T-Stück am Pufferspeicher, sinnvoll?

There are 6 replies in this Thread which was already clicked 1,922 times. The last Post () by Holzpille.

  • Hallo zusammen,


    ich habe ein haus erworben und jetzt in den Kalten tagen mich mehr mit dem Heizsystem auseinander gesetzt. Ich habe eine Wolf Gastherme die das Haus gut aufwärmt.


    Zusätzlich dazu ist ein Wasserführender Kaminofen eingebaut (jedoch wohl noch nie in Nutzung gewesen). Der Kaminofen ist an die RLA abgeschlossen und von dort geht der Vorlauf zum 500 Liter Puffer. Jedoch bevor er den Anschluss im oberen Pufferbereich findet, ist eine T abzweigung, die nach unten führt und in den Rücklauf kurz vor der Gastherme angeschlossen wird. Meine Frage hierzu, macht das überhaupt Sinn? Wie verhält sich da die Hydraulik, wenn heißes wasser vom Kaminofen kommt, geht es in den Puffer rein, oder geht es direkt in das Heizkreissystem der Gastherme? Ein Mischer ist nicht eingebaut. D.h. meines Verständnisses nach, würde der Vorlaufentweder mit ca. 75 grad (Vorlauf Kaminofen) in den RÜcklauf der Gastherme fliesen und mich irgendwann einfach Kochen, oder mit 75 grad in den Pufferlaufen. Da stellt sich für mich aber die Frage, wie kommt Wärme aus dem Puffer in den Heizkreislauf der Gastherme, wenn der einzige Anschluss der Oben ist, wärme hereinbringt und nicht herausgibt?


    Sorry falls es vielleicht etwas blöd klingt, vielleicht mach ich mir da auch unnötig gedanken, aber irgendwie bin ich der Meinung dass die T-Abzweigung irgendwie nicht da reinpasst sondern eher an einen Anschluss im oberen Pufferbereich gehört und von dort aus zu dem Rücklauf der Gastherme führen sollte.

  • Hallo und willkommen im Forum.

    Sorry falls es vielleicht etwas blöd klingt, vielleicht mach ich mir da auch unnötig gedanken, aber irgendwie bin ich der Meinung dass die T-Abzweigung irgendwie nicht da reinpasst sondern eher an einen Anschluss im oberen Pufferbereich gehört und von dort aus zu dem Rücklauf der Gastherme führen sollte.

    Nein, es klingt nicht blöd, sondern deine Gedanken sind durchaus begründet. Der Ersteller dieser Anschlussvariante hätte sich mal diese Gedanken machen sollen.


    Eine Heiztherme hat durch ihre Konstruktion sehr hohe Innenwiderstände. Da verbietet es sich schon von alleine dort außer die/den Verbraucher nichts anderes durchzuschleifen.

    Wenn man eine Gastherme mit anderen Wärmeerzeugern (WE) koppeln will, dann sollte die Zusammenarbeit nur getrennt stattfinden, also Trennung bspw. mittels Dreiwegeventil der die Rückläufe dem entsprechenden WE zuleitet. Auch ergeben sich, wie in deinem Fall, unterschiedlich hohe Temperaturen die vor dem Verbraucher abgemischt werden müssen. Deine Therme könnte/kann die nicht runtermischen und ist sehr selten auch mit einer Mischersteuerung nachzurüsten.

    Deine Frage nach den Strömen: Wenn der Kaminofen die RLA Temperatur erreicht hat öffnet der große Kreislauf. in Richtung Puffer bzw. RL Gastherme.

    Jetzt will man mit dieser Anschlussmethode erreichen, dass zuerst die Verbraucher versorgt werden und der Überschuss in den Puffer geht. Nun ist ja die Pumpe in der Heiztherme eigentlich für die Versorgung der Verbraucher zuständig und muss dann auch laufen. Da nun aber ständig heißes Wasser dem Verbraucher zugeführt wird, wird ab einer Temperatur "X" der RL Temperatur die Pumpe abgeschaltet. Nun könnte man wetten, wie viel wird jetzt noch von der RLA Pumpe durch die Therme gedrückt wird und welcher Anteil in den Puffer geht.

