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Kesselpumpe überdrückt Heizkreispumpe

  • Ich hab ein Problem mit meiner Heizkreis Regelung. Ich fahre einen Vorlauf von 27Grad im HK. Jedes mal wenn das Feuer ausgeht und die Kesselpumpe startet zum Restwärme abführen, schießt mir die Vorlauf Temperatur im HK auf 40Grad hoch, so schnell kann der HK Mischer nicht regeln. Dann geht die HK Pumpe infolge Übertemperatur aus.

    Meine HK Pumpe läuft sehr langsam, was vermutlich die Ursache ist, allerdings ist es ja eine Effizienzsache die HK Pumpe so niedrig wie möglich laufen zu lassen um Strom zu sparen. Die Kesselpumpe schießt ja immer sofort mit 100% ins System rein. Kann man die Problematik irgendwie vermeiden? Der Heizkreisabgang geht nicht vom Puffer ab, sondern in der Zuleitung zum Puffer. Würde das Problem behoben sein, wenn der HK aus dem Puffer abgehen würde?


    Das Problem tritt ebenfalls auf, wenn der Puffer bei 2% rumjuckelt und die obere Temperatur nur noch bei 35Grad liegt. Dann Feuer macht. Sobald der Kessel 75Grad hat macht er ja den Mischer auf und schickt mir 75Grad in den Vorlauf... Zack auch wieder Übettemperatur aus, der Mischer bekommt es dann auch nicht mehr ausgeregelt, das geht dann Stunden hin und her, weil der Mischer nicht weit genug schließt durch die Eta Regelung :/. Erst wenn ich händisch den HK ausmache und warte bis der Mischer bei 0% ist und ich dann wieder anmache pendelt er sich langsam auf 27Grad ein, weil er ja von 0% startet. Das ist sehr nervig und blöd, weil das Relais der Pumpe leidet wenn es 200 mal in der Stunde schalten muss an aus an aus.... :/

  • Auch wenn dir das im Moment technisch nicht weiter hilft, aber es klingt so als wäre dein Kessel VL direkt am Mischer der Heizung. Hätte man bei der Hydraulik zuerst den Kessel VL in den Puffer gejagt und dort deinen Zulauf für den Mischer abgegriffen, würde das Problem nicht auftauchen. (Hydraulische Weiche)

    Ob man das ohne die Hydraulik zu ändern auch mit weniger Aufwand lösen kann weiß sicherlich Holzpille .Ich denke er wird bei Gelegenheit genaueres dazu sagen können.

    Gruss

  • Servus!


    Das Stichwort wurde schon genannt: Hydraulische Weiche

    Wenn ich mir deinen Plan so ansehe, würde ich den VL für die Heizkreise an die oberste Verbindung der 2 Puffer setzen.

    Habe aber keine Ahnung, ob das praktisch möglich ist. Vielleicht gibt es aber noch einen 3. Anschluß in der Höhe?

    Alternativ noch der oberste Anschluß vom zweiten Puffer, rechts am Plan.


    Viele Grüße

  • Mir ist das Problem auch schon aufgefallen. Hab aber ETA nie angeschrieben deswegen. Wäre ja mit Software leicht zu bändigen. Kurz vor Restwärme einfach schon die HK Mischer zu fahren


    Bei mir regelt sich das aber sehr schnell ein. Geht keine 2 Minuten.

    ETA SH30 Touch Automatik
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    Edited once, last by Etaminator: Ein Beitrag von warp735 mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Mir ist das Problem auch schon aufgefallen. Hab aber ETA nie angeschrieben deswegen. Wäre ja mit Software leicht zu bändigen. Kurz vor Restwärme einfach schon die HK Mischer zu fahren

    Das ist ja aber auch nicht zielführend, vorallem weil der manchmal 3-4 mal Restwärme abführt nach einem Abbrand. Zumal es beim Kesselstart auch so ist.

    Aber eine Lösung ohne irgendwas umzubauen gibt's nicht?


    Bei mir regelt sich das aber sehr schnell ein. Geht keine 2 Minuten.

    Kann das sein dass es bei höherer VL Temperatur funktioniert? Wieviel fährst du?

  • Ich hab in den Kessel Einstellungen gesehen dass die Kesselpumpen Drehzahl verändert werden kann. Momentan läuft sie immer auf 100%. Bis zu welchem Wert kann die Pumpe eingedrosselt werden? Es soll ja auch am Kessel nichts kaputt gehen, aber ich könnte ja da theoretisch 20% eintragen 🤔

  • Keine gute Idee... Dein Kessel muss die produzierte Wärme ja abführen können, je geringer die Drehzahl, desto höher deine Kessel VL Temperatur.

    Ich würde auf die Antwort der "Hydraulik Experten" warten.

