Probleme mit der Hydraulik.

There are 32 replies in this Thread which was already clicked 3,334 times. The last Post () by Austro-Diesel.

  • Moin Gemeinde.


    Wir haben ein kleines Problem mit unserer Heizung.

    Wenn ich den HV (oder auch Pellets) anmache, wird automatisch das Wasser durch die Heizspirale der Brauchwasserwärme 'gedrückt'.

    Somit steigt die Temperatur des Brauchwassers konstant zur abgegebenen Temperatur des Kessels an. Bis letztendlich auf ca 82° Celsius.


    Mir mich als 'Laie' , der nur seine wenigen Erfahrungen in 23 Jahren Holz heizen gesammelt hat, kommt das ganze 'spanisch' vor.

    Meiner Meinung nach ist die Leitung zur BWWP und zum Heizkreis viel zu dicht am Kesselausgang abgenommen und hätte viel weiter in Puffernähe abgenommen werden müssen.


    Auf das Problem hin angesprochen meinte mein HB: "Da machen wir dann ein Rückschlagventil rein. Dann passt das."

    Das widerspricht irgendwie meinem Verständnis von der Funktionsweise einer Rückschlagklappe.


    Oder liege ich mit meiner Annahme falsch?


    Das Leben ist zu kurz für "Irgendwann". ☺️


    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten und gewinnbringend veräußern. 8o

  • Wenn der Widerstand durch die BWWP geringer ist als die im Pufferladekreis, dann drückt das entsprechend Wasser da durch. Verhindern kannst du das indem du, wie dein Heizungsbauer ein Rückschlagventil einbaust, oder ein Motorisches 2/2 Wegeventil das mit der Pumpenansteuerung geöffnet wird.

  • Das Ventil wäre eine Lösung, das werde ich dem Heizungsbauer mal vorschlagen.

    Es sollte ja ein Garantie/Gewährleistungsfall sein, da die Anlage erst ca 3 Wochen steht.


    So ein Rückschlagventil hat ja eine kleine Feder am Ventil. Die müsste dann der Kesselpumpe standhalten und erst beim laufen der Ladepumpe für die BWWP öffnen.

    Ob das klappt?

    Das Leben ist zu kurz für "Irgendwann". ☺️


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  • Ob ich ein Fan der BWWP kann ich dir eventuell am Ende des nächsten Sommer sagen.

    Bis dahin habe vermutlich die ersten Erfahrungen damit gesammelt.


    Wovon ich definitiv kein Freund bin ist, im Sommer der Holzkessel anzuheizen um WW zu generieren.

    Und nach 23 Jahren Solarthermie wollen wir die auch nicht mehr.

    Dabei hat diese doch einiges bewirkt. :/

    Wir hatten hohe Kosten und wenig warmes Wasser. (Außer bei 30° im Schatten und 12 Stunden Sonne am Tag. Da hatten wir zu viel.)


    Nicht zu vergessen der kostenlose Aufenthalt auf der Intensivstation, den meine Holde dadurch genießen durfte. 2 Freundinnen von ihr hatten nur 3 Wochen erhebliche gesundheitliche Probleme.

    Das kam daher, da die Anlage sich abgeschaltet und überhitzt hat. Dadurch trat Solarflüssigkeit aus, die an der überhitzten Plattentauschereinheit verdampfte. Dieser Dampf ist hoch giftig. :thumbdown: Das haben wir leider erst danach erfahren.

    Das Leben ist zu kurz für "Irgendwann". ☺️


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  • Seit zwei Jahren läuft bei uns von Anfang April bis Ende Oktober eine Brauchwasser-Wärmepumpe von Austria Email, die EHT-270 Revolution, mit Außenluft-Anschluss.


    Kann wirklich nichts Schlechtes darüber berichten. 50 bis 53° Vorhaltetemperatur, Laufzeit täglich von 10 bis 19 Uhr. Konsumiert 40 bis 65 kWh Strom pro Monat, bei 2 bis 4 Personen im Haushalt — je nach Außentemperatur und Wasserentnahme (ohne Zirkulation, unsere Rohrleitungen sind recht kurz).


    Einmal die Woche gibt's 65° gegen "unerwünschte Bewohner", auch das nur mit Wärmepumpe, ohne Direktzuheizer.



    Zum motorischen Ventil noch: es gibt welche mit Schaltkontakt. Den kann man dazu benutzen, dass die Ladepumpe nur Strom bekommt, wenn das Ventil offen ist. Das ist die "schöne" Lösung.

  • Du glücklicher. :)

    Wir haben mit der Heizung die Austria Email Evo 2 200 eingebaut bekommen. Die 270 Liter konnten wir wegen zu geringer Deckenhöhe leider nicht nehmen.

