Fröling PE1c: Fehler wegen verschmutzter Brennkammer nach ca. 1,5 t Pellets Verbrauch

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  • Hallo zusammen,

    wir haben eine Pelletszentralheizung auf Basis Froehling PE1C mit zusätzlicher Solarthermie seit ca. 3 Jahren im Einsatz.

    Auch lassen wir im September/Oktober jedes Jahr die Anlage fachmännisch reinigen und warten.

    Wir haben jetzt das 2. Jahr hintereinander das Problem, dass nach weniger als 1,5 t verbrannten Pellets (beste EN-Norm) die Heizung sich abstellt, weil der Brennraum gereinigt werden muss. Die Asche im Aschebehälter wird einmal im Monat geleert - ist aber jedesmal nur sehr wenig Asche und wäre daher nicht so oft notwendig.


    Im 1. Jahr mit dem Fehler wurde der Service von Froehling eingeschaltet, der den Fehler auf unseren Heizungsinstallateur (der auch die Reinigung mit Wartung macht) schob.


    Jetzt im 2. Jahr war ich bei der Wartung/Reinigung dabei. Diese wurde vollständig nach Checkliste - soweit ich dies beurteilen kann - durchgeführt.


    Da wir sehr oft in der kalten Jahreszeit im warmen Ausland sind, wird die Heizung nur minimal benötigt - muss aber funktionieren, um das Einfrieren der Wasserleitungen zu verhindern.

    Daher benötigen wir eine Heizung, die auch in unserer Abwesenheit funktioniert.

    Die Asche wird in der Zeit durch die liebe Verwandtschaft geleert.


    Lt. Infos aus Broschüren, aus Gesprächen mit anderen Nutzern von Pelletheizungen und aus Foren habe ich den Eindruck, dass die Häufigkeit der notwendigen Reinigung ungewöhnlich ist.


    Hat jemand eine ähnliche Erfahrung mit der Reinigungshäufigkeit gemacht und im optimalen Fall eine Lösung des Problems (außer öfters reinigen 🥲) ?


    Danke im Voraus

  • 855

    Approved the thread.
  • Etaminator

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  • Hallo,

    ich habe auch einen PE1c.

    Was zeigt die Lambdatronic an, wenn "sich der Kessel abstellt"?

    Ich heize ca 1 to pro Jahr, mach die Säuberung im April selbst und die Wartung macht fröling einmal im Jahr im April (nach der Säuberung).


    Erster Verdacht: Die Verwandten leeren nur vorne die Aschebox und kehren nicht "dahinter" (Unterhalb des Brennraumes).


    Viele Grüße, Achim

  • Ich reinige unseren PE1 vor der winterlichen Heizperiode (im Oktober) und nach der Heizperiode (im März oder April). Asche wird zur gleichen Zeit weggebracht. Jahresverbrauch liegt bei knapp 5t.

    Im Brennraum lagert sich an den Wänden eine weiße Staubschicht ab, die mit einem Handfeger weggebürstet werden kann. Die Löcher im Brennrost werden mit einem Schraubendreher saubergemacht. Der Brennraum wird mit einem Aschesauger gereinigt. Natürlich werden auch die Röhren des Wärmetauschers mit der mitgelieferten Bürste geputzt und der Saugzug wird abgeklopft und ausgesaugt.


    Es gibt von Fröling sogar ein Video dafür.

  • Herzlichen Dank für die Infos.


    Die Reinigung des Brennraumes, wie von "pellet-heizer" beschrieben, erfolgt fachmännisch durch die beauftragte Heizungsinstallateure im Rahmen des Wartungtermins Ende September bis Ende Oktober vor unserer Hauptheizzeit (für die Übergangszeit haben wir noch einen Kaminofen). Das Leeren des Aschebehälters incl. Schiebespindelraum etc. erfolgt ca. alle 4 Wochen.

    Bei unserem Jahresverbrauch von ca. 3 t werden ca. 1,5 t verbrannt, bis im Innenraum sich soviel Rückstände an der Innenwand etc. bilden, dass der Brenner auf Fehler läuft. Somit muss die Reinigung im Januar nochmals durchgeführt werden, um die Heizung lauffähig zu bekommen.


    Beim Kauf der Anlage wurde uns mehrfach gesagt, dass bei diesem neuartigen Brenner außer Ascheleerung und 1malige Wartung/Reinigung je Jahr bei unserem Pelletverbrauch/Heizverhalten nichts notwendig ist - haben wir leider nicht schriftlich.

    Da wir des Öfteren in der Hauptheizzeit nicht vor Ort sind, war dieser Punkt für uns kaufentscheidend.


