Kaufberatung leistungsstarker wasserführender Scheitholz-Kaminofen

  • Hallo,



    ich bin auf der Suche nach Empfehlungen für einen wasserführenden Kaminofen.


    Wir hatten uns 2004 einen 9kW Ofen bei Obi gekauft, den wir bis jetzt betrieben haben. Es hat immer alles einwandfrei funktioniert, lediglich die Dichtschnüre musste ich hin und wieder austauschen. Sogar die Schamottesteine sind noch die ersten, obwohl der Ofen in den Wintermonaten rund um die Uhr brennt.


    Den Ofen haben wir meist mit fast geschlossener Luftzufuhr, also mehr oder weniger auf kleinster Stufe gefahren.


    Im Rahmen des Austauschs der Heizungsanlage würden wir nun gerne einen wasserführenden Kaminofen in das System einbinden und den alten Ofen dadurch ersetzen.



    Zwei 500 Liter Pufferspeicher sind vorgesehen und dadurch, dass ein recht großes Haus mit mehreren Wohnungen die Anlage mit nutzt, darf der Scheitholzofen ruhig ordentlich Leistung ans Wasser abgeben, die dann von den anderen Wohnungen zum Heizen genutzt wird.



    Ich hätte also gerne einen möglichst leistungsstarken Ofen (freistehend, kein Kachelofen) der einen großen Brennraum hat (aktuell bekommen wir ca. 38cm lange Scheite rein) und qualitativ in Ordnung ist.


    Es gibt die Öfen von Droof, die mir aber für die angebotene Leistung (11kW gesamt) und den kleinen Brennraum eigentlich zu teuer sind.


    Von den Leistungsdaten sagen mir die Hark 88 WW GT ECOplus bzw. der Hark 88 H WW GT ECOplus für ca. 3.500 bis 4.000 € sehr zu. Die sind mit 14kW Nennwärmeleistung (10kW Wasser, 4kW Raum) angegeben und der Brennraum ist auch recht groß.


    Alternativ gibt es in den Baumärkten noch den Hark Vito ECOplus der je nach Ausstattung zwischen 2.000 und 2.500,-€ liegt. Von den Leistungsdaten und der groben Optik her (offenes Warmhaltefach anstelle von mit einer Glastür geschlossenem Fach) ist er absolut identisch mit dem 88 WW GT.



    Wer hat bereits Erfahrung mit diesen Modellen gemacht – egal ob positiv oder negativ?


    Was spricht gegen das Baumarktmodell?


    Gibt es vergleichbare Alternativen anderer Hersteller?



    Ich bin über jeden Tipp dankbar. Aber seid so gut und begründet Eure Empfehlungen, damit ich sie auch nachvollziehen kann. Also bitte nicht nur „Hark ist Schrott“ oder „kauf xyz, der ist toll“. Das bringt mich nicht weiter, solange ich nicht weiß, warum der so toll ist und ob dieses Feature für mich den gleichen Stellenwert hat.



    Nochmal grob zusammengefasst was ich suche:

    • Wasserführend
    • Möglichst viel Leistung
    • Großer Brennraum
    • Dauerbrandgeeignet (die Ascheschublade sollte man leeren können, ohne dass der Ofen komplett aus sein muss – sprich, ausschütten wenn Glut vorhanden ist)
    • Die Glut sollte idealerweise von selbst zusammenrutschen, indem der Ofenboden kegelförmig zuläuft (aktuell ist der Ofenboden komplett eben und ich muss die Glut vor dem Nachlegen immer per Hand zusammenschieben)


    Vielen Dank schonmal im Voraus für möglichst viele Ideen.



    Beste Grüße….


    Carsten

  • Hallo


    bisher 9kW abgewürgt.........


    Die wasserführenden Öfen haben i.d.R. nur dann die genannte Verteilung der Wärme auf Wasser und Raum wenn sie im Volllastbetrieb laufen.

    Dann wirds bei Dir zu warm im Aufstellraum und für den Rest bleibt nicht genug übrig......


    Die Lastverteilungen sind ähnlich den Abgasverhalten der Diesel im Jahre 2015 zu betrachten.


    ciao Peter

  • Hallo,
    richtig, 9kW abgewürgt. Deshalb mache ich mir auch keine Gedanken, wenn er im Volllastbetrieb nur 4kW in den Raum abgibt. Da der Ofen bei uns zentral im offenen Flur/Treppenhaus steht, denke ich nicht, dass er mir die Wohnung überhitzt.


    Du meinst also, dass die Aufteilung 10/4 in der Realität eher Richtung 8/6 tendiert?


    Viele Grüße....

  • Hallo,


    hast du schon mit deinem Schornie darüber gesprochen denn der muss den neuen Ofen abnehmen und kommt bei größere Leistung noch die Frage der Messpflichtigkeit des Ofens. Wir haben und jetzt den Luuma Luvano 10kW (8 Wasser2 Luft) für 5300.- € bestellt der den alten 7kW Wamsler ersetzen wird der ist bei nicht Messpflichtig aber da sehe ich keine Schwierigkeit diese zu Bestehen.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2


    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
    Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
    DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Hallo,


    generell weiß der Schornie bereits Bescheid, dass wir das Thema angehen wollen.

