Guntamatic Bio-Hybrid: CO2 und RGT "schwingen"

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  • Hallo,

    Folgende Daten zu einer Verbrennungsstörung, bei der ich ratlos bin:

    - Guntamatic Bio-Hybrid (Holzmodul baugleich zu Biosmart 14 kW

    - 33er-Scheite, Erle, Fichte, Esche, 10 - 20% rF, keine Änderung beim Holz

    - Kaminzugregler, keine Änderung

    - in problemlosen Betrieb seit 2019

    - Verbrennungsstörung trat plötzlich auf, wie folgt


    Störungssymptome

    • Verbrennung startet zunächst normal bis ca. 190/210 °C Rauchgastemp. RGT, CO2 dann kurzzeitig 10 -13%
    • nach ca. 5 -15 min wird jedoch die Verbrennung heruntergeregelt, CO2 sinkt innerhalb von 15 -20 min auf 6 – 4%, RGT sinkt auf 120/100, d.h. die Steuerung verhält sich wie am Ende eines Abbrandes, obwohl der Füllraum noch voll ist.
    • Nach weiteren ca. 10 min. steigen CO2 und RGT wieder ohne Eingreifen und das Spiel geht noch 3-4 mal nach dem gleichen Schema (siehe CO2-Kurve) weiter bis zum Ende des Abbrandes
    • Es liegt Jedoch kein Hohlbrand vor, wie man zunächst vermuten würde, sondern eher ein Schwelbrand, wenn CO2 niedrig
    • zwischenzeitliches Anfeuern über die Aschetür bringt nichts, jeweils gleiches Verhalten der Abregelung der Verbrennung folgt. Es sieht so aus, als ob jeweils ab Überschreiten von ca. 180°C RGT die CO2_Werte sinken
    • Saugzug bleibt fast immer bei ca. 90 -100% Drehzahl, auch der Stellantrieb Sek.luft ist mit 39% Öffnung fast immer konstant
    • Kesseltemp. schwankt dabei nur leicht zw. 63 - 70 °C, also eher im Normalbereich
    • Auffällig: recht wenig Asche verbleibt auf dem Rost, ist vorne teilweise blank
    • Störung trat schlagartig auf, keine vergleichbaren Zeichen vorher, sondern bisher sehr gute Funktion
    • Vor der Störung mit bester Verbrennungsleistung liegt CO2 zw. 11 -13%, je nach Füllung sinkt CO2 hier erst nach 2- 3h

    Testprogramme für Stellantrieb Sek.luft, Saugzug und Lambdasonde zeigen keine Störung an, ebenfalls funktioniert die RGT-Sonde. Wärmetauscher sauber, Lambdasonde gereinigt, lässt sich jedoch nicht mehr korrigieren von -10,4 mV auf -10,0.


    Sämtliche Einstellungen laut BA mit Primär- und Sekundärluft ausprobiert, Primärluft (kein Regler, Schlitze über Aschelade) jetzt ganz geschlossen, damit geht es etwas besser. Die Heizleistung ist mit dieser Störung nun gefühlt nur bei 70 - 80%.


    Hoffe hier auf gute Hinweise zur Behebung, danke!




    Screenshot_20231119_222511_Guntamatic.jpg

  • Etaminator

    Changed the title of the thread from “CO2 und RGT "schwingen"” to “Guntamatic Bio-Hybrid: CO2 und RGT "schwingen"”.
  • Testprogramme für Stellantrieb Sek.luft, Saugzug und Lambdasonde zeigen keine Störung an, ebenfalls funktioniert die RGT-Sonde. Wärmetauscher sauber, Lambdasonde gereinigt, lässt sich jedoch nicht mehr korrigieren von -10,4 mV auf -10,0.


    Sämtliche Einstellungen laut BA mit Primär- und Sekundärluft ausprobiert, Primärluft (kein Regler, Schlitze über Aschelade) jetzt ganz geschlossen, damit geht es etwas besser. Die Heizleistung ist mit dieser Störung nun gefühlt nur bei 70 - 80%.

