Vorstellung und Fragen zu Projekt Scheitholzvergaser BMK 40 + Einbindung Gastherme + Solarthermie

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  • Hallo Holzheizergemeinde,


    ich möchte in Kürze bei mir eine Scheitholzvergaseranlage einbauen lassen und würde euch mal das gesamte Projekt vorstellen. Mir liegt bereits ein Angebot einer Heizungsfirma vor.


    Gebäude: voll unterkellertes EFH aus 2015, derzeit genutzte Wohnfläche ca. 130 qm, geplante gesamt nutzbare Wohnfläche 190 qm (nach Dachausbau).

    derzeitiger Energieverbrauch bei Beheizung von ca. 100 der 130 qm liegt bei ca. 18000 kWh pro Jahr ( je nach Winter +/-) wobei das Wohnzimmer u. Küche (zusammen ca 46 qm) meist 23 bis 23,5 Grad, abends auch mal bis 24 Grad aufgeheizt werden.


    geplante Zusatzkomponenten, die in der Zukunft zeitweise mit beheizt werden sollen: Kleines Gewächshaus bis ca. 12 qm, eventuell kleines Tropenhaus und später evtl. Kleines Schwimmbad.


    vorhandene Heizung: gesamtes Haus Fußbodenheizung, in beiden Bädern und für das Dachgeschoß ist ein zweiter Kreis für Konvektoren vorgelegt, aber noch nicht in Betrieb, Gastherme mit Solarunterstützung für Warmwasser (Solarthermie)


    geplant: Scheitholzvergaser Guntamatic BMK 40 mit 215 l Füllraum, 4000 l Pufferspeicher (2x2000, einer davon als einfacher , der zweite als 2-Register-Ausführung, Warmwasserbereitung via externes Frischwassermodul, Einbindung der vorhandenen Gastherme als Backup., Einbindung der vorhandenen Solarthermie.


    Mir liegt jetzt ein Angebot von einer Heizungsfirma vor. Es umfasst alle Preise der Geräte und Komponenten inclusive Einbau, Einweisung in die Anlage, Berechnung Hydraulik usw. Rückbau der bestehenden Anlage im Keller, also Abbau der vorhandenen Verrohrung, und Transport von Kessel (geteilte Ausführung) und Puffern in den Keller.

    Nicht dabei ist der Preis für die Herstellung eines Anschlusses an den vorhandenen Schornstein.


    Der Gesamtpreis soll sich incl. MwSt auf 35000,- € belaufen. Könntet ihr mir Tipps geben, was besonders beachtet werden sollte. Ist der Preis gerechtfertigt ? (ja es ist klar, die Anlage ist schon etwas aufwändiger aufgebaut mit Solareinbindung, und Gas als Backup. Sobald es losgeht, kommen auch Bilder und eine regelmäßige Vorstellung über den Projektfortschritt.


    Ich freue mich auf Eure Rückmeldungen und Hinweise bzw. Hilfestellungen.


    VG

    Thomas

  • Hallo und willkommen.

    Das klingt doch alles recht plausibel.

    Zum Komfort gehört, falls nicht schon serienmäßig, eine automatische Zündung beim Kessel. Ich kenne zwar nur den BMK30 persönlich, betrachte diese Kessel jedoch als absolut empfehlenswerte Oberklasse.

  • ....der BMK 40 hat einen ca. 20 cm höheren Füllraum als der BMK 20/30, und damit ca. 50 l mehr Füllraum. Mein Ziel ist es, mit einer Ladung bis zu 3 Tagen auszukommen, heißt bei Automatikzündung, früh füllen, ausbrennen lassen, am späten Abend erneut füllen und automatisch zünden zu lassen, dann erst nach 6 Tagen wieder drum kümmern.

  • Die Idee ist vom Ansatz her schon recht gut. Die Frage ist nur bei welcher Außentemperatur diese Zielstellung mindestens noch erreicht werden soll. Sicher sind wir durch milde Winter verwöhnt, aber -18 hatten wir in diesem Winter auch.

  • heißt bei Automatikzündung, früh füllen, ausbrennen lassen,

    am späten Abend erneut füllen und automatisch zünden zu lassen, dann erst nach 6 Tagen wieder drum kümmern.

    Vergiss das ganz schnell wieder!

    Die Restglut setzt dir noch Stunden nach dem Ende des ersten Abbrandes gleich alles wieder in Brand!

    Wenn du genügend Speicher hast und 2 komlette Abbrände speichern kannst, kannst du direkt nachlegend in der Ausbrandphase!

    Oder aber du füllst erst nach ca. 24 Stunden den Kessel neu, verschliesst ihn und lässt ihn nach Bedarf dann selbstständig starten!

    Wenn dir aber anheizen so viel Stress bereitet, dass du froh bist den Kessel 6Tage vergessen zu können…. Dann bist du wohl besser mit einer Scheitholz und Pelletskombination bedient.

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • 2 komplette Abbrände gehen bei dem Holzfüllraum aber nicht mit 4000L Puffer.

    Wollte damit ja nur sagen, dass Kessel füllen für „einen automatischen Start bei Anforderung“, sooo nicht funktionieren wird.

    Wenn das eingelegte Holz an der Restglut beginnt zu schwelen, beginnt es unangenehm zu riechen….

    So mancher Kollege hatte plötzlich eine Holzkohlefabrik im Heizraum, nur dass unsere Kessel allesamt nicht mit einem Teer-Essigablauf ausgestattet sind und alles auf den Heizraumboden sifft oder die Aschelade vollteert.

    Ist mir auch schon passiert, als ich für meine Frau das Holz eingeschichtet hatte, damit sie nur noch „Taste drücken muss und Streichholz hinhalten“.

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • 2 komplette Abbrände gehen bei dem Holzfüllraum aber nicht mit 4000L Puffer.

    ...mit dem ersten Abbrand fülle ich die Puffer weitgehend, da die Heizlast des Hauses nur mäßig ist. Vorausgesetzt es ist keine Restglut mehr vorhanden, schichte ich dann am späten Abend, meinetwegen auch erst am darauffolgenden Tag neues Holz ein, das ich dann aber automatisch zünden würde, sobald die Puffertemp. unter einen voreingestellten Wert sinkt. Soweit die Theorie.

    Werde jetzt Abstriche an dem Projekt vornehmen um Kosten zu reduzieren ....die Gastherme als back up möchte ich nicht mehr....ist eh sinnlos. Im Moment ist es sowieso paradox....ich rechne in der Zukunft eher mit einem Ausfall der Gasversorgung aufgrund der aktuellen Ukraine -Situation und aussetzender Lieferung von Russland aus bekannten. Gründen. Ein Holzmangel ist eher unwahrscheinlich, da mehr oder weniger regional. Und dass jetzt alle sich Holzöfen einbauen, ist weder wahrscheinlich und auch für die meisten allein schon wegen Platzgründen, Beschaffungslogistik und aus Bequemlichkeitsgründen undenkbar.

    Im Moment erklären mich doch einige Freunde und Kollegen für verrückt. Aber wir werden sehen, wer Recht behält. Solange man bei Kräften ist, ist es außerdem gesund, an der frischen Luft Holz zu machen.

    Und falls ich krankheitsbedingt nicht mehr kann, muß man sowieso alles neu planen. Im Sommer wird meine Solarthermie größtenteils das Trinkwasser erwärmen, wie jetzt auch schon. Im Winter heize ich dann eh mit Holz. Und wenn mal doch einige kühle sonnenarme Sommertage kommen sollten, muß ich halt den Holzkessel anwerfen.


    Thomas

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