Planung Kombianlage: Zentraler Pelletkessel plus Kaminofen

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  • Hallo, ich plane im Moment eine neue Heizung und bin mir noch unschlüssig. Eckdaten zum Haus: ungedämmter Altbau, neue Fenster, bisher keine Zentralheizung, ca 100qm zu beheizende Fläche. Ich möchte auf jeden Fall überwiegend mit Holz heizen und schwanke noch zwischen 2 Ideen. Die erste Möglichkeit wäre ein Kombikessel und meine 2. Idee war dass ich nur das Pelletmodul nehme und in die Stube einen wasserführenden Kamin stelle. Mit Pellets möchte ich nur heizen wenn ich mal nicht da bin, ansonsten kann ich ja den Ofen mit Holz bestücken. Die Arbeit ist für mich kein Problem und ich bin es gewohnt. Meine Überlegung war dass die Variante Pelletmodul+wasserführender Kamin mich billiger kommt als ein Kombikessel. Ihr könnt mir ja mal eure Meinung dazu sagen. LG Wolfgang

  • Kombikessel hat den Vorteil dass man die Wärme gezielt im Haus verteilen kann und auch nicht den ganzen Tag nachlegen muss.

    Man speißt damit einen Pufferspeicher und der heizt das Haus. Auch wenn du mal nicht da bist. So kann man auch zum größten Teil mit Stückholz heizen und kann teure Pellets sparen.

    Bei Kaminofen würde ja jedesmal der Pellets anspringen wenn du mal einen Tag außer Haus bist.

  • Getrennte Systeme hätten bei Ausfall/ Störung den Vorteil, dass ein System noch geht. Und ich mag, dass man im Wohnzimmer noch ein Feuer sehen kann :)

  • Was bringt ein wasserführender Ofen, der einen Pufferspeicher hat, wenn keine Zentralheizung vorhanden ist.

    Eine Zentralheizung verteilt die Wärme normalerweise über das Medium Wasser o.ä. im Haus auf die Heizkörper.


    Ohne Zentralheizung habe ich die Wärme im Pufferspeicher und keine Verteilung im Haus.

  • Frage:

    Keine Zentralheizung ?

    Was bringt dann ein wasserführender Ofen, der in einen PS lädt


    Na na, dass man die Heizkörper wird nachrüsten müssen, das wird dem Threadersteller schon klar sein, …

    Ja sicher... Heizkörper werden überall nachgerüstet und als Zentralheizung soll ja die Pelletheizung fungieren. Mit dem wasserführenden Ofen möchte ich dann halt Pellets sparen

    Edited once, last by Etaminator: Ein Beitrag von Wolfgang Petri mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Ich möchte auf jeden Fall überwiegend mit Holz heizen und schwanke noch zwischen 2 Ideen. Die erste Möglichkeit wäre ein Kombikessel und meine 2. Idee war dass ich nur das Pelletmodul nehme und in die Stube einen wasserführenden Kamin stelle. Mit Pellets möchte ich nur heizen wenn ich mal nicht da bin, ansonsten kann ich ja den Ofen mit Holz bestücken. Die Arbeit ist für mich kein Problem und ich bin es gewohnt. Meine Überlegung war dass die Variante Pelletmodul+wasserführender Kamin mich billiger kommt als ein Kombikessel.

    Hallo Wolfgang Petri,


    ich möchte die Aufmerksamkeit nochmals auf die ursprüngliche Frage lenken. ;)


    Es ist schon möglich, dass die angedachte Kombination zentraler Pelletkessel mit einem wasserführenden Kaminofen preislich etwas günstiger kommt, als eine Kombination mit einem "richtigen" Holzvergaser. Die Größenordnung der Kosten lässt sich m.E. aus der Ferne nur schlecht einschätzen. Wenn auch noch keine Heizkörper installiert sind, wird der Unterschiedsbetrag evtl. sogar in den Gesamtkosten "untergehen". Da hilft es nur Angebote einzuholen und zu vergleichen.


