Anschluss Abgaswärmetauscher an Vitocell 100W

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  • Hallo zusammen,


    ich habe einen Teil meines Projekts bereits in einer anderen Frage gestellt, aber eine konkrete Frage noch nicht, und hier bitte ich um Meinungen.


    (Auch auf die Gefahr von Geschrei hin ;) ) Ich werde einen (zugelassenen) Abgaswäremtauscher für meinen Kamin mit ca. 4 kW Maximalleistung an einen übrig gebliebenen Vitocell 100 W Brauchwasserpuffer anschließen, und diesen mit einem anderen Puffer verbinden (Puffer-zu-Puffer-Ladung).


    Meine Tendenz ist: Abgaswärmetauscher an den Wärmetauscher im Vitocell anschließen, an dem normalerweise auch eine andere Heizquelle hängen würde (z.B: Gastherme).


    Normalerweise hätte ich intuitiv ja reflexartig gesagt, den Abgaswärmetauscher an den normalen Wasserkreislauf des Puffers zu tun, sprich unten rein oben raus.


    Aber: Mein Abgaswärmetauscher darf NUR mit Rücklaufanhebung betrieben werden, und die Temperatur soll mindestens 55 Grad sein.


    Würde ich nun den normalen Wasserkreislauf des Puffers nehmen, würde da vermutlich nicht viel durchgehen, da ständig die Rücklaufanhebungs-"Umgehung" - gerade bei noch kaltem Puffer - zirkulieren lassen würde. Ist das Wasser, was vom Puffer kommt, zu "kalt", wird es ja erstmal gemischt, damit dürfte ja der Durchsatz in Richtung Puffer zurück arg sinken und kaum was reintransportiert werden, bis die 300l mal nach und nach auf die Mindest-Temperatur der Rücklaufanhebung aufgeheizt sind.


    Daher war und ist meine Tendenz: Abgaswärmetauscher an den Wärmetauscher im Puffer, an dem z.B. normalerweise eine Gasheizung hängt, anschließen. Dieser WT hängt ja in der Regel im unteren Drittel, sprich Überhitzung sollte kein Problem sein (sofern die Wärme generell aus dem Puffer abtransportiert wird).


    Der WT sollte meiner Meinung nach auch von der Leistung kein Problem sein. Früher war da eine Gastherme von Viessmann mit 26 kW dran, und die musste im Brauchwasserbetrieb ja auch ihre Wärme wegbekommen. Soweit ich das noch weiß, sind Brennwertthermen generell auf eine hohe Differnez von VL/RL angewiesen, und wenn meine Gas-Brennwerttherme damals an diesem WT effizient Brauchwasser gemacht hat, sollte der Abgsaswärmetauscher meines Kamins das hoffentlich auch schaffen.


    Wie seht ihr das? Woran würdet Ihr was anschließen?

    DANKE :)

  • Sorry wenn ich hier so rein platze ohne alles gelesen zu haben (bloß den Anfang deines anderen Thema und hier den Text). Aber da hast du geschrieben der Ofen soll 10.4 kW bringen (für meine Begriffe üppig für einen Kamin) und hier wird von einem 4kW Wärmetauscher geschrieben, da passt was nicht zusammen.. in dem anderen Thema steht auch was von 4kw x Betriebsstunden Ofen und soweiter = im Jahr so und so viel kWh durch die Esse an die Luftwaffe geheizt... aber jetzt mal so gefragt: der Ofen ist (wenn ich auf der Internetseite vom Hersteller gucke) sicherlich noch keine 15 Jahre alt.


    Deine Berechnung geht aber davon aus dass der Ofen bei 10.4kW (unter Vollast) immernoch 4kw durch die Esse schickt, würde nen Wirkungsgrad um 65-70% ergeben, das will ich fast nicht glauben... die Kamine sind auch um 80-85% sicherlich... das wäre bei dir dann ca. 1,5-2kW in die Esse... da musst du aber noch den Wirkungsgrad vom Wärmetauscher abziehen und "Restwärme" gegen Kondensat und Glanzruß muss auch noch ausreichend in die Esse damit das keine Räucherkammer wird..


