Reparaturanleitung Stokerschnecke: Zu hohe Stromaufnahme. Der Antrieb für Stoker und Zellradschleuse ist blockiert

There are 37 replies in this Thread which was already clicked 11,230 times. The last Post () by Lykers.

  • Hallo Leute,


    zunächst mal möchte ich bekannt geben, dass ich fast noch nie in einem Forum aktiv mitgearbeitet habe.

    Da ich aber in vielen Forums schon oft Hilfe gefunden habe, möchte diesmal auch ich vielleicht jemand anderem etwas helfen.


    Mein Ofen wurde 2012/3 in Betrieb genommen, und hat bisher, bis auf Kleinigkeiten, absolut top seinen Dienst verrichtet. Einmal musste ich den Anzündföhn austauschen lassen, wobei dies auf Garantie erledigt wurde. Die Lambdasonde gab unmittelbar nach dem Service auf, wobei vielleicht ich die Sonde selbst etwas zu "genau" gereinigt habe. Der Außenfühler war mal defekt, dies lag aber sicher nicht am Ofen, da drang Wasser in die Klemme ein. Sonst gab es noch nichts, der Ofen zeigte heute ca. 16.000 Stunden Gebläsebetrieb und 10000h Vollastbetrieb an. Ich betreibe den Ofen vielleicht etwas unüblich, er ist nur von ca. 04.00-07:30 und von ca. 17.00-21.00 in Betrieb. In diesen 2 Zeitfenstern lasse ich ihm ergänzend das Warmwasser herstellen. Somit habe ich relativ wenige Starts, und er läuft viel weniger im Teillastbetrieb. Ich vermute, deshalb keine Verharzungen oder der Gleichen zu finden. Mein Gebläserad ist absolut frei und zeigt keine Verkrustungen.

    Da wir eine Fußbodenheizung haben, klappt diese Einstellung sehr gut.


    Nachdem die Störung auftrat, informierte ich mich bei meinem Installateur meines Vertrauens, er gab mir den Tipp, wo ich beginnen sollte, den Fehler zu suchen. Mein Nachbar hat den selben Ofen, auch er hatte das selbe Problem.


    Zunächst gebe ich jedem den Tipp, findet ihr unter dem Kettenantrieb der Zellradschleuse ein Staubhäufchen, bestellt euch schon mal die Ersatzteile. Zwei Fotos habe ich dazu angefügt. Ein Häufchen bildet sich unter der Kette, das zweite beim Wellenausgang der unteren Förderschnecke. Ihr braucht zwei Lager mit der Bezeichnung UC204 D1 und zur Sicherheit zwei Lagerschalen.


    Bei ETA nennen sich die Teile:


    ETA Stahlblechgehäuse PF rund für Y-Lager d=20, Lochkreis 71,5, Schraublöcher 3x8,7/8,7

    ETA Spannlagereinsatz d=20 D=47 B=31, UC204-2RF, L3-Dichtung


    Beide Teile solltest du jeweils 2-fach bestellen, die Lagerschale brauchst vielleicht nicht, aber wenn das Lager zu fest sitzt, kannst es abflexen, und brauchst dich nicht unnötig lange mit dem Lagerabziehen beschäftigen.


    Vor der Operation den Schubdeckel abnehmen, links und rechts jeweils 2 Schrauben (Imbus), eine in der Mitte neben der Aschebox. Danach das Schutzblech mit den paar Kreuzschrauben abnehmen.

    Der linke Ofendeckel muss ebenfalls ab, der hat unten zwei Schrauben am Umbug und eine Oben am Deckel, neben der Ansaugung ist ein Loch, da kommt man mit einem Kreuzschraubenzieher ran.


    Wenn der Deckel ab ist, wird es nicht wesentlich schwieriger. Gleich zu Beginn würde ich jetzt empfehlen, jede Schraube der 3 Zahnräder (ohne Motor) zu lockern, fällt mit Kette etwas leichter als ohne. Danach kann man den Antriebsmotor mit 4 Schrauben lockern und die Kette abnehmen. Wie die Kette drauf liegt würde ich fotografieren, oder merken.

    Ist die Kette ab, kann man schon mal versuchen, ob sich jede der 3 Wellen mit der Hand drehen lässt. Vermutlich mal eher nicht, nur die mittlere Welle, die die Zellradschleuse antreibt lies sich bei mir bewegen. Nach dem Lagertausch lässt sich jede Welle ohne Probleme händisch drehen.


