Umbau, HVK ersetzen und wieviel Puffer ist genug Puffer

There are 6 replies in this Thread which was already clicked 1,469 times. The last Post () by warp735.

  • Ausgangslage für die Interessierten:


    Elternhaus übernommen. Eigener Wald mit genug Holz, mehreren Kettensägen, Raupendumper für den Transport, 12T Spalter und Unterstand zum trocknen. Also es soll zukünftig auch mit Holz geheizt werden.

    200qm Haus aus den 60ern. Heizölbedarf pro Jahr 2200-2800 Liter. Energiebedarf 2500*9,8 = 24500 kWh/Jahr. Mit Holz wird sporadisch zugeheizt. Meistens wenn es sehr kalt ist. Da kommen noch ca. 2000-3000 kWh aus Holz auf den Wärmebedarf dazu. Also rund 27000 kWh/Jahr zum Heizen.

    Im Frühjahr wird die untere Etage renoviert. In den Räumen wird der Estrich herausgestemmt, Fußbodenheizung verlegt und Fenster getauscht.

    In der oberen Etage wird vorerst nichts gemacht. Die obere Geschossdecke zum Dachboden ist mit Glasfasermatten gedämmt, diese sind jedoch schon zusammengefallen und nur noch etwa 3-4cm dick.


    Ich denke, das der Energieverbrauch dadurch auf 20000kWh/Jahr sinkt.

    Es wird eine Brauchwasserwärmepumpe im Frühjahr installiert.

    D.h. Die Ölheizung/Holzvergaser werden nur für die Heizungswärme benötigt.


    In den nächsten 3-5 Jahren fliegt die Ölheizung raus und es wird eine Wärmepumpe installiert. Splitklima zum zuheizen und kühlen, sowie 30kW PV ist schon installiert.

    Mein Plan: In der Übergangszeit Splitklima + Wärmepumpe und im Winter bei Minusgraden hauptsächlich mit dem HVK heizen.


    Installiert ist ein Olymp 25kW HVK von 1998

    Rauchrohr 15cm mit nur leichter Steigung und 2x 90° Bögen (2x 45° hintereinander) bis zum Kamin. Etwa 1m darüber ist das Rauchrohr der Ölheizung, das ebenfalls in den gleichen Kamin mündet.


    Der Kamin hat vom Anschluss HVK, 8m Abgasrohr bis zum Kaminkopf. Also Zug ist da.

    Es gibt keinen separaten Pufferspeicher. Einzig der 610L integrierte Pufferspeicher der Ölheizung kann die Wärme aufnehmen.

    Dieser ist natürlich recht schnell auf 90°.

    HVK


    Ölheizung


    Übersicht


    Problem 1:

    Beim Nachlegen tritt extrem viel Rauch aus dem HVK aus, sodass der ganze Raum verqualmt ist und man ein Fenster öffnen und direkt den Heizraum verlassen muss.

    Das Holz ist 3 Jahre abgelagert und liegt seit dem Sommer im Heizraum. Also richtig trocken.

    Habe es mal mit weniger Holz oder auch mal mit einem Glutbett versucht. Ich habe das Gefühl, das jedes mal mehr Rauch aus der Brennkammer, als aus dem Rauchrohr austritt.

    Liegt das am HVK, am verwinkelten Rauchrohr oder am Bediener ? Oder ist am HVK irgendwas verstopft ? Das Gebläse, sowie die obere und untere Brennkammer habe ich schonmal sauber gemacht. Geändert hat sich nichts. Es gibt aber auch keine Bedienungsanleitung vom Gerät. Diese würde mir schon weiterhelfen.


    Problem 2:

    Lege ich den HVK voll, so dass ich nicht mehr den Brennraum öffnen muss, wird zuviel Wärme produziert, die das Haus nicht aufnehmen kann. Der HVK regelt so runter, das das Feuer ausgeht und ich perfekte Holzkohlebriketts herstelle.

    Mir ist klar, das es auch hauptsächlich am fehlenden Pufferspeicher liegt. Ich habe hier gelesen, pro kw HVK etwa 100L Puffer. Könnt ihr bestimmte Hersteller oder Pufferspeicher empfehlen ? Wären hier ja dann ca. 2500L.


    Prinzipiell ist der HVK noch funktional. Auch die Belüftung mittels 3 stufigem Gebläse funktioniert. Er regelt sauber runter auf die eingestellte Solltemperatur. Von BImSchV hat der Kessel jedoch noch nichts gehört, genausowenig von Lambdaregelung etc.


    Am meisten stört mich jedoch der extreme Rauchaustritt in die falsche Richtung. Ich mag nicht nach jedem anfeuern wie geräuchert riechen.


    Oder radikal den HVK auf den Schrott und einen neuen Scheitholz HVK ? Aber ist damit dann das Rauchproblem gelöst ? Und wenn ja, welchen nehme ich dann ? Brennraum sollte möglichst groß sein.

    Ich bin für jeden Tipp dankbar.

  • Holzpille

    Approved the thread.
  • Da der Kessel scheinbar noch nie eine Messung nach BImSchV durchlaufen hat wird es wohl zukünftig recht schwierig werden. Die Kessel ab 4kw sind/werden wohl alle messpflichtig.


