Holzvergaser im Neubau

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  • Hallo liebe Gemeinde.

    Ich plane einen Neubau. EFH 150qm.


    Wer hat ebenfalls in den letzten Jahren gebaut und einen HV als Heizsystem installiert und kann mir vielleicht an seinen Erfahrungen teilhaben lassen.


    Ich kenne den HV aus dem Wohnhaus meiner Eltern, schlecht gedämmt und konventionelle Heizkörper. Eine Kesselladung reicht bei 21 kW und 2000 l. Puffer nur ein Tag im Winter, das Haus ist kalt sobald die Puffer unter 40 Grad sind...


    Hier werden für 125 qm Wohnfläche mal schnell 30 Meter Buche im Jahr verfeuert...


    Funktioniert dieses System im Neubau mit Fußbodenheizung? Wer hat Erfahrungen.


    Eine Gasheizung oder Wärmepumpe läuft ja rund um die Uhr, Beim HV sind zwischen 85 und 35 Grad im Puffer Temperaturschwankungen, hält man trotzdem eine stabile Temperatur im Haus oder muss man im Winter jeden Tag 2x anheizen?


    Ich bin für jeden Erfahrungswert dankbar.

    Vielen Dank.


    VG Mitch

  • Holzpille

    Approved the thread.
  • Na ja, du vergleichst in einem Atemzug ein wahrscheinlich jahrzehnte altes Gebäude mit einen Neubau, noch dazu mit einer womöglich nicht wirtschaftlich arbeitenden Holzheizanlage. Da gäbe es bestimmt Optimierungsmöglichkeiten.


    Ja, eine Fußbodenheizung sollte man in der HP nicht abschalten, aber ob dazu eine Gasheizung oder WP rund um die Uhr arbeiten muss ist nicht gesagt. Das kommt auf die Auslegung an.


    Klar sind bei einem HV und Pufferbetrieb hohe Temperaturen im Spiel, aber diese müssen natürlich auf die erforderlichen Temperaturen abgemischt werden.

    Pelletskessel Ecolyzer Nennleistung 16 KW (vorm. Atmos D15 + Brötje Ölkessel), 800 ltr. Pufferspeicher mit SLS-System von Solarbayer, 140 ltr. WW Speicher, 80 ltr. E-Speicher von Stiebel Eltron,
    Heizungsregelung KMS von OEG, LC zwecks visueller Verbrennungsüberwachung. Hydraulisch abgeglichene Heizungsanlage. Pumpe: Wilo stratos pico 25/1-4

  • Funktioniert einwandfrei. Habe seit 2 Jahren einen 28kw Fröling S4 Turbo verbaut mit 3800l Puffer. 1x Heizen pro Tag reicht im Winter. Alles FBH, 180qm, Vorlauftemperatur maximal 30 Grad


    Verbrauch letztes Jahr ca 13 Ster Weichholz.


    Ob man öfter pro Tag heizen muss liegt alleine an der Auslegung Fülleraumvolumen und Pufferspeicher.

  • Wir haben auch einen Holzvergaser im Neubau.

    Die Heizung steht im Nebengebäude mit Fernwärme Leitung angebunden.

    Wenn ich es noch Mal bauen würde würde ich versuchen das ohne Fernwärme Leitung zu realisieren weil gefühlt sehr viel Energie verloren geht.

    Aber kostentechnisch ist es deutlich günstiger auf eine Luft Wasser Wärmepumpe zu setzen und einen oder zwei Warmluft Kaminöfen welche zentral vom Flur bedient werden.

  • Na ja, du vergleichst in einem Atemzug ein wahrscheinlich jahrzehnte altes Gebäude mit einen Neubau, noch dazu mit einer womöglich nicht wirtschaftlich arbeitenden Holzheizanlage. Da gäbe es bestimmt Optimierungsmöglichkeiten.


    Ja, eine Fußbodenheizung sollte man in der HP nicht abschalten, aber ob dazu eine Gasheizung oder WP rund um die Uhr arbeiten muss ist nicht gesagt. Das kommt auf die Auslegung an.


    Klar sind bei einem HV und Pufferbetrieb hohe Temperaturen im Spiel, aber diese müssen natürlich auf die erforderlichen Temperaturen abgemischt werden.

