Wie kann ich feststellen ob zwischen meinem Pufferspeicher Holzvergaser thermische Konvektionsverluste auftreten?

There are 19 replies in this Thread which was already clicked 3,477 times. The last Post () by Holzpille.

  • Hallo Holz-Heizer,


    mein Pufferspeicher wird gefühlt sehr schnell leer . System: Fröling SP Dual Compact 20, 2x 1000 l Ditech Pufferspeicher, Frischwassermodul.

    Zurzeit läuft nur die FBH in meinem 1986 erbauten Haus, Dachboden gedämmt. Die FBH beheizt ca. 80 von 140 qm. Aussentemperaturen liegen bei 13°C am Tag und 8-10°c am Abend.

    Vor allem kurz nach dem Einheizen sinkt der Pufferladezustand rapide innerhalb von 3h auf 60% (siehe angehängter Graph).

    Der angehängte Graph zeigt den Pufferladezustand laut Ofenregelung gegenüber der Uhrzeit. Es ist zwar logisch, dass ein heißerer Körper schneller erkaltet, aber mir kommt es doch sehr schnell vor.

    Angehängt sind noch Bilder des Heizraumes beim Aufbau, bevor isoliert wurde vor circa einem Jahr. Die Heizleitungen im Heizraum sind mittlerweile mit 2-3 cm dicken alukaschierten Mineralwolle Schalen gedämmt. Es wird zwar immer noch etwas wärmer im Heizraum, aber könnten diese starken Verluste nicht auch Verluste durch thermische Zirkulation auftreten? Wie könnte ich das rausfinden bzw. wie finde ich heraus ob bereits und wo Rückschlagventile/Schwerkraftbremsen verbaut sind um dies zu verhindern?

    Es sind nach den Pufferspeichern Kugelhähne verbaut (unisoliert laut Foto). Sind das nur Kugelhähne oder ist hier vielleicht sogar eine Rückflussverhinderung verbaut?



    Vielen Dank im Voraus für Eure Meinungen!

  • 855

    Approved the thread.
  • Hallo, vergiss die % Anzeige. Die wird erst genau wenn mehr Fühler verwendet werden. Beim Passieren der Grenzschicht am mittleren Fühler vorbei hast du immer einen riesen Ausschlag.

  • Hallo,

    ok, wie genau meinst du das? Ich bin mir leider auch noch nicht im Klaren wie die Befüllung und Entleerung des Puffers funktioniert - also die hydraulischen Flüsse? Also von welcher Leitung wird Wasser aus dem Puffer entnommen und in den Mischer gegeben?
    Hier anbei hätte ich noch die Puffer-Temperaturen aufgetragen: https://postimg.cc/QFgQZWmV. Kannst du mit dem mehr anfangen?


    Danke, LG, Bazzingah

  • 37356-20231004-204320-jpg


    Ich vermute mal:


    Rechter Speicher ganz oben Vorlauf zur Frischwasserstation

    darunter Vorlauf vom Heizkessel/zu den Mischern

    darunter Verbindungsleitung Reihenschaltung zum 2. Puffer


    linker Speicher ganz oben Verbindungsleitung zum 1. Puffer

    darunter Gesamtrücklauf Vorn Friwa, Kessel und Heizkreise



    Energiefluss beim Heizen:


    Warmes wasser wird durch den 1. Puffer nach unten gedrückt bis dieser Voll ist. Das Warme wasser Schiebt das kalte Richtung 2. Puffer. Das geht so weiter bis der 2. auch voll ist.


    Heizt der Kessel nicht mehr kehrt sich der Fluss im Puffer um, bei Entnahme durch Warmwasser und Heizung.



    Zu viel darfst du dir von dem S1 auch nicht erwarten, da bekommt man ja nicht viel Holz rein. Willst du den kompletten Puffer von 40 auf 80 Grad aufwärmen, musst du den Kessel komplett mit Buche vollegen. Dazu darf aber keine Heizung laufen... sonst reichts wieder nicht.

  • Zu viel darfst du dir von dem S1 auch nicht erwarten, da bekommt man ja nicht viel Holz rein. Willst du den kompletten Puffer von 40 auf 80 Grad aufwärmen, musst du den Kessel komplett mit Buche vollegen.

