Hallo ihr Lieben Holzfans
ich bin in einer echten Zwickmühle derzeit - vielleicht könnt ihr mir dabei helfen eine sinnvolle Lösung zu bekommen. Wir kaufen derzeit ein Haus im Kreis Pinneberg (110 m2 WFL), das hat einen gut funktionierenden Niedertemperaturkessel von Wolf eingebaut. Technik an sich ist in einem für das Alter guten Zustand. Nun stellt sich die Frage was zu tun wäre. Und was davon sinnvoll ist. Grundsätzlich soll eine Röhrenkollektoranlage und ein passender Pufferspeicher sowie ein Kachelofen (ggfls wasserführend) eingebaut werden. Im Haus ist ein Schornstein mit 3 Zügen vorhanden, 180 x 180 mm mit Plewa Rohr, da ist derzeit der Ölkessel angeschlossen, und 2 x 140 x 80 mm, die sind frei ohne Rohreinsatz. Und da fängt das Problem an. Welches Szenario wäre hierbei das sinnvollste?
1. Ölkessel durch Brennwerttechnik und PE Abgasrohr in einem freien Zug ersetzen und einen wasserführenden Holzofen an den freiwerdenden Kaminzug hängen?
2. Ölkessel belassen und einen wasserführenden Holzofen mit außenliegendem Schornstein einbauen lassen?
3. Öltechnik ersetzen durch Holzpellet, Sacksilo und Sauganlage, wobei die dann an den großen Zug dran müsste? Holzofen dann ohne Wasserführung und außenliegendem Schornstein.
Kostenmäßig dürfte 1. bei einem Ersatz die günstigere Lösung sein, die anderen Komponenten kämen ja bei allen Szenarien extra dazu. Das wäre im Moment auch die sinnvollere Lösung. Ich erhoffe mir damit eine gewisse Unabhängigkeit für die Brennstoffversorgung, da im Sommer die Kollektoren Wärme erzeugen, in der Übergangszeit dann der Ofen dazusteuert und die Ölheizung bestenfalls im Winter nur noch selten laufen muss. 4.000l Tankinhalt wären vorhanden, das sollte dann ggfls. mehrere Jahre reichen und nicht nur eine Heizperiode. Der Holzofen würde auch als Dauerbrandofen geplant. In der Küche könnte ggfls. auch noch ein Holzherd eingebaut werden, der evtl. den Wasseranschluss erhalten könnt. Macht aber nur Sinn, wenn der große Zug frei wird und dann Öfen für Mehrfachbelegung zugelassen sind. Zukünftig - sofern es ein Budget dafür noch hat - soll eine PV Anlage verbaut werden. Der Überschuss könnte dann ggfls. auch mittels Heizstab gespeichert werden. Das ist aber nur Additiv.
Anstatt Pellets könnte auch ein Kombikessel Pellet / Scheitholz ins Auge gefasst werden. Holzmachen macht mir Spaß und soll dann auch zukünftig Hauptbestandteil werden. Ich scheue mich nicht vor der körperlichen Arbeit. Aber macht das Sinn, dann maximal 3 Scheitholzoptionen Ofen, Herd und Kombikessel im Haus zu haben?
Wer von den verehrten Mitforisten war denn in einer ähnlichen Situation? Und was war dann die Lösung? Bei fallendem Heizölanteil an den Gesamtanlagen in Deutschland dürfte ja auch die Nachfrage und damit der Preis fallen, wobei bei Pellets eher das Gegenteil zu erwarten ist? Oder liege ich damit falsch? Das soll jetzt aber bitte keine philosophischen Diskussionen auslösen ![]()
Ich freue mich auf eure Antworten
Liebe Grüße vom Lutz