Fröling S4 Turbo 28 kW: Teerprobleme im Brennwertwärmetauscher

There are 39 replies in this Thread which was already clicked 5,488 times. The last Post () by Hanno.

  • Hallo,


    Zur Anlage:


    Fröling S4 Turbo, 28 KW, mit Brennwertwärmetauscher ( Baujahr 2017 )

    Puffer: 1700 Ltr. ( 2 x 850 Ltr. in Reihe )

    Pufferpumpe: Wilo Jonos Para, PWM-gesteuert.


    Der Kessel kommt nach dem Anheizen recht zügig auf eine Abgastemperatur von 180 - 200 Grad ( eingestellt Soll = 180 Grad ).

    Die Kesseltemperatur kommt ebenfalls recht zügig auf die eingestellten 80 Grad.

    Rücklauftemperatur ist auf 70 Grad eingestellt ( geregelt mit Motormischer ).


    Nun folgendes Problem beim Nachbarn.


    Der Kessel läuft soweit also gut, nur der Brennwertwärmetauscher verteert sehr stark.

    Was mich stutzig macht, ist dabei die abgelesene Abgastemperatur vor dem Bw-Wt. von ~180 Grad, zu ~60 Grad nach dem Bw-Wt. ..… ist das normal ?

    Das Wasser kommt vom Rücklauf mit ~40 Grad in den Bw-Wt., geht aber nur mit ~ 42 Grad aus dem selbigen wieder raus.

    Wohin verschwinden die ~120 Grad Abgastemperatur im, voll isolierten, Wärmetauscher ?

    Da kann doch was nicht stimmen.


    Der Bw-Wt wird nach jedem Abbrand gespült.

    Wir haben vor ca. 4 Wochen den Wärmetauscher komplett ausgebaut und ausgebrannt, da er komplett verteert war bis zum Verschluß der Luftführung.


    Jetzt fängt der Ärger bereits wieder an.

    Der Werkskundedienst war bereits da, konnte aber auch nicht weiterhelfen, es wurde nur hinter vorgehaltene Hand der Hinweis gegeben, „ baut das Ding ab“.


    Das kann es doch nicht sein, kann uns da evtl. jemand helfen?

    Wir sind für jede Hilfe dankbar.


    Gruß Hanno

  • Servus,

    Ich kann nur dringend empfehlen, die Abgastemperatur deutlich anzuheben!!

    Kannst Du deine Empfehlung bitte konkretisieren?

    „Deutlich anheben“ in Zahl würde mir evtl. weiterhelfen.

    Läuft seit 2017: ist das das erste mal Ausbrennung des WT?

    Ich kann nur dringend empfehlen, die Abgastemperatur deutlich anzuheben!!

    Ja, war das erste mal ausbrennen.


    Gruß Hanno

  • Hallo


    zum einen mußt Du um Brennwertnutzen zu haben unter die Kondensationstemperatur des Wassers im Abgas kommen. Und nein das sind durch die Verdünnung mit anderen Gasen nicht 100°C. Zum anderen haben Abgase und Wasser zwei total unterschiedliche spezifische Wärmekapazitäten. Man kann also die 120K "Verlust" leicht über Wärmebilanzen erklären. Setzt aber Kenntnis der Massenströme voraus und da fängts an schwierig zu werden.

    Wärmebilanz ist ganz einfach: die ganze Wärme die reingeht muss auch wieder rauskommen. Ist ein Hauptsatz der Physik, dass Wärme weder erzeugt oder vernichtet werden kann. Immer aus sicht der Physik gesehen.


    ciao Peter

  • Wie hoch kannst Du denn maximal die Abgastemperatur einstellen?

    Servus,


    Abgas Max = 250 Grad


    Wir haben jetzt die Temperatur mal auf Soll = 200 Grad angehoben, und beobachten die Sache.


    Der Nachbar ist mittlerweile soweit, dem Tipp des KD- Monteurs zu folgen und den Brennwertwärmetauscher abzumontieren.

    Er ärgert sich seit der Errichtung der Anlage mit diversen Mängeln.

    Was er im allgemeinen vom Werks-KD hält, möchte ich nicht weiter ausführen.

    Hätte dieser doch den Wert anpassen können.