    Wo ich hin will: ich glaube das ganze Rechenspiel mit Abgaswärmenutzung ist zu optimistisch und wird am Ende nicht viel (NUTZBARE) Wärme abwerfen oder zu nen versotteten Schornstein bei brauchbarem Wärmeertrag führen... ohne Gewähr mein Bauchgefühl dazu

  • Sagen wir mal so. Bzgl. deiner Berechnung ist die Wirtschaftlichkeit eher ein sekundärer Faktor.


    Aber Fakt ist: Ich haue die Wärme raus. So oder so. Die ist weg. Puff. Wenn ich sie nicht nutze.


    Ob es nun viel, moderat viel oder sehr viel ist, spielt ja erstmal keine Rolle, denn sie ist kostenlos. Ja, der Abgaswärmetauscher kostet Geld. Den Rest habe ich aber "da" (okay, bisschen Kupfer und eine Pumpengruppe). Ich nehme einfach mal 3kEuro für das Projekt gesamt.


    Egal, ob ich nun 2, 3 oder 4 kW da raushole. Nutze ich es nicht, ist es ja weg.


    Nutze ich auch nur 2 kW Abwärme, ist das Projekt irgendwann refinanziert, denn es bringt mir - egal wie viel - immer ein Plus im Gesamtwärme-System meiner Heizung. Und da ich eh nirgends mehr als 50 Grad an Wasser brauche (habe ne Frischwasserstation, VL meiner Heizung ist quasi nie mehr als 45 Grad) spielt nicht einmal die Temperatur eine Rolle.


    Ich sehe es eher ökologisch, denn es rauszupusten und 20m nebendran mit der Wärmepumpe neu zu erzeugen, ist irgendwie Quatsch.

  • Hallo


    nur am Rande: Ich habe vor 2 Wochen Holz zugekauft 75,- Euro je Ster. Wären bei Dir eine notwendige Einsparung von 40 Ster.

    Weicholz hat 1400-1600 kWh je Raummeter. Wären dann 56000 kWh was Du an Einsparung brauchst bei 4kW Lesitung. Sind dann 14000 Vollbenutzungsstunden.

    Und der Gefahr, dass Du zu weit abkühlst und Feuchteprobleme im Kamin bekommst.

    Nur als Beispiel: ich habe ein Eschenscheit gedarrt um die Restfeuchte zu bestimmen. Hatte etwas über 15 %. D.h. je kg Holz schiebst Du bei 15% 150 Gramm Wasser durch den Kamin.....


    Aber Du willst es ja unbedingt machen..........Wie hat mein Kollege immer gesagt: Forschung kostet Geld.


    ciao Peter

  • Hallo,

    Soweit ich das noch weiß, sind Brennwertthermen generell auf eine hohe Differnez von VL/RL angewiesen,

    diese Aussage ist falsch. Um die Energie des Wasserdampfs der Abgase größtmöglich zurückzuholen, ist eine möglichst große Differenz zur RL Temperatur anzustreben. Deshalb ist ein hydraulischer Abgleich bei Brennwertanlagen (und natürlich auch bei Puffer basierten Systemen) so wichtig.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo,

    Soweit ich das noch weiß, sind Brennwertthermen generell auf eine hohe Differnez von VL/RL angewiesen,

    diese Aussage ist falsch. Um die Energie des Wasserdampfs der Abgase größtmöglich zurückzuholen, ist eine möglichst große Differenz zur RL Temperatur anzustreben. Deshalb ist ein hydraulischer Abgleich bei Brennwertanlagen (und natürlich auch bei Puffer basierten Systemen) so wichtig.


    Gruß, Michael

    Hab ich nicht genau das geschrieben? :)

  • Sagen wir mal so. Die Menge Holz, die ich hier herumliegen habe, reicht für VIELE Winter. Ich hab mal einen ganzen Wald wegmachen müssen, und ich zehre seit Jahren davon.