    Ich hoffe Mal, dass die Häufigkeit der Reinigung wie bei uns bei einem solchen modernen System nicht Standard ist, sondern ein Fehler.


    Hat jemand das selbe Problem und ggf. schon eine Lösung?


    Mit Dank im Voraus für Eure Hilfe

  • Genau die Frage von Austro Diesel schwirrte mir beim lesen auch durch den Kopf!


    Kann es sein, dass der Kessel häufig an der untersten Leistungsgrenze moduliert?

    Oder ist der Kessel wegen relativ kleinem Speicher und fast 0 gleichzeitiger Wärmeabnahme vom Haus,

    sehr oft am tackten? Das heisst: anheizen, kurze Brennphase auf Leistung und schon wieder stop???

    Kann es sein, dass es im Heizraum sehr feucht ist? Auch das kann zu zusätzlichem „festpappen von Staubund Asche“ führen, so dass der Ascheaustragung die Arbeit erschwert wird?

    Oder verstaubt die eingebaute Lambdasonde zu stark und es kommt infolge fehlerhafter Messung zu stärkerer Russbildung?

    Gruess Ruedi

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

    Edited once, last by Chaletheizer ().

  • Hallo zusammen,

    danke für die vielen Denkanstöße/Nachfragen.

    Aktuell sind wir noch im Ausland und habe leider nicht die technische Details nicht parat bzw. kann diese nicht nachschauen.


    Die Infos, die ich geben kann:

    - Wasser ist im Haus nicht abgestellt

    - zuerst kam die Warnmeldung #419 Unterdruck im Vorbereiten gering, Brenner reinigen

    - zeitlich danach die Fehlermeldung #059 Saugzug dreht sich nicht, trotz voller Ansteuerung

    - in unserer Abwesenheit sind die Heizkörper im gesamten Haus auf 1 - 2 eingestellt, um trotz unserer Abwesenheit eine Grundwärme im Haus zur Schimmelvermeidung zu gewährleisten (in der Zeit wird wenig Heizleistung benötigt)

    - bei Besuch unserer Hausbetreuer wird fuer mehrere Tage hintereinander dann die Heizleistung für "normale" Raumerwärmung und Warmwasser benötigt.

    - die Meldung #419 kam dieses Jahr schon ca. 6 Tage nach unserer Abreise, d.h. nach unserer "normalen" Nutzung der Heizanlage


    Aktueller Stand:

    - nach der vollständigen Reinigung des Brenners durch die Installationsfirma am letzten Wochenende lief die Heizung wieder

    - am Mittwoch wurde nach der Heizung geschaut und diese hatte wieder die Warnmeldung #419

    - heute Nachmittag kommt der Heizungsinstallateur um nochmals nachzuschauen. Ich werde mit ihm telefonieren und nachfragen, ob er auf Probleme mit der Lambdasonde, Wasserdruck, Feuchtigkeit im Raum und die eingestellten Brennerparameter zur aktuellen Nutzung passt.


    Ich hoffe, dass dann die Ursache für die mehrfachen Brennerverschutzung für diesen eigentlich wartungsfreundliche Brennertyp (lt. Broschüren und Erfahrungsberichten anderer Nutzer) benannt und ggf. behoben werden kann. Und nicht nur die Meldung aktuell nicht mehr kommt.

  • Generell: Wenn die Störungen nur auftreten, wenn ihr nicht vor Ort seid und das Haus im abgesenkten Modus läuft, liegt es wahrscheinlich an zu kurzen Brennerlaufzeiten. In dem Fall muss der Heizungsfachmann eine Betriebsweise programmieren, die diese verlängert. Habt ihr einen Puffer? Dann ginge das leicht.


    Zu den Meldungen:

    419 und 059 sind gewissermaßen widersprüchlich. Kommt der 059 immer mit dem 419?


    419 heißt, dass es irgendwo eine Strömungsbehinderung gibt.

    Denkbar:

    - Der Heizungsraum ist zu dicht. Unwahrscheinlich, Es sei denn, es wird bei der Abreise irgendeine sonst geöffnete Klappe oder Fenster geschlossen.

    - Luftwege im Kessel. Unwahrscheinlich

    - 1. Engstelle Feuerrost. Möglich, wenn die Verbrennung schlecht ist.

    - 2. Engstelle Wärmetauscher mit Wirbulatoren. Siehe 1.