    Gruss Ingo

  • Hallo


    Deine Kesselpumpe schaltet ein und aus. Der Mischer regelt nach. Und hat somit ein erheblich trägeres Verhalten als die Pumpe. Bei einem eingeschwungenen Zustand funktioniert alles, aber nicht bei solchen "Sprungantworten".


    Der Vorlaufsicherheitsthermostat der FBH schaltet ab bei Übertemperatur. Erst wenn die Leitung mit dem Thermostat abgekühlt ist, schaltet der die Pumpe wieder ein.


    Also sehe ich mehrere Möglichkeiten:

    1. Vorlauf Heizkreise von VL Kessel entkoppeln

    2. Dämmung im Bereich des Sicherheitsthermostaten entfernen (damit er schneller abkühlt) und mit dem Effekt leben.

    (3. Auf Restwärmenutzung verzichten)


    ciao Peter

  • Das ist ja aber auch nicht zielführend, vorallem weil der manchmal 3-4 mal Restwärme abführt nach einem Abbrand. Zumal es beim Kesselstart auch so ist.

    Aber eine Lösung ohne irgendwas umzubauen gibt's nicht?


    Ich meine ja nicht zu fahren und zu bleiben. Sondern einfach 30sek früher "gegensteuern" dass wenn dann plötzlich das heiße Kesselwasser kommt, der HK Mischer "gewappnet" ist und nicht so "überrascht" wird.


    Heizkreismischer "Pendeln" hatte ich ganz am Anfang auch. Hat ETA online eingeregelt und eingestellt. HB hats nicht hinbekommen. Da wars wie bei dir, das er über Stunden zuviel aufgemacht hat, dann zuwenig usw. Immer in so 5 Minuten Wellen.

  • Das habe ich mit diesen Parametern in den Griff bekommen.

    Ganz weg geht das Überschwingen natürlich nicht damit.


    Parameter sind nur in Service KD verfügbar!



    EDIT: Das Problem an der ganzen Sache ist, dass der ETA den Rücklaufmischer komplett aufreisst und dann erst die Pumpe startet. Dann kommt natürlich ganz gewaltig viel heißes Wasser am HK-Mischer an.

    Mit diesen Parametern kannst Du die Mischeröffnung zum Pumpenstart bestimmen. Hier: 25%

    Zusätzlich noch die Pumpenleistung (geregelte Pumpe (PWM am besten) vorausgesetzt!!).


    Also startet die Pumpe langsamer und das schon bei 25% Mischeröffnung. Der Mischer geht dann noch auf bis 100%. Aber halt ganz langsam.

    So hat der HK-Mischer eine Chance das alles auszuregeln.


    Nachteil: Die "Schichtung" im Kessel wirbelt es natürlich durcheinander. Manchmal ist im Kessel oben über 80° drin und unten vom kalten RL bspw. 30°C.

    Mit nur viertel offenem RLM wird das natürlich durcheinandergemischt und der heiße VL wird schneller nicht mehr nutzbar.


    Aber irgendwas ist ja immer...

    ETA SH-20
    Buderus GB125
    6qm FK-Solarthermie
    1000l Hygienespeicher mit 2x Solar
    1000l Speicher nackt seriell dahinter

  • Hallo,


    auf die Nachteile einer gekoppelten Hydraulik will an dieser Stelle jetzt nicht näher eingehen, die meisten der User kennen meine Einstellung dazu.

    An diesem Beispiel wird das wieder deutlich.

    Die zuvor gemachten Vorschläge mit Veränderungen an den Einstellungen von RLA und Kesselpumpe können probiert werden, wenn man mit dem Ergebnis leben kann, ok.

    Was aber festzuhalten bleibt ist, die Hydraulik ist nicht ok. Eine gute (entkoppelte) Hydraulik lässt eine gegenseitige Beeinflussung von Kreisen nicht zu.


    Mein Vorschlag: Da die Puffer kommunizierend angeschlossen sind, fällt am ersten Puffer der zweite obere Anschluss weg.

    Um ohne viel Aufwand eine hydraulische Entkopplung zu erreichen würde ich auf die Anfahrentlastung verzichten (bringt eh nicht viel) und wurde an die beiden oberen Anschlüsse die Ladeleitung und den Abgriff der Heizkreise anschließen. Ob nun die Ladeleitung oben oder am zweiten Anschluss angeschlossen wird kann man dann von den Gegenheiten der Nutzer abhängig machen (Wird rechtzeitig angeheizt, wie wichtig ist mir die schnelle Aufheizung oben etc) Die Rücklaufleitung der Verbraucher würde ich dann an den untersten Anschluss des ersten Puffers anschließen (Puffer sind ja kommunizierend angeschlossen). Alles andere könnte so bleiben. Somit ist eine vollständige hydraulische Entkopplung gewährleistet und die Probleme sind gelöst.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Ich würde es ja gerne so einstellen, genau so einen Punkt Pumpen drehzahl in Restwärme gibt's bei mir nicht... :/


