ETA PU15: Puffer bzw. PufferFlex konfigurieren

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  • Hallo Zusammen,


    ich bin seit kurzem Betreiber einer ETA PU15 mit angeschlossenem 1000l-Puffer (Hygienespeicher) - das ganze läuft in einem EFH mit FBH. Sonst gibts keine wieteren Verbraucher/Erzeuger.


    Da ich die Anlage ins SmartHome eingebunden habe ist mir aufgefallen dass sie trotz Puffer sehr oft (5-10x pro tag) startet und dann meist nur mit der untersten Laststufe (4.5kW) heizt. Nach allem was ich hier gelesen habe halte ich das für wenig sinnvoll und habe daher angefangen die Einstellungen am Puffer zu justieren. Hierbei bräuchte ich jetzt eure Hilfe!



    Zur Konfiguration: Ursprünglich hatte die Anlage 3 fühler am Puffer, dieser war als "Puffer" konfiguriert und hatte die Fühler auf Heißwasserbereich, Oben & Unten. Dabei fiel mir schon auf dass der "Unten" fühler einfach nie über 30°C kommt, egal wie lange geheizt wird. Die Einstellung "Puffer unten aus" war auch auf 29°C. Ich hatte in der Anzeige dann auch keinen Ladezustand am Puffer, da der "Puffer mitte" nicht angeschlossen war.


    Ich habe der Anlage jetzt einen weiteren Fühler spendiert und dabei die Konfiguration auch auf "PufferFlex" geändert. Jetzt bekomme ich 4 Temperaturen am Puffer und den Ladestand in %. Allerdings ist es immernoch so dass die unterste Temperatur nie über 30°C kommt - ich hatte testweise mal den Kessel laufen lassen und damit dann die temperaturen 75 - 75 - 75 - 30 erhalten.


    Kann das normal sein, oder stimmt hier irgendwas mit meiner Anlage nicht? Wie sollte ich bei den Gegebenheiten den Puffer bzw. PufferFlex richtig konfigurieren, damit nicht ständig geladen wird? Wenn hier jemand eine entsprechende Anleitung hätte wäre ich sehr dankbar!


    Die Positionen meiner Fühler sind relativ zu den Anschlüssen so gelegen (von oben nach unten):



    1 - "Heißwasser" - etwas oberhalb der heißen Leitung vom Kessel

    2 - "oben" - etwa 20cm tiefer, unterhalb der Leitung vom kessel und ungefähr auf Höhe der leitung zur FBH

    3 - "mitte" - jetzt neu, ca. 30cm tiefer, ungefähr auf höhe der leitung zum kessel

    4 - "unten" - nochmal ca. 35cm tiefer (und ca. 80cm über dem Fußboden), hier kommt ungefähr der Rücklauf von der FBH zurück. Unterhalb ist dann nurnoch der Kaltwaasser-Zulauf.


    Tausend Dank für eure Hilfe!

  • 2 - "oben" - etwa 20cm tiefer, unterhalb der Leitung vom kessel und ungefähr auf Höhe der leitung zur FBH

    3 - "mitte" - jetzt neu, ca. 30cm tiefer, ungefähr auf höhe der leitung zum kessel

    4 - "unten" - nochmal ca. 35cm tiefer (und ca. 80cm über dem Fußboden), hier kommt ungefähr der Rücklauf von der FBH zurück.

    Moin,

    wenn ich jetzt richtig gerechnet habe nutzt du nur 65 cm von deinem Puffer.

    Gibt es einen Hydraulikplan und kannst du den mal hier zeigen ?


    Wer hat den die Anlage gebaut, konfiguriert und Inbetrieb genommen ?

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Hi,


    also ich habe nochmal ausgemessen und die 4 Fühler sind auf ca. 84cm verteilt. Der unterste (der auf max 30°C kommt) ist ca. 78cm über dem Boden und der oberste bei ca. 1.62m Höhe.


    Der Austritt des warmwasser aus dem Puffer ist bei 1.99m. Wasser zum Kessel bei 1.52m, zur FBH bei 1.42m, RL Kessel bei ca. 1.00m, RL FBH bei 70cm und Zulauf Kaltwasser bei 27cm.


    Weiter oben kann ich keinen Fühler platzieren, da hier keine freien Hülsen mehr vorhanden sind. Weiter unten könnte ich messen aber da wirds ja ohnehin nichtmehr warm.