    Hallo MichaelW,


    wenn man sich den Temperaturverlauf in diesem Beitrag anschaut, dann war der Puffer durchaus auf 80°C durchgeladen (habe das extern verlinkte Bild mit dem Temperaturverlauf direkt angehängt).


    M.E. müsste sich der Pufferladezustand in % analog zur "gemittelten Puffertemperatur" entwickeln (gestrichelte Linie). Durch die unterschiedliche Skalierung der Y-Achsen in den beiden Charts kann man das kaum erkennen. Evtl. könnte Bazzzingah die beiden Charts noch miteinander "verheiraten"?


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo,

    je weniger Fühler man hat, desto ungenauer ist ja die Anzeige. Wenige Grad "schwund" bei Puffer Mitte erzeugen da ein größeres Gefälle.


    was mich aber schon ein bisschen wundert ist die fallende Temperatur bei Puffer oben, als der 2. Puffer leer ist.

  • Alles richtig.:thumbup:


    Interessant wäre noch, an welchen Pufferpositionen die drei Temperaturfühler angebracht sind. Da der Heizungsvorlauf nicht ganz oben am Puffer entnommen wird (um für das FWM eine Reserve vorzuhalten), könnte ich mir vorstellen, dass der Puffer-Oben-Fühler auf dem Entnahme-Niveau der Heizung ist (dann sollte es aber noch einen weiteren T-Fühler für das WW geben)? Dann sinkt auch die Puffer-Oben-Temperatur schneller, je nachdem wie weit der Puffer-Mitte-Fühler davon entfernt ist. :/


    Nachtrag:

    Erst nach Michaels Hinweis habe ich die Fühlerkabel an den Puffern gesehen. :wacko: Es ist also tatsächlich so, wie oben vermutet: Der oberste Fühler an Puffer-1 ist für das Warmwasser zuständig und geht nicht in die Berechnung des Pufferladezustands ein.

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

    Edited once, last by Etaminator: Nachtrag ().

  • Wie könnte ich das rausfinden bzw. wie finde ich heraus ob bereits und wo Rückschlagventile/Schwerkraftbremsen verbaut sind um dies zu verhindern?

    Es sind nach den Pufferspeichern Kugelhähne verbaut (unisoliert laut Foto). Sind das nur Kugelhähne oder ist hier vielleicht sogar eine Rückflussverhinderung verbaut?

    Auf den Fotos sind nur normale Kugelhähne und die Pumpengruppen zu sehen. Schwerkraftbremsen (Rückschlagventile) sind meist in der Rücklaufanhebung und in den Thermometerkugelhähnen der Pumpengruppen eingebaut. Zur genauen Analyse, ob es sich um einen Fehler des hydraulischen Aufbaus handelt, wäre ein Schema hilfreich.


    Wurde die Anlage von einer Firma gebaut?

    Die Isolierung der Rohre muss ja spannend gewesen sein, da diese kaum Abstand zueinander haben. ;)

  • Schau dir das bild mit den Puffern an, ich vermute rechts oben Boiler Fühler, darunter Puffer oben. Im linken Puffer dann Puffer Mitte und Puffer unten.

  • Was mir bei dem Foto mit den beiden Pufferspeichern auffällt:


    1.) die Fühler sind ungleichmäßig verteilt

    Das würde ich so nicht bauen, dann lieber auf eins oder mehrere der vielen analogen Thermometer verzichten.


    2.) zwei Mal Vorlauf am rechten Puffer?

    Wohin geht beim rechten Puffer der zweite Anschluss von oben, bzw. der erste von oben?

  • zwei Mal Vorlauf am rechten Puffer?

    Wohin geht beim rechten Puffer der zweite Anschluss von oben, bzw. der erste von oben?

    Rechter Speicher ganz oben Vorlauf zur Frischwasserstation

    darunter Vorlauf vom Heizkessel/zu den Mischern

    Das hat Michael doch beschrieben. Das ist eine ganz normale WW-Vorhaltung für die Friwa und wird öfter so gemacht.

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hallo liebe Holzheizer, so nun hatte ich Zeit mich mal hinzusetzten. Anbei die Antwort der Kommentare nach Posting-Zeit:

    Ja genau, diesen Aufbau und Energiefluss würde ich auch so sehen. Natürlich ist der S1 nicht der größte, aber der Puffer wird dennoch recht voll. Mich irritiert einfach der schnelle Temperaturabfall zu Beginn.