    Es gibt doch sicherlich noch andere Besitzer eines „S4 mit Brennwertwärmetauscher“ hier im Forum.

    Frage an diese:

    Mit welcher Einstellung betreibt Ihr eueren Kessel ?


    Gruß Hanno

  • Na dann würde ich auf jeden Fall die 250 Grad nehmen!! Den WT würde ich drin lassen!

    Servus,


    Wir haben die Agt auf Soll = 250 eingestellt.


    Die 250 Grad erreicht er aber nur bis kurz nach dem erreichen der 80 Grad Kessesseltemp. dann bringt die Pumpe ( Wilo Jonos Para 25-7, PWM ) die Temperatur nicht mehr weg ( Pumpe läuft auf 100% ).

    Somit regelt der Kessel natürlich auf KST 23% runter, womit die Agt wieder auf ~ 180 Grad vor und 53 Grad nach Bw-Wt fällt.


    Jetzt wäre meine Vermutung, dass die Verrohrung zwischen Kessel und Puffer mit 28 mm Kupferrohr wohl etwas sehr unterdimensioniert ist.

    Strecke vom Kessel zum Puffer sind halt auch mal ca. 7 Meter.


    Liege ich mit meiner Vermutung richtig?


    Gruß Hanno

  • Die Rücklauftemperatur ist doch zu hoch.

    Kessel 80 Grad und Rücklauftemperatur 70. Da schafft die Pumpe nicht über die geringe Spreizung den Volumenstrom hoch genug zu bringen.


    Rücklauftemperatur auf 65grad oder sogar 60 runter. Dann erreicht er die 80 Grad Kessel nicht so schnell und die AGT bleibt länger hoch.


    AGT würde ich nicht über 200 fahren, sonst hast du zuviel Verschleiß an Düse und Brennkammer.


    Im übrigen würde ich den WT raus schmeißen und den Kessel normal betreiben.

  • Servus,


    Die Rücklauftemperatur ist doch zu hoch.

    Kessel 80 Grad und Rücklauftemperatur 70. Da schafft die Pumpe nicht über die geringe Spreizung den Volumenstrom hoch genug zu bringen.


    Rücklauftemperatur auf 65grad oder sogar 60 runter. Dann erreicht er die 80 Grad Kessel nicht so schnell und die AGT bleibt länger hoch.

    Heute der letzte Versuch bei AGT Soll = 200 Grad, RLT = 60 Grad.

    Das wird nix, der Wärmetauscher zieht die AGT nach dem WT auf bis 53 Grad runter, und das Ding teert ohne Ende weiter.


    Die Entscheidung ist gefallen, der Kessel bleibt aus, der Ölkessel muß den Rest der Saison heizen.

    Im Frühjahr bauen wir die komplett verhunzte Anlage um, Rohre 1 1/2 Zoll, Speichererweiterung und einiges mehr.

    Und das wichtigste: Der Abgaswärmetauscher fliegt raus !


    Kostet wohl wieder richtig, aber So ist der Kessel nicht nutzbar.


    Danke, für die Hilfreichen Tipps.


    Gruß Hanno

  • Dann muss das wohl so sein.

    Verrohrung zwischen Kessel und Puffern reicht mit 35er auch locker aus.

    Größer ist immer besser, aber es muss nicht übertrieben sein.


    Du kannst dein jetziges Hydraulikschema gern skizzieren und hier zur Verfügung stellen und auch dein zukünftiges.

  • Die Pumpe und Verrohrung sollte ausreichend sein. Mein 50kW Kessel hat die gleiche Pumpe und eine 1 Zoll Verrohrung. Die Pumpe läuft auf 60%.


    Vielleicht hat der Wärmetauscher eine hohe Druckdifferrenz, oder die Pumpe wird falsch angesteuert. (PWM Modus A/C)

    Wo liest du die 100% ab?

    Spiel und Spaß mit Strom und Spannung.

