Extremer Druckunterschied und Temperaturschwankungen

There are 38 replies in this Thread which was already clicked 4,035 times. The last Post () by FlorianR.

  • Habe nach dem Abbauen einiger Heizkörper nun die Löcher gestopft um zumindest über die 5 verbleibenden im Haus zu heizen.


    Nun habe ich bei 1400l Puffer und wahrscheinlich 100l Ausgleichsbehälter (~600mm Durchmesser, ~500mm Höhe) extreme Druckunterschiede von 0.15bar bei 40° und 1.9bar bei 70-75° im Puffer, obwohl der Vordruck im Behälter bei 1.8bar steht. Ich hab schon gehört, dass das Gefäß etwas zu klein ist, aber 20-50l mehr können doch nicht so einen Unterschied machen, oder?

    Hatte zuvor auch schonmal eingeheizt, damit die Heizungsrohre im Heizraum sowie die Puffer etwas Wärme abgeben, und da war der Unterschied vielleicht bei 0.15bar. Also nur das zuschalten der Heizkörper hat das nun so verändert.


    Weiteres Problem ist die etwas unberechenbare Kesseltemperatur. Habe gestern den Kessel komplett angefüllt. Schnell hatte er dann 75-80°, nach 1.5h Brennzeit 92 wodurch die TAS ausgelöst hat. Lüfter drehte trotz eingestellter Maximalkesseltemperatur von 83° weiter auf 35%.

    Nach dem ersten Abbrand und Puffertemperatur von 78 oben 55 unten, hab ich nochmals halb gefüllt, da kam er dann plötzlich kaum mehr über 65°.

    Warum verhält es sich da so komplett unterschiedlich? Beim ersten Mal komplette Übertemperatur trotz kaltem Puffer und dann kommt er, trotz warmem Rücklauf kaum mehr auf Temperatur? Und eine komplette Ladung des 53*100*22cm Brennraumes mit Fichte sollte doch auch für 40->75° ausreichen, oder?


    Ihr erkennt, ganz komm ich mit dem Eder Kessel noch nicht klar

  • Lies dir mal das da aufmerksam durch . Da kann man sich auch als Laie die meisten Fragen selbst beantworten . Voraussetzung ist eigentlich nur die Fähigkeit zu rechnen und der Besitz eines Zollstockes . Die 0,15 bar im lauwarmen Temperaturbereich bringen mich ins Grübeln . Das geht rein rechnerisch nur bei negativer statischer Höhe . Wohnst du etwa unterirdisch ? Dazu passt aber der Vordruck von 1,8 bar ganz und gar nicht . Ich habe übrigens bei ähnlichem Puffervolumen ein MAG mit 300l .

  • Naja, die 0.1-0.2 zeigen mit die Manometer am Kessel und der Mischerbaugruppe an.


    Aber wenn du 300l Ausgleich hast dann hat sich der Installateur der die Anlage 2009 eingebaut hat mal gewaltig verrechnet.

  • hat sich der Installateur der die Anlage 2009 eingebaut hat mal gewaltig verrechnet.

    Warum? Zuviel Ausgleich gibt es nicht. Ich hab bei 3300L Puffer + Anlage 600L MAG und von lauwarm zu warm ca 0,25 Druckanstieg. Weniger würde ich nicht mehr wollen. Ist ja eigentlich auch der günstigste Posten bei ner neuen Heizung.


    Bei dir deutet ja alles auf n komplett defektes MAG hin. Wie hast denn den Vordruck gemessen? MAG komplett von der Anlage getrennt?

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  • Statische Höhe deiner Anlage + 0,2/0,3 bar sollte dein Anlagendruck im kalten Zustand haben . Das ist in der Regel irgendwas um die ~1 bar und nicht 0,15 bar . Wenn letzteres auf deinem Manometer abzulesen ist , lügt es oder es fehlt eine bedeutende Menge Wasser in der Anlage . Wie errechnet sich der Vordruck von 1,8 bar in deinem MAG ? Danach müsste dein Anlagendruck im kalten Zustand ~2 bar sein . Bei solchen "Druckverhältnissen" sollte man auch immer ein "Auge" auf den Auslösedruck des Sicherheitsventils haben . Wie schon gesagt , du musst dir nur den von mir genannten Link aufmerksam durchlesen . Dann muss ich auch nicht so viele Worte hier schreiben ....