    Die drei Zahnräder als erstes abnehmen, und markieren, ich habe dazu "oben", "mitte" und unten draufgeschrieben. Auf die Keile achten, am Besten gleich rausnehmen und zu den Zahnrädern legen.

    Die Zahnradschrauben sind eingeklebt, und gehen entsprechend zäh ab. Ich habe sie beim Zusammenbau nicht mehr neu eingeklebt, habe keine Bedenken, dass sich diese später lösen könnte.


    Die äußeren Lagerschalen können alle abgenommen werden, leider waren bei mir original manche Schrauben ohne Beilagscheiben verbaut, beim Zusammenbau habe ich welche beigelegt.

    Um die Wellen rausnehmen zu können, muss das Lagerblech (inkl. Antriebsmotor) weg. Das Blech ist Kesselseitig von unten mit einer M8 Schraube mit 13er-Schlüsselweite befestigt. Diese Schraube ist durch die Kesselisolierung verdeckt. Einfach mit dem Finger am Blech entlang suchen. Diese Schraube ist beim Zusammenbau sehr gefinkelt wieder einzusetzen. Der Motor und der Kondensator lassen sich einfach abstecken.


    Die untere Welle hat direkt an der Schnecke eine eigene Lagerung (die ist vermutlich defekt). Diese als nächster lösen. Eine Schraube verbindet die mittlere Welle über eine M8 Schraube die Zellradschleuse, diese auch rausnehmen. Somit ist man soweit, man kann nun alle zwei Schnecken rausziehen.


    Und jetzt wird es notwendig, die austretenden Pellets aufzufangen. Nachdem die obere Schnecke rausgezogen wird, rieselt der gesamte Vorratsbehälter aus. Ich habe dazu einen Industriesauger verwendet, diese Pellets würde ich nicht mehr verwenden. Die Gefahr besteht, dass sich irgendwo eine Schraube oder dergleichen dazu schwindelt. Ich verwende es als Einstreu für den Hühnerstall. ;)



    Die Lagerungen sind mit Wurmschrauben auf der Welle fixiert, die neuen Lager hatten bei mir neue Wurmschrauben dabei. Für das Abnehmen der Lager brauchte es bei mir einen ordentlichen Schraubstock, ordentliche Wasserpumpenzangen, einen Rostlöserspray und etwas gefühlvolle Gewalt. Mein Nachbar erzählte, dass bei ihm die Lager mit der Flex aufgeschnitten wurden. Dadurch wird es jedoch notwendig, auch die Lagerschale zu zerschneiden. Deshalb mein Tipp, bestellt euch sicherheitshalber 2 Lagerschalen dazu. Nachdem die Lager ab waren, habe ich die Welle mit Schleifpapier etwas gereinigt, damit das neue Lager besser draufrutscht.


    Die Lager selbst habe ich erst nach der Montage der Wellen mit Platte wieder mit den Wurmschrauben festgezogen. Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, dass die Wellen genau fluchten, damit die Kette später wieder gerade laufen kann. Die Kette habe ich mit den Zahnrädern gemeinsam aufgelegt, die Kettenspannung so eingestellt, dass der Kettenspanner ungefähr 1,5 cm zu spannen hat.

    Die Kette habe ich mit Kettenspray vor dem Einbau geschmiert.


    Die Zellradschleuse hat Kesselseitig lediglich ein Gleitlager, dieses Lager sollte man auch schmieren, ich habe dazu weißes Sprühfett verwendet.


    Ich denke, jeder mit etwas Handwerkzeug, Mut und ein wenig Bastlererfahrung kann diese Reparatur selbst checken.


    Meine Werkzeugliste:

    2x 13 Schlüssel

    13 Nuss mit Rasche

    Kreuzschraubenzieher

    Imbusschlüsselset

    Schraubstock

    Wasserpumpenzange

    Taschenlampe

    Kettenspray

    Gleitspray

    8er Nuss mit Verlängerung

    Schlitzschraubendreher (Reinigung der Führungen)

    Schleifpapier

    Staubsauger


    Nach der Reparatur tauchte bei mir ein Fehler auf, die Kesseltemperatur sei unten zu gering. Mir ist es irgendwie passiert, dass mir der Kesselfühler rechts unten ein Stück weit heraus rutschte. Wie das ging, ist mit ein Rätsel. Einfach wieder reinstecken, und gut wars.


