HDG F30: Störung ER083 und ER084

There are 28 replies in this Thread which was already clicked 6,087 times. The last Post () by thomk1080.

  • Hallo zusammen,


    Frage in die Runde ob das schon jemand hatte.


    Bei meinem F30 kommt, wenn er warm wird, immer wieder die Meldung ER083 und ER084 dass die Sicherung F2 bzw. F3 defekt ist. Die Sicherung ist aber in Ordnung und wurde zur Sicherheit schon mal getauscht. Die Meldung kann, wenn der Ofen abgekühlt ist, auch bestätigt werden. Sonst funktioniert er einwandfrei. Kann das ganze mit Fön auch simulieren; bei Erwärmung kommt der Fehler.


    HDG und mein Heizungsbauer sagen Elektronik defekt und muss erneuert werden. Angebot für nur die Elektronik 1000€.


    Hatte jemand den Fehler schon bzw. hat schon mal jemand die Elektronik repariert? Gibt es evtl. einen Schaltplan für die Elektronik?

  • Hallo daFranz,


    mein Kumpel hat einen Compact 35 (Hackschnitzelkessel), da waren bei diesem Problem die Optokoppler, Kondensatoren und MOSFETs kaputt, Genau diese Teile gibts beim Reichelt. Ohne fortgeschrittene Löterfahrung wird das nichts, ein Elektoniker könnte herausfinden, welche der Teile genau kaputt sind., ansonsten alle markierten erneuern. Kannst mal schauen, ob das bei deiner Steuerung auch so aussieht...

  • Jeder der sich in Sachen Strom nicht auskennt und noch nie SMD Bauteile gelötet hat soll hier stoppen zu lesen. Fragt euren Heizungsbauer bei dem Problem bzw. lasst euch von HDG die Elektronik tauschen. Der Rest kann gern weiterlesen....







    Dank dem Tip und mit Fön und Kältespray konnte ich die Bauteile eingrenzen.



    Wärmeemfindlich waren bei mir nur die Optokopler.



    Diese geben die Rückmeldung an den Prozessor das die Spannung von F2 bzw. F3. vorhanden ist.




    Beide getauscht mit SMD-Zange (Reichelt - SFH 6156-3 je 0,32€)



    Nicht wundern das Pad ist zu klein für das Bauteil also aufpassen beim löten.

    Auch die restlichen Bauteile in diesem Bereich zur Sicherheit überprüfen. Bei mir waren einige Lötstellen grenzwertig und eigentlich bei IPC Klasse 1 schon durchgefallen.


    Passt aber zum Gesamtaufbau. Elektronik direkt über der Brennkammer einzubauen.....


    Viel Erfolg, bin mir sicher ich bin nicht der einzige mit dem Problem.


    (Reichelt - SFH 6156-3 je 0,32€)

  • Hallo daFranz,


    nehme an, die Operation war erfolgreich...😃

    Schön, dass du eine detailierte Rückmeldung gemacht hast, viele kommen holen sich einen Tip ab und sieht man nie mehr...👍


    Gruß

    Stuart

  • Hallo zusammen,


    habe euer Thema vor etlicher Zeit schon mal gelesen und ja mir ist auch aufgefallen das die Zentralplatine etwas "ungünstig" platziert haben.


    Mein HDG F40 hat zwar einen kleinen Lüfter der anspringt wenn es der Platine zu heiß wird.


    Habe damals mal nachgefragt wie das den gesteuert wird und mir wurde gesagt das auf der Platine sie die Temp messen und wenn diese über 40 oder 43 Grad ist läuft der Lüfter an.


    Naja leider ist das bei vielen Scheitholzvergassern so das die Platine oben drauf sitzt.


    Ich habe mir dann eine Abschottung gebaut sprich auf der Rückseite wo der Saufzuggebläse sitzt wird es ja am wärmsten sprich wo der Wärmetauscher sitzt. Hoffe das bringt der Platine was das sie länger lebt.


    Aber jetzt zu den warum ich geschrieben habe. Habe die Tage zu genau so eine Platine im Netz gesehen die defekt ist Sicherung F2 und die Sicherung ist laut Verkäufer ok. Der Heizerer hat natürlich eine neue Platine eingebaut.


    Ich musste gleich an diese Thread denken. Da die Platine von der HDG Artikelnummer und HW Version gleich mit meiner ist habe ich mir diese gekauft.


    WIrd die Tage kommen evtl. brauch ich eure Hilfe um diese wieder ans laufen zu bringen, kann mir vorstellen das hier das gleiche Prob. vorliegt wie bei euch.


    Gruß


    Thomas

  • Guten Tag…,

    Stehe gerade vor dem selben Problem bei meinen Compact 50

    Sicherung F2 defekt …,

    Hat jemand einen Tipp oder eine Empfehlung wer so etwas in unserer heutigen Zeit instandsetzen könnte .