    Ich kann über die noch nicht wirklich etwas berichten, da sie ja schon am ersten Tag der Inbetriebnahme kaputt war. ;( || ;(

    Der Kundendienst war schon da und hat festgestellt das kein Kältemittel mehr vorhanden ist. Irgendwo muss ein Leck sein.

    Jetzt warten wir auf die Mitteilung ob repariert oder getauscht wird.


    Das sehe ich recht entspannt. Es kann immer etwas kaputt gehen . Dann lieber gleich als erst in 3 Jahren.

    Das Leben ist zu kurz für "Irgendwann". ☺️


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  • Hallo,

    das mit der Solarthermie tut mir ehrlichgesagt leid. Wir haben 15qm jetzt nach 30 Jahren demontiert, da PV kam. Die werden aber wieder montiert.
    Nie defekte, immer kostenloses Warmwasser und Heizungsunterstützung. 1x Glykol gewechselt, Regler erneuert wegen Funktionserweiterung, sonst nix.

    Wenn du den Strom für die BWWP kaufen musst wäre mit Pellets heizen aktuell günstiger.

  • Stimmt nur bedingt.


    Man muss ja jedesmal den ganzen Kessel nebst Wasserinhalt auf Betriebstemperatur bringen. Je nach Art der Warmwasserbereitung und Verrohrung auch mehr (Puffer). Und gut tut dem Kessel so ein Kurzzeitbetrieb auch nicht wirklich.


    Andererseits sind die 2.500 Euro, die so eine Brauchwasser-Wärmepumpe kostet, nicht so leicht eingespart.


    Wir haben damals schon die PV geplant, da war die Entscheidung einfach.


    Man könnte aber angesichts der geringen Einspeiseerlöse in Österreich darüber nachdenken, nur mit einer einfachen E-Heizpatrone das Warmwasser zu erwärmen. Diese ist viel, sehr viel günstiger als die Wärmepumpe.

  • So ein Rückschlagventil hat ja eine kleine Feder am Ventil. Die müsste dann der Kesselpumpe standhalten und erst beim laufen der Ladepumpe für die BWWP öffnen.

    Ob das klappt?

    Das Problem ist hier, dass die Ladepumpe so stark schiebt, dass ein teil durch den Wärmetauscher des TWW Speichers fließt. Je nachdem wie stark die Pumpe läuft nützen da auch keine Schwerkraftbremsen o.ä.. Denn die müssten ja auch öffnen wenn die Ladepumpe ihren Betrieb aufnimmt.

    Wir hatten das schon des öfteren im Forum. In diesem Fall nützt nur, wie bereits erwähnt, ein Motorventil das mit der Ladepumpe des TWW Speichers parallel geschaltet wird. Hätte man die Anlage entkoppelt angeschlossen (Verbraucher bedienen sich ausschl. am Puffer) gäbe es das Problem nicht.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Du meinst sicher das Ventil "in Reihe schalten", nicht parallel.


    Unsere BWWP ist übrigens "entkoppelt" am Puffer angeschlossen (ganz oben am Deckel und ganz unten). Der Vorlauf des Kessels geht am obersten seitlichen Anschluss rein. Trotzdem hat die kleine Ladepumpe im Kessel langsam den 270-Liter-Speicher ungewollt von 50 auf über 60° geladen …


    In der Hydraulik gibt es kaum Ja/Nein, die Strömungswiderstände ergeben nur Anteile, und allzuviel braucht's ja gar nicht.


    Ich rate bei dem ausgeprägten Fehlverhalten der Anlage beim Threadersteller dringend zum motorischen Ventil.


    https://www.amazon.de/gp/product/B078CJB1YX

  • Du meinst sicher das Ventil "in Reihe schalten", nicht parallel.

    Nein, ich meine parallel.


    Beide Verbraucher (Ladepumpe und Ventil) werden bei einer Anforderung gleichzeitig mit Spannung versorgt. Bei einer Reihenschaltung werden die Verbraucher nacheinander mit Spannung versorgt. Das ist hier nicht der Fall.

    Ähnlich verhält es sich bei einer Zweirohranlage bei der Heizung. Jeder Heizkörper wird an einer sep. VL und RL Leitung angeschlossen.


    In der Hydraulik gibt es kaum Ja/Nein, die Strömungswiderstände ergeben nur Anteile, und allzuviel braucht's ja gar nicht.

    Ich weiß jetzt nicht genau was du damit ausdrücken willst. Natürlich haben Teilstrecken ihre Verluste. Die sind aber für die Auslegung einer Pumpe nicht relevant, weil nur der Strang mit dem größten Druckverlust für die Auslegung der Pumpe herangezogen wird.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Ach so, du meintest den elektrischen Anschluss.


