Welche Pelletheizung?

There are 13 replies in this Thread which was already clicked 1,700 times. The last Post () by Pellet_HS.

  • Hi ich bin Neu hier und habe eine Frage, die hier hoffentlich richtig ist. Ich suche eine Pelletheizung für mein 120 Quadratmeter, nicht isolierten Altbau. Dabei bin ich auf diese, https://www.heizerschwaben.de/…letheizung-smartfire.html, gestossen und frage mich ob die was taugt und ob man den alten Kamin mit einem Edelstahlrohr ergänzen muss.


    Falls die Frage hier falsch ist, bitte einfach löschen.


    Gruss Andy 60

  • Hallo Andy willkommen im Forum. Es gibt hier einige Smartfire Betreiber und es existiert auch eine WhatsApp Gruppe eben derjenigen. Der Smartfire ist ein zuverlässiger grundsolider Pelletkessel. Wenn man ihn in Vollausstattung nimmt mit automatischer Asche Austragung und Lambdasonde hast du ein gutes Gerät mit umfangreicher Ausstattung und einfacher Technik. Der Kessel ist natürlich nicht vergleichbar mit einem ETA etc. Die "Markenhersteller" haben natürlich auch einen erheblichen Preisunterschied.

    Achte beim Kauf auf die Kosten für die obligatorische Inbetriebnahme wegen der Garantie. Da werden schnell mal 1000 bis 1500 € zusätzlich fällig je nach Anbieter. Manche schreiben sogar vor dass du den Kessel gar nicht erst mehr als 10 Stunden laufen lassen darfst bevor die Inbetriebnahme nicht gemacht worden ist vom Verkäufer. Zum Teil warten die Leute aber auf einen Termin dafür zwischen 3 und 6 Monaten.. ob du eine Kaminsanierung benötigst hängt von deinem Schornstein ab und davon was der Schornsteinfeger dir sagt den solltest du als erstes mal über dein Vorhaben informieren. Auch brauchst du anschließend in NRW natürlich auch eine Fachunternehmererklärung für den Schornsteinfeger. Falls PV oder Solarthermie auf dem Dach ist oder geplant ist vergiss nicht die Progress NRW Förderung so wie unabhängig davon die KfW-Förderung im Vorfeld zu beantragen oder beantragen zu lassen.

  • Relevant kann es auch sein zu berücksichtigen, was du in Bezug auf die Wartung an dem Kessel selber machen willst, kannst und darfst. Die Hersteller knüpfen ihre Garantie oft an eine Wartung durch Fachleute und verdienen damit gutes Geld.


    Auch die Häufigkeit dieses vorausgesetzten Kundendienstes ist recht verschieden.


    Manche Hersteller haben einen Kundendienst, damit man nicht zum Schmiedl, sondern zum Schmied geht. Bei anderen ist man dem regionalen Handwerksbetrieb ausgeliefert, Mitbewerber haben in der Regel wenig Lust eine "fremde" Anlaga anzufassen.



    Wir wollten einen Hargassner "nano" und uns wurde dann vom Intallateur ein ETA "ePE" ans Herz gelegt. Das war eine der besseren Fügungen in meinem Leben, das Gerät funktioniert so unauffällig wie eine Gasheizung. Die jährliche Wartung kann und soll man selber machen und der Kundendienst ist relativ günstig und nur alle drei Jahre fällig.


    Auf jeden Fall ist ein Pufferspeicher wichtig, damit der Kessel nicht zu oft zünden und durch die nachteilige "Kaltlaufphase" hindurch muss. Warmwasserbereitung nicht aus dem Auge verlieren, für den Sommerbetrieb wäre eine Alternative wie Heizstab mit Strom von der PV-Anlage oder ein Wärmepumpen-Brauchwasserspeicher ideal, dann kann der Kessel das halbe Jahr aus bleiben.

  • Pufferspeicher ist doch sowieso Pflicht allein schon wegen der Förderung ;)

  • Hallo Leute,

    ich lese seit 2 Jahren hier imForum mit, da mein Sohn sich im Sommer 2023 einen Smartfire 15kw (3bar, Lamda, Reinigung, 400l Pelletbehälter, Internetmodul) angeschafft hat. Verkauft von der oben erwähnten Firma.

    Kurz ein paar Worte zu mir selbst:

    Ich gehöre in die Senioren-Klasse und habe mein Berufsleben mit Maschinenbau, Computertechnik und Softwareentwicklung verbracht. Seit 2005 beschäftige ich mich mit dem Heizen mittels Pellets. (Kaminofen, Zentralheizung), bin also ganz gut im Thema. Neben dem Smartfire arbeite ich seit 2015 mit einem Pelltech HSS15 mit einer UVR16x2 von 'Technische Alternative'.