    Was einem bewusst sein muss: Das Holzheizen mit einem (Wohnzimmer-) Kaminofen ist mit einem "richtigen" (Heizraum-) Holzvergaser nicht zu vergleichen:

    • Beim Holzvergaser wird normalerweise einmal am Tag 20-50 kg Holz eingelegt, angeheizt und innnerhalb weniger Stunden abgebrannt. Der überwiegende Teil der Wärme wird in einem ausreichend großen Pufferspeicher gespeichert, aus dem dann bis zum nächsten Anheizvorgang die Zentralheizung bedient wird.
    • In einen Kaminofen passen nur wenige kg Holz, so dass mehrmals am Tag nachgelegt werden muss. Zudem geht nur ein Teil der Wärme ins Wasser (oft nur 50%), der Rest der Wärme wird an die Raumluft abgegeben. Je nach Raumgröße ist die Leistung des Kaminofens zu beschränken. D.h. bei kleinen Räumen mit kleinem Ofen muss öfter nachgelegt werden. Der Pufferspeicher kann bei dieser Variante deswegen kleiner gewählt werden, als bei einem zentralen HV (das spart Kosten). Allerdings kann mit der (realtiv wenigen) im Puffer gespeicherten Wärme auch weniger lang "zentral" geheizt werden.
    • Kann bei längerer Abwesenheit (Arbeit), der Kaminofen nicht nachgelegt werden, dann würde der Pelletbrenner anspringen (müssen). Ein Holzvergaserkessel wird normalerweise so ausgelegt, dass nur einmal am Tag angeheizt werden muss.
    • Den unvermeidlichen Dreck und Holzstaub, den das Heizen mit Scheitholz mit sich bringt, bleibt beim Holzvergaser im Heizraum.
    • Die meisten Holzvergaser können mit 50cm Scheiten beladen werden, was die Holzaufbereitung und Lagerung erleichtert, als wenn kleinere Scheite bereitgestellt werden müssen.

    Ich hoffe, dass dir diese Gedankengänge bei der Entscheidung zum Heizsystem helfen.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Was noch dazukommt: Ein Holzvergaser-Kessel hat deutlich bessere Abgaswerte als ein normaler Ofen. Der Pufferspeicher muss dann aber auch deutlich größer sein als bei einem einfachen Wohnzimmofen mit Wasserführung, der ja kontinuierlich mit kleinen Brennstoffmengen befüllt wird..


    Mein ungefragter Rat ginge in die Richtung eines einfachen Wohnzimmerofens ohne Wasserführung und einem HV/Pellets-Kombikessel. Auch wenn's spürbar teurer ist. So hat man neben der Romantik des Feuers ein Backup das auch ohne Strom betrieben werden kann und eine unkomplizierte Heizung die immer und verlässlich funktioniert.

  • Hallo Wolfgang,


    wenn es ein vernünftiger Ofen sein soll dann wäre das ein Walli oder Luvano und da liegst du so bei ca, 6T € nur der Ofen und was auch wichtig wäre das der Ofen nicht messpflichtig wird das wären auch noch zusätzliche ausgaben.

    Ich habe auch einen Luvano und da gehen so 8-10kg in eine Füllung mit einer Brenndauer von ca.4h damit mache ich einen 800er PS voll das reicht für einen Tag bei AT um die 0°C. Beim Walli bekommst du so ca. 15kg für eine Füllung da er einen größeren Füllraum als der Luvano hat.

    Sonnige Grüße Reiner

    ETA BK 15 mit Saugzuggebläse und Lambdasonde geregelt mit UVR16x2

    3 X 800 l PS zwei mit Solarwendel und 14 m2 FK mit einem CTC 265 EM als

    Backup und LUVANO 10kW geregelt mit zwei UVR16x2, UVR610 mit CAN-I/O45

    CAN-MTx2 und CMI für eine DHH mit Anbau und 110m2 Heizfläche

  • Etaminator

    Changed the title of the thread from “Planung Kombianlage” to “Planung Kombianlage: Zentraler Pelletkessel plus Kaminofen”.

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