Hydraulikschema bei Parallelschaltung von Gaskessel zum Puffer

There are 12 replies in this Thread which was already clicked 3,321 times. The last Post () by Holzpille.

  • Hallo,

    ich bin neu hier und vielleicht auch nicht 100tig im richtigen Forum. Wenn ich hier aber so lese gibt es viele, die sich bereits mit Hydraulikschemata und der Steuerung UVR 16X2 beschäftigt haben. Deshalb glaube ich, dass man mir hier ggf. doch helfen kann.


    Ich habe eine Bestandsanlage mit einem Gaskessel, möchte diesen um einen wassergeführten Kaminofen samt Pufferspeicher erweitern. Ich habe mich dann einmal mit dem Hydraulikschema beschäftigt. Viele bauen einen Reihenschaltung und schieben das warme Wasser aus dem Pufferspeicher durch den Rücklauf der Heizung in die Heizkreise. Dabei fungiert der Gaskessel als "Heizung", was ich gerne vermeiden würde. Alternativ gehen einige hin und schieben mit dem Gaskessel auch in den Pufferspeicher. Auch das ist - vorallem wenn der Kaminofen nicht läuft - nicht sinnvoll, da ich dann den Puffer oben ja immer mitheize.


    Nun habe ich einmal aus einigen Netzfunden folgendes Schema erstellt und würde gerne einmal Euer Feedback haben wollen. Die größten Fragezeichen habe ich bei dem 3-Wege Mischer der Gasheizung. Denke ich mir das so richtig:
    Wenn es im Puffer kälter ist, als die notwendige VL Temperatur gibt die Steuerung ein Signal an die Gasheizung, dass diese zuheizt und dieses Warme Wasser wird mit in den Heizkreis gemischt. Wenn es im Puffer wärmer ist als die notwendige VL Temperatur bleibt die Heizung aus, aber es wird durch die Heizung kaltes Wasser zugemischt um die Volumenströme im Speicher zu verringen, damit die Schichtung nicht "flöten" geht.


    Ist das so richtig gedacht? Und falls ja, kann die UVR16x2 das so umsetzen? Also zum einen bei Speicher-Temp > VL-Temp "Kaltwasserzumischer" und bei Speicher-Temp < VL-Temp als "Warmwasserzumischer + Heizung Ein" agieren?




    Vielleicht könnt ihr mir auf die Sprünge helfen.


    Lieben Gruß

    Andreas

  • Holzpille

    Approved the thread.
  • Hallo und willkommen bei uns im Forum.

    Viele bauen einen Reihenschaltung und schieben das warme Wasser aus dem Pufferspeicher durch den Rücklauf der Heizung in die Heizkreise.

    Das kann man bei einem Kessel machen aber nicht bei einer Heiztherme. Ein Kessel hat wesentlich niedrigere Widerstände und wenn zudem noch die Steuerung im Kessel sitzt und eine Mischersteuerung hat, spricht nichts dagegen. Müssen muss man das aber nicht.

    Alternativ gehen einige hin und schieben mit dem Gaskessel auch in den Pufferspeicher. Auch das ist - vorallem wenn der Kaminofen nicht läuft - nicht sinnvoll, da ich dann den Puffer oben ja immer mitheize.

    Auch das ist nicht falsch wenn bspw. das TWW durch eine Friwa oder durch einen Hygienespeicher erzeugt wird. Dann muss das so sein. Außerdem, wenn der Kaminofen läuft ist der alternative Wärmerzeuger nicht in Betrieb.

    Nun habe ich einmal aus einigen Netzfunden folgendes Schema erstellt und würde gerne einmal Euer Feedback haben wollen. Die größten Fragezeichen habe ich bei dem 3-Wege Mischer der Gasheizung. Denke ich mir das so richtig:
    Wenn es im Puffer kälter ist, als die notwendige VL Temperatur gibt die Steuerung ein Signal an die Gasheizung, dass diese zuheizt und dieses Warme Wasser wird mit in den Heizkreis gemischt. Wenn es im Puffer wärmer ist als die notwendige VL Temperatur bleibt die Heizung aus, aber es wird durch die Heizung kaltes Wasser zugemischt um die Volumenströme im Speicher zu verringen, damit die Schichtung nicht "flöten" geht.