    Pellets sind für mich ein sinnvoller Energieträger, die mit mit recht einfacher Technik effektiv einsetzen kann.

    Jetzt aber zum Smartfire: Es handelt sich mE um eine solide und zuverlässige Maschine, sofern man bereit ist, sich mit ihr auseiander zu setzen. Aber 'aufstellen, einschalten, nicht mehr drum kümmern' kannst du vergessen. Service ist in Deutschland kaum zu kriegen (abgesehen natürlich von den Enthusiasten hier im Forum ;) ) Beispiele gefällig:

    Beim Verkauf wurde mit keinem Wort erwähnt, dass zertifizierte Inbetriebnahme zum Erhalt der Garantie zwingend notwendig ist und somit eigentlich fester Bestandteil des Verkaufs sein müsste. Stattdessen wurde suggeriert, dass Aufbau und Inbetriebnahme problemlos von einem ortsansässigen Installateur durchgeführt werden könne. (Denkste, der kann nicht mal das Flammenbild kontrollieren, weil dazu eine Luke in eine mit Sichtfenster getauscht werden muss, die natürlich nur der Werksmonteur dabei hat) Zitat: "Den Rest können wir dann ja online machen. Kein Problem und kostenlos bei uns"

    Geliefert wurde direkt aus dem polnischen Werk auf doppeltgroßer Palette und komplett als 1-Block-System. Wie man sowas in einen üblichen Heizungskeller bekommen soll? Antwort vom Verkäufer, der unsere Heizung ja auch nie selbst gesehen hat: "Ja, die kann man zerlegen. Wie genau weiss ich nicht, Anleitung gibt es nicht!"

    Aber ja, irgendwie ging es und dann stand sie endlich im Heizungskeller. Anschliessen hydraulisch und elektrisch kein großes Problem. Einbindung ins Netzwerk funktionierte auch. Anfeuernklappte anstandslos und aufgrund der Erfahrung aus der Arbeit mit anderen Pelletsystemen konnten wir recht schnell ein ordentliches Betriebergebnis erzielen. Mit den Online-Einstellungen wurde es nichts, da irgendwie die Versionen von Steuerung des Kessels (EcoMax860) und dem Internet-Modul (EcoNet) nicht vollständig kompatibel waren zum Cloud-Portal vom Plum (Hersteller der Steuerung). Daher waren Fernwartung und exakte Datenanalyse waren nicht möglich. Also in Eigenregie weiter optimiert. Erst nach einem halben Jahr gab es dann ein Update mit dem das funktionieren soll, dass wir aber wegen widersprüchlicher Angaben in den Dokumentationen noch nicht installiert haben. (Die noch offenen Fragen werde ich mal in einem gesonderten Thread stellen)


    So, ich glaube, das reicht erstmal, um einen Eindruck zu bekommen. Wenn man bereit ist, sich solchen Herausforderungen zu stellen, bekommt eine gute und zuverlässige Heizung mit einem herausragenden Preis-Leistungsverhältnis. Ich würde sie wieder kaufen und vielleicht gleich den direkten Draht zum Hersteller knüpfen.

    Selbstverständlich bin ich gern bereit weitere Details und Erkenntnisse zu erörtern bzw. zu teilen, wenn ich damit helfen kann.


    Falls es für irgendjemand wichtig ist, gilt das natürlich auch für Pelltech und UVR16x2 oder UVR1611


    Grüße und behaltet es schön warm 8)

    Holger

  • Eine Heizung für Mutige. :)

    Nein keine Heizung für Mutige man muss die Heizung nur dort kauft wo man auch den notwendigen Support vor Ort bekommt...und nicht für 1000 Euro die Inbetriebnahme vor Ort zusätzlich bezahlen muss... Geiz ist eben geil....und wenn man meint man kann alles selber dann sollte man die Leute auch lassen....

  • Wenn ich da den Vergleich zu unserem ETA ePE 13 EP ziehe, dann kann ich mich nur am Kopf kratzen.


    Ja, der ePE war etwas teurer, dafür funktionierte alles vom ersten Moment an wie erwartet, die Inbetriebnahme durch den ETA Servicemitarbeiter erfolgte kostenlos und die 5-jährige Garantie gibt's trotz Eigenwartung, der Betreuungsaufwand ist so gut wie Null. Die Regelung arbeitet sanft gleitend, Brennerstart gibt es maximal einmal am Tag, der ETA Kundendienst war erreichbar, sprach Deutsch und war hilfsbereit.