  • Sorry aber ich kann mir das noch nicht so richtig vorstellen.... Dass beim Start vielleicht noch Probleme wegen nicht optimaler Brenntemperatur vorliegen mag ich ja nachvollziehen, aber wenn der Abbrand der Füllung läuft, dann dürfte eigentlich nach meinem Verständnis gar keine Terrbildung möglich sein. Ich habe meinen Fröling jetzt 10 Jahre in Betrieb. Alles nach der Brennkammer ist nur noch Staub und darunter direkt das Metall des Kessels (kein Ruß/Teer). Und dieser Staub ließe sich im BWT doch auch durch Spülen beseitigen. Eine Teerung ist doch immer ein Hinweis auf unvollständige Verbrennung, möglicherweise auch durch Falschluft und somit Beeinflussung der Lambdasonde, Falschbedienung, falsch eingestellte Parameter oder dergleichen? Kann man sowas bei Euch wirklich ausschließen? Wie sehen denn die Wandungen des Kessels nach der Brennkammer und die Tauscherröhren aus? Ist dort auch Teeransatz zu sehen? Das ist bei mir nur angestaubt und ich fahre seit Jahren AGT 135 bis ~150°C. Die AGT ist nicht immer die Lösung aller Probleme.

  • Normalerweise gibt es nur im oberen Füllraum Teer . Nach der Brennkammer gibt es bei ordentlicher Verbrennung keinen Teer mehr . Teerablagerungen gibt es nur durch das Holzgas. Wenn sich also im Abgaswärmetauscher Teer bildet stimmt was nicht . Entweder ist die Gasverbrennung unvollständig oder die Dichtung vom Kanal der Rauchabsaugung in der Tür ist undicht was bei vielen Kesseln der Fall ist . Ich würde den Wärmetauscher nicht abbauen . Durch den Brennwerteffekt holt man doch erst die maximale Energie aus dem Brennstoff . Wenn der Wärmetauscher weg ist lagert sich der Teer dann im Schornstein ab. Besser ist es nach der Ursache zu suchen und nicht die Auswirkungen versuchen zu verlagern.

    Soli 14,9T

    16m2 Solar

    200l WW+2800l Puffer

    UVR1611+Flammtronik

    100m² FBH + 120m² mit Heizkörber

    John Deere 820+BGU SSA300

    Multicar M24

    Dumper Picco1

  • Servus,


    Leute Ihr hab alle Recht.

    Es klingt komisch, kann mir das selber auch nicht erklären.

    Wir haben ebenfalls einen S4, 28 Kw, jedoch ohne Bw-WT, der läuft auch ohne Teerproblem, nur der vom Nachbarn, mit Bw-Wt, eben mit den genannten Problemen.


    Nach der Brennkammer ist noch alles in Ordnung, nur Staubanhaftungen in den Turbolatoren, bis zum Übergang in den Brennwertwärmetauscher.

    Füllraum, sieht gut aus ( leichte Anhaftungen hinter den Blechen ).

    Türen sind dicht ( neu eingestellt ).


    Der Kessel läuft leider seit der Errichtung durch den Heizungsbauer mit etlichen Problemen. Das wurde von Seiten des Heizungsbauer, als auch vom Werks-Kd immer auf zu feuchtes Holz, oder Bedienungsfehler dem Nachbarn zugeschoben, ohne jedoch irgendetwas zu prüfen.


    Jetzt kam der Hilferuf bei mir an, ich möge mir das bitte mal ansehen.


    Gesagt, getan, folgende Fehler gefunden.

    Ausdehnungsgefäß nur 100 Liter. ( Somit ist der Puffer nicht vollständig nutzbar, obwohl ein 3 Bar Sicherheitsventil verbaut wurde ).

    PWM-Steuerkabel verpolt angeschlossen, (dadurch fördert die Pumpe volle Leistung).

    Tacosetter verbaut, jedoch direkt nach einem Bogen ( Vorlaufstrecke fehlt ), zeigt jedoch nichts an.


    Dann mal Bilder von einem Abbrand.




    Und so kann ein Brennwertwärmetauscher nach 6 Jahren fehlerhaftem Betrieb aussehen.


  • Dort gibt es wohl einen Heizer , der mit seinem Brennwerttauscher zufrieden ist . Fröling hat diese Technik wohl nie richtig und zufriedenstellend zum Laufen gebracht . Laut dem was ich mir im Netz erlesen habe , funktioniert diese Technik auch nur halbwegs in Verbindung mit 100%er Fußbodenheizung .

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!