Einwegpaletten zerkleinern

There are 19 replies in this Thread which was already clicked 3,060 times. The last Post () by Austro-Diesel.

  • Hallo in die Runde,


    als Kleinunternehmer (Druckerei, Buchbinderei, Fotografie, Werbegrafik) habe ich laufend jede Menge Altholz in Form von mehr oder weniger beschädigten Einwegpaletten. Wegen der angenehmen Wirkung und auch als Notfallheizung besitzen wir seit Jahrzehnten auch einen Wohnzimmerkamin (Kaminofeneinsatz Spartherm Speedy), den wir je nach Lust und Laune von ab und zu bis häufig mit Buchenscheitholz feuern. Das trifft sich ganz gut, dass der auch Weichholz ganz gern frisst … idealerweise im Mix mit etwas Nachhaltigerem. Die Nägel in der Asche und im Rost sind zwar ein bisserl mühsam, aber irgendwas ist ja immer.


    Zum Zersägen der Paletten hat sich eine kleine Makita DHS 680 Handkreissäge ganz gut bewährt. Diese Akku-Säge mit dem Sägeblatt links des Griffs ist kräftig genug, um Weichholz quer zur Faser zügig zu schneiden, und gleichzeitig auch wiederum schwach genug, um bei der einhändigen Sägeführung kein allzugroßes Risiko für den Nutzer darzustellen. (Wenn's allzusehr zwickt und klemmt nehme ich eine Makita Akku-Stichsäge DJV 182 zur Hand, das geht immer.)


    Das klappt soweit recht gut.


    Nun bin ich aber das erstemal aus Nachlässigkeit in Nägel reingefahren und ein paar Hartmetall-Stücke haben das Sägeblatt größtenteils "verlassen".


    Daher die Frage, ob es beim Sägeblattkauf etwas zu bedenken und optimieren gibt? Gibt es Sägeblätter, die robuster sind gegen Nägel? Ich weiß schon, dass es einen Unterschied macht ob gehärteter Stahl einer Spax-Schraube oder ein weicher Eisennagel auf die Schneide trifft ... aber so ganz allgemein. Bisher habe ich mich mit diesem Ende der Anforderungs-Skala noch nicht beschäftigen dürfen.

  • Ich habe exakt die gleiche Akku-Handkreissäge wie du . Die neigt aber ab und zu bei derartigen Arbeiten zum Verkanten . Mittlerweile zersäge ich die anfallenden Einwegpaletten komplett mit meiner Akku-Stichsäge . Das geht zumindest bei mir erheblich schneller und ist auch stressfreier . Ein gutes Stichsägeblatt sollte man dabei logischerweise benutzen . An den Nägeln säge ich natürlich vorbei . Um die Nägel aus der Asche zu holen , benutze ich das "Werkzeug" auf dem Bild . Das Runde ist ein Magnet .

  • Hallo!


    Es gibt "nagelfeste" Hartmetall-Sägeblätter. Ich hatte mir mal eines von der Firma kwb für meine Tauchkreissäge gekauft, um einen alten Holzboden in handliche Stücke zu sägen. Nägel waren sägbar, Schrauben sind deutlich härter und nicht gut zu sägen gewesen.


    Für Säbelsägen gibt es Sägeblätter für die Pallettenreparatur.


    Grüße.


    p. s.: Schutzbrille beim Arbeiten nicht vergessen zu tragen

  • Mit normaler Motorsäge und viel Augenmass, so dass keine Nägel getroffen werden.


    ( Normalerweise brauche ich die Paletten aber lieber um Holz darauf zu lagern… sind sie dann mal durchgefault, landen sie direkt im Feuer, ohne vorherige Zerkleinerung).


    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

  • Das Augenmaß hat mich heute nach bis jetzt ca. 30 zersägten Paletten im Stich gelassen … :rolleyes:


    Kurzer Konzentrationseinbruch, zack, akuter Zahnausfall. Das ist der Vorteil der Stichsägen-Methode: Das Sägeblatt kost' fast nix. Dafür dauert der Schnitt aber auch dreimal so lange.

  • Hallo


    wichtig bei der Säbelsäge ist den Kopf der Säge (nennt sich bei Makita Führungsschuh) ganz anliegen zu lassen....


    ciao Peter

  • VIELEN DANK FÜR DEN TIPP MIT DER SÄBEL-SÄGE!


    Das Ding ist teuflisch gut! Hab eine Makita DJR188 gekauft, weil schon jede Menge Makita-Akkus hier herumliegen, die bisher genutzten Maschinen recht preiswürdig waren.