    Die Heizung funktioniert de facto genauso unauffällig wie zuvor unsere Vaillant Gasheizung (wenn man von ein paar rasch vorübergehenden Betriebsgeräuschen absieht) und stellte mich wie meine technisch wenig versierte Frau bei der Bedienung nie vor Rätsel.


    Ich geb's zu, ich bin ein bequemer Typ — ich würd den daher wieder kaufen.

  • Das kann ich vollkommen bestätigen mit dem ETA ich baue sie ja auch seit über 15 Jahren ein. Aber mittlerweile ist der Preisunterschied gegenüber den Smartfire exorbitant hoch. ETA hatte in den letzten zwei Jahren einige Preisanpassungen. Kessel von der Firma ETA sind absolut top da gibt es überhaupt keine Diskussion. Tatsache ist allerdings dass viele osteuropäische Hersteller auf den Markt drängen. Darunter sind brauchbare Modelle aber auch ziemliche Gurken unterwegs. Wenn man die Kessel allerdings irgendwo bei einem Onlinehändler kauft der den Support nach dem Verkauf einstellt oder viel Geld für die vor Ort Inbetriebnahme haben möchte.... Muss man sich halt mal an jemanden wenden der sich damit auskennt und die Kunden nicht einfach im Regen stehen lässt. Aber wenn man einen Igel in der Tasche hat muss man sich nicht wundern das ist im Nachgang nicht klappt.

    Die Online-Händler suggerieren halt eben dass du als Laie so eine komplexe Anlage einfach selber einbauen kannst und wenn man dazu ermutigt wird muss man sich auch nicht wundern wenn es im Nachhinein nicht funktioniert dazu ist die ganze Geschichte viel zu komplex....

  • Eine Heizung für Mutige. :)

    Nein keine Heizung für Mutige man muss die Heizung nur dort kauft wo man auch den notwendigen Support vor Ort bekommt...und nicht für 1000 Euro die Inbetriebnahme vor Ort zusätzlich bezahlen muss... Geiz ist eben geil....und wenn man meint man kann alles selber dann sollte man die Leute auch lassen....

    Tja, das ist leicht gesagt. Das der billigste Anbieter vielleicht am Service spart, ist ja noch nachvollziehbar, aber die Höhe des Preises ist noch lange keine Garantie für guten Service danach, wie man ja an meinem Beispiel mal wieder sieht. Und das Service auch nicht umsonst zu haben ist, müsste doch jedem klar sein.

  • Der Smartfire kostet offenbar die Hälfte vom ETA ePE. Klar ist das ein deutlicher Unterschied.


    In der Gesamtbetrachtung einer Heizungsmodernisierung jedoch nur ein mäßiger Prozentsatz, welcher durch die Förderungen noch weiter gemildert wird.


    Hier in Österreich gibt es zB 18.000 Euro Zuschuss, wenn man aus Gas oder Öl aussteigt, maximal 75% der Investitionskosten. Also kann die Haizung bis zu 24.000 Euro kosten und man bekommt drei Viertel der Kosten ersetzt. (Das ist in meinen Augen schon richtig verrückt.)


    Da sollte man zweimal nachdenken ob man an dieser Stelle spart.

  • Förderung gibt es in Deutschland durch die KfW bis 70%, dafür sind aber viele Voraussetzungen erforderlich. Wenn das Budget halt eben sehr schmal ist entscheidend viele halt sich für die vermeintlich günstige Variante. Nur dann geht man den Firmen auf den Leim die einem viel versprechen und nichts halten das hat aber mit der Qualität des Pelletkessels nichts zu tun.

  • Ganz genau. Ich halte den Kessel für solide und effektiv. Und mit den verfügbaren Möglichkeiten und vernünftiger Dokumentation zum Gerät, der Steuerung und den entsprechenden Messwerten (was leider beim Smartfire für mich nicht zugänglich ist!) lässt sich eine Menge abdecken, auch und gerade online. Dass es nicht die bequemste Lösung ist und gegebenfalls zusätzlichen persönlichen Einsatz erfordert, sollte aber jedem klar sein.

    Mit meinem Pelltech HSS15 bin ich genauso wie mein Schorni seit 10 Jahren sehr zufrieden dank der offengelegten Programmierung.


    Nichtsdestotrotz will ich hier aber keine Diskussion führen über über das Für und Wider von Online-Käufen oder die Frage des Services in Abhängigkeit zum Preis. Ich wollte nur berichten, welche Erfahrungen wir mit dem Smartfire bisher haben. Wenn jemand eine Empfehlung für einen guten Service-Partner für ihn kennt, immer her damit. Der darf auch gerne Rechnungen schreiben ;)

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