    Wünsche euch viel Erfolg, und hoffe euch ein bisschen unterstützt zu haben. Wichtiger ist etwas Mut, so schwierig ist die Sache nicht.


    lg

  • Etaminator

    Changed the title of the thread from “Fehler: Stokerschnecke: Zu hohe Stromaufnahme Der Antrieb für Stoker und Zellradschleuse ist blockiert” to “Reparaturanleitung Stokerschnecke: Zu hohe Stromaufnahme. Der Antrieb für Stoker und Zellradschleuse ist blockiert”.
  • Hallo MichaelEnne,


    willkommen im Holzheizer-Holzvergaser-Forum und danke für deinen ausführlichen Bericht zur Reparatur der Stokerschnecke. :thumbup:


    Ich habe deinen Beitrag "angepinnt" und leicht umbenannt. Außerdem habe ich dein Benutzerprofil mit 1.Kessel=pu15 / 2.Kessel=Eta / 3.Kessel=Pelletheizung überarbeitet, da hast du wohl nicht verstanden wie das auszufüllen ist. Um dein Benutzerprofil zu komplettieren könntest du noch bei Ausstattung etwas zur Puffergröße und ggf. WW-Erzeugung schreiben.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Danke Karlheinz,


    hoffe jemand helfen zu können. Forums wie deines hab ich schon oft genutzt, aber niemals etwas "zurück gegeben ".


    Ich fürchte, dass dieses Lager noch bei vielen zum Problem wird. Also bin ich guter Hoffnung, es können sich etliche etwas Geld sparen.


    lg Michael


    PS: Danke auch für deinen Einsatz.

  • Danke für die Schilderung.

    Auf dem letzten Bild sieht man Metallabrieb. Ist dies das Staubhäufchen, was du meinst?

    Woher kommt dieser Metallabrieb?

    Mfg Holzfreund

  • Vielen Dank für die ausführliche Anleitung.


    Ich habe die gleiche Fehlermeldung und werde mich gleich mal auf die Fehlersuche machen.


    Erste Rückmeldung:

    Nach Quittieren der Fehlermeldung läßt sich der Kessel wieder einschalten.

    Er zündetet wie "normal" und beginnt den Heizbetrieb.


    Der Schneckenmotorstrom hat 0,14A

    Maximalstrom steht auf 0,18A


    Erstmal sieht alles gut aus.


    Zwei Fragen:

    1. War der Kessel noch temporär nutzbar, zum Beispiel durch ölen der Lager, oder ging da bis zur Reparatur nix mehr?


    2. Du schreibst, der Pelletvorratsbehälter läuft leer .....

    Wäre es dann vielleicht sinnvoller den zunächst mit einem Industriesauger leer zu saugen.


    Gruß Helmut

  • Man kann ggf. auch die Schrauben der Stahlblechgehäuse etwas lockern damit sich das evt. festsitzende Lager in dem Blech drehen könnnen. So kann man zur Not die Zeit bis zum Tausch überbrücken.

  • Bevor ich hier meine Beobachtungen von heute nieder schreibe zunächst noch eine Info:

    Bei mir finde ich nirgends Metallabrieb bzw. "Staubhäufchen". Aber was führt denn möglicherweise zu meiner Störung?


    Beobachtungen:

    1. Nach Quittieren der Fehlermeldung läßt sich der Kessel wieder einschalten.

    Er zündetet wie "normal" und beginnt den Heizbetrieb.

    Der Schneckenmotorstrom hat 0,14A,

    ab und zu mal ganz kurz 0.25A aber ohne das der Kessel direkt in Störung geht.

    Die mittlere Welle scheint leicht zu laufen.

    Oben mit der Hand doch deutlich schwerer und unten kann ich mit der Hand nichts ausrichten.

    Dann nach ca. 90 Minuten geht der Kessel dann doch auf Störung und schaltet ab.


    2. Habe diese Fehlermeldung erneut quittiert und wieder eingeschaltet. Kessel startet wieder.

    Nun habe ich während des Heizbetriebs die Kette mal "gut geölt" und ebenso alle erreichbaren Lager von der Seite her mit Öl eingesprüht.


    Ergebnis für heute: der Kessel lief nun durch bis der 825 Ltr Puffer komplett auf 65 Grad aufgeheizt war.

    Dieser Heizbetrieb lief ca. 2,5 Stunden, keine Störung oder Abschaltung, keine Probleme.