    Könnte man den hydraulischen Fluss etwas verbessern? Meines Verständnisses nach geht eben das heißeste Wasser mit über 70°C vom puffer bzw. Kessel je nach Entnahme-Modus direkt zum FBH bzw. HK Mischer und wird runter gekühlt.

    Der Rücklauf wird dann wieder mit der RL-Anhebung erhitzt....


    Quote

    Hallo,

    je weniger Fühler man hat, desto ungenauer ist ja die Anzeige. Wenige Grad "schwund" bei Puffer Mitte erzeugen da ein größeres Gefälle.

    was mich aber schon ein bisschen wundert ist die fallende Temperatur bei Puffer oben, als der 2. Puffer leer ist.

    Ja genau, das hat mich auch gewundert...Also findet ihr den starken Temperatur/Ladezustand-Abfall zu Beginn nicht besonders ungewöhnlich?

    Ich könnte noch mehr Thermo-Elemente einbauen. Ist das selbst leicht möglich?


    Quote

    Hallo MichaelW,

    wenn man sich den Temperaturverlauf in diesem Beitrag anschaut, dann war der Puffer durchaus auf 80°C durchgeladen (habe das extern verlinkte Bild mit dem Temperaturverlauf direkt angehängt).

    M.E. müsste sich der Pufferladezustand in % analog zur "gemittelten Puffertemperatur" entwickeln (gestrichelte Linie). Durch die unterschiedliche Skalierung der Y-Achsen in den beiden Charts kann man das kaum erkennen. Evtl. könnte Bazzzingah die beiden Charts noch miteinander "verheiraten"?

    Viele Grüße von Karlheinz :)


    Genau, der Puffer wird schon ganz durchgeladen wenn ich den S1 mit Mischholz voll lege. Ich habe die Diagramme nun verheiratet. siehe anbei: in rot jeweils der Puffer-Ladezustand und rot-strichliert der Mittelwert der Temperatur. Der Verlauf beider ist recht ähnlich...


    Quote

    Nachtrag:

    Erst nach Michaels Hinweis habe ich die Fühlerkabel an den Puffern gesehen. :wacko: Es ist also tatsächlich so, wie oben vermutet: Der oberste Fühler an Puffer-1 ist für das Warmwasser zuständig und geht nicht in die Berechnung des Pufferladezustands ein.

    Genau! :)


    Quote

    Auf den Fotos sind nur normale Kugelhähne und die Pumpengruppen zu sehen. Schwerkraftbremsen (Rückschlagventile) sind meist in der Rücklaufanhebung und in den Thermometerkugelhähnen der Pumpengruppen eingebaut. Zur genauen Analyse, ob es sich um einen Fehler des hydraulischen Aufbaus handelt, wäre ein Schema hilfreich.

    Wurde die Anlage von einer Firma gebaut?

    Die Isolierung der Rohre muss ja spannend gewesen sein, da diese kaum Abstand zueinander haben. ;)

    Ich kann versuchen ein Schema zu zeichnen, das wird aber dauern. Bin eben kein Fachmann und habe keine Erfahrung - aber natürlich wäre es für mich auch interessant. Im prinzip ist der hydraulische Verlauf genau so wie in den ersten Antworten beschrieben - denke ich zumindest:


    Ablauf wie von MichaelW beschrieben: Puffer ganz oben: Frischwassermodul, 2. Rohr am Puffer: befüllen des Puffers vom Kessel. Wenn der Kessel nicht läuft, ziehen FBH und HK rechts vom 2. Anschluss von oben aus dem Speicher und werden mit kaltem Wasser gemischt. Wenn der Kessel läuft nehmen beide Kreise hinterm Kessel das heiße Wasser direkt vom Kessel. Rücklauf wird mittels RL Anhebung erhitzt und wieder in den linken Puffer unten eingebracht.


    Meine Frage: ist die Verrohrung so sinnvoll bzw. üblich?

    Sollte man kälteres Wasser aus dem Puffer ziehen um nicht so stark abkühlen zu müssen?

    Ja genau, die Anlage wurde von einer Firma gebaut - ich versuche sie nur zu verstehen bzw. wenn geht zu optimieren...