    Ich habe leider keinen Hydraulikplan, die Anlage wurde hier von einem lokalen Heizungsbauer aufgebaut und angeschlossen (allerdings vor ~10 jahren). Ich kann aber gerne alles was ich abmessen kann einmal aufschreiben und zur Verfügung stellen. Lass mich wissen was du brauchst!

  • ich bin seit kurzem Betreiber einer ETA PU15 mit angeschlossenem 1000l-Puffer (Hygienespeicher) - das ganze läuft in einem EFH mit FBH. Sonst gibts keine wieteren Verbraucher/Erzeuger.

    Hallo,


    Mach mal ein Foto von dem Heizkreismischer und der Pufferanbindung und bezeichne die Rohrleitungen und die Fühler und deren Positionen.

    Wie hoch ist die Vorlauftemperatur in die FBH ?


    Fühler Positionen:

    Puffer oben --> ganz nach oben

    Puffer mitte --> mitte vom Puffer

    Puffer unten --> ganz nach unten


    Den Wert "Puffer unten aus" 10° höher als die Verbraucher Rücklauftemperatur einstellen.


    Damit nutzt du den gesamten Pufferinhalt, vorausgeschickt der Puffer ist richtig verrohrt.

    Der Austritt des warmwasser aus dem Puffer ist bei 1.99m. Wasser zum Kessel bei 1.52m, zur FBH bei 1.42m, RL Kessel bei ca. 1.00m, RL FBH bei 70cm und Zulauf Kaltwasser bei 27cm.

    Dann dürfte wohl ein Umbau notwendig werden.



    Beispiel für Pufferanbindung:


    ETA_Schemenheft_PU+PC+ePE-K.pdf

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

    Edited 6 times, last by knoedel ().

  • Weiter unten könnte ich messen aber da wirds ja ohnehin nichtmehr warm.

    Zum Verständnis:


    Der Fühler "Puffer unten" beendet bei erreichen der eingestellten Temperatur (in deinem Fall 29°) den Heizvorgang.

    Der Bereich im Puffer unter der Fühlerposition kann folglich nicht wärmer werden da der Puffer sich von oben nach unten füllt.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Hi Knoedel,


    anbei das Schema - habe versucht das halbwegs Maßstabsgetreu zu machen.



    Wenn ich es so vor mir sehe ergibt es schon sinn dass ich Fühler 1-3 wunderbar aufgeheizt bekomme und Fühler 4 nicht über 30° kommt - es gibt hier ja nur den Rücklauf der FBH als "Wärmequelle", und die läuft bei den Temperaturen selbs nur mit < 35°C Vorlauf.


    Ich weiß nur nicht wie ich den Puffer so einstellen soll dass er nicht jede Stunde neu geladen werden muss.

  • "Einstellen" wird man da vermutlich nichts können - da ist eher ein Umbau angesagt.

    Fühler 4 gehört ebenso wie der Anschluss zum Kessel möglichst weit nach unten, der Kesselvorlauf und Fühler 1 möglichst weit nach oben.

    So wie es jetzt ist kann man sich den Puffer fast schenken, es steht grade mal ein Drittel nutzbar zur Verfügung.

  • Weiter oben kann ich keinen Fühler platzieren, da hier keine freien Hülsen mehr vorhanden sind

    Hülsen im Puffer sind hilfreich . Bei Bedarf kannst du die Fühler aber auch einfach zwischen Isolierung und Pufferaußenhülle platzieren und mittels geeignetem Kleber fixieren . Zum Testen der idealen Positionen sind die magnetischen ganz praktisch :/ .


  • Ich bin immer wieder entsetzt was manche Fachleute :/ zusammenbauen.

    Hier ist jetzt wirklich alles falsch was man falsch machen kann.

    Das Schlimme ist, dass man so ein Anschlussschema in hundertfacher richtiger! Ausführung findet.

    Einfach nachbauen, auf hydraulische Trennung achten und fertig.


    Gruß Gerd

  • Das mit der hydraulischen Trennung möchte ich so nicht unterschreiben. Wenn ich in einen ETA PU 15 den Mischer Kreis für die Heizkörper in den Kessel baue, das ist übrigens ein Kit von ETA, habe ich auch keine hydraulische Trennung zwischen Kessel und Puffer und Heizkreis..