  • Bei kalt zu warm von 0,2 auf 1,9 kann er ja schlecht noch Wasser auffüllen. Das würde eine funktionsfähige Sicherheitseinrichtung ja jedes Mal beim Heizen wieder ablassen ;)

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  • dann hat sich der Installateur der die Anlage 2009 eingebaut hat mal gewaltig verrechnet.

    Warum? Zuviel Ausgleich gibt es nicht. Ich hab bei 3300L Puffer + Anlage 600L MAG

    Hallo,


    mit "verrechnet" meint er seine eigene Anlage, die 2009 eingebaut wurde und die er beim Hauskauf übernommen hat. Der Attack von petfr ist m.W. im Jahr 2016 eingebaut worden.


    FlorianR:

    Um abzuklären, ob das MAG überhaupt noch (genug) Gas enthält solltest du als erstes einmal das Füllventil kurz hineindrücken. Wenn Heizungswasser austritt ist das MAG normalerweise defekt und muss erneuert werden. Wenn noch Gas darin ist, dann kann man den Druck messen. Ich nutze dazu z.B. ein kleines elektronisches Messgerät, mit dem man auch den Reifendruck beim Auto messen kann. Der dort gemessenen Druck entspricht (immer) dem aktuellen Anlagendruck. Dieser Wert sollte (grob) dem angezeigten Manometerwert entsprechen. Wenn nicht, dann ist das Manometer ebenfalls defekt.


    Viele Grüße von Karlheinz :)

    Seit Juni 2011:

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    Hopf Pelletaustragung: 6x UniWok-Saugsonden (Selbstbaulager für 6 to)

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  • Verstehe... dann hab ich das falsch aufgeschnappt.


    Aber ohne das MAG von der Anlage zu trennen, kann es nicht überprüft werden. Oben rumstochern ob es noch zischt machen natürlich 99%, aber sowas sollte man "hier" ja nicht empfehlen...

  • warp735:

    Ok, da hast du recht, auch wenn ich selbst es auch so mache (bilde mir aber ein, dass ich mein MAG im Griff habe und weiß, wo das Kappenventil ist). :whistling:


    FlorianR:

    Wenn es blöd läuft, ist das Füll-Ventil kaputt oder es verklemmt und dann entfleucht entweder das restliche Gas oder, wenn die Membran defekt ist, das Heizungswasser. Wenn dir also nicht klar ist, was ein Kappenventil ist, dann frage lieber nochmal nach. ;)


    Viele Grüße von Karlheinz :)

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  • Am MAG steht ein Druckprüfdatum vom 1.2.2024, also 2 Monate bevor ich das Haus gekauft habe. Abgelesen habe ich den Druck mit meinem großen Kompressor zum Reifen aufpumpen. Nur zum Testen ob sich an den Manometern etwas verändert habe ich 0.2Bar mit Luft aufgefüllt (weiß ich, soll man nicht, soll Stickstoff sein), aber getan hat sich fast nichts. Und nein, Wasser kommt keines und die Hälfte des Behälters klingt auch schön hohl.

    Achja, und das MAG kann ich nicht von der Anlage trennen, weil damals das Ventil zum Zudrehen und Wasser ablassen vergessen hat.

  • Nur zum Testen ob sich an den Manometern etwas verändert habe ich 0.2Bar mit Luft aufgefüllt (weiß ich, soll man nicht, soll Stickstoff sein), aber getan hat sich fast nichts.

