    Bis Temperatur Fühler Mitte erreicht, fahre Volllast, Rest regle runter bis Temperatur oben erreicht ist. Sinkt Mitte unter Temperatur X dann wieder Vollgas.


    Liege ich richtig oder völlig daneben?



    Und ja. Wer einen Dachs braucht, soll sich bei mir melden.

  • Wir haben ein Haus Bj 1930, 380 qm und einen 34 kW s4. 4 Puffer a 1000 ltr. Der HV ist an den ersten Puffer angeschlossen und läuft praktisch Vollast, die Heizung ist auch an dem Puffer angeschlossen und holt sich die benötigte Wärme aus den Puffer. Mit Eiche darf ich den HV max. zu 2/3 beladen dann sind die Puffer voll. Puffer werden bis 93 Grad geladen.

    Mit Weichholz kann ich ihn voll machen.

    Je nach Außentemperaturen muss ich ein bis dreimal Anheizen.

    Nach vier Saisons liegen wir bei 7138 Betriebsstunden.

  • Heizungsbauer dimensionieren den Kessel doch gerne größer als nötig - "Sicherheitsreserve". ;)


    Der Pelletkessel läuft jedenfalls so lange mit voller Last durch, bis der Puffer geladen ist. Im Automatikbetrieb schaltet er ab, wenn Puffer unten eine bestimmte Temperatur erreicht hat. Der Kessel schaltet ein, wenn Puffer oben eine bestimmte Temperatur unterschreitet.

  • Wenn Dir bisher die 10kW Leistung gereicht haben und niemand frieren mußte, sollten sie auch weiterhin reichen.

    Ich verstehe jetzt nicht Ganz warum der HB dir den 22kw Kessel verkaufen will wenn 16kw schon überdimensioniert sind?


    Die Zeiten sind doch vorbei, wo ein Kessel mit Reserven (ich vermeide absichtlich das Wort "überdimensioniert") nicht optimal läuft.

    Seit Puffer-Speicher verwendet werden gilt das doch nicht mehr.

    So lange die Mindest-Laufzeit nicht unterschritten wird, gibt es überhaupt keine Probleme mit einem leistungsfähigeren Kessel. Wenn nicht grade ein Sprung in der Baugröße ist, sind die Mehrkosten auch vernachlässigbar.

    Also muss in erster Linie Kessel mit Puffer abgestimmt sein.


    20.000 kWh Wärmebedarf (BHKW hat 10 kW thermische Leistung)

    wenn der Dachs 16-18 Stunden bei -15/-20°C läuft ist er zu 67-75% ausgelastet.

    Und läuft 6-8 Stunden nicht.....

    Das halte ich schon für sehr viel!

    Man darf nicht vergessen, dass viele Teile in erster Linie mit den Betriebsstunden altern und nicht mit dem Alter ansich.

    Sprich z.b. ein Gebläsemotor o.ä, wird bei halben Jahresbetriebsstunden länger halten.


    Und eben die Reserven.


    Habe selber einen 32kW Kessel und "nur" 15kW Bedarf vom Wohnhaus. Die Reserve ist für Nebengebäude und ein 2. Haus eingeplant. Aber selbst wenn nur das Wohnhaus beheizt wird habe ich mit dem 1.600L Puffer 2x am Tag ca. 3-4h (habs nicht genau gestoppt, nur eine Schätzung) Kessel-Laufzeit und funktioniert wunderbar.


    Irgenwann muß ein Pelletkessel allerdings Pause machen, um seinen Tagesspeicher aufzufüllen. Bei starkem Frost kann das auch mehrmals am Tag sein. In der Zeit produziert er natürlich keine Wärme.

    Das ist aber keine allgemein gültige Aussage! Stimmt wie es aussieht für Fröling & KWB, aber nicht für ETA.

    Ein- und Ausschaltpunkt vom Kessel sind rein die Puffer-Temperaturen. Wobei man das je nach Steuerung unterschiedlich definieren kann. Soll er z.b. den Puffer nur so lange laden bis der Sensor Mitte x °C hat oder bis zum Sensor Unten.

    Natürlich nur so lange eine Wärmeanforderung der Abnehmer anliegt.

    Die Leistung mit der der Kessel arbeitet ist eine in der Steuerung "interne" Geschichte, da hat jeder Hersteller und Kessel-Typ seine eigene Strategie.

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