    Nach der Ketten- und LagerPflege habe ich noch die Beweglichkeit der 3 Wellen getestet: dazu habe ich zwar die Kette nicht abgenommen, aber innerhalb dem "Spiel" der Kettenspannung ist doch eine recht gute Beurteilung möglich.

    Die mittlere Welle ist richtig leichtgängig und unten und oben jetzt viel besser problemlos mit der Hand zu drehen.

    Dann habe ich noch die Kettenspannung justiert.


    Bleibt mir nun nur noch abzuwarten wie es beim nächsten Heizbetrieb (wahrscheinlich morgen) weiter geht.


    Habe noch keine Idee wo ich bei einer erneuten Überlastabschaltung wegen zu hohem Motorstrom mit der Fehlersuche beginnen soll.


    Ein festsitzendes Lager schließe ich eigentlich schon jetzt aus.


    Für Tipps bei der Fehlersuche wäre ich sehr dankbar.


    Noch eine Frage: auf welchen Wert kann man den Motor-Überlast-Strom einstellen.

    Bei mir aktuell noch 0,18A , also Werkseinstellung.

  • Nachtrag incl. Beobachtungen von heute:

    Der Fehler ist leider NICHT behoben.

    Nach ca. 2 Stdn Heizbetrieb wieder Abschaltung wegen Motor-Überstrom.


    Mein sehr vertrauenswürdiger Heizungsmonteur meint auf Nachfrage kurz:

    Motor-Kondensator tauschen.


    Das werde ich nun tun und hier berichten.

  • Ich hatte den Fehler einmal sporadisch, nachdem sich in der Zellradschleuse ein Fremdkörper "durchgezogen" hatte. Da hat es im Alu eine umlaufende Riefe gegeben, das Messingteil wurde ebenfalls beschädigt.

    Die meiste Zeit hat es funktioniert und ließ sich von Hand sauber drehen, je nach Temperatur muss sich da aber wohl ab und an etwas verkantet haben.

    Hab dann alles ausgebaut, Messing_Teil sauber entgratet, das Alu-Gegenstück innen sauber entgratet und wieder montiert. War ein Aufwand von ca. 3h, mit vollem Tagesbehälter händisch entleeren.

    Ich würde, wenn die Anlage jetzt keine 10+ Jahre alt ist, erstmal keinen Kondensator tauschen, sondern zerlegen, auf mechanische Freigängigkeit prüfen und wieder zusammenbauen. Ein Kondensator ist, wenn er kaputt ist, auch einfach kaputt. Der geht dann nicht sporadisch und sporadisch wieder nicht.

  • Hat sich die Fehlermeldung bei dir denn auch regelmäßig wiederholt oder war das eine einmalige Sache?


    . Ein Kondensator ist, wenn er kaputt ist, auch einfach kaputt. Der geht dann nicht sporadisch und sporadisch wieder nicht.

    Danke für den zusätzlichen neuen Denk-Ansatz.


    Ich kann deine Überlegungen auch gut nachvollziehen.


    Doch gilt das nicht auch für ein mechanisches Problem?

    Der Kessel läuft 1,5 Stunden und dann plötzlich überlast? Das ist doch auch für ein mechanisches Problem eher seltsam.


    Zumal mir die Wellen als nicht sonderlich schwergängig erscheinen.

    Und die Zellradschleuse am Wenigsten.

    Die dreht sich ganz leicht.


    Ich beobachte mal den Motorstrom, lasse den Aufzeichnen und hoffe dort was zu erkennen.


    Klar können hier sichtbare Schwankungen sowohl elektrische als auch mechanische Ursachen haben ....


    Der Schneckenmotorstrom hat 0,14A,

    ab und zu blitzen da auch mal ganz kurz 0.25A aber ohne das der Kessel direkt in Störung geht.


    Die Werkseinstellung für Überlast steht bei mir auf 0.18 Ampere.

    Also nur 0.04A über "Normalstrom" das ist ja auch nicht viel "Luft".


    Wie sind denn bei euch die Stromwerte im Normalbetrieb.

    Vielleicht sind ja meine 0.14A schon zu hoch???


    Frage wohl meinen Heizungstechniker nochmal ob Kondensator Tausch immer zum Erfolg geführt hat.


    Bzw. was er aus seiner Erfahrungen für wahrscheinlicher hält:

    Einen mechanisches oder elektrisches Problem.