    Wenn im VL des Ofens ein T-Stück eingebaut ist, sollte das im Rücklauf genauso sein.

    Ist der Ofen aus und die Gastherme versorgt die Verbraucher allein, dann gehen alle Ströme durch den Puffer. Da aber auch der Verbraucherrücklauf noch warm ist, wird der Puffer immer warm gehalten und die Therme muss immer mehr erwärmen als nötig.



    Das Schema halte ich in deinem Fall für das unkomplizierteste: Quelle: Ofenseite.com

    Anschluss-Schema

    [Blocked Image: https://www.ofenseite.com/media/image/opc/xl/Blog/Anleitung%20Kaminofen%20mit%20Wassertasche%20anschlie%C3%9Fen/wasserfuehrender-kaminofen-anschlussschema.jpg.jpeg]

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Hallo Holzpille und herzlichen Dank für deinen Informativen Post. Ich hab da noch einige Fragen:


    1. Das Schema was du angehängt hast, da geht ja der Vorlauf vom Kaminofen in den Puffer rein und auf der anderen Seite über einen seperaten Eingang wieder raus in den Kreislauf des anderen Wärmeerzeugers, wo er dann mithilfe eines Mischers abgekühlt wird. Da bei mir derzeit ein T-Stück beim Puffereingang ist, ist das bei mir derzeit nicht möglich oder? D.h. für meine Hydraulik, müsste ich quasi das T-Stück entfernen und dann einen seperaten Ausgang im Puffer nehmen. Oder ist es da relativ unbedeutend?


    2. Du hast erwähnt, dass die Kreispumpe der Gasheizung aufhört zu pumpen, wenn der Vorlauf X erreicht ist. Klingt nachvollziehbar, aber ist für meinen Heizkreislauf ja total tödlich, der Vorlauf vom Kaminofen wird da ja irgendwas um die 70 Grad sein, d.h. der Punkt X wird wahrscheinlich schnell erreicht werden und die Wärme ja gar nicht mehr verteilt werden. Diese Problematik werde ich auf jedenfall mit einem HB besprechen müssen. Es bringt ja nichts, wenn der Vorlauf am Gaskessel 70 Grad ist, aber die Heizkörper nichts davon abbekommen und dann abkühlen.


    3. Kleine Verständnisfrage bezüglich des Rücklaufs und der Entladung des Pufferspeichers: Das Drei-Wege-Ventil regelt den Rücklauf. Wenn die Rücklauftemperatur klein ist (Kaminofen aus) schlie sich das Ventil Richtung Pufferspeicher, damit die Gasheizung den Pufferspeicher nicht auflädt. Ist der Rücklauf auf Temperatur, öffnet sich der "große" Heizkreislauf und der Rücklauf fließt in den Pufferspeicher. Meine Annahme ist jetzt, solang das Ventil Richtung Puffer offen ist, wird dem Puffer "kaltes" Wasser zugeführt und

    warmes Wasser entnommen, d.h dem Pufferspeicher wird in der Zeit die Wärme entnommen. Ist der Puffer dann soweit leer, kühlt sich der Rücklauf ab, und das Ventil schließt. Hab ich das soweit richtig verstanden?


    Ich habe am Sonntag tatsächlich den Kaminofen betrieben, und ich hatte ein Problem mit der Wärmeabgabe vom Kaminofen, und vermute, dass die zwei Pumpen (RLA und Gasheizung) vielleicht gegeneinander arbeiten könnten. Folgendes Ist passiert:


    1. Der Kaminofen wurde erfolgreich entfacht.

    2. Nach Erreichen von 64 Grad Kesseltemperatur fing die RLA Pumpe an zu arbeiten, die Kesseltemperatur ist im Anschluss auf ca. 61 Grad gesunken.

    3. Ich bin in den Keller gegangen, und auf der Gastherme stand Rücklauftemperatur 71 Grad. Die Kreislaufpumpe war aus (der Punkt X ist scheinbar überschritten). Das Wasser ist also vom Kaminofen in den "großen" Kreislauf von der...

