ETA Hack 49,5 KW: Problem mit Feinstaubmessung

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  • Hallo Experten,


    Problem bei Hackschnitzelheizung 50 KW

    Feinstaubwerte ( über 200 mg) und CO zu hoch bei Abgasmessung,

    Heizmaterial derzeit Eschenholz G30 sehr gut lufttrocken ca. 16/17% restfeuchte

    alle vorherigen Messungen (2015/2017/2019) meistens mit Fichtenholz keine Probleme

    zum Teil sehr gute Werte,

    Lambdasonde ist erneuert und kalibriert

    Kessel ETA 49,5 KW mit Touchdisplay 2014

    kein E-hack, kein Feinstaubfilter


    Danke im Voraus

  • fme81

    Approved the thread.
  • Hallo, eins vorweg, ich kenne deinen Kessel nicht, jedoch um konkrete Aussagen/Hilfestellung geben zu können, bedarf es mehr Angaben.

    Zum einen wäre das Messprotokol hilfreich, anhand des gemessenen Rest O2 Wertes könnte man eine evtl. Fehlfunktion bereits erkennen. Was sicherlich bei allen geregelten Kessel zu prüfen ist, wäre Falschluft,( alle Dichtungen etc) korrekte Funktion der Stellglieder/Motoren/Klappen etc.

    Stelle also bitte dein Messprotokol zur Verfügung und prüfe sofern möglich, ob alles soweit dicht ist und funktioniert.

    Gruss Ingo

    Atmos DC25 GSE mit "Gust-Luftwaage" und Flammtronik. Lüfter regelbar.

  • Ich zweifelte auch nicht an deiner Lambdasonde. Um noch genauer zu Fragen, welcher Restsauerstoffwert ist denn eingestellt? Wurde dieser Wert verändert? Wird der Wert +-1% gehalten? Verhält sich die Anlage ansonsten wie immer? (in Bezug auf Rauch am Schornstein, Abgastemperatur, Verbrauch)

    Gruss Ingo

    Atmos DC25 GSE mit "Gust-Luftwaage" und Flammtronik. Lüfter regelbar.

  • O2 bei Teillast 9,5 % (lin Y1)

    O2 bei Vollast 6,5 % (lin Y2)

    Versuche Y2 schärfer oder mit mehr Restsauerstoff zu fahren 6,0 bis 7,5 ergaben

    keine direkte Verbesserung,

    ebenso keine Verbesserung durch Veränderung des Laufzeitverhältnis

    Primärluft meist höher als Sekundärluft aber nicht immer

    Bild bei Teillast

    bei Vollast PL 50-60 % SL 50-80 %

    Rauch am Schornstein normal

    Abgastemperatur m.E. auch normal

  • Ist der Brennstoff denn von der Güte her passend? Evtl. Feuchtigkeit zu hoch?

    Sorry, aber wenn alle Parameter während der Messung verändert wurden, ohne dass die Werte besser wurden bzw. passten, bliebe ja nur der Brennstoff.

    Wie gesagt, ich kenne deinen Kessel nicht, dann bliebe wohl nur der Kundendienst.

    Gruss Ingo

    Atmos DC25 GSE mit "Gust-Luftwaage" und Flammtronik. Lüfter regelbar.

  • Der Brennstoff ist der von der Güte her gut,Hartholz kaum Rinde,

    Feuchtigkeit Hackgut im Bunker 18 %, im Heizraum angekommen ca. 1-2% weniger

    meine Vermutung, dass er mit der guten Qualität eher schlecht zurecht kommt,

    die Prüfstandwerte sind mit Fichtenhackgut mit 25 % Wassergehalt, d.h. Feuchtegehalt ca. 30 %,

    Messwerte bei Hackgut schwanken immer, aber es ist keine eindeutige Tendenz bei Parameterveränderung festzustellen,

    CO-Gehalt deutet auf keine vollständige Verbrennung, er hatte schon Werte unter 50 ppm CO

  • Der Rest O2 scheint mir etwas zu hoch zu sein . Dadurch wird die Sekundärflamme stärker angeblasen und abgekühlt und wahrscheinlich auch zu viel Staub transportiert. Mein HVS läuft bei 4% Rest O2 am saubersten und hat fast 100° höhere Brennraumtemp. wodurch auch weniger Asche anfällt . Bei höherer Brennraumtemp. wird das CO auch besser verbrannt. Ich würde also mal versuchen mit weniger Rest O2 zufahren und dann zu messen .