    - 3. Engstelle Brennwertwärmetauscher. Siehe 1. Der wird regelmäßig mit Frischwasser gespült, sonst verklebt er sich. Deswegen die Frage nach dem abgestellten Wasser. Hier prüfen, ob der Wasserzulauf ok ist. Dazu kann man den Kessel zur Diagnose manuell zwingen und hören, ob es rauscht. Dann Selbstreinigung prüfen. Auch das geht im manuellen Modus und erzeugt das scheppernde Geräusch.

    - Wasser im Sammelkasten. Dort sammelt sich das Kondenswasser aus dem Abgas und das Spülwasser und fließt in den Abfluss. Dessen Siphon kann durch Asche und Staubeintrag blockiert sein. In dem Fall steigt der Wasserspiegel in Kasten und behindert Strömung und Ventilatordrehung. Nachschauen.


    Es wäre sehr hilfreich, wenn der Installateur unter den o.g. Möglichkeiten die relevante bestimmen kann.


    Ich habe den gleichen Kessel seit drei Jahren und bei mir läuft er komplett problemlos. Fast schon langweilig. 😉


    Servus, Frank

  • Danke Frank,


    wenn dies so toll läuft, werde ich neidisch 😀🥲.

    Durch die ganzen Infos durch Euch im Forum habe ich mich zwischenzeitlich in die online verfügbaren Unterlagen eingelesen.

    Es ist schon toll, was die Anlage so kann. Daher freut es mich zu hören, dass dies auch fehlerfrei geht.


    Die #459 kommt normalerweise einige Tage vorher. Und die #459 kam schon voriges Jahr bevor wir weg gefahren sind, also quasi im Normalbetrieb (es war nur nicht kalt und die Heizung nicht so aktiv). Und dies nach ca. 6 Wochen nach der Wartung/Reiner gung. Daher würde diese Meldung so vom Installateur nicht zeitnah als problematisch eingestuft. Und erst nach mehrmaligen auftreten bearbeitet. Damals war dann sogar der Service von Froehling da und hat es darauf geschoben, dass vorher nicht richtig gereinigt wurde. Nach der nochmaligen Reinigung lief

    dann die Heizung durch, auch als wir nicht vor Ort waren. Da haben wir wohl Glück gehabt, dass die Wetterverhältnisse passend waren.


    Ich gehe zwischenzeitlich davon aus, dass dies Problem an dem Brennverhalten bei uns oder am geringen Wasserdruck für die Reinigung liegt.

    Ich werde dies nachher abklären lassen.


    Danke für die Hilfe


    Gruß Dieter

  • Schau mal, ob das Wasser gut abläuft.

    Wenn es sich staut, behindert es zunächst den Luftstrom 419 und wenn es noch weiter steigt, läuft der Lüfter im Wasser 059.

    Das würde zu den beiden "widersprüchlichen" Meldungen führen.


    Egal, was es hinterher war, bitte schreib es hier rein, damit wir nicht dumm sterben.

    Danke.


    Servus,

  • Kurze Zwischenmeldung:

    Der Installateur vor Ort hat den Abfluss und Wasserzugang geprüft - war alles OK. Auch die anderen genannten Punkte wären in Ordnung.

    Nach Rücksprache des Installateurs mit Froehling wurde auf deren Rat ein Teil ersetzt (Druck...... - genaue Bezeichnung finde ich noch heraus und stelle die Info ins Forum).

    Danach startete die Heizung ohne Fehler und - lt. Installateur - schneller als am letzten Wochenende.


    Manchmal kommt mir es vor, dass etwas probiert wird und danach geschaut/abgewartet wird, ob dies die Ursache war.

    Ich hoffe, dass die Heizungsanlage fehlerfrei die restliche Heizsaison und im nächsten Winter läuft.


    Ich gebe Rückmeldung, was sich ergibt. Vielleicht ist dies auch für andere Nutzer interessant.


    Vielen Dank für die Unterstützung

    Dieter

  • Dann wird wohl nur die Unterdruckmesssonde defekt gewesen sein?

    Schmid Zyklotronic 20kW. 1800 l Speicher, 600 l Solarboiler an 6m2 Solarfläche.

    Offene Anlage mit 180l Expansionsgefäss, keine TAS installiert!

    Traktoren: Meili DM 36 Jg.60, MF 254 Jg.78 4m Holzerwagen Jg.88

    Werkzeuge:Geba Brennholzfräse, Vogesenblitz 16t Spalter und El. Spalter 5t, 7 Motorsägen, Biber mit Stihl461 als Antrieb. + Jede Art von Äxten!
    Für Spass und Stromlose Zeiten: Küchenherd TL- Tech Bo 80 mit ca 8kW
    Total 220 m2 beheiztes Chalet, total ca 10-12 Ster pro Saison.

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