    4. Die Kesseltemperatur vom Kaminofen stieg weiter, bei 64 Grad fing die Pumpe wieder an zu pumpen, aber diesmal sank die Temperatur nicht. Langsam stieg die Temperatur des Pufferspeichers.

    5. Ich ging in den Keller, der Rücklauf der Gastherme war nun bei ca. 40 Grad, die Pumpe der Gastherme war nun aktiv.

    6. Die Wärme ging vom Kamin sehr schlecht weg, obwohl die Pumpe lief. Die Kesseltemperatur stieg nahezu 1 zu 1 mit der Temperatur des Pufferspeichers. Während der Pufferspeicher von 27 grad auf 59 stieg, stieg die Kesseltemperatur auf 80 Grad, bis das Feuer dann erloschen ist und ich mein "Experiment" abgebrochen habe.


    Kann es sein, dass am T-Stück des Vorlaufs zum Pufferspeicher die Pumpen gegeneinander arbeiten, und deswegen der Kaminofen seine Wärme nicht wegbekommt? Sprich, einerseits pumpt die Gastherme kaltes wasser in den Puffer und will warmes haben, das selbe macht die RLA Pumpe, und dann kommt es im T-Stück zu einem Kampf, wer denn das Warme wasser bekommt, der Puffer oder der Heizkreislauf der Therme. Oder ist das eher unrealistisch? Für mich jedenfalls unerklärlich, wieso das Pumpen beim Kaminofen erst gut läuft, und dann die Wärme nicht weggeht :(

  • Du hast ja eine RLA. Das heißt der Ofen bekommt ja kein kaltes Wasser im Rücklauf (vermutlich 60 Grad oder etwas mehr).

    Dann hat der Ofen ja Leistung und erwärmt das Wasser. Da sind 80 Grad nicht ungewöhnlich. Soweit sehe ich das als völlig plausibel und normal an. Solange sich die Ofentemperatur bei ca. 80 Grad einpendeln sollte das soweit passen.

  • Gibt es einen Dreiwegemischer für den Heizkreis? Für die Gastherme allein ist er nicht unbedingt erforderlich. Diese kann die Vorlauftemperatur auch über die Brennereinschaltzyklen und die Wärmeanforderung über die Pumpe regeln. Außerdem benötigen Brennwertkessel niedrige Rücklauftemperaturen, um effektiv arbeiten zu können.


    Wird der Kaminofen nur über den Rücklauf des Gastheme betrieben, entsteht eine ungeregelte Vorlauftemperatur im Heizkreis, die vermieden werden sollte.

  • Gibt es einen Dreiwegemischer für den Heizkreis? Für die Gastherme allein ist er nicht unbedingt erforderlich. Diese kann die Vorlauftemperatur auch über die Brennereinschaltzyklen und die Wärmeanforderung über die Pumpe regeln. Außerdem benötigen Brennwertkessel niedrige Rücklauftemperaturen, um effektiv arbeiten zu können.

    Wenn man in ein Thema einsteigt sollte man sich mal kurz den ersten Beitrag durchlesen. Dort steht: Es ist kein Mischer verbaut. Bei einer Therme in der Regel nicht notwendig. Wie eine Gastherme die Vorlauftemperatur ausregelt hast du richtig dargelegt.

    Das einem Brennwertgerät niedrige RL Temperaturen zugeführt werden sollten ist korrekt um etwas vom Brennwerteffekt zu haben, hat aber in diesem Fall keine Bedeutung. Wenn denn heißes Wasser aus dem Ofen, ob nun direkt oder indirekt den/dem Verbraucher zugeführt werden sollen, dann aber vorher abgemischt. Deshalb mein Vorschlag mit dem thermisch geregelten 3-Wegeventil. Selbstverständlich kann man das auch anders lösen, ist aber aufwendiger, teurer und ob der ganze Aufwand lohnt lassen wir mal dahingestellt.