  • Hallo,


    dies ist eine Momentaufnahme der Werte meiner Anlage während der Förderung.


    Natürlich schwankt der Wert auch manchmal, aber die meiste Zeit bewegt sich die Anzeige in diesem Bereich.

    Schon mal auf die Erwärmung geachtet ?


    Ich würde folgendes tun:

    Tagesbehälter leeren, Stocker leerfahren, Antriebskette abnehmen, alle Wellen auf leichtgängigkeit prüfen, wenn möglich den Kondensator messen.

    Außerdem prüfen ob die Lagerung der Getriebewelle noch in Ordnung ist ( hier wurde schonmal von einer defekten Lagerung berichtet).

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Super und ganz lieben DANK.


    Bei deiner Momentaufnahme zeigt der Motorstrom 72 mA.

    Bei mir sind das 140 mA,

    Da fehlt nicht mehr viel bis 180 mA.


    Doch bevor ich mich ans reparieren wage, werde ich erst nochmal folgenden Test versuchen:


    Mechanische Fehlersuche:

    Ich werde beim Heizbetrieb einfach mal die Wellen mit der Hand festhalten, also zusätzlich belasten bzw. Bremsen und schauen, inwieweit sich das beim Motorstrom auswirkt.


    Oder im Gegenteil mal den Antrieb in Drehrichtung unterstützen.


    Bin gespannt, ob ich damit deutliche Strom-Änderungen bewirken kann.



    Elektrische Fehlersuche:

    Habe im Moment leider keine Möglichkeit den Kondensator zu messen und einen passenden Ersatz habe ich auch nicht.


    Das wird aber dann mein nächster Schritt .... falls der mechanische Test keine eindeutigen Auffälligkeiten / Zusammenhänge zeigt.

  • Mechanische Fehlersuche:

    Ich werde beim Heizbetrieb einfach mal die Wellen mit der Hand festhalten, also zusätzlich belasten bzw. Bremsen und schauen, inwieweit sich das beim Motorstrom auswirkt.


    Oder im Gegenteil mal den Antrieb in Drehrichtung unterstützen.

    Kann man machen.

    Aber was machst Du wenn sich das auf den Motorstrom auswirkt oder auch nicht ?


    Tagesbehälter leeren, Stocker leerfahren, Antriebskette abnehmen, alle Wellen auf leichtgängigkeit prüfen, wenn möglich den Kondensator messen.

    Außerdem prüfen ob die Lagerung der Getriebewelle noch in Ordnung ist ( hier wurde schonmal von einer defekten Lagerung berichtet). ?


    Irgendtwo kommt die erhöhte Stromaufnahme doch her.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Kann man machen.


    Aber was machst Du wenn sich das auf den Motorstrom auswirkt oder auch nicht ?


    Test - Erkenntnis:

    Die Wellen in Drehrichtung unterstützen ober so fest ich kann mit der Hand bremsen .... beides wirkt sich überhaupt nicht auf den Motorstrom aus.

    Der bleibt bei 140-150 mA


    Anderer Test, den ich noch vorher durchgeführt habe:

    Ich habe vor einem Startvorgang einfach die Kette abgenommen und dann gestartet ....

    Also nur der Motor alleine!


    Und der Motorstrom liegt ohne Belastung also im Leerlauf ebenso bei 140-150 mA.

    Aber vielleicht ist das ja für meinen Motor auch ein völlig normaler Wert.

    Das weiß wahrscheinlich nur ETA.


    Ich denke ich sollte mich jetzt mal um ein Kondendator-Messgerät bemühen.


    Oder würdet ihr immer noch den Fehler in der mechanisches suchen also alles auseinander bauen und reinigen.


    Übrigens: als die Kette ab war habe ich die Wellen von Hand gedreht.

    Klar, die Pellets waren noch drin, deshalb ist eine Beurteilung sehr subjektiv,

    Alle Wellen waren "relativ leicht" von Hand zu bewegen.

    Die Zellradschleuse mit Abstand em leichtesten.


    Doch was heißt das schon .... so wie sebisgrube geschrieben hat:

    Die meiste Zeit hat es funktioniert und ließ sich von Hand sauber drehen, je nach Temperatur muss sich da aber wohl ab und an etwas verkantet haben.

  • Kondensator soll ja den Anlaufstrom abfedern. Im Dauerbetrieb hat der ja keine Auswirkung mehr.

    Hallo,

    der Stockermotor startet und stopt im Betrieb mehrmals in der Minute.