    Das stimmt, es sind 30 Jahre alte Fenster drin, da geht viel Wärme verloren. Der Altbau steht auch auf einen Werbung mitten im Westwind, ich vermute, dass das auch zu einem höheren Verbrauch führt.

    Mit dem HV im Neubau habe ich überhaupt keine Erfahrungen und deshalb meine Frage zu dem Thema. Vielen Dank für deine Einschätzung 😊

  • Funktioniert einwandfrei. Habe seit 2 Jahren einen 28kw Fröling S4 Turbo verbaut mit 3800l Puffer. 1x Heizen pro Tag reicht im Winter. Alles FBH, 180qm, Vorlauftemperatur maximal 30 Grad


    Verbrauch letztes Jahr ca 13 Ster Weichholz.


    Ob man öfter pro Tag heizen muss liegt alleine an der Auslegung Fülleraumvolumen und Pufferspeicher.

    Meine Eltern haben den Fröling S3 Turbo. Ich halte Fröling für einen guten Ofen, kenne aber auch keine anderen Kessel,bei uns im Dorf haben alle den s3 turbo mit 21 kW.

    13 Meter weiches Holz hört sich nicht viel an. Dann hast hast du klug gebaut

    Wie sind deine Außenwände aufgebaut (Einschalig, Dämmung, etc)??

    Hart du einen großen Puffer,oder mehrere?

    Vielen Dank für deine Mitteilung.

    VG👍

  • Das klappt ohne Probleme, Haus von 2018, heize aktuell jeden zweiten Tag.

    Passt sehr gut wenn Leistung und Puffer abgestimmt sind auf den Bedarf.

    Ich überlege eine Garage direkt an das Haus anzubauen, wo dann der HV steht. Schornstein geht dann am Giebel an der Hausinnenwand nach oben und befindet sich im Hauswirtschaftsraum. Wie hast du das gemacht? Wo steht der HV Puffer bei dir?

    Vielen Dank für deine Infos und

    LG😊👍

  • Einschalig, 42,5mm poroton. Oberste Geschossdecke mit 240mm gedämmt. Ein großer Puffer, da ich das von vornherein so vorgesehen hatte. Gesamthöhe knapp 4m.

  • Die Variante mit der Garage ist nicht schlecht.

    Mein Bekannter plant derzeit ein Holzhaus von "Leon Wood", da die nunmal gleich hier um die Ecke sind.


    Er hat mittig im Haus einen Raum geplant für Hygienekombispeicher mit zusätzlichem WT und Kessel. Dieser Raum ist dann aber nur von außen erreichbar.


    Es soll wohl ein Satteldach mit verschobener Neigung werden. Ausrichtung ist voll Süd.


    Seine Variante ist nicht schlecht. Kurze Wege, keine Zirkulation und die Wärmeverluste bleiben innerhalb der Hülle.

  • Mitch:


    Ein Neubau in D muss in 2025 mind. die Voraussetzungen "Effizienzhaus 55" erfüllen.


    Damit ist der erforderliche Energiebedarf bei 125 qm Wfl. derart niedrig, da liegst Du mit Deinen Gedanken zur Heizung völlig daneben und schießt mit Kanonen auf Spatzen.


    Vielleicht wäre es geschickter, vom voraussichtlichen Wärmebedarf ausgehend verschiedene Optionen durchzurechnen.


    Gruß, Uwe

    Holzvergaser in Betrieb seit 2014

    Rennergy 40kw Kessel mit Anzündautomatik etc., baugleich mit Hargassner


    Hier gehts zu meiner Neuvorstellung


    Holzbeschaffung mit, Stihl MS, Fahr D180 und Posch Hydromat 15


    Wärmeerzeugung ca. 40.000 KW/h im Jahr

  • bei mir steht der Holzvergaser hinter dem Haus in einem Anbau an die Garage. Traufseitig. Das wäre jetzt auch nicht mehr genehmigungsfähig.

  • Ich überlege eine Garage direkt an das Haus anzubauen, wo dann der HV steht. Schornstein geht dann am Giebel an der Hausinnenwand nach oben und befindet sich im Hauswirtschaftsraum. Wie hast du das gemacht? Wo steht der HV Puffer bei dir?

