Wasserführender Kamin - sinnvolle Hydraulik?

There are 3 replies in this Thread which was already clicked 1,253 times. The last Post () by Holzpille.

  • Hallo zusammen,


    ich habe in unserem Einfamilienhaus (ca. 200qm Wohnfläche mit Heizkörpern auf drei Etagen und einer Bodenheizung im Flur des EG) den alten Kamin austauschen müssen und habe mich für den Kaminofen Hark 88 H WW GT ECOplus mit 14,2 kw (10 kW Wasser, 4,2 Luft) entschieden. Dieser soll zukünftig bei der Heizungswassererwärmung unterstützen und den Ölverbrauch im Winter reduzieren. Warmwasser für die Dusche soll zunächst unverändert mit dem bestehenden System der Ölheizung (Buderus S115) und dem 160l Tank betrieben werden. Später wäre vielleicht eine Frischwasserstation eine Option.


    Hark empfiehlt einen Pufferspeicher zu verwenden und gibt bis zum Speicher auch einen entsprechenden Hydraulikplan an. Soweit so klar. Aufgrund eines blöden Fehlers habe ich einen Solarspeicher von DITECH mit Folienmantel, 500 Liter und zwei Wärmetauscher gekauft. Diesen würde ich dennoch gerne als Pufferspeicher verwenden und würde das Heizungswasser über einen oder sogar über beide Wärmetauscher im Solarspeicher mit aufheizen. Ich hätte hierzu jetzt folgende Fragen an die Community:


    Ist die Verwendung des Solarspeichers als Pufferspeicher überhaupt sinnvoll? Sind die beiden WT im Speicher ein Effizienzkiller? Störung der Schichtung?

    Ist die Wärmeabgabe vom Speicher an die Spirale des WT gut genug, um die Wärme aus dem Solarspeicher zu ziehen, wenn der Kamin am Abend 2-4h 10kW in die Speicher lädt? Kommt da überhaupt eine vernünftige Unterstützung der Heizungsanlage zustande?


    Würdet ihr beide WT in Reihe schalten oder besser die untere Spirale an eine Solaranlage anschließen und nur die obere Spirale an die Ölheizung anschließen?


    Brauche ich zum Schutz der Bodenheizung noch einen zusätzlichen Kaltwassermischer, damit das Heizungswasser wenn es vom Solarspeicher auf über 60° Grad erwärmt wurde und von der Ölheizung ohne nachzuheizen weitergepumpt wird?


    Sollte ich noch eine Möglichkeit vorsehen, um den WT des Speichers im Herbst und Frühling entkoppeln zu können, damit wenn der Kamin aus ist die Ölheizung den Pufferspeicher nicht unnötig erwärmt?


    Im angehängten Foto ist rechts der Hydraulikplan von Hark abgebildet, mit meiner beschriebenen Ergänzung der Ölheizung.


    Vielen Dank schon mal vorab für eure Tipps und Empfehlungen


    Grüße

    Flip

  • 855

    Approved the thread.
  • Wenn du den Speicher als Puffer nutzen willst, dann mit Heizungswasser füllen und ohne Wärmetauscher betreiben. Spätere Trinkwassernutzung ist dann ausgeschlossen.


    Alternativ wieder abgeben und einen richtigen Puffer kaufen.

  • Fehlen mir hierfür nicht noch zwei Anschlussmöglichkeiten um die Ölheizung parallel an den Solarspeicher anzuschließen? Beispielsweise wie hier vorgeschlagen? ofenseite.com

  • Hallo,

    mein Vorschlag: Hydraulikschema prinzipiell so ok. Ich empfehle dir aufgrund der geringen Tauscherfläche des oberen WT (1 m²) den unteren WT mit dazu zu nehmen, also den RL der Verbraucher unten in den WT und am oberen WT den RL des Heizkessels anzuschließen.


    So wird auch der untere Speicherbereich sofort nutzbar und man muss nicht erst warten bis die Wärme aufgestiegen ist.

    Um den Speicher kompl. vom Rest der Verbraucher zu trennen, sollte man in den Verbraucherrücklauf und unteren WT ein Dreiwegeventil einbauen um dann den Verbraucherrücklauf direkt dem Ölkessel wieder zuzuführen. So wird keine Energie vom Rücklauf im Speicher abgelegt.


    Gruß, Michael

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

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