    Vielen Dank für die bisherigen Infos zu dem Thema .

  • Also wenn es die Optokoppler sind kann es jeder Betrieb tauschen , wie Fernseh und Radioelektroniker oder jemand der KFZ Steuergeräte repariert.

    Die Angaben zu den Bauteilen findest du oben.

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu hier, aber schon länger (2019) stolzer Besitzer eines HDG F20 und bisher top zufrieden.

    Leider hat sich letzthin auch bei mir dieser Fehler mit der Störung ER083 eingeschlichen.

    Aktuell lebe ich mit einem Workaround: Zwangslüftung der Elektronik via externem Lüfter. Das funktioniert sehr gut, ist aber keine dauerhafte Lösung.

    Meine Elektronik ist identisch zu der von daFranz.

    Beide Optokoppler und Tantal Kondensatoren habe ich getauscht, leider ohne positivem Erfolg.

    Mit meiner Heißluft Puste (schmale Düse, eingestellt auf 80°C) und einem Blatt Papier als Hindernis für die Wärmeausbreitung wollte ich das Bauteil genauer eingrenzen. So wie es scheint müsste es der rechte (siehe Bild) MOSFET Sicherungskreis F2 sein.
    Wenn ich mir das Posting von Stuart anschaue, dann hat er 2 verschiedene MOSFETs aufgeführt, ist es egal welchen ich als Ersatz bestelle? Aber, wie ich sehe hat er eine andere Platine.

    Weiß jemand von euch welcher da genau verbaut wurde? bzw. gibt es eine Lösung für die Zukunft die temperaturtoleranter ist?

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir weiterhelfen könntet.


    Viele Grüße

    Christoph

  • Hi Christoph,


    leider weiß ich nicht was da genau verbaut wurde. Was ich dir sagen kann, es ist nicht ganz egal, welchen von den oben genannten MOSFETs du nimmst, die haben leicht unterschiedliche Werte (offensichtlich die maximale Spannung, einer kann 50V der andere 100V, siehe Tabelle oben).

    Laut den Datenblättern haben sie ähnliche aber nicht ganz gleiche Einschaltspannungen, gleiches gilt für den Durchgangswiderstand, auch ähnlich aber nicht gleich.

    Ob das in der Schaltung eine Rolle spielt, lässt sich nicht so einfach sagen.


    Kannst du vielleicht mal noch ein zwei drei Bilder hochladen, Platine, Bereich mit den vermutlich defekten Teilen, eins vom Transistor wo ggf. vorhandene Beschriftungen zu sehen sind? (wobei meistens bei der Bauform leider einfach gar nix drauf steht, manche Hersteller schreiben Chargennummern drauf, darüber könnte man ggf. noch rausfinden welcher der beiden oben genannten es ist, wenn es überhaupt einer der zwei ist....)


    Grüße und sorry das ich ad hoc nicht mehr weiß

    Michael

    Erzeuger: 25kW HDG F25 Scheitholzkessel / 18kW Ölbrenner Intercal / Solarthermie 2x Flachkollektor / 9kW Überschussheizer

    Verbraucher: 2x Heizkreis, Frischwasserstation. Puffer: 3.000l Schichtspeicher.

    PV: 12,7kWpeak mit 10kWh Speicher

  • Hi Michael,


    super, danke Dir für Deine schnelle Antwort.

    Das ist genau mein Problem: Die MOSFETs sind ähnlich aber nicht gleich.

    Zudem hat Stuart laut Foto ein anderes Platinen Layout (als meines). Meine Hauptplatine ist vom Aussehen her identisch zu der von daFranz.

    Mit meinem USB Mikroskop habe ich mal ein Foto von beiden MOSFETs gemacht:

    Ich kann aus dem Aufdruck leider keine Rückschlüsse ziehen, welcher von beiden es ist, oder ob in dieser Steuerung ein ganz anderer Typ verbaut wurde.

    Somit hoffe ich, dass sich vielleicht Stuart meldet, er scheint ja an einen Stückliste für seine Hauptplatine ran gekommen zu sein. ;)

  • Servus die Werte von den Mosfet´s ist sehr ähnlich 0,2 A zu 0,17 A der andere Wert sagt nur aus bis zu welcher Spannung diese zugelassen sind.


    Aber ja die Platine von Stuart ist anders wie die zu daFranz.


    Schaltplan zu dieser Platine wird keiner haben. Auf den Mosfet´s steht meisten nichts drauf das steht nur im Schaltplan welcher das ist.


    Hast du schon an den Mosfet´s rumgelötet schaut zumindest danach aus.

  • Ja, die sind nach gelötet, da eine kalte Lötstelle genau in das Fehlerschema gepasst hat.

    Ich bestelle mir mal die BSS138 und probiere es aus. N-Channel MOSFETs werden es wahrscheinlich auch sein.