    Hallo Klaus kbrei,


    du hast die Fehlersituation schon sehr gut beschrieben. Leider gibt es bei uns im Forum tatsächlich (noch) relativ wenige Guntamatic-Betreiber oder gar Experten. Ich hoffe dennoch, dass wir dir durch allgemeine Tipps helfen können, das Problem weiter einzugrenzen. Alternativ wäre es evtl. sinnvoll den Guntamic-Service einzuschalten?


    Guntamatic ist einer der wenigen Kessel-Hersteller, die in der Regelung den CO2-Wert anzeigen. Die allermeisten anderen regeln über den (Rest-) Sauerstoffwert (O2). Deshalb ist es z.B. für mich schwierig zu erkennen, was bei der Anzeige der Lambda-Sonde normal ist. Was meinst du denn mit der Aussage "Lambdasonde gereinigt, lässt sich jedoch nicht mehr korrigieren von -10,4 mV auf -10,0)"? Sollte die Lambda-Sonde nicht mehr richtig messen, können solche Effekte, wie du sie beschreibst, durchaus auftreten.


    Es gibt aber noch weitere Problemzonen, die solch ein Schwingungsverhalten verursachen können:

    • Brennkammer/Düse hat Risse oder ist defekt. Dadurch keine Trennung mehr zwischen Primär- und Sekundärluft.
    • Türdichtungen sind nicht mehr dicht und lassen Falschluft durch. Darauf könnte deine Aussage hindeuten "Primärluft (kein Regler, Schlitze über Aschelade) jetzt ganz geschlossen, damit geht es etwas besser".

    Manchmal hilft es, wenn wir Bilder des Kessels, Füllraum, Düse, Vergasungsraum, Türdichtungen zu sehen bekommen. Daran kann man manchmal auch schon erkennen, ob ein Problem vorliegt.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Was meinst du denn mit der Aussage "Lambdasonde gereinigt, lässt sich jedoch nicht mehr korrigieren von -10,4 mV auf -10,0)"? Sollte die Lambda-Sonde nicht mehr richtig messen, können solche

    Danke, Karlheinz, für diese Hinweise, ja, O2 wäre für mich auch griffiger, aber Guntamatic hat nun mal die CO2-Schiene gewählt:

    Hier soll die Lambdasonde eine Spannung von -10 mV anzeigen bei 0% CO2 (was dann wohl 21% O2 bei anderen Kesseln entsprechen sollte??).

    Meine Sonde zeigt hier -10,4 an und man kann die Spannung lt. BA um +/- 6 mV korrigieren, aber da kann ich einstellen was ich will, der Wert bleibt bei -10,4 stehen.

    Weiß allerdings nicht, ob diese geringe Abweichung auf eine defekte Sonde hinweist?


    Den Hinweis zu Rissen in der Brennkammer muss ich prüfen, daran hätte ich bei einem 4 Jahre alten Kessel nicht gedacht.


    Die Türdichtungen habe ich mit der simplen Kerzenflammenmethode geprüft, soweit das halbwegs zuverlässig ist, müssten die in Ordnung sein....?

    Beim Hersteller-Support bin ich leider nicht weitergekommen, die Änderung der Primär- und Sekundärluft hat etwas geholfen, aber nicht die Schwingung beendet und ist nicht die Lösung

    (ich muss allerdings sagen, heute, wo es kälter wird, ca. 0°C, brennt es insgesamt etwas besser, aber eben nicht ohne CO2-"Schwingung")


    Vor allem sehe ich keine Erklärung für das plötzliche Auftreten, ich habe das gleiche Holz, die gleichen Einstellungen wie die völlig problemlosen Jahre und Tage vor der Störung, auch am Kamin hat sich nix geändert.


    Auf den Service müsste ich 3-4 Wochen warten, deshalb bleibt meine Hoffnung zunächst auf Hilfe in diesem Forum... :S

  • Leider gibt es keine weiteren Rückmeldungen, es sollte eigentlich kein spezifisches Guntamatic-Problem sein...20231115_191725.jpg...deshalb in der Hoffnung auf Hilfe noch weitere Bilder der Störung:

    1. Der Ascherost sieht nach dem Abbrand in der Mitte vorne (zur Aschetür hin, Blick von vorne auf die Öffnung zur Brennkammer) fast wie leergefegt aus.

    2. Photo der Aschetür, sind die Dichtungen ok?20231123_181202.jpg

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