  • Sorry wenn ich hier so rein platze ohne alles gelesen zu haben (bloß den Anfang deines anderen Thema und hier den Text). Aber da hast du geschrieben der Ofen soll 10.4 kW bringen (für meine Begriffe üppig für einen Kamin) und hier wird von einem 4kW Wärmetauscher geschrieben, da passt was nicht zusammen.. in dem anderen Thema steht auch was von 4kw x Betriebsstunden Ofen und soweiter = im Jahr so und so viel kWh durch die Esse an die Luftwaffe geheizt... aber jetzt mal so gefragt: der Ofen ist (wenn ich auf der Internetseite vom Hersteller gucke) sicherlich noch keine 15 Jahre alt.


    Deine Berechnung geht aber davon aus dass der Ofen bei 10.4kW (unter Vollast) immernoch 4kw durch die Esse schickt, würde nen Wirkungsgrad um 65-70% ergeben, das will ich fast nicht glauben... die Kamine sind auch um 80-85% sicherlich... das wäre bei dir dann ca. 1,5-2kW in die Esse... da musst du aber noch den Wirkungsgrad vom Wärmetauscher abziehen und "Restwärme" gegen Kondensat und Glanzruß muss auch noch ausreichend in die Esse damit das keine Räucherkammer wird..


    Wo ich hin will: ich glaube das ganze Rechenspiel mit Abgaswärmenutzung ist zu optimistisch und wird am Ende nicht viel (NUTZBARE) Wärme abwerfen oder zu nen versotteten Schornstein bei brauchbarem Wärmeertrag führen... ohne Gewähr mein Bauchgefühl dazu

    Gegen die Versottung hilft ja die zwingend vom Hersteller vorgeschrieben Rücklaufanhebung: Der ABgaswärmetauscher muss immer > 55 GRad haben, vorher liefert er nicht in den Puffer (oder wo auch immer hin).

  • Hi. Brennwertanlagen benötigen in erster Linie Durchfluss auf generell niedrigen Temperaturniveau. Keine "Totdrosselung" damit das Medium fast kalt ist. Wie immer sind dafür große Heizflächen anzustreben.

    Und den Abgaswärmetauscher würde ich einfach in den Ofenkreislauf nach der RLA und Ladepumpe und vor dem Ofen einbinden. Dann das ganze Abgastemperatur gesteuert laufen lassen.

    Kepp it simple.

    Gruß Andreas

  • Hallo


    Du missverstehst da was. Dein Wärmetauscher wird gegen Feuchtigkeit geschützt. Dein Kamin - der dem Rauchgas ebenfalls Wärme entzieht nicht.


    Du bist absolut von Dir und Deiner Idee überzeugt. Bitte mach es.


    ciao Peter

  • Hab ich nicht genau das geschrieben? :)

    Nein. Für einen guten Brennwerteffekt ist eine möglichst große Temperaturspreizung zwischen der Abgastemperatur und der RL-Temperatur nötig.

    Der Energietransport ist umso größer und schneller, je größer das Temperaturgefälle zwischen den beiden Temperaturen ist.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Abgaswärmetauscher macht eigentlich nur Sinn wenn der Taupunkt unterschritten wird .Erst dann hat man den Brennwerteffekt .

    Soli 14,9T

    16m2 Solar

    200l WW+2800l Puffer

    UVR1611+Flammtronik

    100m² FBH + 120m² mit Heizkörber

    John Deere 820+BGU SSA300

    Multicar M24

    Dumper Picco1

  • Der TS will hier keinen Brennwerteffekt nutzen, sondern den Rauchgasen Wärme entziehen. Ob diese Abgas WT mit der RLA Sinn machen, ich kann es mir nicht vorstellen. Aber hier scheint jemand wild entschlossen zu sein das auszuprobieren. Ok, dann mach`s und berichte. Einer muss sich ja opfern.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

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