    Vielen Dank für deine Infos und

    LG😊👍

    Fast genau so. Garage direkt neben dem Haus und durch HWR verbunden. Hinten in der Garage den Heizraum, Zugang ebenerdig.

  • Ein Neubau in D muss in 2025 mind. die Voraussetzungen "Effizienzhaus 55" erfüllen.


    Damit ist der erforderliche Energiebedarf bei 125 qm Wfl. derart niedrig, da liegst Du mit Deinen Gedanken zur Heizung völlig daneben und schießt mit Kanonen auf Spatzen.


    Vielleicht wäre es geschickter, vom voraussichtlichen Wärmebedarf ausgehend verschiedene Optionen durchzurechnen.


    Gruß, Uwe

    Ich habe auch KfW 55.... keine Ahnung was da voll daneben sein soll

  • Klar funktioniert ein Holzvergaser im Neubau und die richtige VL Temperatur für deine Fußbodenheizung wird dir durch einen Mischer zur Verfügung gestellt. Wichtig ist, dass du genug Puffer einplanst. Puffer muss außerdem zum gewählten Füllraum passen.

    Je nach Auslegung kannst du dann bequem nur alle paar Tage anheizen.


    Bei meinem teilsanierten 60er Jahre Haus, komme ich in der Übergangszeit mit 3000 Liter vollem Puffer (~80°C) 3 Tage hin und ich habe 300qm zu heizen. Sind es Minusgrade muss ich 1x am Tag anheizen. Da merkst du schon wie wenig du anheizen müsstest.

  • Wenn es ein KfW55-Haus wird, hast du in etwa 30W Wärmebedarf pro qm, wären bei deinen 150qm also 4,5kW Wärmebedarf.

    2000L Pufferspeicher erhitzt von 30 auf 85 Grad enthalten ca. 127,6kW Wärmeenergie. Wir kommen also auf ca. 28,35 Stunden Heizbetrieb rein über die, theoretisch verbauten, 2000L Pufferspeicher.

    Natürlich spielen gewünschte RT sowie Außentemperatur eine gewisse Rolle, was sich positiv oder negativ auf die Heizdauer über die Pufferspeicher auswirken kann. Bei 3000L wären theoretisch ca. 42,5h Heizbetrieb möglich. Man müsste natürlich ab einer gewissen Zeit die Wärmeverluste berücksichtigen, je nach Wärmedämmung der Pufferspeicher (sofern es verschiedene Dicken der Dämmung gibt).


    Bin selbst neu im Thema HV, aber meines Wissens nach:

    Bei einer modernen Holzheizung, egal ob Pellets oder HV, hast du eigentlich immer einen automatischen Mischer mit Temperaturfühler im VL, damit wirklich nur die Wärme im Haus abgegeben wird, die benötigt wird. Vorausgesetzt sind natürlich ein Fühler für RaumTemp und AußenTemp, um eine passende Heizkurve für dein Haus einstellen zu können.

    Unser HSV15 Pelletofen im alten Mietshaus konnte das auch schon. Dort natürlich ohne Pufferspeicher, da das Haus die 15kW fast komplett verschlungen hat wegen undichter Fenster, feuchten Wänden,....

  • Und bei der Heizung immer daran denken: Es gibt Zeiten wo man nicht da ist, krank, sonstwie beeinträchtigt oder demotiviert ist. Daher über einen Kombikessel mit Pellets nachdenken.


    Mit Scheitholz zu heizen ist eine schöne Sache, wenn man nicht verpflichtend muss. Hätte unser Haus das hergegeben stünde statt einem reinen Pelletkessel auch ein Kombikessel im Keller.

  • Austro-Diesel dem stimme ich zu, daran habe ich gar nicht gedacht zu schreiben.

    Bei unserem neuem S1 Turbo (15 & 20kW) gibt's die Möglichkeit, die Pelleteinheit jederzeit nachzurüsten. Dann kann man eben mal länger weg bleiben über's Wochenende oder in den Urlaub fahren, ohne dass einem die Bude komplett auskühlt. Für diesen Fall gibt's natürlich dann das sog. Urlaubsprogramm am Kessel

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