Fröling P2: Tagesbehälter wird nicht mehr befüllt - Sauger zu schwach?

There are 15 replies in this Thread which was already clicked 3,594 times. The last Post () by KoboldPfalz.

  • Das aktuelle Problem:

    Die Heizung geht täglich 2x auf Störung, immer dann wenn die Pellets angesaugt werden.


    Unser Vorgehen:

    1. Wir schütteln am Schlauch.

    2. Wir entfernen einpaar Pellets aus dem Schlauch

    3. Wir schalten manuell den Saugzug ein und halten die Hand vor den Schlauch, so dass ein starker Sog bzw Vakkum entsteht. Dadurch kommen die Pellets ins Rollen.

    4. Wir schließen das Schlauch wieder an den Tagesspeicher an und die Befüllung klappt problemlos - für dieses Mal.


    Der Saugzug ist auf min. 25% und max. 85% eingestellt.


    Kessel und Speicher stehen 5m auseinander im gleichen Raum.

    (Siehe Fotos)


    Was können wir verändern, damit es automatisch läuft?


    Allgemeine Infos

    Die Heizung stand in der Scheune im EG und wurde von uns ins OG gestellt. Hierbei hat uns ein Heizungsinstallateur geholfen, der sich mit Pellets nicht auskennt. Die Heizung wurde 1:1 unten abgebaut und oben aufgebaut.


    Bin der Installation ist alles gleich geblieben, bis auf die Schlauchverlegung von Kessel zu Pelletspeicher. Die Elemente stehen nun nebeneinander.

    Die Solarthermie war defekt und wurde nicht wieder angeschlossen. Daher fehlen die Fühler für den unteren Heizkreis. Installateur sagt, nicht nötig. Die Solarthermie habe ich aus der Anlagenprogrammierung entfernt. In 2 Wochen wird der Elwa 2 Heizstab mit der PV Anlage zusammen in Betrieb genommen. Montiert in der Mitte des Wasserkessels.


    Heizungsanlagendaten:

    Fröling Kessel P2, Sacksilo, 850l Hygiene Solarspeicher H3 (ohne Solarthermie)


    IMG_20240823_111147.jpg

    IMG_20240816_115507.jpg

    Edited once, last by Etaminator: Ein Beitrag von KoboldPfalz mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Etaminator

    Changed the title of the thread from “Saugzug” to “Fröling P2: Tagesbehälter wird nicht mehr befüllt - Sauger zu schwach?”.
  • Hallo Sabrina KoboldPfalz,


    willkommen im Holzheizer-Holzvergaser-Forum! :thumbup:


    Ich habe den Thementitel etwas aussagekräftiger gestaltet. Der von dir zuerst gewählte Begriff "Saugzug" war etwas irreführend, weil wir unter Saugzug (-Lüfter) normalerweise das Abgasgebläse verstehen. Was du meinst bezeichnen wir als Pelletsauger. ;)


    Deine Beschreibung, wie ihr die Pellets manuell ins "Rollen" bringt, ist etwas verwirrend - oder ich verstehe die Funktion eures Tagesbehälters in Verbindung mit dem Sacksilo zu wenig. Auf deinem ersten Bild ist zwar das Sacksilo zu sehen und ich vermute den (schwarzen) Tagesbehälter zwischen dem Pelletkessel und dem Hygienekombispeicher. Aber leider sieht man nichts von der Schlauchführung, der Art der Pelletentnahme unter dem Sacksilo und wo der Pelletsauger montiert ist. Vielleicht kannst du dazu noch detailliertere Bilder und Informationen liefern.


    Je nachdem wie voll das Sacksilo vor dem Umzug war, mussten die Pellets ja wohl entnommen und zwischengelagert und anschließend wieder eingefüllt werden. Vielleicht sind die Pellets dabei in zu kleine Stücke und Staub zerbröselt, so dass sie jetzt nicht mehr gut nachrutschen?


    Eine erste Idee, die ich hätte, wäre den Pelletsauger einmal auf max. 100% Saugleistung umzustellen, vielleicht reicht das ja schon?


    VieleGrüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Also zuerst einmal - der Saugzug hat nichts mit der Pelletförderung zu tun. Der Saugzug ist der Lüfter, welcher die erhitzte Luft durch den Wärmetauscher zum Abgasrohr befördert.

    Der Sauger, welcher die Pellets holt, wird Zyklon genannt.