    Na da warst du ja schon weiter, als von uns vermutet... ;)


    Wenn du 0,2 Bar hinzugepumpt hast, dann muss das Manometer ebenfalls 0,2 Bar mehr anzeigen (manchmal hilft es wenn man leicht dagegenklopft, diese analogen Manometer bleiben gern mal hängen).


    Ich fülle mein 13 Jahre altes Gefäß inzwischen ebenfalls bei Bedarf mit Luft nach (mit großer Standluftpumpe fürs Fahrrad). :saint:

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  • Nochmal: ohne Trennen lässt sich der Vordruck niemals bestimmen. In deinem Fall: Leitung vereisen und Kappenventil nachrüsten lassen. Ein MAG ist ein Verschleißteil. Brauchst also früher oder später sowieso.


    Bei dermassen großen Schwankungen wie du sie hast, kann es unmöglich noch richtig funktionieren. Selbst wenn es zu klein ist hat man nicht so große Unterschiede.

  • Du bist dir sicher , das du keine KI bist ? Dieses Druckprüfdatum ist schon mal Fake oder Fälschung . Es könnte natürlich ein besonders emsiger Klempner gewesen sein , der dazu das gesamte Anlagenwasser in den Abfluss gelassen hat . Ohne Absperrvorichtung kann man das MAG nicht "seriös" überprüfen . Wie ist den deine statische Anlagenhöhe . Ich weiß , ich neige manchmal zu "ausgeprägter Penetranz" ....

  • Verstehe... dann hab ich das falsch aufgeschnappt.


    Aber ohne das MAG von der Anlage zu trennen, kann es nicht überprüft werden. Oben rumstochern ob es noch zischt machen natürlich 99%, aber sowas sollte man "hier" ja nicht empfehlen...

    ...und gibt es noch die, die einem erzählen genau da schon entlüftet zu haben :!: Hatte ich erst kürzlich wieder :D

  • Du bist dir sicher , das du keine KI bist ? Dieses Druckprüfdatum ist schon mal Fake oder Fälschung . Es könnte natürlich ein besonders emsiger Klempner gewesen sein , der dazu das gesamte Anlagenwasser in den Abfluss gelassen hat . Ohne Absperrvorichtung kann man das MAG nicht "seriös" überprüfen . Wie ist den deine statische Anlagenhöhe . Ich weiß , ich neige manchmal zu "ausgeprägter Penetranz" ....

    Keine Ahnung wie geprüft wurde. Aber wie sollte sich der Druck bei geöffnetem Ventil verändern? Wahrscheinlich erhöhen, oder? Wäre es also einen Versuch wert auf 2-2.2 Bar zu erhöhen bis sich an den Manometern was tut?


    Hab nur EG+OG, also vielleicht 3m.

  • Quote from Profilangabe FlorianR

    Habe gerade ein Haus gekauft und bin deshalb komplett Heizungsanlagen unerfahren.

    Liebe Kollegen,


    bei allem Verständnis für euern Sinn für Humor, aber mutmasst doch nicht immer gleich einen Fake.


    Und vielleicht gibt's ja doch irgendwo eine Absperrmöglichkeit, die bisher übersehen wurde? So ein Kappenventil schaut für Anfänger ziemlich unscheinbar aus. :whistling:


    FlorianR:

    Wie schon erwähnt, muss sich auch eine Druckerhöhung um 0,2 Bar an den analogen Manometern auswirken. Noch mehr würde ich nicht ausprobieren, solange unklar ist, was mit der Anlage los ist.

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  • Hast du völlig Recht ! Hab es ja nicht wirklich ernst gemeint . Was zeigt den ein handelsüblicher Reifendruckmesser am MAG bei kalter Anlage an ? Wenn das 1,8 bar und nicht 0,15 bar sind ,zeigt das Manometer am Kessel falsch an . Kalt müsste das bei deiner Anlage ~ 0,6 bar sein . Demnach hast du viel zuviel Druck in der Anlage und dein MAG sieht sich außerstande , unter diesen Umständen korrekt zu arbeiten . Stell Mal Bilder deiner Heizung ein .

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