    Quote

    Was mir bei dem Foto mit den beiden Pufferspeichern auffällt:

    1.) die Fühler sind ungleichmäßig verteilt

    Das würde ich so nicht bauen, dann lieber auf eins oder mehrere der vielen analogen Thermometer verzichten.

    2.) zwei Mal Vorlauf am rechten Puffer?

    Wohin geht beim rechten Puffer der zweite Anschluss von oben, bzw. der erste von oben?

    Kann ich die analogen Thermometer selbst durch digitale ersetzten und in die Anlage einbinden? - Ich denke die müssten vermutlich einfach auf der Platine angesteckt werden, oder? Wie bringe ich diese Thermometer am besten in die Mess-Stellen ein?

    Quote

    Hi.

    Wenn nirgends blankes Metall zu sehen ist und Übermässige Wärmeentwicklung auch nicht.. dann brauch das Objekt einfach die Energie....

    Gruß Andreas

    Hi, also keine Wärmeentwicklung würde ich nicht sagen. Habe gestern einmal gemessen und die Temperatur geht doch Richtung 26°C. Eventuell würde ich noch versuchen den Pufferspeicher zusätzlich zu isolieren bzw. die Pufferrohre dicker - die werden trotz Isolierung noch recht warm.

    Was würdet ihr als aussichtssreichste Maßnahme zur weiteren Wärme-Eindämmung sehen?


    Vielen Danke nochmal an alle Antworten!


    Gruß und schönen Sonntag, Bazzingah

  • Rücklauf wird mittels RL Anhebung erhitzt und wieder in den linken Puffer unten eingebracht.

    Das leuchtet mir nicht recht ein. Was mir auch noch auffällt ist, dass die RL-Temperatur zu Beginn der Ladung recht steil ansteigt. Die Rücklaufanhebung sollte sich direkt am Kessel befinden und diese wird aus dem Pufferrücklauf und dem heißen Kesselvorlauf auf die gewünschte Temperatur gebracht.

    Bei der gekoppelten Anschlussvariante (Verbraucher wird/werden aus der Pufferladeleitung gespeist) kann der RL der RLA aus beiden RL bestehen.

    Eine Skizze wäre sehr hilfreich. Ein Foto ist zwar gut, aber wenn die Einbauten/Rohre nicht beschriftet sind, ist wieder nur raten angesagt.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo Robert Bazzzingah,


    zunächst sage ich danke für die ausführliche Antwort auf die Rückfragen. :thumbup:


    Hier noch ein kleiner moderativer Tipp: Deine Art zu zitieren ist umständlich (für dich und auch für die Mitleser) und könnte sehr einfach verbessert werden. :saint:

    • Für (Voll-) Zitate gibt es das Schaltflächensymbol ["] = Gänsefüßchen am unteren Rand der Beiträge (Desktopansicht - bei mobiler Ansicht steckt die Ziterfunktion hinter dem 3-Punktmenü am oberen Rand der Beiträge).
    • Allerdings sind Vollzitate selten sinnvoll. Deshalb sollte man Vollzitate auf das Wesentliche reduzieren (ein Zitat kann wie jeder andere Text im aktuellen Beitrag bearbeitet werden).
    • Wenn man einen Teil eines (anderen) Beitrags markiert, dann erscheint im Editor eine kleine Auswahl "Zitat einfügen" und "Zitat speichern". Es ist daher normalerweise nicht erforderlich, den markierten Text mit Cut-and-Paste in die Zwischenablage zu kopieren, von dort in den eigenen Text einzufügen und nachträglich mit den BB-Code-Funktionen als Zitat zu markieren (so hast du das vermutlich gemacht).
    • Der Vorteil der, von mir beschriebenen, "einfachen Methode" ist, dass das Zitat automatisch mit dem Namen des zitierten Mitglieds markiert ist und zusätzlich mit dem zitierten Beitrag verlinkt wird. Das erleichtert das Verständnis darüber, wer - was - in welchem Zusammenhang geschrieben hat.
    • Als kleines Beispiel habe ich das erste Zitat in deinem Beitrag entsprechend bearbeitet. ;)

    ----------------


    Dann noch einige fachliche Anmerkung, weil die Anregung, die beiden Charts miteindaner zu "verheiraten" von mir kam:

    • Die unregelmäßige Zeitachse (X-Achse) deutet darauf hin, dass du die Werte von Hand notiert und in das Chart (bzw. Tabelle) eingetragen hast. Da spricht auch erstmal nichts dagegen, wenn man keine automatische Auswertung hat. Allerdings sind die Kurven durch die ungleichmäßigen Zeitsprünge schwerer zu interpretiereni (z.B. die Stelle mit dem Zeitsprung zwischen 9,1h und 16,2h).
    • Andererseits scheinen für mich die Werte plausibel zu sein. Ich habe den Pufferladezustand nach meiner ETA-Formel nachgerechnet und ich komme auf fast dieselben Werte (+-2% aufgrund der Ableseungenauigkeit am Bildschirm).
    • Generell finde ich das Verhalten der Temperaturkurven und des Pufferladezustands nicht auffällig. Wie schon mehrfach erwähnt, verhält sich der Pufferladezustand nicht linear, weil sich eine relativ scharfeTemperaturgrenzschicht im Puffer bewegt und wenn sie einen T-Fühler passiert sind die Veränderungen eben stärker. Natürlich würden mehr T-Fühler eine glattere Kurve ergeben, aber an der Tatsache, dass das Haus die Energie zum Heizen braucht, ändert das nichts.
    • Der Pufferladezustand ist doch eigentlich nur an zwei Stellen interessant: Nämlich - wie heiß wurde der Puffer geladen (sollte möglichst nicht über 100% sein ;)) - und wie tief kann man den Puffer entladen, bevor wieder geheizt werden muss. Das sind Erfahrungswerte, die bei jeder Anlage anders sind, aber spätestens nach ein paar Wochen hat man den Dreh raus und man interessiert sich nicht mehr für die Zwischenstände. :whistling:
    • Wenn man sich das Chart am Ende der Aufzeichnung ansieht, dann hast du nach 33,6 Stunden (also nach knapp 1,5 Tagen noch ca. 700 Liter nutzbares Heizungswasser (zwischen Puffer-Oben=55°C und Puffer-Mitte=45°C, Pufferladezustand=30%). Für eine Fußbodenheizung mit ca. 30°C Vorlauf sollte das nochmals für ca. 6-8 Stunden Heizbetrieb ausreichen (Annahme: 33 Stunden = kosteten 70% Pufferladezustand, Pufferentladung bis 30°C bzw. unter 20% möglich). Hinzu kommt, dass sich durch die WW-Reserve oberhalb der HK-Entnahme, dieses relativ heiße Wasser mit dem kälteren Puffer-Oben-Wasser langsam vermischen wird. Dadurch kann die HK-Vorlauftemeratur noch eine Zeit lang höher gehalten werden, als am Fühler Puffer-Oben gemessen (so kann ich das zumindest bei meiner - fast gleich aufgebauten - Anlage beobachten). 8)
    • Meine Schlussfolgerung: Du machst dir unnötige Sorgen, wegen vermeintlicher Energieverluste. Dennoch schadet es natürlich nicht, sich mit seiner Anlage zu beschäftigen und nach möglichen Fehlerquellen und Optimierungsmöglichkeiten zu suchen. :thumbup:

    Bei den anderen Hydraulik-Fragen (und vermutlichen Missverständnissen), bist du bei unserem Hydraulikspezialisten Michael Holzpille bestens aufgehoben.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

    ETA Twin: SH30/P25 "noTouch" (Füllraum 150 Liter)

    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

    Paradigma Pufferspeicher: 2x Aqua Expresso (1090 + 958 Liter; seriell verbunden)

    Paradigma FrischWasserStation

    Paradigma VRK-Anlage: 2x CPC21 Star Azzurro Solarpanel (10m²; Aqua-System ohne Glykol)

  • Hi

    Deine Pufferspeicher haben in 3 Ebenen jeweils ein Thermometer verbaut.

    Da kann man einfach ablesen wie schnell die Temperatur steigt und fällt.

    Wenn der Puffer laut Regelung 100% anzeigt einfach mal die Temperaturen auf Plausibilität überprüfen.

    Gruß Uwe

  • Meine Frage: ist die Verrohrung so sinnvoll bzw. üblich?

    Sollte man kälteres Wasser aus dem Puffer ziehen um nicht so stark abkühlen zu müssen?

    Ja genau, die Anlage wurde von einer Firma gebaut - ich versuche sie nur zu verstehen bzw. wenn geht zu optimieren...