    Über ein bestimmtes Ofenmodell haben wir aber noch nicht gesprochen und das Thema Messpflicht kam auch noch nicht auf.

    Messpflicht bedeutet was genau dann für mich? (also falls sie überhaupt zum Tragen kommt)


    Viele Grüße....

  • Meine Eltern haben einen Walltherm HV mit dem das ganze Haus versorgt wird. Der funktioniert seit vielen Jahren gut, es gab aber auch schon Probleme. Gerade vor einigen Wochen habe ich sie gefragt; sie würden ihn wieder anschaffen.

    Es gab allerdings hier Mal einen Nutzer, der diesen Ofen nach vielen Versuchen wieder rausgeschmissen hat, da er nicht zufriedenstellend brannte. Bei uns wird er nur mit Buche betrieben, ab und zu etwas Eiche, das funktioniert sehr gut, mit Nadelholz schlechter. Ich habe Mal eine ganze aufbereitete Zeder verschenkt, weil wir ihn damit einfach nicht zum laufen gebracht haben.

    Der Kessel hängt an einem 1000l PS in Kombi mit ca. 15m2 Röhrenkollektoren. Steuerung natürlich von TA, was sonst...

  • Hallo,

    wir haben 19 Jahre lang einen Wamsler K148 Zentralheizungsherd betrieben, der hat laut Daten 23 KW davon 16,5 wasserseitig.

    Er stand in der Küche, die mit offener Türe noch Wärme an Flur , Treppe und oberen Flur abgab.

    Es ist bei uns auch so gewesen, wie Peter im Post #2 schrieb: Richtig gut läuft das im Volllastbetrieb. Sobald wir ihn "abgewürgt" betrieben haben, hatten wir in Kürze Glanzruß im Schornstein, der auch jeweils entfernt werden musste - Folgekosten und auch ein nicht unerhebliches Risiko für einen Kaminbrand.


    Im Vollastbetrieb wird halt auch die Umgebung sehr warm; dazu kommt, dass wir nur 600l Pufferspeicher hatten; d.h. wenn die Heizung grad nichts oder nur wenig abführte, war der Pufferspeicher mit den 16kw auch ruckzuck voll und man musste aufpassen, dass man nicht überhitzte und die TA alles runterkühlen muss.


    Meine Empfehlung: nur einen Zentralheizungsherd planen und betreiben, wenn sowohl der Wohnraum mit der Lufterwärmung die Vollast aushält und auch der Puffer entsprechend dimensioniert ist. Dann kann das aber schon eine sehr nette Sache sein.


    Wir sind jetzt wegen des Komforts (nur einmal pro Tag Heizen) auf einen modernen Holzvergaser umgestiegen. Aber ein bissl vermissen wir den Herd in der Küche schon...


    Gruß Andreas

  • Hallo

    Hallo,


    Messpflicht bedeutet was genau dann für mich? (also falls sie überhaupt zum Tragen kommt)


    Viele Grüße....

    das heißt das der Ofen alle 2 Jahre gemessen wird (Preise sehr unterschiedlich zw.100-200€) und er muss die Werte der BiSch2 in Bezug auf CO und Feinstaub einhalten.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2


    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
    Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
    DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Hallo,


    hast du schon mit deinem Schornie darüber gesprochen denn der muss den neuen Ofen abnehmen und kommt bei größere Leistung noch die Frage der Messpflichtigkeit des Ofens. Wir haben und jetzt den Luuma Luvano 10kW (8 Wasser2 Luft) für 5300.- € bestellt der den alten 7kW Wamsler ersetzen wird der ist bei nicht Messpflichtig aber da sehe ich keine Schwierigkeit diese zu Bestehen.

    Der Luvano wäre optisch schon absolut das, was ich mir vorstelle.
    Für was sind denn die beiden Brennräume vorhanden?
    Das einzige was mich ein bisschen abschreckt ist die Tatsache, dass er wirklich kaum Leistung direkt in den Raum abgibt. Wir wollten die Wärme ja schon zum direkten heizen der Räume verwenden und nur den Überschuss in den Pufferspeicher leiten. So müssten wir sicher die Heizkörper anmachen.

  • Meine Eltern haben einen Walltherm HV mit dem das ganze Haus versorgt wird. Der funktioniert seit vielen Jahren gut, es gab aber auch schon Probleme. Gerade vor einigen Wochen habe ich sie gefragt; sie würden ihn wieder anschaffen.

    Es gab allerdings hier Mal einen Nutzer, der diesen Ofen nach vielen Versuchen wieder rausgeschmissen hat, da er nicht zufriedenstellend brannte. Bei uns wird er nur mit Buche betrieben, ab und zu etwas Eiche, das funktioniert sehr gut, mit Nadelholz schlechter. Ich habe Mal eine ganze aufbereitete Zeder verschenkt, weil wir ihn damit einfach nicht zum laufen gebracht haben.