    Ja, kann man so machen, besser ist es die Pumpe erst mit Strom zu versorgen wenn das Ventil offen ist. Damit kann es nicht passieren, dass diese kavitiert falls das Ventil nicht aufgeht — dir Pumpe würde Geräusche machen und mit der Zeit Schaden nehmen.


    Hydraulisch gehört das Ventil mit der Pumpe in Serie verbaut.



    Zum zweiten Thema: Ich meinte, dass selbst ein theoretisch gut ausgeführter hydraulisch entkoppelter Anschluss nicht verlässlich verhindert, dass es zu einer ungewollten Durchströmung kommt. Auch wenn die Strömungswiderstände im Puffer in Relation zum Brauchwasserspeicher inkl. seiner (bei uns recht langen) Verrohrung sehr gering sind, kommt es trotzdem zu ungewolltem Energieeintrag. Da war unser Installateur selbst erstaunt.

  • Hallo


    also ist Deine Brauchwasserpumpe so konziepiert, dass man auch mit Holz nachladen kann?

    Wenn Du eine RSK einbauen lässt ist das ein Widerstand der zusätzlich eingebaut wird. Den mußt Du zusätzlich

    überwinden wenn Deine BWWP über Holz nachgeladen wird. Das Vermeiest Du wenn ein 2-Wegeventil Stromlos geschlossen mit ausreichendem/großem KVS-Wert eingebaut wird.


    ciao Peter

  • Ja, kann man so machen, besser ist es die Pumpe erst mit Strom zu versorgen wenn das Ventil offen ist. Damit kann es nicht passieren, dass diese kavitiert falls das Ventil nicht aufgeht — dir Pumpe würde Geräusche machen und mit der Zeit Schaden nehmen.


    Hydraulisch gehört das Ventil mit der Pumpe in Serie verbaut.

    Ja, wenn der Himmel runterfällt sind alle Spatzen tot. Diese Ventile sind äußerst robust und ich praktiziere diese Art schon seit Jahren. Die Ventile kenne ich jetzt nur als "stromlos geschlossene" Variante. Sicher kann man über einen verzögerten el. Impuls die Pumpe erst anlaufen lassen wenn das Ventil offen ist ( Mikrokontaktschalter im Ventil) Ist halt Ansichtssache.

    Ja, du hast recht hydraulisch ist das in Reihe.

    Zum zweiten Thema: Ich meinte, dass selbst ein theoretisch gut ausgeführter hydraulisch entkoppelter Anschluss nicht verlässlich verhindert, dass es zu einer ungewollten Durchströmung kommt. Auch wenn die Strömungswiderstände im Puffer in Relation zum Brauchwasserspeicher inkl. seiner (bei uns recht langen) Verrohrung sehr gering sind, kommt es trotzdem zu ungewolltem Energieeintrag. Da war unser Installateur selbst erstaunt.

    Da widerspreche ich dir dahingehend, dass, wenn der Anschluss des TWW Speichers hydraulisch entkoppelt ausgeführt wird, es zu keinem ungewollten Energieeintrag kommt. Dann wurde etwas falsch angeschlossen oder was vergessen einzubauen, z. B. eine Schwerkraftbremse in der Ladeleitung zum TWW Speicher.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Ja, Schwerkraftbremse, Thermosiphon etc. gibt es keinen.


    In unserem Fall erfolgte das unbeabsichtigte Laden recht langsam. Bei Kesselbrandzeiten von über 12 Stunden wurde das durch auf über 55° steigende Temperatur auffällig. Also auch nichts, woraus man eine Krise ableiten müsste. Beim Threadersteller stellt sich das ja viel dramatischer dar.

  • Wow, das waren mal viele Antworten. :)

    Dankeschön dafür. :thumbup:


    Hier mal ein Bild von dem Problemfall.

    Geradeaus sieht man den Vor und Rücklauf von der Temperaturanhebung (an der rechten Seite des Kessels.)

    Links davon, die kurzen Rohre die in der Wand verschwinden, ist der Vor und Rücklauf für die BWWP. Dies steht direkt hinter der Wand. Bis an die Pumpe sind es ca 70cm Rohrleitung.

    An der linke Seite des Twin ist der Heizungsmischer.

    Von der Rücklaufanhebung nach rechts gehen die Leitungen zu den Puffern. Diese sind ca 4 Meter lang.


    Das Leben ist zu kurz für "Irgendwann". ☺️


    Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten und gewinnbringend veräußern. 8o

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