    Bei deinem eingestellten Schema ist das grün markierte Ventil kein Mischer, sondern eine Dreiwegeventil. Das ist ein großer Unterschied. Wenn der Puffer gefüllt ist, steht das Ventil auf Durchfluss Richtung Verbraucher, der Gas/Ölkessel ist außen vor. Unterschreitet die Puffertemp. oben einen Wert "X", dann steuert das Ventil um und der Verbraucherrücklauf geht kompl. durch den Gas/Ölkessel. Also, die Gasheizung heizt nicht zu, sondern übernimmt die Heizarbeit komplett.

    Ein Trinkwarmwasserspeicher (TWW-Speicher) mittels eines Pufferspeichers aufzuladen, sollte wegen der hohen RL Temperaturen und der damit einhergehenden Vermischung des Puffers, vermieden werden.


    Was die UVR betrifft: Erst ein Schema erstellen, dann wird die UVR programmiert. Es gibt eigentlich kein HS das die UVR nicht regeln kann.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hi Michael,


    vielen Dank für Deine Antworten:

    Auch das ist nicht falsch wenn bspw. das TWW durch eine Friwa oder durch einen Hygienespeicher erzeugt wird. Dann muss das so sein. Außerdem, wenn der Kaminofen läuft ist der alternative Wärmerzeuger nicht in Betrieb.

    In dem Falle verstehe ich das auch. Ich habe aber einen separaten TWS der auch erst einmal bleiben soll.

    Bei deinem eingestellten Schema ist das grün markierte Ventil kein Mischer, sondern eine Dreiwegeventil. Das ist ein großer Unterschied. Wenn der Puffer gefüllt ist, steht das Ventil auf Durchfluss Richtung Verbraucher, der Gas/Ölkessel ist außen vor. Unterschreitet die Puffertemp. oben einen Wert "X", dann steuert das Ventil um und der Verbraucherrücklauf geht kompl. durch den Gas/Ölkessel. Also, die Gasheizung heizt nicht zu, sondern übernimmt die Heizarbeit komplett.

    Wenn die VL-Temperatur dann aber z.B. 50°C sein soll und ich im Puffer noch 49°C habe, bleiben die 49°C ja ungenutzt. Das ist ja auch nicht do dolle.



    Daher hatte ich ja die Idee, bzw. das Verständnis, das mit einem Umschaltventil zu machen, was die VL-Temperaturen entsprechend des Bedarfes mischt. Also entweder vom Kessel warmes Wasser zumischt, oder durch den Kessel kaltes Wasser zumischt. Gibt es einen Grund warum das ggf. nicht funktionieren kann wie ich es beschrieben habe? die VL-Temperaturen zu den Radiatoren, bzw. zum Laden des Pufferspeichers könnte ich dann damit entsprechend einregeln - je nach dem welche Pumpen gerade laufen (also WW Bereitung oder Radiatoren)


    Bei der Gasheizung handelt es ich um einen alten Gusskessel, keine Brennwerttherme.


    Das Schema habe ich auch schon in TAPPS gezeichnet, damit es dann auch direkt dort habe, wenn es an die Umsetzung geht.


    Gruß

    Andreas

  • Daher hatte ich ja die Idee, bzw. das Verständnis, das mit einem Umschaltventil zu machen, was die VL-Temperaturen entsprechend des Bedarfes mischt. Also entweder vom Kessel warmes Wasser zumischt, oder durch den Kessel kaltes Wasser zumischt. Gibt es einen Grund warum das ggf. nicht funktionieren kann wie ich es beschrieben habe? die VL-Temperaturen zu den Radiatoren, bzw. zum Laden des Pufferspeichers könnte ich dann damit entsprechend einregeln - je nach dem welche Pumpen gerade laufen (also WW Bereitung oder Radiatoren)

    Ein 3-Wegeventil bzw. Umsteuerventil kann nur Mengen in zwei Richtungen verteilen, also entweder oder. Außerdem kannst du nicht einen Zentralmischer vor die Pumpen der Verbraucher setzen, denn jeder Verbraucher benötigt u.U. andere Temperaturen. Wenn du den Pufferinhalt weitestgehend nutzen willst, dann muss du den Puffer durch den Kessel leiten. Dann kannst du bis zum gewollten Umschaltpunkt den Kessel nachheizen lassen.