    Als Sägeblätter die Bosch "Wood & Metal", die gibt es auch in einer robusten Sägeblatt-Kassette. Makita hat da offenbar nichts Ordentliches. Die Sägeblätter sind mit knapp 18 € für 5 Stück noch relativ günstig, da ist nicht viel verhackt, wenn eines dran glauben muss.


    Was soll ich sagen: Geht fast durch wie Butter (ca. halb so schnell wie die Akku-Handkreissäge), die Vibrationen sind auf Dauer zwar nicht ganz ohne, die Maschine nicht ganz leicht, aber durchaus noch alles gut zu handhaben — auch für mich eher "zarter" gebauten Typ.


    Hab gleich 10 Paletten zerlegt, keine Vorkommnisse — prima!

  • Hat es einen Grund warum du die DJR188 genommen hast, statt der DJR189?


    Bin noch am überlegen, welche ich kaufen soll! :)

    Fröling PE1 20, Pufferpumpe WILO Yonos Para RS24/7.0-PWM1 M, Puffer 1000L Hygiene-Schichtspeicher, 2 Heizkreise (nur FBH)

  • Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo in die Runde,


    Die Nägel in der Asche und im Rost sind zwar ein bisserl mühsam, aber irgendwas ist ja immer.

    .


    Ich kann Dir da nur zu einem Magneten gegen kleines Geld raten.. die Nägel & metallteile sind ich 5 Sekunden heraussen:



    Bzgl Säge für Paletten - ich weiß ja nicht, wie klein Du die Paletten schneidest - aber mit Motorsäge oder Säbelsäge habe ich aufgehört & bin darauf umgestiegen


    WORX Jawsaw WG329E.9 Kettensäge 20V - für sicheres Sägen von Ästen - auf dem Boden oder hoch gelegen – Astsäge mit umschlossener Kette, Stahlzähnen & Kettenschutz – Ohne Akku & Ladegerät : Amazon.de: Garten



    Auf die Jawsaw - ich muss mich seitdem nicht mal mehr bücken & schneidet an allen Nägeln Schrauben vorbei...ich stehe auf der Palette und das Teil ist ratzfatz in handliche einheizfähige Teile zerschnitten

  • Das Palettenholz verheizen wir in unserem Wohnzimmer-Kamineinsatz. Die Nägel hängen dann zum Teil im Rost, ob das "Ausklauben" mit einem Magnet funktioniert muss ich an der Stelle probieren, der Rost ist ja selber ferromagnetisch.



    Die Paletten und auch das eine oder andere Stück Gartengehölz schneide ich auf rund 30 cm, wie es sich halt ergibt. Allzuviel kann ich davon nicht auf einmal in den Ofen geben, der "hebt sonst ab", beginnt dann immer seltsam zu stinken und die Fliegen fallen auch irgendwann von den Wänden … bedeutet auch, dass recht häufiges Nachlegen erforderlich ist.


    Meistens verwende ich das Abfallholz zum Anheizen und um große oder überlagerte Hartholzstücke, die nur widerwillig runterbrennen und zum Qualmen neigen, zum Verbrennen zu "motivieren".



    So eine "Jawsaw" hab ich auch nicht gesehen — Sachen gibt's! Wie die aber auf Nägel reagiert will ich mir nicht vorstellen. Und die sind eben auch manchmal an Stellen, wo keine sein sollten.



    Wir haben im Betrieb einen Winkel unter einem schattenspendenden Nussbaum am asphaltierten Hof, wo die defekten oder unbrauchbaren Paletten recht ordentlich gestapelt darauf warten, dass das Wetter freundlich ist, nicht zu sonnig und auch nicht zu windig, und dann nach Arbeitsschluss der gefürchtete Sägenmann erscheint! Da verwandelt sich der eher zarter gebaute Geschäftsführer und Gesellschafter zum rücksichtslosen Täter!


    In den rundum zugänglichen Palettenturm schneide ich dann kreuz und quer hinein, bis die angenehme Arbeitshöhe unterschritten oder die Lust aus ist …


    Die gesägten Stücke werden dann in schwarze Mörteltröge geschlichtet (von denen ich ein Dutzend besitze) und im Kombi-Kofferraum nach Hause transportiert. So viel ist das ja nun auch wieder nicht, wir heizen das Haus ja primär mit der Pelletheizung. Man merkt aber schon eine kleine Verbrauchs-Reduktion, wenn man fleißig im Wohnzimmer zündelt.


    Aber es bleibt eine Arbeit mit Überraschungspotential, der Brennstoff kostet nichts und die Abfall-Paletten müssen eh weg. Eine Win-Win-Win-Situation!