    Soli 14,9T

    16m2 Solar

    200l WW+2800l Puffer

    UVR1611+Flammtronik

    100m² FBH + 120m² mit Heizkörber

    John Deere 820+BGU SSA300

    Multicar M24

    Dumper Picco1

  • Die Vermutung hatte ich auch schon, das würde auch das etwas mehr an Asche erklären

    Aussage von Eta KD Restsauerstoff bei Nennlast von 6,5 auf 7 zu erhöhen wäre dann aber eher kontraproduktiv

    Scheitholzkessel können auch mit etwas weniger O2 betrieben werden, da nicht dauernd Material eingeschoben wird,

    Glutbett ist auch ziemlich gering und weit weg von Glutbettschalter,

    O2 schwankt auch ziemlich, das heißt das Sekundärluftschieber viel schwingt

  • Kannst Du die Brennkammertemp. ablesen??

    CO zündet erst ab 600° da solltest du weit drüber liegen.

    Soli 14,9T

    16m2 Solar

    200l WW+2800l Puffer

    UVR1611+Flammtronik

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    John Deere 820+BGU SSA300

    Multicar M24

    Dumper Picco1

  • O2 bei Teillast 9,5 % (lin Y1)

    O2 bei Vollast 6,5 % (lin Y2)

    Versuche Y2 schärfer oder mit mehr Restsauerstoff zu fahren 6,0 bis 7,5 ergaben

    keine direkte Verbesserung,

    ebenso keine Verbesserung durch Veränderung des Laufzeitverhältnis

    Ich hatte deine Angabe so verstanden , dass selbst bei Reduzierung des Rest O2 keine Verbesserung eintrat. Daher verstehe ich jetzt nicht, warum Rest O2 nochmal reduziert werden soll. Auch dass der eingestellte Wert nicht gut gehalten wird (schwingt) ist neu. Drum fragte ich ja ob Rest O2 =Sollwert +-1% gehalten wird. Denn wenn nicht, kommen wir wieder zum Thema Falschluft, diese kann bedingt durch das Erwärmen des Kessels sich verändern, d. h. ggf im kalten Zustand alles ok, im warmen Zustand zieht er Falschluft. Die Regelung versucht dann den RestO2 zu stabilisieren, verringert Sekundärluft, Verbrennung unvollständig, da der tatsächliche Rest O2 Wert, bezogen auf die Verbrennung, durch die Falschluft verfälscht wird. (beim Holzvergaser wäre neben Falschluft auch ein Hohlbrand denkbar, bei Hackschnitzel ist dies ausgeschlossen)

    Daher wäre mein Ratschlag in Bezug auf Falschluft die Dichtungen usw. wie oben bereits erwähnt zu kontrollieren.

    Gruss Ingo

    Atmos DC25 GSE mit "Gust-Luftwaage" und Flammtronik. Lüfter regelbar.

  • Ich habe ja nicht behauptet das Restsauerstoff nochmal reduziert werden soll

    Meine Angaben beziehen sich auf die Werkseinstellungen von ETA bei Teillast 9,5 % bei Volllast 6,5 %,

    Dichtungen wurden kontrolliert bzw. gewechselt,

    was gegen Falschluft spricht dass bei höherer Leistung die Werte nicht proportionial schlechter werden,

    was sein müsste da bei grösserer Gebläsedrehzahl mehr Unterdruck und mehr Falschluft eingesaugt werden müsste

    als bei Teillast und niedriger Drehzahl,

    Brennkammertemperatur kann ich leider nicht ablesen, ich könnte es eventuell mit einen Infarotthermometer probiern


    Brennkammertemperatur 850 - 900°C

    Edited once, last by Etaminator: Ein Beitrag von Restsauerstoff mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Hallo


    Strömungswiderstände verhalten sich nicht proportional, sondern quadratisch zur Ströungsgeschwindigkeit.

    Doppelte Strömungsgeschwindigkeit 4 facher Druckverlust.

    Deshalb Falschluft wegen der proportionalität auszuschliessen halte ich für nicht zielführend.


    ciao Peter

  • Servus Peter,


    Folgende Dichtungen wurden überprüft bzw. ausgetauscht:


    Aschekübel Deckel und 2 mal Flansch,

    Wärmetauscherdeckel

    Brennkammertüre

    Stokeranschluss

    Lambdasonde wurde getauscht incl Dichtung


    wo sollte noch Falschluft sein und wie sollte sie zu finden sein


    Strömungsgeschwindigkeit verdoppelt sich auch nicht bei höherer Leistung,

    Die Luftmenge erhöht sich da PL und SL-Schieber weiter öffnen bei höherer Gebläsedrehzahl

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