    Fakt ist, das es so nicht korrekt ist und die Hydraulik dafür geändert werden muss.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
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  • 1. Das Schema was du angehängt hast, da geht ja der Vorlauf vom Kaminofen in den Puffer rein und auf der anderen Seite über einen seperaten Eingang wieder raus in den Kreislauf des anderen Wärmeerzeugers, wo er dann mithilfe eines Mischers abgekühlt wird. Da bei mir derzeit ein T-Stück beim Puffereingang ist, ist das bei mir derzeit nicht möglich oder? D.h. für meine Hydraulik, müsste ich quasi das T-Stück entfernen und dann einen seperaten Ausgang im Puffer nehmen. Oder ist es da relativ unbedeutend?

    Ich weis jetzt nicht was du siehst, aber ich sehe auf der linken Pufferseite oben den VL vom Ofen und auf der gleichen Seite unten den Rücklauf der über die RLA zum Ofen zurückgeht. Auf der rechten Pufferseite wird oben das erhitzte Wasser - falls welches im Puffer ist - entnommen und mit dem RL Wasser des Verbrauchers gemischt. Die gleiche Menge die oben entnommen wird, wird unten in den Puffer eingeleitet. Der andere Teil wird zum Mischen gebraucht. Am Mischventil wird über den Drehregler die benötigte VL Temperatur für den Heizkreis händisch eingestellt. Der Nachteil ist, dass es mit diesem Ventil keine Automation möglich ist. Die entsprechende Temperatur wird mit einem Fühler nach dem T-Stück ermittelt und das Ventil stellt sich entsprechend ein. Geht die Energie im Puffer zur Neige öffnet das Ventil entsprechend immer weiter und irgendwann ist das Ventil in einer Stellung wo der Puffer abgekoppelt ist. Natürlich muss die Pumpe in der Therme dafür in Betrieb sein denn sie ist Teil des Systems.

    Das T-Stück muss weg und die Hydraulik entsprechend umgebaut werden.


    2. Du hast erwähnt, dass die Kreispumpe der Gasheizung aufhört zu pumpen, wenn der Vorlauf X erreicht ist. Klingt nachvollziehbar, aber ist für meinen Heizkreislauf ja total tödlich, der Vorlauf vom Kaminofen wird da ja irgendwas um die 70 Grad sein, d.h. der Punkt X wird wahrscheinlich schnell erreicht werden und die Wärme ja gar nicht mehr verteilt werden. Diese Problematik werde ich auf jedenfall mit einem HB besprechen müssen. Es bringt ja nichts, wenn der Vorlauf am Gaskessel 70 Grad ist, aber die Heizkörper nichts davon abbekommen und dann abkühlen.

    Wenn man das heiße Wasser vom Ofen direkt über den Rücklauf durch die Therme schiebt wird über den Thermofühler der Therme das Gerät ausgeschaltet. Es sei denn, das du in der Regelung eine entsprechende Einstellung änderst die das verhindert. Dann läuft das Gerät aber im Alleingang nicht mehr zufriedenstellend, weil es nicht mehr regelt.

    3. Kleine Verständnisfrage bezüglich des Rücklaufs und der Entladung des Pufferspeichers: Das Drei-Wege-Ventil regelt den Rücklauf. Wenn die Rücklauftemperatur klein ist (Kaminofen aus) schlie sich das Ventil Richtung Pufferspeicher, damit die Gasheizung den Pufferspeicher nicht auflädt. Ist der Rücklauf auf Temperatur, öffnet sich der "große" Heizkreislauf und der Rücklauf fließt in den Pufferspeicher. Meine Annahme ist jetzt, solang das Ventil Richtung Puffer offen ist, wird dem Puffer "kaltes" Wasser zugeführt und

    warmes Wasser entnommen, d.h dem Pufferspeicher wird in der Zeit die Wärme entnommen. Ist der Puffer dann soweit leer, kühlt sich der Rücklauf ab, und das Ventil schließt. Hab ich das soweit richtig verstanden?

    Das ist korrekt. Lies dir den obigen Beitrag durch, da habe ich die Funktionsweise beschrieben. Acht geben muss auch darauf, dass man das thermische Ventil richtig einbaut. Also Einbauanleitung durchlesen.

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    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

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