    Wenn die Anlage wie beschrieben aufgebaut ist, ist dies grundsätzlich möglich.


    Um aber genau zu sehen, ob ein Fehler in der Hydraulik vorliegt, ist die Darstellung der gesamten Anlage sinnvoll.

    Hier stimme ich Holzpille zu.



    Wurde die Anlage von einer Firma gebaut, die ihr Handwerk versteht, dürfte eigentlich alles passen.

    So wie ich das auf die Schnelle überblicke, müsste deine Anlage im Prinzip nach dem Vorschlag 1.0055-01 aus dem Fröling-Schemenheft funktionieren.




    Das kannst Du ja mal überprüfen...


    Im Steuergerät hast du theoretisch dann noch einen Anschluss für einen Pufferfühler frei.

    Den könntest du noch belegen, um eine genauere Berechnung der Belademenge durch die Steuerung zu gewährleisten.

  • Hallo,


    vielen Dank deinen forumstechnischen Hinweis und dein und auch deinen Fachlichen, Karlheinz / Etaminator. Vielleicht mache ich mir echt zu viele Sorgen... :)

    Hier noch ein kleiner moderativer Tipp: Deine Art zu zitieren ist umständlich (für dich und auch für die Mitleser) und könnte sehr einfach verbessert werden. :saint:



    Holzpille: du hast Recht. Nach der Rücklaufanhebung geht es wieder durch den Kessel:


    Rücklauf wird mittels RL Anhebung erhitzt und wieder in den linken Puffer unten eingebracht.

    Das leuchtet mir nicht recht ein. Was mir auch noch auffällt ist, dass die RL-Temperatur zu Beginn der Ladung recht steil ansteigt. Die Rücklaufanhebung sollte sich direkt am Kessel befinden und diese wird aus dem Pufferrücklauf und dem heißen Kesselvorlauf auf die gewünschte Temperatur gebracht.

    Bei der gekoppelten Anschlussvariante (Verbraucher wird/werden aus der Pufferladeleitung gespeist) kann der RL der RLA aus beiden RL bestehen.

    Eine Skizze wäre sehr hilfreich. Ein Foto ist zwar gut, aber wenn die Einbauten/Rohre nicht beschriftet sind, ist wieder nur raten angesagt.


    Holzpille und mur1m - Meine Anlage sieht so aus wie in dem Schemenheft von Fröling, wie von @murim gezeigt.


    37406-001-jpg



    Könnte man diese Anlage eurer Meinung nach dennoch noch optimieren? :) (Obwohl das vermutlich nur theoretisch ist, weil wohl zu aufwendig teuer...)


    Vielen Dank euch allen,

    Gruß Robert

  • Könnte man diese Anlage eurer Meinung nach dennoch noch optimieren? :) (Obwohl das vermutlich nur theoretisch ist, weil wohl zu aufwendig teuer...)

    Wenn die Anlage nach dem vorgeschlagenen Hydraulikschema von Fröling gebaut wurde ist erst mal so ok. "Haare" in der Suppe kann man immer finden.

    So werde ich nie verstehen, warum man bei Fröling den Kesselvorlauf nicht oben am Puffer anschließt. Wenn der Puffer ganz leer ist, gibt es auch kein warmes Wasser weil das er mal nach oben steigen muss. Nun könnte man argumentieren, dass ja sofort nach dem Zünden und sobald der Kessel heißes Wasser liefert, durch die Abnahme der Verbraucher an der Ladeleitung Energie zur Verfügung steht. Ja, dass stimmt zwar, aber ob das auch in ausreichender Menge zur Verfügung steht weil die techn. Vorgaben bei der gekoppelten Variante nie umgesetzt werden. Stichwort: Aufweitung der Rohrleitung und somit Strömungsberuhigung und das richtige Einstellen der Ladepumpe.


    Des Weiteren habe ich gesehen, dass statt eines Kappenventils am MAG ein ganz normaler Kugelhahn verbaut ist. So kann das MAG nur ordnungsgemäß gewartet werden wenn die Verschraubung vom dem Kugelhahn geöffnet wird. Das würde ich unbedingt ändern.


    Ansonsten heize erst mal und sammle Eindrücke.


    Wurde an deiner Anlage ein hydraulischer Abgleich durchgeführt?

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!