    Selbstverständlich kannst du deine TWW Versorgung so lassen, ich wollte nur darauf hingewiesen haben. Außerdem könnte man die dann auch ausschließlich durch den Gaskessel erledigen lassen.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • Habe das damals so gelöst, dass immer die Pufferspeicher beschickt werden. Die Puffer dienen als hydraulische Weiche.
    Fährt der Gaskessel rein, weil die Außentemperatur so niedrig ist, dass der Holzvergaser das nicht mehr alleine schafft, speist dieser im zweiten Abgang am rechten Speicher ein. Für WW schalten die Ventile dann hoch. Die Puffer sind quer durchströmt.
    Das ist jetzt nicht ganz vergleichbar, da ich eine Frischwasserstation habe und zwei Puffer, aber zumindest sollte das Prinzip klar werden.
    Das ist alles komplett mit TA umgesetzt.

  • Hallo zusammen,

    Habe das damals so gelöst, dass immer die Pufferspeicher beschickt werden. Die Puffer dienen als hydraulische Weiche.
    Fährt der Gaskessel rein, weil die Außentemperatur so niedrig ist, dass der Holzvergaser das nicht mehr alleine schafft, speist dieser im zweiten Abgang am rechten Speicher ein.


    Die Funktion ist mir so bekannt. Allerdings habe ich ja nur nen "Wohnzimmerofen" und im Sommer nur die Gasheizung als Wärmequelle. Dann würde ich mir den Puffer das ganze Jahr über im oberen Bereich warmhalten. Deshalb wollte ich das wenn möglich so nicht lösen.


    Außerdem kannst du nicht einen Zentralmischer vor die Pumpen der Verbraucher setzen, denn jeder Verbraucher benötigt u.U. andere Temperaturen.

    Ich hatte mir das so gedacht, dass der Mischer fleißig entweder für die Radiatoren ODER für die Trinkwasserbereitung mischt. Über die Pumpenzuschaltung könnte man dann jeweils die Wärme mit den passenden Temperaturen da hinschieben, wo man Sie gerade haben will.


    Mein Thema ist ein wenig, den Kamin und Puffer erst einmal mit wenig Aufwand sinnvoll und zukunftsorientiert einzubinden. Ich habe kein Problem damit, die einzelnen Heizkreise auf Dauer auch mit individuellen Mischern auszustatten und die WW-Bereitung mit einer drehzahlgeregelten Pumpe zu versehen, damit ich die RL-Temperatur auf Speicherniveau halten kann, um die Durchmischung zu vermeiden. Aber alles auf einmal wird mir als TAPPS Neuling glaube ich dann doch für den Anfang einfach zu viel auf einmal.


    Ich hab das Schema nun so umgestellt, dass ich - nach meinem Verständnis - den Kessel zuschalten kann, wenn die Puffertemperatur nicht ausreichend ist. Wobei ich gerade sehe, dass ich so mein Nichtbetrieb des Ofens den Rücklauf durch den Puffer schiebe. Macht ja auch keinen Sinn. Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch.

    Gruß

    Andreas

  • Ich hab das Schema nun so umgestellt, dass ich - nach meinem Verständnis - den Kessel zuschalten kann, wenn die Puffertemperatur nicht ausreichend ist. Wobei ich gerade sehe, dass ich so mein Nichtbetrieb des Ofens den Rücklauf durch den Puffer schiebe. Macht ja auch keinen Sinn. Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch.