    Also die Hydraulik umbauen ist halt auch so eine Sache, vor nächstem Jahr Frühling wird das nichts... Ich hab mal mit ETA telefoniert, aber die hatten gar keine Ahnung 😴 meinte nur bei anderen Personen kommt das nicht vor... Auf die Frage warum Eta das so vorgibt zu bauen konnte er mir auch nichts sagen... Was für einen Vorteil bringt das? In jedem ETA Beispiel Hydraulik Plan wird das so gebaut 🤔. Von der Idee die Kesselpumpen Drehzahl zu reduzieren riet er mir ab. Unter 80% Drehzahl soll man nicht gehen.

  • Firmware upgraden!

    Die Option gibt es erst neu.


    EDIT: Seit x.53.0

    ETA SH-20
    Buderus GB125
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    1000l Hygienespeicher mit 2x Solar
    1000l Speicher nackt seriell dahinter

    Edited once, last by pat1975 ().

  • Hallo,

    Also die Hydraulik umbauen ist halt auch so eine Sache, vor nächstem Jahr Frühling wird das nichts...

    Ja gut, dann erst nächstes Jahr. Lebst du denn schon länger mit dem Makel oder ist dir das erst jetzt aufgefallen. Die Anlage scheint ja nicht neu zu sein!?

    Ich hab mal mit ETA telefoniert, aber die hatten gar keine Ahnung 😴 meinte nur bei anderen Personen kommt das nicht vor...

    Die meisten ist das wohl egal oder haben andere Verbrauchercharakteristiken. Bei dir ist das wohl wegen der ziemlich niedrigen VL Temperatur. Wäre die höher würde der Mischer das besser ausregeln können. (Wurde bereits erwähnt)

    Auf die Frage warum Eta das so vorgibt zu bauen konnte er mir auch nichts sagen... Was für einen Vorteil bringt das?

    Der einzige Vorteil den eine gekoppelte Hydraulik hat ist der, dass bei kalten Puffern direkt der/die Verbraucher mit Wärme versorgt würden. Ist aber nicht so wirklich ein Argument da in der Realität die Puffer nicht bis zum letzten Rest ausgenutzt werden. Es gibt Puffer, die das Argument aushebeln. Außerdem: Was soll denn dann die Anfahrentlastung bei der gekoppelten Hydraulik? Für mich ist das Unsinn weil es nichts bringt.

    Von der Idee die Kesselpumpen Drehzahl zu reduzieren riet er mir ab. Unter 80% Drehzahl soll man nicht gehen.

    Heute mit der vielen Elektronik und den zahlreichen Sensoren überall noch dazu PWM Pumpen (hat der ETA nicht eine in der RLA?) kann man das auch punktgenau drehzahlmäßig regeln. Bei den leistungsstarken Pumpen und 100% wirds richtig unruhig in den Puffern.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • Auf die Frage warum Eta das so vorgibt zu bauen konnte er mir auch nichts sagen... Was für einen Vorteil bringt das?

    Der einzige Vorteil den eine gekoppelte Hydraulik hat ist der, dass bei kalten Puffern direkt der/die Verbraucher mit Wärme versorgt würden. Ist aber nicht so wirklich ein Argument da in der Realität die Puffer nicht bis zum letzten Rest ausgenutzt werden. Es gibt Puffer, die das Argument aushebeln. Außerdem: Was soll denn dann die Anfahrentlastung bei der gekoppelten Hydraulik? Für mich ist das Unsinn weil es nichts bringt.


    Für die WW-Bereitung im Kombipuffer macht die AFE schon Sinn.

    Wobei es auch ganz wunderbar ohne geht.


    Ich würde heute ohne bauen.


    Grüße,

    Patrick

    ETA SH-20
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  • Nein die Anlage ist neu und noch keine Heizsaison gelaufen. Ich wohne ja noch nicht da, deswegen möchte ich die VL Temperatur nicht höher nehmen. Wenn ich dann drin wohne werd ich die VL Temperatur wahrscheinlich auf 35-40Grad stellen, da noch paar kleine Heizkörper vorhanden sind. Die Eta Pumpe kann natürlich PWM, allerdings ist die Regelung anscheinend nicht dafür ausgelegt die Kessel-Pumpe zu regeln 🤔 die läuft einfach immer stur auf 100% egal was der Kessel macht...

  • Hallo,

    aha, diese kleinen Details könnte man ruhig mal zu Beginn einer Diskussion erwähnen.

    Ich schlage vor, du wohnst erstmal und stellst die Anlage auf die dann herrschenden Gegebenheiten ein. Sollten sich die Dinge immer noch als gravierend

    darstellen das sie im täglichen Leben als störend empfunden werden, kann man entsprechend was ändern.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

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