  • PetervomBerg


    Ja ich weiß dass das oft so gemacht wird, auch von den Herstellern.

    Der Hintergrund ist wohl, dass beim Aufheizen gleich in den Heizkreis eingespeist wird. Oder weißt du noch einen Grund? :/

    Ich selbst bin aber der Liebhaber der hydraulischen Trennung, da ich schon oft ungewollte Zirkulationen

    gesehen habe und diese so minimiert werden.

    Wie baust du einen Anlage wenn du frei wählen kannst?


    Gruß Gerd

  • Vielen Dank schonmal für eure Antworten. Warum das so gemacht wurde kann ich leider auch nicht sagen, ich habe das System so übernommen.


    Den Umbau könnte ich nicht selbst erledigen - Fühler installieren und verschieben hab ich hingekriegt, aber die Verrohrung kann ich nicht machen. Wenn ich das richtig lese müsste man ja mindestens 2, vermutlich eher 4 Anschlüsse am Puffer verschieben. Die Verrohrung ist gut zugänglich und in Edelstahl ausgeführt. Was sollte denn soetwas bei einem Heizungsbauer kosten, wenn sich da überhaupt jemand findet für so einen Umbau?


    __

    Bis das Thema Umbau tatsächlich realisiert werden kann ist die Heizperiode sicher rum - könnt ihr mir so lange dabei helfen den Puffer - so wie er ist - zumindest optimal zu konfigurieren? Soweit ich das jetzt beobachtet habe ist der Fühler 4 zur Regelung des Ladezustands m.E. nicht geeignet ist, da der Kessel diesen Fühler kaum beeinflussen kann (vgl. mein Bild im 1. Beitrag).


    Durch den "PufferFlex" bin ich in der Steuerung jetzt aber flexibel - ich habe schonmal die "Puffer aus" Steuerung auf den Fühler 3 gelegt und damit den Puffer bis in der Höhe ohne Probleme z.B. auf 60°C geladen - das funktioniert sehr gut, ich überlege den Fühler noch weiter nach unten zu schieben (dann aber leider ohne Hülse).
    Ich bemerke aber dass der Puffer immer schon sehr früh anfängt neu zu laden, obwohl die Temperaturen da wo die Verbraucher sitzen noch ausreichen sollten. Eventuell habe ich hier in der Konfiguration etwas falsch gemacht, aber "Puffer min" ist auf 10°C , das WW ist auf 50°C gestellt und die FBH fordert nicht mehr als 36°C. Mit welchen EInstellungen wird denn noch beeinflusst ab wann der Puffer wieder die Ladung anfordert?

  • Ohne hydraulische Trennung habe ich nie Probleme mit Fehlzirkulationen werden durch Schwerkraftbremsen verhindert... Die sich in der Regel in jeder Pumpenmischer-Gruppe befinden

  • Hallo Herbert vielleicht kann ich dir helfen das umzubauen. Es ist aber leider nicht ersichtlich aus welcher Region du kommst....

  • Moin,

    zu der Pufferanbindung ist ja das meiste gesagt.


    Zu Puffer-Flex zitiere ich mal pat 1975


    Auszug aus der Konfigurationsanleitung von ETA:

    Beschreibung des "PufferFlex"

    Die am Puffer angeschlossenen Verbraucher

    benötigen oft unterschiedlich hohe Vorlauftemperaturen

    und erzeugen unterschiedlich hohe Rücklauftemperaturen.

    Ein Warmwasserspeicher oder ein

    Radiatoren-Heizkreis benötigt zirka 60°C Vorlauf,

    während eine Fussbodenheizung mit 35°C Vorlauf

    auskommt. Es ergeben sich somit verschiedene Temperaturniveaus

    für die unterschiedlichen Verbraucher.

    Der Funktionsblock "PufferFlex" ermöglicht nun, diese

    unterschiedlichen Temperaturniveaus (=Verbraucherniveaus)

    optimaler zu nutzen.Dazu "trennt" die

    Regelung den Puffer in unterschiedliche Niveaus.

    Das kannst Du natürlich nur nutzen, wenn entsprechend am Puffer verrohrt ist-


    Da dur nur ein Heizkreis (FBH) hast und den Heizwendel für Warmwasser mit dem Puffer bedienst kannst du Puffer-Flex getrost vergessen.


    ich habe schonmal die "Puffer aus" Steuerung auf den Fühler 3 gelegt

    Das macht die Sache ja noch schlechter, also wieder zurück auf den untersten Fühler.