    Wenn du das Dreiwegeventil in den Rücklauf einbaust, kannst du die Richtung wählen. Entweder durch den Puffer oder über den Öl/Gaskessel.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • Hi,

    Wenn du das Dreiwegeventil in den Rücklauf einbaust, kannst du die Richtung wählen. Entweder durch den Puffer oder über den Öl/Gaskessel.

    Dann sähe das Schema doch wie folgt aus. Daraus ergeben sich aber wieder die folgenden Themen:


    Wenn du den Pufferinhalt weitestgehend nutzen willst, dann muss du den Puffer durch den Kessel leiten. Dann kannst du bis zum gewollten Umschaltpunkt den Kessel nachheizen lassen.

    Und ich würde ja wieder über das Ventil mischen müssen, um die Puffervolumenströme zu reduzieren.


    Gruß

    Andreas

  • Ok, fangen wir nochmal von vorne an.

    Und ich würde ja wieder über das Ventil mischen müssen, um die Puffervolumenströme zu reduzieren.

    Das im RL montierte Ventil ist ein Dreiwegeventil. Es wird auch nichts gemischt sondern nur verteilt! Entweder läuft der RL der Verbraucher über den Puffer oder - wenn dort keine Energie mehr ist - direkt über den Gaskessel. Ein Mischer gehört nicht vor die Verbraucher, sondern nach der Pumpe des/der Verbraucher. Was ist denn an dem Heizkreis mit dem 4-Wegemischer? Der gehört auch nicht dahin, weil der die RL Temperatur erhöht. Das ist nicht erwünscht bei Pufferbetrieb.

    Auch sind deine Zitate aus dem Zusammenhang gerissen. Sollte bspw. der Vorlauf aus dem Puffer immer durch den Gaskessel gehen, dann erfolgt der Umschaltzeitpunkt zu einer Temperatur "X" aus dem Verbraucherrücklauf zu Temperatur "Y" im Puffer oben. Dann steuert das Ventil um und der Gesamtrücklauf geht durch den Kessel. Der Puffer ist dann außen vor. Aber der Puffer kann sehr weit heruntergefahren werden.

    Das ist aber nur eine "Baustelle". Die andere ist eben, dass du keine Regelung der Verbraucherkreise hast. Das kann man mit dem Gaskessel alleine (Brennersteuerung) so machen, aber wenn man einen Puffer voll heißes Wasser hat, sollte/muss abgemischt werden. Es gibt Dinge, die laufen eben nicht so, wie man sich das denkt. Wenn du nicht bereit bist die Hydraulik entsprechend anzupassen, dann lass das mit dem Ofen.

    Was mir noch nicht einleuchtet ist deine Bemerkung mit der Reduktion der Puffervolumenströme. Natürlich müssen die Pumpen für jeden Verbraucherkreis so eingestellt werden, dass sie nur so stark laufen wie erforderlich. Dazu ist ein hydraulischer Abgleich das Mittel der Wahl. Aber das ist auch wieder eine andere Baustelle.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hey, Danke für Deine Mühen.


    Ich habe kein Problem damit auf Dauer vor die einzelnen Heizkreise auf Dauer mit Mischventilen auszustatten. Der 4-Wege Mischer ist die FBH. Das ist halt gerade so verbaut und ich verstehe auch, dass ich das Dingen dann besser auch durch einen 3-Wege Mischer ersetze. Trennen wir nun mal die Baustellen:


    Sehe ich das richtig, dass die Verbraucherseite dann so aussehen müsste? Ggf. dann noch mit einer Drehzahlregulierten Pumpe für die WW-Bereitung um die RL-Temperatur zu senken.


    Ein Mischer gehört nicht vor die Verbraucher, sondern nach der Pumpe des/der Verbraucher.

    Ich habe das von "Licherloh" aus dem Schema übernommen. Ist das so nicht richtig?





    Das hier ist die Anbindung des Ofens und sollte doch so okay sein, oder?





    Und das hier dann die Einbindung des Gaskessels:



    Wie weit komme ich denn in der Praxis bei der Konfiguration mit den Temperaturen im Puffer herunter?