    Auf den Bildern sieht man leider nicht, wie der Saugschlauch zwischen Sacksilo und Tagesspeicher verlegt ist. Es sollten möglichst große Biegeradien sein und natürlich muß alles dicht sein. Der Zyklon saugt durch den Tagesspeicher hindurch die Pellets an und gibt die Abluft an seinem Ausgang wieder in das Sacksilo ab. Also im Endeffekt ist die Strecke:


    Sacksilo -> Schlauch -> Tagesspeicher -> Zyklon -> Schlauch -> Sacksilo


    Die Pellets bleiben im Tagesspeicher zurück. Der Zyklon pustet also nur Luft und Staub zurück ins Silo.


    Für euer Problem kann es verschiedene Ursachen geben.


    Zum Beispiel kann die Saugstrecke undicht sein, sodaß der Zyklon nicht die volle Leistung bringen kann.

    Der Saugschlauch kann ungünstig verlegt sein, sodaß die Pellets sich stauen. Eigentlich bleiben nämlich keine Pellets im Schlauch, außer in einer Steigung, welche die gerade angesaugten Pellets nicht mehr schaffen, wenn der Zyklon abschaltet. Die holt der Zyklon aber beim nächsten Mal ab.

    Sind die Schläuche am Tagesbehälter korrekt angeschlossen? Es gibt einen Eingang (für die Pellets) und einen Ausgang (für die Abluft).

    Der Sperrschieber am Tagesbehälter muß geschlossen sein, wenn Pellets angesaugt werden, sonst saugt der Zyklon darüber Fremdluft an. Das sollte allerdings die Steuerung sicherstellen.

  • So nun das Update zur überraschenden Lösung:


    Der Fröling Kundendienstechniker war da und hat Löcher in den Saugschlauch gebohrt. Jetzt geht alles :)


    Unser Sauggebläse ist nicht einstellbar, ist nur AN oder AUS. Da die Strecke mit 5m sehr kurz ist und die Verlegung nahezu waagrecht hat der Sauger quasi keinen Widerstand zu überwinden und ist zu stark. Es werden daher zu viele Pellets angesaugt und der Schlauch verstopft.


    Wir haben mit einem D6 Bohrer Löcher in den Schlauch gebohrt, direkt am Ausgang des Silos.


    Jetzt zieht der Sauger Luft und befördert dadurch weniger Pellets. Insgesamt dürften ca. 10 Löcher im Schlauch sein, das haben wir Schritt für SChritt getestet bis es sauber lief. Ob diese Methode überhaupt zum Erfolg führt, wurde getestet, indem der Schlauch demontiert wurde und nur an den Anschluss schräg drangehoben wurde, so dass er Luft saugt. Dieser Test hat Erfolg gezeigt, dann haben wir wieder montiert und mit den Bohrungen begonnen.


    Im zweiten Schlauch sind auch Löcher gebohrt, da das Silo sich aufgebläht hat, weil zu viel Luft zurück kam. Einfach solange Löcher erstellt, bis der Effekt verschwunden war. Fertig.

  • Hallo,


    bevor man zu solch drastischen Maßnahmen greift, wäre es nicht besser gewesen, man hätte mal geprüft, ob das Gebläse nicht mit einem Drehzahlsteller betrieben werden könnte?


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Naja, ein Techniker hat halt keine Zeit und Lust sich darüber Gedanken zu machen, ob es eine andere Lösung gibt, die vom Hersteller so nicht vorgesehen ist.


    Vor allem möchtest du die Zeit auch nicht bezahlen, besonders wenn sich herausstellt, dass es keine andere Lösung gibt.

    Aber wichtig ist mal, dass es funktioniert.

    Sollten Probleme mit der Staubbelastung oder andere Probleme auftreten, muss man eh nach einer anderen Lösung suchen.

    Fröling PE1 20, Pufferpumpe WILO Yonos Para RS24/7.0-PWM1 M, Puffer 1000L Hygiene-Schichtspeicher, 2 Heizkreise (nur FBH)

  • Nur mal so als Frage, wird oder besser gesagt muss bei dem Sacksilo Typ beim Pellet tanken/ befüllen abgesaugt werden?


    Viele Sacksilo haben ja einen “Filtersack“ wo das nicht nötig ist. Wäre das der Fall, dann wären vom ersten Blick her die Löcher im Rückluftschlauch überflüssig. Wichtig wäre halt dass das Sacksilo bzw. Der Gewebesack auch mal gereinigt bzw. Von Staub befreit wird.