    Und ein Heizbetrieb kann mehrere Stunden dauern.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Kondensator soll ja den Anlaufstrom abfedern. Im Dauerbetrieb hat der ja keine Auswirkung mehr.

    Hallo,

    der Stockermotor startet und stopt im Betrieb mehrmals in der Minute.

    Und ein Heizbetrieb kann mehrere Stunden dauern.

    wie bringt uns das jetzt weiter?


    Wie willst du damit eingrenzen ob der Kondensator einen weg hat?

    Ggf. handelt es sich ja um Pellets die den Antrieb der Schnecke erschweren. Dann wäre im Dauerbetrieb (Handbetrieb) die Stromaufnahme konstant hoch.


    Geht die Stromaufnahme nur beim Start des Stokers hoch ist es wohl eher der Kondensator (wäre eine Methode den Fehler einzugrenzen ohne dass man den Kondensator messen kann)


    Deshalb lesen und zitieren wir ja auch immer nur den Teil den wir zusammenhanglos ohne neuen Lösungsansatz präsentieren. :rolleyes:


    Etwas mehr konstruktiv wäre evt. besser??? ;)

  • Post by Lykers ().

    This post was deleted by the author themselves ().
  • Lesen und Verstehen.

    .... Im Dauerbetrieb hat der ja keine Auswirkung mehr.

    Auf den zweiten Teil deiner Aussage bezog ich mich.

    Der Stockermotor startet und stopt mit dem Heizbetrieb nicht nur einmal sondern, je nach geforderter Heizleistung, mehrmals in der Minute und das über die gesammte Heizdauer die über Stunden gehen kann.

    Wie willst du damit eingrenzen ob der Kondensator einen weg hat?

    Will und kann ich damit überhauptnicht eingrenzen. darum ich hatte, weiter oben empfohlen, den Kondensator, wenn möglich, zu messen.


    Soll hiermit reichen, nicht das ich mich wieder erklären muss.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Bleibt die Stromaufnahme konstant hoch?

    Kondensator soll ja den Anlaufstrom abfedern. Im Dauerbetrieb hat der ja keine Auswirkung mehr.

    ich gehe davon aus, der Kondensator wird nicht als Anlaufkondensator betrieben sondern als Betriebskondensator. Somit bestimmt er die Stromstärke dauerhaft mit.


    Hallo,

    der Stockermotor startet und stopt im Betrieb mehrmals in der Minute.

    Und ein Heizbetrieb kann mehrere Stunden dauern.

    Ja, mein Stoker startet mehr als 10 mal die Minute und läuft dann ja nur 1-2 sek. lang.

    Ein Heizbetrieb dauert bei mir in der Regel über 5 Stunden. Das sind ganz viele Motorstarts .....


    Geht die Stromaufnahme nur beim Start des Stokers hoch ist es wohl eher der Kondensator (wäre eine Methode den Fehler einzugrenzen ohne dass man den Kondensator messen kann)

    Mein Stoker läuft immer nur für 1-2 Sekunden, dann 3-5 Sekunden Pause, dann wieder 1-2 Sek. Lauf .... Pause .... usw. und das über 5 Stunden.


    will damit sagen: Kaum ist der Stoker gestartet, pausiert er schon wieder.

    Da ist nix mit hohem Strom nur beim Start.

    Und wenn es so wäre, würde man das auf dem Display der ETA-Steuerung als digitale Messung eh nicht sehen: kaum da. schon wieder weg ....


    Und bei meinen Testlauf ohne Antriebs-Kette lief der Motor über ca. 4-5 Minuten alleine ohne Pause mit konstant ca. 150 mA von Start bis Stop.



    Was mich am meisten beschäftigt: wieso läuft der Heizbetrieb über 2 Stunden und stoppt dann irgendwann wegen Überstrom des Stokermotors ?

    Und nach einem sofortigen Wieder-Neustart anschließend sogar bis der Puffer voll geladen ist, also wieder über 2 Stunden


    Und dann noch die Frage: ist bei mir der Motorstrom mit ca. 150 mA überhaupt normal oder zu hoch? Denn da bleibt bis zur "Abschaltstrom-Grenze" bei 180 mA nicht viel Luft.

    Sollten es vielleicht doch die ca. 72 mA sein, die der Motor von "Knoedel" zieht?

    Dann hätte ich wohl eher ein elektisches Problem, also Kondensator oder der Motor selbst?

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