    Zu dem Thema Volumenströme im Puffer: Ich darf den Speicher ja nicht wie wild umrühren (hohe Volumenströme und hohe RL Temperatur). Wenn ich nun Mischer in die Heizkreise einbaue kann ich ja nix mehr anders machen. Die RL-Temperatur ist dann ja schon durch die Abnahme der einzelnen Kreise und das Mischen reduziert, bzw. die Volumenströme so gering wie möglich.


    Danke für Eure Geduld.


    Gruß

    Andreas

  • Ein Mischer gehört nicht vor die Verbraucher, sondern nach der Pumpe des/der Verbraucher.


    Ich habe das von "Licherloh" aus dem Schema übernommen. Ist das so nicht richtig?

    Au weia, da habe ich Blödsinn geschrieben. Meine Griffel haben was anderes getippt als es in meinen Gehirnwindungen stand.

    Natürlich kommt der Mischer stets vor die Pumpe. Man macht in der Praxis keinen Zentralmischer weil in der Praxis in den Kreisen unterschiedliche Temperaturen die Regel sind und bei Störungen sind alle Kreis gestört.

    Wie weit komme ich denn in der Praxis bei der Konfiguration mit den Temperaturen im Puffer herunter?

    Wenn die Heizkreise hydraulisch abgeglichen werden sind RL Temperaturen um die 30°C möglich. Beim hydraulischen Abgleich werden die Massenströme der Verbraucher eingestellt und weil dann auch keine großen Drücke mehr erforderlich sind können die Pumpen in der Leistung reduziert werden was als Nebeneffekt noch eine wesentlich geringere Strömungsgeschwindigkeit zur Folge hat.

    Zu dem Thema Volumenströme im Puffer: Ich darf den Speicher ja nicht wie wild umrühren (hohe Volumenströme und hohe RL Temperatur). Wenn ich nun Mischer in die Heizkreise einbaue kann ich ja nix mehr anders machen. Die RL-Temperatur ist dann ja schon durch die Abnahme der einzelnen Kreise und das Mischen reduziert, bzw. die Volumenströme so gering wie möglich.

    Also Mischer reduzieren keine Volumenströme. Das ist ja nicht gewollt. Bei einer nicht abgeglichenen Anlage müssen ja die Pumpen stärker arbeiten, damit auch die ungünstigsten Verbraucher noch ausreichend versorgt werden. Dafür werden die näher zur Pumpe befindlichen Verbraucher überversorgt, dh. die Wärme wird kaum abgenommen und somit entstehen die hohen RL - Temperaturen.

    Übringens: Der hydraulische Abgleich wird an den Heizkörperventilen vorgenommen. Dazu müssen die aber meistens erneuert oder umgerüstet werden. Welche Ventil du hast, weiß ich natürlich nicht.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • Hi,

    Also Mischer reduzieren keine Volumenströme.

    Ja, du hast recht. Ich meine damit eigentlich, dass im Endeffekt durch den Mischer weniger, unnötigerweise, zu heißes VL Wasser durch den Heizkreis - und damit durch den Puffer gedrückt wird. Kann das irgendwie schlecht beschrieben.


    Hydraulisch abgeglichen ists eigentlich bei mir glaube ich recht gut. Hab damals, als ich die Bude gekauft habe alle Rücklaufdrosseln der einzelnen Radiatoren und FBH Heizkreise auf vollen Durchfluss gestellt, dann die Heizkurve gedrosselt bis ich im kältesten Raum die passende Temperatur hatte, und dann in den anderen Räumen nach und nach die Drosseln im Rücklauf gekniffen, dass dort dann auch die passende Temperatur war. Hat ein wenig gedauert, aber passte am Ende wohl. Dann hab ich noch die Pumpenleistung reduziert. Ist zwar eine Methode ohne Rechnen, aber sollte nach meinem technischen Verständnis am Ende das gleiche bewirken.


    Passt das Schema denn nun?


    Gruß

    Andreas

  • Passt das Schema denn nun?

    Ja.

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