  • Hallo,

    hab die neuen Beiträge erst jetzt gesehen...

    Mein Elektroniker des Vertrauens hatte auch keinen Schaltplan und die MosFETs nach seiner Erfahrung ausgewählt. Er hat beide Typen bestellt, weis aber nicht mehr welchen er eingebaut hat. Da bleibt nur Versuch und Irrtum... wahrscheinlich ist es egal...

  • Hi,

    ja Strom 0,17 oder 0,2 bzw. zulässige Spannung 50/100V sind sehr wahrscheinlich egal in dieser Schaltung. Hätte auch erst den BSS138 probiert, der hat die kleinere Einschaltspannung sprich ist sicherer eingeschaltet, auch wenn z.B. nur 3V als Schaltsignal vorliegen sollten.


    Viel Glück dabei!


    Grüße

    Michael

    Erzeuger: 25kW HDG F25 Scheitholzkessel / 18kW Ölbrenner Intercal / Solarthermie 2x Flachkollektor / 9kW Überschussheizer

    Verbraucher: 2x Heizkreis, Frischwasserstation. Puffer: 3.000l Schichtspeicher.

    PV: 12,7kWpeak mit 10kWh Speicher

  • Hallo,

    ich wollte mich bei Euch für die Unterstützung bedanken.

    Den FET haben wir gegen einen BSS138 getauscht, die Anlage läuft auch damit, leider hat es aber das Problem nicht behoben.

    Nach nochmaliger genauer Suche mit Heissluftpistole und aufgeschrumpften Schrumpfschlauch mit ca. 5mm Durchmesser (bei 80°C) hat sich herausgestellt, dass der Bereich zwischen Optokoppler und SMD Kondensator empfindlich reagiert, daraufhin haben wir nochmals den Optokoppler getauscht - leider ohne Erfolg. Der Kondensator behält auch unter Hitze seine Kapazität (getestet mit Multimeter, natürlich im ausgeschaltetem Zustand).

    Jetzt weiß ich echt nicht mehr weiter und werde mir bei HDG eine Platine bestellen.

    Weiß jemand, ob die auf die Anlage konfiguriert sein muss? oder bekommt die Ihre Konfiguration vom Display während des Hochlaufs?


    Viele Grüße

    Christoph

  • Zeichne mal ein wo du den Fehler vermutetst?


    Ein Optokoppler schaltet eigentlich zwei galvanisch getrennte Kreise. Auf der ein Seite hast du 5 volt und auf der anderen 230 Volt


    Die kann man auch mit Sicherheit brücken oder anders rum.


    Hier soll der Controller ja nur mitbekommen wenn einer der Sicherungen geflogen ist und auf Störung gehen.


    Ich weiß aber nicht was die Sicherungen absichern.


  • Nur damit keine Missverständnisse mit Schaden entstehen :)


    Es ist definitiv wichtig, wie rum der Optokoppler eingelötet ist, es gibt eine "Sendeseite" und eine "Empfangsseite".


    Ob jetzt in der Schaltung tatsächlich 5V von 230V getrennt werden weiß ich nicht, aber brücken, sprich verbinden darf/kann man die beiden Seiten dann definitiv nicht!

    Aber vermutlich war der Satz von thomk so auch nicht gemeint, wollte das nur zur Sicherheit mitgeben....

    Denke was gemeint war, ist die Empfängerseite zu brücken, somit sieht der Controller dann immer "alles gut" und merkt nicht mehr wenn die Sicherung fliegt. Ob das zu einem Problem werden kann, weiß ich wiederum nicht.


    Persönlich würd ich ja noch per se die gelben, größeren Elektrolytkondensatoren in Verdacht haben, einfach weil die oft die Fehlerursache für sterbende Elektroniken sind.


    Grüße

    Michael

    Erzeuger: 25kW HDG F25 Scheitholzkessel / 18kW Ölbrenner Intercal / Solarthermie 2x Flachkollektor / 9kW Überschussheizer

    Verbraucher: 2x Heizkreis, Frischwasserstation. Puffer: 3.000l Schichtspeicher.

    PV: 12,7kWpeak mit 10kWh Speicher

  • Eine Temperaturerhöhung im gelb umrandeten Bereich löst den Fehler aus.

    Den Optokoppler haben wir 2x getauscht, den Kondensator 1x und danach noch die Kapazität unter der Heißluftpistole gemessen.

    Der Widerstand ist auch unter Temperatur konstant geblieben und auch die Diode hat ihre Durchflussspannung behalten.


    Überbrücken möchte ich die Funktion nicht, einen Grund für die Rücklesung der Spannung für den Fehlerfall wird schon zur Sicherheit notwendig sein.

    Zumindest wird im Fehlerfall die Sekundärluftzufuhr komplett auf gefahren und mit dem quittieren des Fehlers wieder zu gefahren.


    Grüße

    Christoph

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