  • Das mit den Löchern für mehr "Falschluft", die zum Fördern der Pellets erforderlich ist, klingt logisch. Allerdings verstehe ich das Problem nicht, denn die Länge des Saugschlauches hat nichts mit der zur Verfügung stehenden Luftmenge zu tun, der Schlauch ist auf der ganzen Länge dicht.


    Das zugrundeliegende Problem muss daher vom Pelletlager und seiner Entnahmevorrichtung (Förderschnecke, Saugsonde) stammen.

    Dann hab ich aber auch auf der Rechnung stehen, dass der Fronius Techniker die Löcher gebohrt hat :)

    Warum bohrt bitte der Fronius-Techniker Löcher in den Schlauch der Fröling-Pelletheizung???


    Wenn es zu einem Staubproblem kommt könntest du am Rückluftschlauch austretende Luft in die Bohrungen am Saugschlauch "umleiten". Klappt einfach, wenn die Löcher räumlich nah beieinander sind, einfach eine kräftige Kunsststofffolie über beide Schläuche lose drüber und an den Schlauchenden zubinden oder verkleben. Dann muss die staubige Rückluft wieder in den Kessel.


    Sind die Löcher weiter voneinander entfernt einfach mit Panzertape verschließen und neue bei den Bohrungen des Saugschlauches machen. Man könnte auch einen dritten Schlauch zur Überbrückung der Distanz verlegen.

  • Der Fröling Kundendienstechniker war da und hat Löcher in den Saugschlauch gebohrt. Jetzt geht alles.

    ...

    Dann hab ich aber auch auf der Rechnung stehen, dass der Fronius Techniker die Löcher gebohrt hat :)

    Warum bohrt bitte der Fronius-Techniker Löcher in den Schlauch der Fröling-Pelletheizung???

    Hallo zusammen,


    ich gehe davon aus, dass dieser "Fronius Techniker" ein Ergebnis der automatischen Rechtschreibkorrektur am Smartphone war (ich hab' dieses "Feature" bei mir abgeschaltet). :saint:


    Auch wenn die Methode, Löcher in die Schläuche zu bohren, ziemlich unkonventionell ist (ich wollte das so auch nicht haben), so scheint es doch das Problem gelöst zu haben - und die Kundschaft ist zufrieden! Ob das Staubproblem überhaupt mal in der großen Scheune(?) relevant wird, bleibt abzuwarten.


    Sabrina KoboldPfalz hat ja geschrieben, dass der Schlauch verstopft ist, weil "zu viele" Pellets angesaugt wurden. Man sieht auf den bisherigen Bildern leider nicht, wie die Pellets unterhalb des Sacksilos entnommen werden. Wäre eine Förderschnecke oder ein Rüttler beteiligt, dann hätte man wohl an dieser Stelle korrigierend eingegriffen, daher vermute ich eine einfache Saugsonde? Interressant wäre auch, wo denn der Schlauch für die Rückluft hinführt: Auch in den Entnahmekasten unter dem Silo oder an anderer Stelle direkt ins Silo?


    Vielleicht kannst du ja nochmals etwas dazu schreiben? Das wäre für die mitdenkenden Helfer hier im Forum bestimmt von Interesse. :thumbup:


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Mir ist das schon alles klar. Es ging mir darum auf den wirren Text hinzuweisen und den immer sich recht kurz haltenden Threadersteller zu mehr Details zu motivieren. Klappte aber nicht.

  • Unsere Heizung ist fast 20 Jahre alt.

    Es gibt weder Rüttler noch Schnecke, also eine einfache Saugsonde.


    Es gibt unter dem Sack des Silos ein ca 25x25 großen metallischen Kasten. Dort gehen der Schlauch für Sog und Luft parallel verlaufend drauf.


    Natürlich ein Fröling Techniker.


    "Es ging mir darum auf den wirren Text hinzuweisen und den immer sich recht kurz haltenden Threadersteller zu mehr Details zu motivieren."


    Einfach direkt fragen.

    Ich weiß nicht, welche Details interessant sind. Alles was ich für wichtig erachtet, habe ich geschrieben.


    Herumfliegender Staub ist in der Scheune, in der auch eine Schreiner Werkstatt nebenan untergebracht ist nun wirklich kein Thema 🤣

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