    Den Wert "Puffer unten aus" 10° höher als die Verbraucher Rücklauftemperatur einstellen.


    aber "Puffer min" ist auf 10°C ,

    diesen Wert auch nicht verändern.


    Gut wäre auch zu wissen wie die Einstellungen für den Kessel und für Warmwasser/zeiten ist und eine Zirkulation vorhanden ist.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Ergänzung:

    Um die nutzbaren Wärme zu erhöhen kannst du den Wert "Puffer unten aus" auch um mehr als die genannten 10° erhöhen.


    Letzten Satz beachten:

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Ich bemerke aber dass der Puffer immer schon sehr früh anfängt neu zu laden, obwohl die Temperaturen da wo die Verbraucher sitzen noch ausreichen sollten. Eventuell habe ich hier in der Konfiguration etwas falsch gemacht

    Ein Heizbetrieb beginnt wenn die Puffer oben Temperatur auf die Solltemperatur der Verbrauer , hier Heizkreis oder Wrmwasser, plus einer Anforderungsdifferenz von 5°C (Werkseinstellung) sinkt. Gültig in den eingestellten Zeiten für Heizen oder Warmwasserbereitstellung.


    Beispiel:

    FBH fordert 35°C . Der Kessel startet wenn der Fühler "Puffer oben" 40°C erreicht (Angeforderte Temperatur 35°C plus 5°C Anforderungsdifferenz 5°C = 40°C.


    Wenn bei dir der Heizbetrieb früher startet wird die Einstellung wohl nicht stimmen, was nicht verwundern würde wenn die Einstellungen der Gleiche vorgenommen hat der auch die Hydraulische Anbindung vermurkst hat.


    Vielleicht mal Screenshots der Einstellungen hier zeigen.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Immer eine warme Bude, wünscht knoedel

  • Hallo Herbert vielleicht kann ich dir helfen das umzubauen. Es ist aber leider nicht ersichtlich aus welcher Region du kommst....

    Hi Peter,

    vielen Dank für das Angebot! Ich bin leider im Raum München, das ist vermutlich etwas weit dafür, außer du bist mal in der Gegend. Du könntest mir aber natürlich mit einer realistischen Schätzung des Aufwands helfen!


    Ergänzung:

    Um die nutzbaren Wärme zu erhöhen kannst du den Wert "Puffer unten aus" auch um mehr als die genannten 10° erhöhen.


    Letzten Satz beachten:

    Hi Knödel,
    vielen vielen Dank für die Anweisungen - den Teil zum "Puffer unten aus" hatte ich bereits über die Info/Hilfe im ETA gelesen und versucht das umzusetzen (schon bevor ich den neuen "Fühler 3" installiert habe).

    Eine Einstellung "10°C über Rücklauf der FBH" würde ca. 35°C bedeuten. Wenn ich das einstelle wird das Laden des Puffers nicht abgeschlossen (vgl. das Bild im 1. Beitrag war nach ca. 15h "Laden" des Puffers - da habe ich dann abgebrochen. Ich bekomme den Kessel so weit unten nicht verlässlich über 29°C aufgeheizt - kann das aber gerne nochmal versuchen!


    Zu deinen anderen Fragen:
    -WW: habe ich auf 50°C gestellt; Die Anforderung dafür ist aktuell aber nur morgens und abends ein paar Stunden aktiv - das sollte ja eigentlich dabei helfen den Kessel nicht ständig neu zu laden. Es gibt eine Zirkulation, die ebenfalls Morgens + Abends jeweils 2h aktiv ist, allerdings dann auch getaktet (5min an, 10min aus)

    -Kessel: Der ist momentan so eingestellt dass er den Puffer 24/7 lädt -- welche anderen Infos bräuchtest du?

    -FBH: Die ist mit einer Heizkurve eingestellt und hat aktuell eine Nachtabsenkung um 5°C für ein paar Stunden; Ich hatte hier auch mal eine Woche ohne die Nachtabsenkung experimentiert, hatte dann aber keinen Komfort-Gewinn und höheren Verbrauch (soweit man das in 1 Woche beurteilen kann)

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