  • Hat es einen Grund warum du die DJR188 genommen hast, statt der DJR189?

    Wegen des anders ausgerichteten Griffs und des "hängenden" Motors wie bei einem Bohrhammer.


    Ob das nun tatsächlich besser ist als bei der DJR189 kann ich mangels Vergleich aber nicht bestätigen. Vermutlich hängt das auch von der Arbeitshaltung ab, welches Konzept besser ist. Die DJR188 baut kürzer und höher.


    Die DJR188 liegt ganz gut in der Hand, man kann sogar einhändig einigermaßen säbeln.


    Der Sicherheitsschalter ist ein mechanischer Ein-Aus-Schiebeschalter oberhalb des "Fingerabzugs", nicht so blöde Folientasten wie zB bei den Stichsägen, die sich nach 30 Sekunden Untätigkeit wieder "absichern". Scheint aber bei der DJR189 ebenso zu sein.


    Die Produkttexte ergeben, dass die 189er 5% schneller läuft, leiser ist und weniger vibriert.

  • Nun wieder fünf zerstörte Euro-Paletten handlich gemacht, die Makita Säbelsäge macht sich.


    Was mir gefällt ist auch, dass offenbar wenig Gefahrenpotenzial da ist: Der Hub ist klein genug, dass es zu keinen großen Überraschungen kommt.


    Heute hab ich auch ein Schwarzföhren-Holzscheit damit zersägt, das sich wegen der Äste als "händisch unspaltbar" erwiesen hat. Auch das geht mit ein wenig Geduld. Muss man halt ein wenig "rundherum herumsäbeln" um das fette Ding.


    Auf jeden Fall eine Empfehlung.

  • Fazit nach unzähligen zersägten und verfeuerten Weichholzpaletten im Wohnzimmerkamin: es geht, es wärmt, alles in allem eher mäßig spannend.


    Positiv

    • Das Holz kostet nichts.
    • Das Zeug ist weg.


    Negativ

    • Egal welche Säge (Handkreissäge, Säbelsäge, Kettensäge, Stichsäge), es bleibt mehr oder weniger mühselig, die Kleinteiligkeit erfordert viele Handgriffe, das Ergebnis ist nicht besonders gut zu schlichten.
    • Überraschungen wie Nägel an unerwarteter Stelle kosten einem Sägeblatt oder einer Kette rasch den Schneid.
    • Durch die kurze Abbrandzeit bei hoher Hitzeentwicklung für Dauerfeuerung im Heizkamin schlecht geeignet, häufiges Nachlegen ist erforderlich und es braucht Aufmerksamkeit, nur ein kleines Glutbett zu erhalten.
    • Die Entfernung von Metallteilen aus der Asche funktioniert mit einem Holzstab mit mehreren angeschraubten Neodym-Magneten ganz gut, bleibt bei der Masse an Metall aber ein nennenswerter Aufwand und die im Rost verkeilten Drahtstifte beschäftigen extra.
    • Schön anzusehen ist das Palettenholz im Wohnraum nicht, manch alte, verdreckte Palette müffelt auch.

    Es mag sein, dass die Bilanz in einem Grundofen besser aussähe. Der rasche Abbrand würde nicht unangenehm auffallen und der nicht vorhandene Rost macht das Ausklauben der Nägel und Schrauben möglicherweise etwas einfacher.


    Inzwischen verwende ich das Weichholz primär als Anzündehilfe und werfe die Klötze als Beigabe zum primär verheizten Hainbuchen-Holz, das eine ganz andere, relativ träge, aber auch willige Abbrandcharakteristik hat.


    Gesägt wird inzwischen mit einem Mix aus Handkreissäge und Säbelsäge. Mit einem Sägeblatt mit robusteren HM-Zähnen mit negativem Schnittwinkel ist das Risiko von Schäden kleiner und die Säbelsäge hilft in schwierigeren Situationen aus.


    • Die Kreissäge schneidet schnell, strengt weniger an, verlangt aber auch nach mehr Aufmerksamkeit und Arbeitsplatz-Vorbereitung, die Pendelhaube nervt oft.
    • Die Säbelsäge steckt alles weg, die Vibrationen sind aber auf Dauer unangenehm und der Krafteinsatz ist höher.
    • Nicht so bewährt hat sich die Kettensäge, die Kette ist eher empfindlich, die Maschine unhandlich und man produziert relativ viel nutzloses Sägemehl.

    Die Lösung wäre ein Shredder, wo man die ganze Palette reinwirft und das Endprodukt dann in den Ofen schaufelt …

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