    Daher würde ich eher zukunftsorientiert auf einen neuen Lambda-geregelten Kessel gehen und das passend neu aufbauen. An der alten Anlage herum zu schrauben um dann in Kürze alles doch rausschmeißen zu müssen wäre mir zu teuer und zu aufwändig.


    Eine Empfehlung abzugeben ist immer recht einfach: ich betreibe einen ETA-SH20 daher würde ich dir zu einem Eta-Kessel raten. Kostet halt ne Stange Geld, ist dafür aber solide, mit gutem KD ausgestattet und von der Steuerung um Welten besser und flexibler als die anderen üblichen verdächtigen (Fröling/Hargassner/HDG ect.)


    Aber das muss halt jeder für sich entscheiden.

  • Von BImSchV hat der Kessel jedoch noch nichts gehört

    Hallo sebschmitt,


    dass der Kessel noch nie gemessen wurde, wundert mich doch sehr. Dein Schorni scheint ein "lockerer Typ" zu sein. :saint:

    Nach der aktuellen 1.BImSchV aus dem Jahr 2010 hätte der Kessel spätestens ab dem 1.1.2019 alle 2 Jahre gemessen werden müssen und er sollte die (abgeschwächte) Stufe-1 für Staub und CO einhalten. Da hätte ich aber - insbesondere ohne Pufferspeicher - echte Bedenken.


    Überhaupt ist der Betrieb eines Holzkessels und insbesondere eines Holzvergasers ohne Puffer eigentlich Harakiri.


    Wenn der Kessel die Messung schaft, spräche m.E. nichts dagegen einen Pufferspeicher dazu zu installieren. Den kann man ja auch nach dem Kesseltausch weiter nutzen. Ein neuer Kessel kostet halt, auch wenn es derzeit (noch) großzügige Förderungen gibt.


    Um eine Förderung zu erhalten sind 55 Liter pro kW Kesselleistung vorgeschrieben. Mehr Puffer ist aber immer besser. Mit der Formel Pufferspeichervolumen = Füllraumvolumen in Liter * 20 wäre man optimal unterwegs. Die meisten Kessel bis 30 kW haben ein Füllraumvolumen um die 150 Liter, das entspräche dann 3.000 Liter Pufferspeicher. Kessel mit höherer Leistung haben i.d.R. einen größeren Füllraum (200 Liter und mehr). Entsprechend mehr Pufferspeicher sollte man dann haben.


    Ein moderner Holzvergaser qualmt nicht. Zum einen haben viele Modelle einen sog. Schwelgaskanal, über den der Rauch beim Nachlegen direkt in den Schornstein abgesaugt wird. Zum anderen gibt es bei einem richtig ausgelegten Holzvergaser (mit Pufferspeicher) keinen Grund Holz nachlegen zu müssen, da ja die komplette Holzfüllung in den Pufferspeicher passt. Und wenn man doch einmal nachlegen muss, dann macht man das, wenn das Holz fast (oder auch ganz) abgebrannt ist und legt auf das vorhandene Glubett auf - dann qualmt es nicht (das sollte bei deinem alten HV eigentlich ebenfalls funktionieren).


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo


    angegeben ist Saarland. Also muß der schwarze Mann regelmäßig zum Kehren, Messen und Überprüfen kommen.

    Dementsprechend müssen die Protokolle / Meßbescheinigungen vorliegen. Zumindest bei den Eltern. Ggf beim schwarzen Mann nachfragen.

    Wenn Du den HV raus reist wird Dir in D i.d.R. keine Doppelbelegung mehr genehmigt. Heißt ab dem Zeitpunkt wo neuer HV muss der Öli auch mit raus fliegen.


    ciao Peter

  • das hab ich mir schon gedacht. D.h. die Kombi bleibt vorerst. Dann werde ich beide ausbauen und nur einen HV installieren

    Verstehe auch nicht, wie man damals das so einbauen konnte. Ich plane gerade den Ort für die Pufferspeicher. Wir haben 2x2000L Heizöltanks. Dort könnte man perfekt einen großen Pufferspeicher installieren bzw. eine Pufferspeicherbatterie. Allerdings wurde das Haus anscheinend um die Heizöltanks herumgebaut. Es führt nur ein 50x50cm großes Loch zu den Heizöltanks...


    Danke für die Antworten und hilfreichen Tipps. Wäre schön, wenn man mit kleinen Änderungen jetzt schon vom HV profitieren könnte. Ohne Pufferspeicher ist das aber natürlich quasi nicht machbar. Und jetzt einen 1000L Tank in die Ecke stellen, würde das ganze zwar verbessern, aber wenn ich in 3 Jahren den Öli rauswerfe und dann anstelle der Heizöltanks ggf. 5000L Puffer realisieren kann, ist es wahrscheinlich nix halbes und nix ganzes.

  • Ne die Heizöl Tanks wurden in den Raum gebracht, dann wurde zugemauert


    Die Tanks stehen in einer Öldichten Wanne

    Gruß aus dem Schwarzwald

    Christoph

    Ein Pufferspeicher ist nie zu groß ! höchstens zu schlecht Isoliert

    Warmes Haus Glückliche Frau :saint:

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