    Der Kessel hängt an einem 1000l PS in Kombi mit ca. 15m2 Röhrenkollektoren. Steuerung natürlich von TA, was sonst...

    Auch der Walltherm sieht sehr gut aus.

    Aber preislich liegt der Ofen ja auch komplett nackig bei >5000,-€. Das ist natürlich eine ordentliche Stange Geld-

  • Der Wamsler ist leider zu groß für uns, da wir am Aufstellplatz nichts so breites Hinstellen können.

  • Vielen Dank für die tollen Tipps und Erklärungen.


    Kann jemand was zu den von mir beschriebenen Hark Modellen sagen und ggfs. auch eine Empfehlung aussprechen, ob das Baumarkt Modell ähnlich funktioniert.

  • Hallo Carsten,

    Für was sind denn die beiden Brennräume vorhanden?

    der Luvano oder Wali sind Holzvergaser fürs WZ und da ist der obere der Füllraum mit Vergasung und der untere ist der Brennraum wo die eigentliche Verbrennung der Holzgase aus den Brennraum passiert und dadurch erreichen die auch Wirkungsgrade von über 90% und ich brauche einen Ofen mit wenig Abgabe in den Raum da ich der Wohnküche einen Verbrauch von 0,5-4 kW (+10 - -25°C) habe.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse geregelt mit UVR16x2


    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als
    Backup geregelt mit zwei UVR16x2 mit CAN-I/O44 CAN-MTx2 und CMI
    DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Hallo Carsten,

    Für was sind denn die beiden Brennräume vorhanden?

    der Luvano oder Wali sind Holzvergaser fürs WZ und da ist der obere der Füllraum mit Vergasung und der untere ist der Brennraum wo die eigentliche Verbrennung der Holzgase aus den Brennraum passiert und dadurch erreichen die auch Wirkungsgrade von über 90% und ich brauche einen Ofen mit wenig Abgabe in den Raum da ich der Wohnküche einen Verbrauch von 0,5-4 kW (+10 - -25°C) habe.

    Ein Wirkungsgrad von über 90% ist natürlich eine ganz andere Hausnummer als das, was die "normalen" Öfen bringen. Hark gibt die von mir oben angeführten Modelle mit 84% Wirkungsgrad an.

  • Hallo,

    je kleiner das Verhältnis Luft/Wasser ist, um so besser ist dein Ofen nutzbar zur Heizung für den Rest vom Haus über die Puffer.

    Die Wärmeabgabe Wasser hängt mit der Abgabe Luft direkt zusammen, d.h. wenn du den Ofen nicht auf Volllast heizt, weil dir dann der Aufstellraum zu warm wird, sinkt auch die Wasserleistung, unter Umständen auf die Hälfte der angegebenen Leistung.

    Vom Walltherm weiß ich aus einem Gespräch auf der ISH, dass dieser so eingepackt werden kann, dass die Luftleistung bei Volllast auf 1kW reduziert wird, und du dann 14kW in den Heizkreis bzw die Puffer schieben kannst.

    Das bedeutet dann auch, dass du in der Übergangszeit schon damit heizen kannst, in der ein Ofen, der 3-4 oder mehr an den Raum abgibt, die Räume überhitzt.

    Die Wirkungsgrade der Öfen sind immer auf die Nennlast bezogen, wenn du also einen Ofen häufiger auf dieser betreiben kannst, ist das besser als überwiegend Teillastbetrieb.

    Dazu sollten halt ausreichend Puffer vorhanden sein, zu viel Puffer schadet nie...

    Mein SP Dual hat drei mal so viel wie vorgeschrieben, wenn ich Platz hätte, würde ich noch mehr machen.

    Gruß

    Christian

  • Post by Alexand3rSchwab ().

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  • Hallo,
    das verhält sich bei uns etwas anders.
    Die Wärme, die ich einspeise, geht bei uns in den Heizkreis von Mietwohnungen. Diese Heizleistung bekomme ich nicht wirklich groß vergütet.
    Wir haben in unserer Wohnung fast ausschließlich mit unserem Ofen geheizt und die normale Zentralheizung nicht genutzt.
    So soll es in Zukunft auch weiterlaufen (dass das, was der Ofen abgibt, unsere Räume ausreichend erwärmt).
    Lediglich die überschüssige Energie soll, statt in durch den Schornstein zur globalen Erderwärmung beizutragen, erst noch den Heizkreis des restlichen Hauses aufheizen. Als Pufferspeicher sind zwei 500 Liter Behälter vorgesehen. Mehr ist sehr wahrscheinlich nicht notwendig, da die zeitnahe Abnahme der Energie durch die anderen Wohneinheiten sichergestellt ist.


    Viele Grüße,
    Carsten

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