Ausgangslage für die Interessierten:
Elternhaus übernommen. Eigener Wald mit genug Holz, mehreren Kettensägen, Raupendumper für den Transport, 12T Spalter und Unterstand zum trocknen. Also es soll zukünftig auch mit Holz geheizt werden.
200qm Haus aus den 60ern. Heizölbedarf pro Jahr 2200-2800 Liter. Energiebedarf 2500*9,8 = 24500 kWh/Jahr. Mit Holz wird sporadisch zugeheizt. Meistens wenn es sehr kalt ist. Da kommen noch ca. 2000-3000 kWh aus Holz auf den Wärmebedarf dazu. Also rund 27000 kWh/Jahr zum Heizen.
Im Frühjahr wird die untere Etage renoviert. In den Räumen wird der Estrich herausgestemmt, Fußbodenheizung verlegt und Fenster getauscht.
In der oberen Etage wird vorerst nichts gemacht. Die obere Geschossdecke zum Dachboden ist mit Glasfasermatten gedämmt, diese sind jedoch schon zusammengefallen und nur noch etwa 3-4cm dick.
Ich denke, das der Energieverbrauch dadurch auf 20000kWh/Jahr sinkt.
Es wird eine Brauchwasserwärmepumpe im Frühjahr installiert.
D.h. Die Ölheizung/Holzvergaser werden nur für die Heizungswärme benötigt.
In den nächsten 3-5 Jahren fliegt die Ölheizung raus und es wird eine Wärmepumpe installiert. Splitklima zum zuheizen und kühlen, sowie 30kW PV ist schon installiert.
Mein Plan: In der Übergangszeit Splitklima + Wärmepumpe und im Winter bei Minusgraden hauptsächlich mit dem HVK heizen.
Installiert ist ein Olymp 25kW HVK von 1998
Rauchrohr 15cm mit nur leichter Steigung und 2x 90° Bögen (2x 45° hintereinander) bis zum Kamin. Etwa 1m darüber ist das Rauchrohr der Ölheizung, das ebenfalls in den gleichen Kamin mündet.
Der Kamin hat vom Anschluss HVK, 8m Abgasrohr bis zum Kaminkopf. Also Zug ist da.
Es gibt keinen separaten Pufferspeicher. Einzig der 610L integrierte Pufferspeicher der Ölheizung kann die Wärme aufnehmen.
Dieser ist natürlich recht schnell auf 90°.
Problem 1:
Beim Nachlegen tritt extrem viel Rauch aus dem HVK aus, sodass der ganze Raum verqualmt ist und man ein Fenster öffnen und direkt den Heizraum verlassen muss.
Das Holz ist 3 Jahre abgelagert und liegt seit dem Sommer im Heizraum. Also richtig trocken.
Habe es mal mit weniger Holz oder auch mal mit einem Glutbett versucht. Ich habe das Gefühl, das jedes mal mehr Rauch aus der Brennkammer, als aus dem Rauchrohr austritt.
Liegt das am HVK, am verwinkelten Rauchrohr oder am Bediener ? Oder ist am HVK irgendwas verstopft ? Das Gebläse, sowie die obere und untere Brennkammer habe ich schonmal sauber gemacht. Geändert hat sich nichts. Es gibt aber auch keine Bedienungsanleitung vom Gerät. Diese würde mir schon weiterhelfen.
Problem 2:
Lege ich den HVK voll, so dass ich nicht mehr den Brennraum öffnen muss, wird zuviel Wärme produziert, die das Haus nicht aufnehmen kann. Der HVK regelt so runter, das das Feuer ausgeht und ich perfekte Holzkohlebriketts herstelle.
Mir ist klar, das es auch hauptsächlich am fehlenden Pufferspeicher liegt. Ich habe hier gelesen, pro kw HVK etwa 100L Puffer. Könnt ihr bestimmte Hersteller oder Pufferspeicher empfehlen ? Wären hier ja dann ca. 2500L.
Prinzipiell ist der HVK noch funktional. Auch die Belüftung mittels 3 stufigem Gebläse funktioniert. Er regelt sauber runter auf die eingestellte Solltemperatur. Von BImSchV hat der Kessel jedoch noch nichts gehört, genausowenig von Lambdaregelung etc.
Am meisten stört mich jedoch der extreme Rauchaustritt in die falsche Richtung. Ich mag nicht nach jedem anfeuern wie geräuchert riechen.
Oder radikal den HVK auf den Schrott und einen neuen Scheitholz HVK ? Aber ist damit dann das Rauchproblem gelöst ? Und wenn ja, welchen nehme ich dann ? Brennraum sollte möglichst groß sein.
Ich bin für jeden Tipp dankbar.